
Innungsfahne,
1925
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Die Stadt Striegau
(Strzegom) ist eine Gründung der schlesischen Herzöge in der
Nähe einer älteren slawischen Siedlung (erste Erwähnung
als deutschrechtliche Stadt: 1242). Sie diente im Mittelalter neben Jauer
und Schweidnitz als Sperrfestung gegen die Gebirgspässe und als Schutz
der an den Sudeten entlangführenden Straße. Die St. Peter -
Paul - Kirche, im 13. und 14. Jahrhundert erbaut, gehörte zu den
stattlichsten Pfarrkirchen Schlesiens.
Große Bedeutung hatte in Striegau bis zum 30jährigen Kriege
die Tuchmacherei und Leinwandweberei. Striegauer Tuche wurden bis nach
Venedig geliefert. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die
Steinindustrie (Granit- und Basaltbrüche) zum Haupterwerbszweig,
in den Gründerjahren (nach 1871) kamen Stuhlfabrik, Malzfabrik, Mühlenwerke
und Maschinenfabriken hinzu.
Die Stadt Striegau ist Geburtsort des spätbarocken Lyrikers Johann
Christian Günther (1695-1723).
Die Heimatstube Striegau wurde 1966 in Lübbecke - Patenstadt seit
1960 - eingerichtet. Bis 2007 wurden die Objekte, Bücher, Dokumente
und Fotografien in zwei Räumen des Museums Burgmannshof präsentiert.
Seit 2007 werden die Erinnerungsstücke in zwei Vitrinen im Museum
der Stadt Lübbecke gezeigt. Die Akten werden im Stadtarchiv bewahrt.
Neben archäologischen Funden, Münzen und Notgeld zählen
Gemälde und Grafiken, Porzellan sowie einige Textilien zur Sammlung.
Hervorzuheben ist die Fahne der Friseur- und Perückenmacher-Innung
von 1925 und das Fragment einer Urkunde aus dem 18. Jahrhundert.
Informationen: http://www.bhgstriegau.keepfree.de/
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