
Urkunde mit Stadtsiegel
von Sagan, 1424
|
Die Stadt Sagan
(Zagan) am Bober wurde vor 1260 gegründet. Die Herrschaft über
das Fürstentum wechselte häufig. 1549 kam es an das Haus Habsburg
und wurde von diesem weiter verliehen.
Kaiser Ferdinand II. belehnte den General Wallenstein 1628 mit dem Fürstentum
Sagan, der den Bau einer neuen Schlossanlage begann. Für die städtische
Wirtschaft bestimmend waren die Tuchmacherei, der Eisenhandel und die
Bierbrauerei im Mittelalter, später die Textilindustrie.
Sprottau (Szprotawa), gleichfalls am Bober gelegen, ist im Jahr 1260
erstmals urkundlich als civitas erwähnt. Neben Ackerbau und Handwerk
hatte vor allem die Tuchmacherei sowie der Eisenwaren- und Getreidehandel
entscheidenden Einfluss auf das Gedeihen der Stadt. Das doppeltürmige
Rathaus ist das unverwechselbare Wahrzeichen Sprottaus.
1932 wurden Sagan und Sprottau zu einem Kreis zusammengeschlossen; Sagan
erhielt den Sitz der Verwaltung.
Die Heimatstube in Detmold, 1976 gegründet, widmet sich dem gesamten
Kreis Sagan-Sprottau. Die Objekte sind in Vitrinen in einem Raum der
Volkshochschule Detmold untergebracht, der auch von der Schule selbst
genutzt wird.
Bei der Sammlung handelt es sich vorwiegend um Archiv- und Bibliotheksgut.
Weiterhin sind einige Grafiken, Zeichnungen und Landkarten vorhanden.
Von besonderem Wert ist eine Urkunde mit dem Siegel von Sagan aus dem
Jahr 1424. Außerdem sind ein neueres Modell der Gnadenkirche Sagans,
Ansichten der Städte und ein Siegelabdruck aus dem 16. Jahrhundert
zu sehen.
|