Bunzlau (Boleslawiec) liegt am Ostufer
des Bober. In der unmittelbaren Nähe älterer slawischer Siedlungen
wurde die deutschrechtliche Stadt wohl in den 1240er Jahren gegründet
. Bunzlau mit seinen bedeutenden kirchlichen und schulischen Traditionen
wurde weltberühmt durch sein Töpferhandwerk, das schon im Mittelalter
betrieben wurde. Das Braungeschirr, das im 17. Jahrhundert entwickelt
wurde, brachte für die Bunzlauer Töpfer den Durchbruch. Der
Handel weitete sich über ganz Europa, später bis Amerika aus.
Im 19. Jahrhundert entstand das bekannte handgeschwämmelte Steinzeug
mit dem Pfauenaugendekor.
Bunzlau ist der Geburtsort des Dichters und Literaturtheoretikers Martin
Opitz von Boberfeld ("Buch von der teutschen Poeterey").
Am 3. Mai 1953 übernahmen die Stadt Siegburg und der Siegkreis (heute
Rhein-Sieg-Kreis) die Patenschaft über die heimatvertriebenen Bunzlauer.
Nachdem die Bundesheimatgruppe Bunzlau zuerst in verschiedenen Büroräumen
untergebracht war, konnte sie 1985 die heutige Heimatstube im "Haus
der Begegnung" beziehen.
Seit 1953 werden Objekte aus Bunzlau gesammelt, registriert und ausgestellt.
Die Sammlung besteht vorwiegend aus Bunzlauer Keramik, darunter alten
und sehr seltenen Stücken.. Auch ein Taufbecken aus der evangelischen
Kirche in Tillendorf sowie Porzellan aus dem Kreis Bunzlau, Bilder, Ansichtskarten,
Bücher und Urkunden sind zu besichtigen.
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Bunzlauer Geschirr
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