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Winzig (Winsko), 1285 durch Herzog Primko
von Steinau zu deutschem Recht ausgesetzt, war bis in die Zeit vor dem
Zweiten Weltkrieg eine Ackerbürgerstadt. Bedeutung erlangte sie durch
Viehmärkte, den Handel und die Einrichtung landwirtschaftlicher Industrien.
Bei der Besetzung der Stadt durch sowjetische Truppen im Januar 1945 wurde
der Ort stark zerstört und danach nur zögernd wieder aufgebaut.
Heute hat Winzig seinen Stadtstatus verloren.
Seit 1959 befindet sich die Heimatstube Winzig im Mescheder Rathaus.
Die Heimatgemeinschaft konnte zunächst ein eigenes Patenschaftszimmer
nutzen. Seit 1989 wird die Sammlung im Foyer im I. Obergeschoss des
Rathauses in vier großen Hochvitrinen präsentiert. Gezeigt
werden Fotografien, Bücher, Zeitungen aus der Zeit vor 1945, Krüge
aus Keramik und Porzellan, Orden, zahlreiche Urkunden, Zeugnisse und
Meisterbriefe. Die Heimatstube besitzt u.a. Chroniken der Stadt Winzig
von 1864 und 1914 und ein 1945/46 in Winzig geführtes Tagebuch.
Von Besonderheit ist ein barocker Engelskopf vom Orgelprospekt der evangelischen
Kirche Winzig, der Prototyp eines Ölstandsanzeigers aus dem 20.
Jahrhundert und eine Lehensurkunde von 1785.
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