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Informationen zur Heimatstube
in Lippstadt: http://www.bielitz-biala.de/
(Heimatstube)
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Bielitz-Biala (heute Bielsko-Biala)
liegt an beiden Ufern der Biala, an deren Austritt aus den Beskiden.
Ende des 13. Jahrhunderts wurde das Gebiet von der deutschen Siedlung
erreicht. Die Stadt Bielitz und acht umliegende Dörfer blieben
deutschsprachig, auch als im 15. und 16. Jahrhundert ein Sprachenausgleich
zugunsten des Polnischen stattfand, und bildeten die größte
deutsche Sprachinsel im östlichen Oberschlesien. Durch die Tuchmacherei
im 16. Jahrhundert erstarkte Bielitz, der Handel erfolgte bis in die
Türkei. 1789 wurde Biala zur königlichen Freistadt erhoben
und entwickelte sich ebenfalls zu einer Tuchmacherstadt. Bielitz und
Biala bildeten immer mehr eine wirtschaftliche und kulturelle Einheit.
1815 galten sie neben Troppau als größtes städtisches
Ballungsgebiet im alten oberschlesischen Raum. Im 19. Jahrhundert erfolgte
die Industrialisierung des textilen Wirtschaftsbereiches. Noch heute
ist Bielitz-Biala das zweitgrößte Textilindustriegebiet Polens.
Die Heimatstube für den Kreis Bielitz-Biala wurde 1956 gegründet,
kurz nach der Übernahme der Patenschaft durch Lippstadt. Zur Zeit
ist die Sammlung in zwei Räumen der Volkshochschule untergebracht.
Wertvolle Archivalien verwaltet das Archiv der Stadt Lippstadt. In der
Heimatstube sind Gemälde und Zeichnungen, Textilien, v.a. Trachten,
Landkarten und Münzen zu besichtigen. Hervorzuheben ist das Zunftbuch
der Sattler in Bielitz sowie eine Harfe-Zither, eine Bielitzer Nähmaschine
mit Einschusslöchern von amerikanischen Soldaten und ein Paradesäbel.
Während der Treffen der Bielitz-Bialaer in Lippstadt werden Sonderausstellungen
gezeigt.
Unter den Objekten der Heimatstube Bielitz-Biala sind auch eine Anzahl
an Kopien von historischen Dokumenten und Karten. Die Originale dieser
Objekte befinden sich in einer weiteren Einrichtung zur Geschichte der
Sprachinsel Bielitz-Biala, im Mährisch-Schlesischen Heimatmuseum
Klosterneuburg (Rostockvilla, Schießstattgasse 2, 3400 Klosterneuburg,
Tel.: 0043-02243/444-287) in Österreich. (Informationen: http://www.mshm.at/)
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