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Jahrhunderthalle in Breslau auf der Weltkulturerbeliste

Das Welterbekomitee der UNESCO hat auf seiner 30. Tagung vom 8. bis 16. Juli in Vilnius/Litauen weitere 18 Stätten aus 18 Ländern in die Welterbeliste aufgenommen, darunter aus Polen die Jahrhunderthalle in Breslau.

Die Jahrhunderthalle in Breslau von Max Berg zählt zu den Vorbildern der architektonischen Moderne, Sie wurde 1913 in Stahlbeton errichtet und war mit einer Kuppelspannweite von 65 Metern zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung die weltweit größte Halle ihrer Art.

weitere Informationen:
 http://whc.unesco.org/en/list/1165

1.Reihe von links : Stefan Barnowski, Heinrich Dhom, Dr.Klaus Schneider 2.Reihe von links: Karsten Riemann, Ulrich von Küster, Albrecht Herrnhausen 

Mitgliederversammlung des Vereins zur Pflege schlesischer Kunst und Kultur e.V. (VSK) am 27.05.2006 

Tätigkeits- und Rechenschaftsbericht des Vorstandes
Dr. Horst Berndt berichtet ausführlich über die verschiedenen Vereinsaktivitäten während des vergangenen Jahres:

Im Frühsommer sei im Senfkornverlag die besonders hervorzuhebende Schrift „Der Umgang mit dem deutschen Kulturerbe in Schlesien“ von Prof. Dr. Marek Zybura erschienen. Auch die von Dr. Heinrich Trierenberg herausgegebene und nun aktualisierte Neuauflage des Buches „Führer zu historischen Stätten Niederschlesiens“ verdiene es, besonders genannt zu werden.

Die Gedenktafel am mittleren Pylon der Talsperre Mauer habe noch rechtzeitig vor dem Besuch der Heimatgemeinschaft Mauer angebracht werden können.

Am Belvedere des Schlosses Buchwald hätten Unbekannte leider die Fallrohre entwendet, worum sich jedoch der örtliche Denkmalschutz kümmere. Die gusseisernen Buchstaben der Inschrift werde man wohl im Frühsommer anbringen können, während mit dem Kostenvoranschlag für die Wiederherstellung des Frieses in Kürze zu rechnen sei. Notwendig werde weiter die Verbesserung der Zugangssituation zum Belvedere sowie eine Freilegung der Sichtachse zum Riesengebirge. Weitere Aktivitäten zur Regenerierung des Parks und des Schlosses Buchwald müsse man in größerem Zusammenhang sehen.

Die aus Spendenmitteln finanzierte Marmorplattierung des Saales, in dem sich die Anwesenden befänden, habe leider durch andere als geplante und besprochene Plattenmusterung einen unruhigen Charakter erhalten. Herr Wolfgang Thust, Mitglied des VSK, von der beauftragten Fachfirma habe zugesagt,  diesen Mangel ohne weitere Belastung des Vereins zu beseitigen.

Die durch Mitgliederspenden angeschafften und mit Namensschildern versehenen Stühle sollen, entsprechend einem Vorstandsbeschluss des VSK, als „Dauerleihgabe“ im kleinen Schloss verbleiben. Dafür könne der Verein die im großen Schloss vorhandenen und besser zu handhabenden stapelbaren Stühle der Schloss Lomnitz GmbH. weiter  benutzen.

Der Gruß aus Lomnitz(GaL)Dezember 2005 berichtete über einen neuen polnischen Verein der „Freunde der Gemeinde Mysłakowice/Zillerthal-Erdmannsdorf“, der inzwischen Kontakte mit dem VSK aufgenommen habe. Die Zusammenarbeit mit einem deutschen Partner sei notwendig, um über die „Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit“ evtl. finanzielle Förderung zu erhalten. Die polnischen Bewohner des Ortes zeigten starkes Interesse an Kontakten mit ehemaligen Erdmannsdorfern, woraus sich inzwischen ein mehrphasiges Projekt mit Exkursionen, gegenseitigen Besuchen sowie Unterstützung bei Ortswettbewerben ergeben habe. Ziel dieser Kontakte sei es u.a., der jetzigen Bevölkerung des Ortes ein Bewusstsein für das reiche kulturelle Erbe dieses Landstriches zu vermitteln. Im Hintergrund stehe hier auch die Vision vom „Landschaftsschutzpark Hirschberger Tal“.

Wie der Vorsitzende weiter ausführt, habe sich der VSK an einer zweitätigen Veranstaltung des „Bildungswerkes für Kommunalpolitik Sachsen e.V.“ am 25./26.03.2006 in Ostritz beteiligt (siehe Bericht im Anhang zum GaL/33. Ausgabe).

