Die Stadt Ratibor (Racibórz)
geht auf eine 1108 erstmals erwähnte Wallburg an der Oder zurück.
Im Mittelalter galt Ratibor als wichtiger Handelsort, außerdem
waren die Tuchmacherei, Gerberei und Brauerei wichtige Wirtschaftsfaktoren.
Durch Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und durch
zahlreiche Brände im 17.Jahrhundert verlor Ratibor an Bedeutung.
Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Berlin - Wien, die über Ratibor
führte, kam es zu einem erneuten Aufschwung und der Ansiedlung
von Industrie. 1903 wurde Ratibor zur Kreisstadt. Nach dem 1. Weltkrieg
verlor der Kreis Ratibor das Hultschiner Ländchen, die Stadt selbst
wurde 1945 stark zerstört.
1951 übernahm Leverkusen die Patenschaft über die Stadt Ratibor
und der Rhein-Wupper-Kreis über den gleichnamigen Landkreis. Im
Jahr 2002 wird das heutige Racibórz Partnerstadt von Leverkusen.
Seit 1991 ist die Heimatstube im "Haus Ratibor - Stätte der
Begegnung" zusammen mit anderen ostdeutschen Vereinen in Leverkusen
untergebracht. Die Objekte werden in sieben Vitrinen ausgestellt. Zum
Bestand gehören Karten und Haushaltsgegenstände. Hervorzuheben
ist ein Ratiborer Heller von 1450, der im Stadtarchiv Leverkusen aufbewahrt
wird.
Informationen der Partnerstadt Leverkusen: http://www.leverkusen.com/partner/ratibor/