Foto: Deutsche vor der Vertreibung an der Sammelstelle vor dem Schloß in Bad Warmbrunn, Sommer 1946, im Talar Werner Schmauch (Vater), letzter Pfarrer und Dekan von Warmbrunn (Privatbesitz Schmauch)
Ein protestantisches Leben in Schlesien. Erinnerungen an Werner Schmauch
Vortrag von Rev. Dr. Christoph Schmauch, USA
Termin: Di., 16.01.2007, 19.00 Uhr
Ort: Schlesisches Museum zu Görlitz, Schlesisches Museum zu Görlitz, Eingang Fischmarkt 5, 02826 Görlitz
Veranstalter: Kulturreferent für Schlesien beim Schlesischen Museum zu Görlitz
Veranstaltungssprache: Deutsch
Der Eintritt ist frei!
"Es ist vieles möglich, gerade im nationalsozialistischen Staat, wenn jemand Mut hat und um eines großen Zieles willen sein Amt zu riskieren bereit ist." Mit diesen Worten beschrieb Werner Schmauch, Mitglied der Bekennenden Kirche in Schlesien, seine Haltung zum Dritten Reich.
1946 wurde der Pfarrer mit vielen anderen Deutschen aus Bad Warmbrunn ausgesiedelt. Ein Foto, das in der Dauerausstellung des Schlesischen Museums zu Görlitz zu sehen ist, zeigt Werner Schmauch inmitten der vor der Vertreibung versammelten Gemeindemitglieder. Bis 1950 gehörte der Theologe der Kirchenleitung der schlesischen "Restkirche" an, und wirkte später als Professor in Berlin und Greifswald.
Der Sohn Christoph Schmauch (geb. 1935) flüchtete 1953 in die Bundesrepublik und wanderte später in die USA aus. Der Pfarrer leitete das World Fellowship Zentrum in New Hampshire. Nach seiner Pensionierung entdeckte er die Geschichte seines Vaters und damit auch die eigenen schlesischen Wurzeln wieder.
