Schlesien auf DIN A0. Konzeption und Erstellung einer kulturgeschichtlichen Ausstellung
Termin: Di., 08.04.2008, 15.04.2008, 22.04.2008, 16.00-17.30 Uhr
Veranstalter:
Institut für angewandte Geschichte, Frankfurt (Oder) in Zusammenarbeit mit der Gerd-Bucerius-Stiftungsprofessur für "Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas" an der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder) und dem Kulturreferenten für Schlesien beim Schlesischen Museum zu Görlitz
Seminarleitung: Stephan Felsberg, Berlin; Dr. Michael Parak, Görlitz
Veranstaltungsort: Europa-Universität Viadriana, Frankfurt (Oder), Europaplatz, Gräfin-Dönhof-Gebäude, Raum 07
Wie lässt sich Vergangenes veranschaulichen? Auf welche Medien können Historiker zurückgreifen, wenn es gilt, komplexe historische Zusammenhänge darzustellen? Ausstellungen gehören dabei sicherlich zum Standardwerkzeug.
Gerade die Geschichte Schlesiens bietet eine gute Übung, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, denn seine wechselnden Herrschaften haben ein Panorama überholter und aktueller Schlesienbilder hervorgebracht. Darin findet sich neben Śląsk, der „wiedergewonnenen, urpolnischen“ Erde auch Slezsko, die „Perle in der böhmischen Krone“, und Schlesien, als „Vorhut deutscher Zivilisation im Osten". Heutige Darstellungen heben dagegen die Brückenfunktion der Silesia zwischen verschiedenen Kulturen hervor.
Im Rahmen des Seminars soll ausgelotet werden, wie Zugänge zur schlesischen Geschichte gefunden werden können, ohne einer nationalen oder nostalgischen Sichtweise das Wort zu reden. Ziel ist die Konzeption einer Ausstellung, die entlang von Orten eine Reise durch die schlesische Geschichte unternimmt. Exkursionen führen nach Breslau/Wrocław, Görlitz, Kreisau/Krzyżowa und an andere Orte. Geplanter Ausstellungsort ist das Bildungszentrum Muhrau/Morawa in Niederschlesien.
