Gleiwitz (Gliwice)
wurde von Herzog Wladislaus von Oppeln gegründet und liegt am Ufer
der Klodnitz. Nachdem 1796 mit dem ersten Kokshochofen auf dem Festland
die Königliche Eisenhütte Gleiwitz entstand, begann der Aufschwung
der Stadt. Im 19. Jahrhundert wurde neben der Kanonen- und Munitionsgießerei
auch Eisenkunstguss betrieben. So wurden in der Gleiwitzer Kunstgießerei
die ersten Eisernen Kreuze gegossen. Noch heute wird in Gleiwitz / Gliwice
Eisenkunstguss betrieben, u.a. für Denkmale in Warschau und Kattowitz.
Der Gleiwitzer Heimatstube stand seit 1961 ein Raum im Heimatmuseum
Bottrop zur Verfügung. Im Rahmen der Gleiwitzer Heimattreffen entstanden
mehrere Sonderausstellungen. Seit 1985 ist eine ständige Ausstellung
im Rathaus Bottrop eingerichtet. Dort kann man die Objekte der Heimatstube
in zwei Vitrinen besichtigen.
Zur kleinen Sammlung gehören Grafiken und Ansichten von Gleiwitz,
Objekte des Eisenkunstguss, Landkarten, Modelle, Notgeld und Archivalien.
Interessant sind eine versilberte Trompete von 1771, die als Zinnfiguren
dargestellte Standarteneskadron des Ulanen-Regiments von Katzler sowie
Gusseisen-Schmuck ("Gold gab ich für Eisen").
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Eisenkunstguss,
Nachguss eines Schinkel-Tellers,
Buderus Wetzlar, nach 1945
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