Ausschnitt aus dem
Gemälde "Berglandschaft mit Bergbauernhäusern",
1921, Öl auf Leinwand
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Neurode (Nowa Ruda) am Eulengebirge
wurde als "Städtchen" und "Stadt" im Jahr 1337
erstmals erwähnt. Schon im Mittelalter bildete die Tuchmacherei
die wirtschaftliche Grundlage. Der Export führte später bis
nach Italien, Russland und die Türkei. Im 19. Jahrhundert ging
die Tuchmacherei zurück, es entstanden jedoch in und um Neurode
einige Textilfarbiken und Webereien. Der Bergbau sowie andere Industrien
nahmen an Bedeutung zu, ebenso der Ausflugsverkehr. Im Zweiten Weltkrieg
wurde die Stadt nicht zerstört, doch sind nur noch wenige Baudenkmale
erhalten, da Brände im 17., 18. und 19. Jahrhundert großen
Schaden angerichtet hatten.
Die Sammlung der Neuroder Heimatstube, die 1962 gegründet wurde,
ist zur Zeit mit anderem Museumsgut in einer alten Schule eingelagert.
Geplant war eine Integration der Bestände in das neugestaltete
Heimatmuseum der Stadt Castrop-Rauxel. Die finanzielle Situation der
Stadt hat sich im Laufe des Jahres 2001 jedoch so verschlechtert, dass
die Pläne für eine Neugestaltung auf unbestimmte Zeit verschoben
wurde.
Die Sammlung umfasst ca. 600 Exponate. Darunter sind Archiv- und Bibliotheksgut,
Fotografien, Gegenstände des Haushalts, einige Gläser und
Porzellan, Grafiken und Zeichnungen. Bedeutende Objekte sind eine Urkunde
des Bürgermeisters von Neurode mit einem Siegel aus dem 17. Jahrhundert
und eine schlesische Nusskrippe.
Sonderausstellungen mit heimatgeschichtlichen Exponaten fanden wiederholt
anlässlich der Neuroder Heimattreffen statt.
Informationen: http://www.grafschaft-glatz.de/organe/kr-neuro.htm
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