Verschiedene Studienfahrten habe man in bewährter Weise erneut anbieten und durchführen können, teilweise unter Einbindung anderer interessierter Gruppen aus Mittelfranken und Heidelberg.

Vortragsveranstaltungen von Frau Dr. Marsch zu den Themen „Schlösser im Hirschberger Tal“ und „Die Reisebilder des Pfalzgrafen Ottheinrich…“ seien weiterhin auf reges Interesse gestoßen.

Der Vorsitzende schließt seinen Bericht mit dem Hinweis, dass Frau Dr. Angelika Marsch im September des vergangenen Jahres in Celle mit dem „Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen“ ausgezeichnet worden sei, wozu der VSK nochmals herzlich gratuliere.

Neuwahl des Vorstandes
Dr. Horst Berndt führt aus, dass er nach 10 Jahren Vorstandsarbeit im VSK nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung stehe und es sinnvoll sei, wenn diese Arbeit kontinuierlich in jüngere Hände übergehe. Zur  Mitarbeit im Beirat sowie bei Reiseleitungen erkläre er sich jedoch  weiter gern bereit. Er dankt den Vorstandsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit und allen VSK-Mitgliedern für das in ihn gesetzte Vertrauen.

Zusammensetzung des neuen Vorstandes:
Herr Karsten Riemann , Bad Salzdetfurth 1. Vorsitzender
Dr. Klaus Schneider, Leipzig (stellv. Vorsitzender)
Dr. Krzysztof Ruchniewicz , Wroclaw (stellv. Vorsitzender)
Heinrich Dhom , Riedering, Rosenheim (Schatzmeister)
Stefan Barnowski, Oelde (Schriftführer)
Ulrich von Küster, Lomnitz (Beisitzer)
Prof. Dr. Marek Zybura, Wroclaw (Beisitzer)

Herr Dr. Horst Benrdt wurde unter großem Beifall für seine bisherige Tätigkeit gedankt und einstimmig zum Ehrenvorsitzendes des Vorstandes gewählt.

Planungsvorschau auf die Arbeit des kommenden Jahres
Einen Ausblick auf die Arbeit des kommenden Jahres gibt der neue Vorsitzende Karsten Riemann. Er schlägt u.a. die verstärkte Einbeziehung des Beirates in die Vereinsarbeit vor, wobei dieser die Tätigkeit des Vorstandes begleiten und ergänzen könne. In umgekehrter Richtung sei aber sicher auch die konkrete Befragung des Beirates zu bestimmten Projekten sinnvoll und notwendig. Dem Beirat, dessen Mitglieder vom Vorstand des VSK bestellt werden, gehören derzeit folgende Damen und Herren an:
Herr Alfred Theisen (Vorsitzender)
Herr Dr. Horst Berndt
Herr Mag. Firszt                                  
Herr Wojciech Kapałczyński (angefragt)
Herr Arne Franke                                 
Frau Dr. Angelika Marsch
Frau Ellen Röhner                                
Herr Dr. Gerhard Schiller

Zu den Arbeitsvorhaben des kommenden Jahres werden durch Karsten Riemann schwerpunktmäßig folgende Bereiche genannt:

Erfassung noch vorhandener Epitaphe im Hirschberger Tal und im weiteren Niederschlesien.

 Bestandsaufnahme der Schlösser und Herrenhäuser im Glatzer Bergland.

Weitere Vortragsveranstaltungen durch Frau Dr. Marsch und Herrn Dr. Berndt und weitere Referenten.

Förderung und Begleitung deutsch-polnischer Schulpartnerschaften, evtl. auch durch gemeinsame Arbeitsprojekte an Objekten des gemeinsamen Kulturerbes.

 Weiterführung der bewährten und durch Herrn Dr. Berndt geleiteten Studienreisen. Eine evtl. Ausweitung dieses Reiseangebotes in Richtung Oberschlesien soll überprüft werden. Herr Dr. Gerhard Schiller, der sich kurz der Versammlung vorstellt, wird hierzu ein Konzept erstellen.

Am Belvedere beim Schloss Buchwald bleiben die nötige Restaurierung von Fries und Schrift weiter akut.

Herr Dr. Pyschik und Herr Dr. Ruchniewicz wollen durch Katalogisierung des Bestandes der Bücherei in Schloss Lomnitz den Zugang zu den bereits vorhandenen Medien erleichtern. Frau Birke in Marburg wird aus Altersgründen weitere wertvolle Bücher aus dem Familienbestand zur Verfügung stellen. Auf die Spendenaktion „Ein Buch für Lomnitz“ soll nochmals besonders hingewiesen werden.

