Das oberschlesische
Oppeln (Opole) liegt an einer wichtigen Oderfurt. Archäologische
Untersuchungen haben den Grundriss einer altslawische Stadt aus der
Zeit vom 9. bis 13.Jahrhundert hervortreten lassen. Es handelte sich
wohl um den Hauptort der Opolini, die den nördlichen Teil Oberschlesiens
besiedelten. Auf der gegenüberliegenden Seite der Oder entstand
frühen 13. Jahrhundert eine deutschrechtliche Stadt. 1223 wurde
die Pfarrkirche Hl. Kreuz erstmals erwähnt, 1230 entstand der bis
heute erhaltene Rundturm.
Im Mittelalter blühten Handwerk und Durchgangshandel. Dann stagnierte
die Entwicklung. Erst in preußischer Zeit, vor allem mit der Neuorganisation
des preußischen Staates nach den Befreiungskriegen, erlebte die
Stadt einen neuen Aufschwung. Sie wurde Sitz der Regierung für
Oberschlesien, erhielt Anschluss an das Bahnnetz und erfuhr eine stürmische
Industrialisierung.. Noch heute ist Oppeln eine bedeutende Industriestadt.
Der 1954 gegründete "Bund der Oppelner" in Bonn richtete
eine "Oppelner Heimatstube" ein, die sich im Rathaus in Bonn
- Bad Godesberg befindet. Gesammelt werden Erinnerungsstücke, Schriften
und Chroniken aus Oppeln (Stadt und Land) und anderen Teilen Schlesiens.
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Fahne
in den Farben Oppelns - gelb und blau
mit dem Oppelner Wappen
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Übergabe einer
Chronik von Oppeln durch eine Oppelnerin aus den USA im Jahr 1999
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Zum Bestand der Heimatstube
gehören Archivalien, Bücher, Bilder, Filme / Dias und Fotografien.
Porzellan und Zinngeschirr sowie einige Modelle, Notgeld und Textilien
sind ebenfalls in der Sammlung zu finden. Sehenswert sind die Zinnpokale,
eine Landkarte von Oppeln, ein Evangeliar von 1733 sowie ein Siegel der
Oppelner Zunft von 1793 / 94.

Zunftpokal, 19. Jahrhundert
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