Bunzlauer
Dose, Anfang 20. Jh.
|
Geretsried ist eine Stadt der Heimatvertriebenen.
Der Ort bestand bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts aus einer bescheidenen
Einöde. Erst im Jahr 1938 gewann dieses Gebiet im "Wolfratshausener
Forst" an Bedeutung, als hier Rüstungsbetriebe angesiedelt und
die dazugehörigen Unterkünften für die Arbeiter errichtet
wurden. Nach der Ankunft der ersten Heimatvertriebenen aus dem Sudetenland
im April 1946 dienten die Bunker und Baracken als erste Notunterkünfte.
1950 konnte die Gemeindegründung stattfinden, der 1970 die Stadterhebung
folgte.
Im Heimatmuseum werden derzeit die Erinnerungen der Heimatvertriebenen
an die alte Heimat gesammelt. In den Abteilungen "Sudetenland",
"Donauschwaben", "Siebenbürgen" und "Schlesien"
finden sich zahlreiche Objekte zu Geschichte und Kultur dieser Länder.
Im geplanten Museumsneubau werden auch die Themen "Flucht und Vertreibung",
"Lager- und Barackenleben" sowie die "Aufbauleistung"
der Heimatvertriebenen thematisiert.
Die schlesischen Ausstellungsstücke werden derzeit von der Landsmannschaft
der Schlesier betreut, die sich aus Angehörigen der rund 140 schlesischen
Familien gebildet hat. Zu besichtigen sind eine kleine Porzellan- und
Keramiksammlung, Gläser und Andachtsgegenstände. Haushaltsgeräte
und Werkzeuge aus dem Bergbau runden die Schau ab.
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.geretsried.de/
|