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Peter Heinz Seraphim, Die Heimatvertriebenen in der Sowjetzone, Berlin 1954.

Tabuisierte Geschichte – Flüchtlinge und Vertriebene in der Sowjetischen Besatzungszone und DDR
Vortrag von Dr. Michael Parak, Kulturreferent für Schlesien beim Schlesischen Museum zu Görlitz

Termin: Mo., 05.03.2007, 15.00 Uhr
Ort:  Hotel Kaiserin Augusta, Carl-August-Allee 17, 99423 Weimar
Veranstalter:  BDV, Regionalverband Weimar

Auch heute ist über das Leben von Flüchtlingen und Vertriebenen in der Sowjetischen Besatzungszone wenig bekannt. Die SED belegte diesen Teil der deutschen Geschichte mit einem Tabu. 1950 verschwand selbst die verharmlosende Bezeichnung „Umsiedler“ aus dem öffentlichen Sprachgebrauch.
So denkt man meist an die Bundesrepublik, wenn es um die Aufnahme von Flüchtlingen und Vertriebenen geht. Dabei lebten 1950 3,3 Millionen Deutsche aus Ostpreußen, Schlesien und dem Sudetenland in der DDR; ein Bevölkerungsanteil von 21,3 Prozent. In Westdeutschland waren dagegen nur 16,5 Prozent der Bevölkerung Flüchtlinge und Vertriebene.
In dem Vortrag werden die „Umsiedler-Politik“ der SED und Lebenserinnerungen von Betroffenen vorgestellt. Ein Überblick über neu erschienene Bücher zu diesem Thema ergänzt das Programm.