
Soldatengräber in Zgorzelec, Foto: Jan Rouge

Die orthodoxe Kirche in Zgorzelec, Foto: privat

Deutsche Grabsteine auf dem Friedhof in Zgorzelec-Ujazd (Moys), Foto: Jan Rouge
Sonntag, 11.3., 10-16 Uhr
Ans andere Ufer. Entdeckungen in Zgorzelec
in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferenten
Vielen Görlitzern ist Zgorzelec fremd, wenngleich die beiden Stadthälften an der Neiße bis 1945 zusammengehörten und man seit einigen Jahren wieder die Grenze ohne Kontrollen überqueren kann. Unsere Exkursion möchte eine Verbindung zwischen der deutschen Vergangenheit und der polnischen Gegenwart in Zgorzelec herstellen.
Die Mitarbeiter des Muzeum Łużyckie (Lausitzmuseum) in Zgorzelec informieren über die Ausgrabungen des 17. und 18. Jahrhunderts am Töpferberg. Es schließt sich eine Führung über das Gelände des ehemaligen Stalag VIII A mit der Schriftstellerin Hannelore Lauerwald an. Luise Träger vom Meetingpoint Music Messiaen wird die Pläne für die Errichtung einer Gedenkstätte erläutern. Über die Geschichte des früher evangelischen Friedhofes in Zgorzelec-Ujazd (Moys) berichten Joachim Rudolph und Pfarrer Sławomir Lewandowski, die die Wiederaufrichtung der noch vorhandenen deutschen Grabmäler initiiert haben. Die Exkursion führt weiter zur Gedenkstätte für die Soldaten der polnischen Armee, die in den Kämpfen im Frühjahr 1945 gefallen sind, und zur Bonifatiuskirche, in der einst Pfarrer Franz Scholz wirkte. Über die Ulica Daszyńskiego, in der ein Gedenkstein an die Ansiedlung griechischer Bürgerkriegsflüchtlinge 1949/50 erinnert, geht es weiter zur orthodoxen Kirche der Hl. Konstantin und Helena, wo uns Pfarrer Marek Bonifatiuk empfangen wird.
Kosten: 20 € (inkl. Bus, Mittagessen in der griechischen Taverne „Naoussa“)
Beginn: 10 Uhr an der Altstadtbrücke (Görlitzer Seite)
Exkursionsleitung: Martina Pietsch
Anmeldung: bis 1.3.2012
Tel. 03581/8791-0
E-mail:
kontakt(at)schlesisches-museum.de
Hinweis für Lehrer: Diese Exkursion ist auch als Fortbildungsangebot im online-Katalog des SMK veröffentlicht. Bitte stellen Sie bei Ihrem Schulleiter den Antrag auf Anerkennung als Fortbildung.
