Liegnitzer
Mobiliar, um 1830
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Liegnitz (Legnica)
war stets die neben Breslau wichtigste Stadt Niederschlesiens. Nach
der Zerstörung einer alten slawischen Burg, Sitz einer Kastellanei,
beim Mongoleneinfall 1241 gründete Herzog Boleslaus II. die deutschrechtliche
Stadt. Liegnitz war Hauptstadt eines piastischen Teilherzogtums bis
1675. Die Residenz- und Handelsstadt mit einer großen kirchlichen
und Bildungstradition erlebte im 19. Jahrhundert eine rege Industrialisierung.
Die Liegnitzer Sammlung enthält Gegenstände aus Stadt und
Landkreis Liegnitz und aus dem ehemaligen Herzogtum und gehört
zu den wichtigste auf Schlesien bezogenen Sammlungen in Deutschland.
Sie nimmt eine Etage in einem der beiden klassizistischen "Haspel-Häuser"
ein. Die Ausstellung wird vom Arbeitskreis Liegnitzer Sammlung Wuppertal
präsentiert, in dem die beiden Liegnitzer Vereine, die Bundesgruppe
Liegnitz - Stadt und Land - e.V. und die Historische Gesellschaft Liegnitz
e.V. kooperieren.
Der Arbeitskreis hat inzwischen ungefähr 50 Sonderausstellungen
organisiert, die u.a. in Breslau, Düsseldorf, Königswinter,
Liegnitz, Siegburg und Görlitz zu sehen waren.
Die Liegnitzer Vereine kooperieren mit dem Kupfermuseum und dem Staatsarchiv
in Liegnitz. Die Liegnnitzer Sammlung ist Mitglied des Rheinischen Museumsbundes.
Zum reichhaltigen Bestand gehören Grafiken und Zeichnungen, Möbel,
Schriftstücke, Münzen, archäologische Fundstücke,
Bunzlauer Keramik und Textilien. Hervorzuheben sind die wertvollen Möbelstücke
und die archäologischen Objekte, ferner eine reiche Sammlung Münzen
vor allem des 16. / 17. Jahrhunderts.
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