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Kinga Hartmann-Wóycicka: Kriegszustand in Polen 1981-1982. Schlesien und die Solidarność

Im Ergebnis der Verträge vom August 1980 entstand die unabhängige Gewerkschaft „Solidarność“. Dies schlug eine bedeutende Bresche in das kommunistische Machtmonopol. Ende des folgenden Jahres wurde die Solidarność für illegal erklärt und der Kriegszustand eingeführt. Ungefähr 10.000 Aktivisten wurden verhaftet.  Dies wurde damals als Niederlage der Solidarność-Bewegung wahrgenommen. Sie hörte jedoch nicht auf zu existieren, und ihre Strukturen bestanden im Untergrund fort. Wie soll man den Kriegszustand bewerten? War er unvermeidlich? War er auf die Radikalisierung der Solidarność-Bewegung zurückzuführen? Hätte das Experiment der Koexistenz von unabhängiger Gewerkschaft und kommunistischer Herrschaft gelingen können? Wie soll man dabei die Figur des Generals Jaruzelski, Urheber des Kriegszustandes, bewerten? Das alles sind Fragen, die bis heute in Debatten über die Geschichte Polens und die kommunistische Herrschaft in Polen aktuell sind.



Donnerstag, 26.1., 16 Uhr im Barockhaus