Beide Sammlungen geben einen Überblick
über die Geschichte des sudeten-schlesischen Herzogtums, vor allem
unter den Brandenburgern und den Fürsten von Liechtenstein, des
weiteren über Entwicklung und Bestand von Stadt und Kreis Jägerndorf.
Die "Heimatstuben" werden in sechs kleineren Räumen präsentiert
und durch regelmäßige Neuzugänge erweitert. Zu besichtigen
sind Gebrauchsgegenstände des Handwerks, des Haushalts und der
Landwirtschaft, weiterhin Textilien (u.a. Hotzenplotzer Klöppelspitzen
und Trachten), Gläser, Porzellan und Keramik, sowie Gegenstände
aus katholischen und evangelischen Kirchen.
Hervorzuheben sind: originales Altargerät, Bücher aus dem
17. und 18. Jahrhundert (u.a. die sogenannte Radner Bibel), ein Glasfenster
der Stadtpfarrkirche Jägerndorf und Gemälde, u.a. von Johann
Zeiller. Erwähnenswert sind außerdem die Sammlungen zu Leben
und Wirken des "Bauernbefreiers" Hans Kudlich (1823 - 1917)
und des berühmten Geigers Gerhard Taschner (1922 - 1976), ferner
Dokumentationen über die Jägerndorfer Textilindustrie und
die berühmte Orgelfabrik Rieger.