Heimatstube Schweidnitz
im Heimatmuseum Reutlingen
Oberamteistraße 22/32
72764 Reutlingen
Tel.: 07121/303-2050
Fax: 07121/303-2768
mail: heimat-museum@reutlingen.de
Trägerschaft:
Bundesheimatgruppe Schweidnitz und Stadt Reutlingen
Öffnungszeiten:
zur Zeit nicht öffentlich zugänglich
Schweidnitz (Swidnica) wurde bald nach 1241 als deutschrechtliche Stadt gegründet.. Von 1290 bis 1392 war die Stadt Sitz eines eigenen piastischen Fürstentums unter den Bolkonen. Ihr rascher wirtschaftlicher Aufschwung setzte sich fort, als Stadt und Fürstentum nach dem Tod der Herzoginwitwe Agnes 1392 an die Krone Böhmens kamen. Um 1550 hatte Schweidnitz mit fast 5000 Einwohnern annähernd die Größe von Breslau. Der Dreißigjährige Krieg brachte einen jähen Niedergang. Nach dem Zweiten Schlesischen Krieg wurde die nun preußische Stadt zur Festung ausgebaut, im Siebenjährigen Krieg erlitt sie vier Belagerungen. Nachdem die Festungswerke bereits in napoleonischer Zeit teilweise gesprengt worden waren, wurden sie 1867 endgültig niedergelegt. Im 19. Jahrhundert entwickelt sich Schweidnitz zur modernen, zunehmend durch Industrie und Gewerbe geprägten Stadt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt zu ca. 30 % zerstört.
Die Heimatstube Schweidnitz war bis 1995/96 in die Ausstellung des Heimatmuseums der Patenstadt Reutlingen integriert. Mit dem Umbau des Museums sind die Bestände nun vorübergehend im Depot des Museums untergebracht und sollen in einer zweiten Bauphase des Museums berücksichtigt werden.
Den Hauptteil der kleinen Sammlung bilden Bücher und Schriftverkehr sowie Fotografien. Neben Lithografien und Ölgemälden mit Ansichten von Schweidnitz gehören kleine Andenken wie Vasen, ein Becher zum Schützenfest von 1886 und Trachten zur Sammlung. Besonders interessant sind Grafiken aus dem 16., 17. und 18. Jh., die Schweidnitz u.a. während der Belagerung darstellen.Weitere Schweidnitzer Heimatstube: Sammlung Adler in Görlitz