Aus der Versammlung kommt sodann eine Nachfrage bezüglich restlicher noch nicht restaurierter Inschriften in der Hirschberger Gnadenkirche. Auch habe man angesprochen, die Namen der Spender in geeigneter Weise zu dokumentieren bzw. publik zu machen. Die Herren Dr. Berndt und Riemann greifen diese Anfrage auf und sichern zu, die Angelegenheit sei nicht vergessen und werde weiter verfolgt.

Herr Becker unterstreicht die ohne Zweifel positive Arbeit des VSK in vielen Projekten, bemängelt jedoch, dass andererseits viele Ortschaften und Städte vergessen seien und nennt als Beispiel Freiburg, dessen ehemalige Prosperität und Bedeutung in einschlägigen Darstellungen kaum gewürdigt werde. Im wirtschaftlichen Bereich sei es ein Zentrum der Textil- und Uhrenindustrie gewesen und mit Schloss Fürstenstein liege im Gebiet der Stadt eines der bekanntesten Baudenkmale Niederschlesiens.

Karsten Riemann erinnert an die begrenzten Möglichkeiten des VSK. Man könne nicht überall durch den VSK die Initiative ergreifen, vielmehr seien Aktivitäten auch von anderen Seiten notwendig. Wie Herr Dr. Berndt hinzufügt, werde Freiburg beispielsweise bei den von ihm geleiteten VSK-Reisen stets besonders erwähnt und in seiner Besonderheit (z.B. Leinenindustrie) gewürdigt. Frau von Küster weist auf die vielfältigen Projekte bezüglich Schloss Fürstenstein von polnischer Seite hin. Herr Preuss teilt in diesem Zusammenhang mit, dass im Sommer mit der touristischen Freigabe der unterirdischen Gänge beim Schloss Fürstenstein zu rechnen sei.

Herr Jürgen Lienig erwähnt bei dieser Gelegenheit seine Initiative für den Ort Lähn und das dortige Schloss Lehnhaus (z.B. Erstellung einer Broschüre). Er bittet zu überprüfen, ob seitens des VSK vermittelnde Hilfestellung bei den zwischen Schlossbesitzer und örtlichem Bürgermeister entstandenen Problemen gegeben werden könne.  Karsten Riemann sagt zu, die Problematik im Vorstand zu beraten.

 

Weitere Informationen unter  www.vskschlesien.de

Immanuel Kant-Stipendium des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Das vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und der Medien (BKM) vergebene Immanuel-Kant-Stipendium dient der Förderung von Dissertationen zu Aspekten der Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa. Es richtet sich an qualifizierte Nachwuchswissenschaftler der Geschichtswissenschaften und benachbarter historisch arbeitender Disziplinen.

Das Kant-Stipendium wird seit 1986 vergeben.

Der Auswahljury gehören an: Prof. Dr. Michaela Marek (Leipzig), Prof. Dr. Detlef Brandes (Düsseldorf), Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann (Düsseldorf), Prof. Dr. Silke Göttsch (Kiel), Prof. Dr. Thomas Wünsch (Passau).

Stipendienanträge sind bis 31. Juli 2006 an die Geschäftsstelle am
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen
Europa zu richten. Die Förderrichtlinien sind über die Homepage des
Bundesinstituts unter  http://www.bkge.de abrufbar.

Weitere Informationen:

Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichenEuropa
- Kantstipendium –
z. Hd. Dr. Heike Müns
Johann-Justus-Weg 147a
D-26127 Oldenburg
Fon + 49 441 9619519
Fax  +49 441 9619533
 muens(at)uni-oldenburg.de

 

 

 

 

„Deutsche Stimme aus Ratibor / Mittendrin“ - Ein Radio, dass Deutsche und Polen verbindet

Musik brummt, das im ganzen Haus klar ist in der Redaktion wird wieder neue Musik getestet. Die jugendlichen Mitarbeiter der Ratiborer Radioredaktion „Die deutsche Stimme aus Ratibor/Mittendrin“ basteln an der Jugendsendung „Mittendrin“. Aufnahmen müssen noch geschnitten werden und der Interviewpartner lässt wieder auf sich warten. Ein paar Stunden sind noch Zeit. Krzysiek und Karol feilen derweil an ihrer Moderation für die Sendung und lachen über ihre Einfälle. Ob die Hörer den Wortwitz verstehen werden? Hauptsache es macht Spaß. Zwischendurch klingelt das Telefon und eine ältere Dame möchte ihre Glückwünsche an eine Freundin durchgeben, für das Wunschkonzert am Sonntag „Die Deutsche Stimme aus Ratibor“.

