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Schlesien fleht vor Karl XII. um Hilfe. Kupferstich von Christian Fritsch, 1745 

Der Hof des Schlosses Altranstädt mit einem 1907 zum 200. Jahrestag der Konvention errichteten Obelisken. 

Die Jesuskirche in Cieszyn (Teschen) ist die einzige heute noch evangelische Gnadenkirche. 

Wanderausstellung zur Konvention von Altranstädt.

Am 1.9.2007 jährt sich zum 300. Mal die Unterzeichnung der Altranstädter Konvention. Mit dieser Übereinkunft zwischen dem schwedischen König Karl XII. und dem deutschen Kaiser Joseph I. wurde die Bedrückung der Protestanten in Schlesien gemildert. Das Schlesische Museum – gefördert durch das Sächsische Staatsministerium des Innern - erstellt aus diesem Anlass eine Wanderausstellung, die 2007 auf Schloss Altranstädt gezeigt wird und danach durch mehrere polnische und deutsche Museen tourt.

Seit dem Dreißigjährigen Krieg verstärkten die Habsburger in ihren Ländern den Druck auf die Protestanten. Im überwiegend evangelischen Schlesien wurden die Kirchen enteignet und den Katholiken übergeben. Katholische Orden siedelten sich an, Klöster entstanden. Sonntags zogen die Protestanten zu Tausenden in die drei ihnen zugestandenen "Friedenskirchen", in außerhalb der Grenzen gelegene Kirchen oder zu geheimen Predigtplätzen in den Wäldern.

Karl XII. sah sich als Garant der den Protestanten im Westfälischen Frieden von 1648 zugesicherten Rechte. Er hatte im Verlauf des Nordischen Krieges für ein Jahr sein Hauptquartier in dem kleinen Dörfchen Altranstädt westlich von Leipzig aufgeschlagen. 1707 zwang er hier den habsburgischen Kaiser zu Zugeständnissen für die schlesischen Protestanten. In der Folge wurden in den ehemals piastischen Herzogtümern Schlesiens einige Kirchen zurückgegeben. Zusätzlich durften in Hirschberg, Landeshut, Militsch, Teschen, Sagan und Freystadt die sechs berühmten Gnadenkirchen errichtet werden. Schlesien blieb damit das einzige konfessionell gemischte Gebiet unter den habsburgischen Ländern.