Schweidnitz (Swidnica) wurde bald nach 1241 als deutschrechtliche
Stadt gegründet.. Von 1290 bis 1392 war die Stadt Sitz eines
eigenen piastischen Fürstentums unter den Bolkonen. Ihr rascher
wirtschaftlicher Aufschwung setzte sich fort, als Stadt und Fürstentum
nach dem Tod der Herzoginwitwe Agnes 1392 an die Krone Böhmens
kamen. Um 1550 hatte Schweidnitz mit fast 5000 Einwohnern annähernd
die Größe von Breslau. Der Dreißigjährige Krieg
brachte einen jähen Niedergang. Nach dem Zweiten Schlesischen
Krieg wurde die nun preußische Stadt zur Festung ausgebaut,
im Siebenjährigen Krieg erlitt sie vier Belagerungen. Nachdem
die Festungswerke bereits in napoleonischer Zeit teilweise gesprengt
worden waren, wurden sie 1867 endgültig niedergelegt. Im 19.
Jahrhundert entwickelt sich Schweidnitz zur modernen, zunehmend durch
Industrie und Gewerbe geprägten Stadt. Im Zweiten Weltkrieg wurde
die Stadt zu ca. 30 % zerstört.