Namslau (Namyslów) liegt rund
50 km östlich von Breslau und wurde am 14. März 1249 gegründet.
Die Herrschaft über den Ort wechselte häufig zwischen den schlesischen
Herzögen. 1335 ging Namslau an König Karl IV. über und
gehörte schließlich zum Herzogtum Breslau. Es folgte der Ausbau
der Stadtbefestigung und der Burg, so dass Namslau der Belagerung durch
die Hussiten standhielt. Wirtschaftliche Bedeutung hatten der Handel und
die Tuchmacherei, die im Gefolge des Dreißigjährigen Krieges
jedoch einen Niedergang erfuhren. Zwar wurde Namslau unter preußischer
Herrschaft Kreisstadt, doch die Bedeutung der Stadt blieb eher gering.
Im 19. Jahrhundert war das Wirtschaftsleben ländlich geprägt.
Das bekannteste Unternehmen war die Brauerei Haselbach, die eine schon
im 14. Jahrhundert nachweisbare Brautradition fortsetzte. August Haselbach
erwarb 1862 die 1538 errichtete Schlossbrauerei und kaufte 1895 das Schloss.
Der kleine Sitzungssaal in der Kreisverwaltung Euskirchen wird als Namslauer
Heimatstube bezeichnet. Die Kopfseite des Raumes nimmt der Plan der Festung
Namslau (1722 - 1724) ein, der nach einem Original im Heeresarchiv Wien
erstellt wurde. Wappen und Fotografien nehmen Bezug auf Geschichte und
Bedeutung der Stadt. In einigen Vitrinen finden sich Archivalien, Zeichnungen
und GläserVon Bedeutung ist das Brau-Urbar (ein Verzeichnis der Einkünfte
und Güter) von 1709.
Im Archiv befindet sich eine geordnete Sammlung von Kopien zur Geschichte
des Kreises Namslau aus den verschiedensten Archiven des deutschsprachigen
Raumes. Weitere Sammlungsbestände befinden sich in der Bücherei
der Kreisverwaltung und im Medienzentrum des Kreises in Kall, hier eine
große, vollständig inventarisierte Dia-Sammlung.
weitere Fotografien
aus der Heimatstube Namslau
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