Freystadt (Kozuchów),
nordöstlich von Sagan wurde in den 1260er Jahren von Herzog Konrad
I. von Glogau als Marktort für eine Gruppe älterer Waldhufendörfer
gegründet. Der Ort entwickelte sich zu einer Handwerker- und
Ackerbürgerstadt mit bedeutender Tuchmacherzunft. Von Besonderheit
ist die doppelte Stadtmauer, die weitgehend erhalten blieb, da Freystadt
im 19. Jahrhundert abseits der Verkehrswege lag.
Die Heimatstube Freystadt wurde am 1966 im alten Gymnasium zu Weilburg
(Lahn) gegründet. Sie befand sich einige Zeit in drei freundlichen
Altbauräumen des Kreishauses Weilburg und seit 2006 ist sie im
Bergbau- und Stadtmuseum untergebracht. Es werden Objekte aus dem
gesamten Kreis Freystadt, Niederschlesien gesammelt. Dabei handelt
es sich vor allem um Andenken, Bücher, Fotografien, Grafiken,
Karten, Bunzlauer Keramik und Textilien. Interessant ist ein schlesisches
Brautkleid aus dem 19. Jahrhundert, eine schmiedeeiserne Wandplatte
des Heimatmuseums Freystadt und die schlesische General-Chronik von
Joachim Coreus, im Jahr 1587 in die deutsche Sprache übersetzt
von Heinrich Rätel.
Weitere Fotografien aus der Heimatstube Freystadt.