Für die Hörer im oberschlesischen Ratibor und der Umgebung gehört die deutsche Sendung zu jedem Sonntag einfach dazu. Immer von 11.00 bis 12.00 sitzen sie an den Geräten und lauschen der Sendung, die die jungen Mitarbeiter der Ratiborer Radioredaktion zusammen gestellt haben. Die einen warten auf ihre Wünsche, die anderen wollen wissen, was in den überregionalen Nachrichten berichtet wird. Außerdem informiert der Beitrag in der Sendung über unterschiedlichste Themen: wie z.B. die Enthüllung eines Eichendorff-Denkmals, ein Chorkonzert in Ratibor oder der Besuch einer Delegation aus Deutschland.

Entstanden ist die Radioredaktion 1997 auf Initiative des Deutschen Freundschaftskreises im Bezirk Schlesien, anfangs gab es nur „Die deutsche Stimme aus Ratibor“, später kam das besagte Jugendmagazin „Mittendrin“ dazu. Ausgestrahlt werden diese zwei Sendungen auf dem Lokalsender Radio Vanessa. Mittlerweile wird von der Redaktion auch das eigene Internetradio „Mittendrin“ betrieben, das direkt aus den Räumen der Radioredaktion gesendet wird. Das Programm auf Deutsch und auf Polnisch läuft 24 Stunden am Tag, seine Sendungen sind bunt und vielfältig und suchen ihre Hörer über Schlesiens Grenzen hinaus.

Die Radioredaktion in Ratibor ist ein kleiner Magnet für diejenigen in der Stadt, die Interesse an deutscher Sprache und dem Medium Radio haben. Vor allem Schüler lokaler Gymnasien und Studenten der Ratiborer Fachhochschule kommen in die Redaktion, um die Grundlagen des Radiojournalismus zu erlernen, Sprecher-Schulungen in deutscher Sprache zu absolvieren oder sich auf spielerische Art mit unterschiedlichsten Themen zu beschäftigen. Die Jugendlichen sind es, die die Radioredaktion im Gebäude des Deutschen Freundschaftskreises Ratibor zu einem lebendigen Ort machen. 

Für die Kontinuität der Radioredaktion sorgen vor allem die Redaktionsleiterin Anja Kosińska, gemeinsam mit den Kollegen Łukasz Kocur und dem derzeitigen Medienassistenten des Instituts für Auslandsbeziehungen Christian Lehmann. 

Die Radioredaktion kooperiert nicht nur mit Institutionen, die einen explizit deutschen Hintergrund haben, denn erklärtes Ziel ist es eine Brückenfunktion zwischen Deutschen und Polen zu bilden. Neue Kooperationen mit Organisationen, Institutionen oder Vereinen sind jederzeit willkommen, im Internetradio erhalten die Partner die Gelegenheit mehr über sich zu berichten bzw. eigene Beiträge zu erstellen. Die Radioredaktion hat den Anspruch - mehr als ein Radio zu sein, sie leistet zum einen medienpädagogische Arbeit, organisiert Kulturveranstaltungen und berichtet über deutsch-polnische Themen.

Neueste Kooperation ist die Zusammenarbeit mit dem Ratiborer Jan-Kasprowicz Gymnasium. Dort soll ab September ein sogenanntes „Pausenradio“ entstehen, in dem Schüler ihre eigenen Radiosendungen in deutscher Sprache erstellen.

Finanziell unterstützt wird die Radioredaktion der „Deutschen Stimme aus Ratibor / Mittendrin“ durch das Institut für Auslandsbeziehungen in Stuttgart, das von Anfang an enger Partner der Radioredaktion ist.

Informationen zur Redaktion:
Radioredaktion „Deutsche Stimme aus Ratibor / Mittendrin“
ul. Wczasowa 3,
PL 47-400 Racibórz
Tel./Fax: 0048-324157968
e-mail:  redakcja99(at)o2.pl redakcja99(at)o2.pl<//a>

Sendezeiten:
„Die Deutsche Stimme aus Ratibor“: jeden Sonntag auf Radio Vanessa 100,3 FM um 11.05 bis 12.00 Uhr oder im Internet auf  www.mittendrin.vdg.pl von 13.00 bis 14.00 Uhr
„Mittendrin“: jeden Mittwoch um 22.05 bei Radio Vanessa 110,3 FM oder im Internet jeden Mittwoch auf  www.mittendrin.vdg.pl von 21.00 bis 22.00 Uhr
Im Internet rund um die Uhr:  www.mittendrin.vdg.pl

 

Förderprogramm "Geschichtswerkstatt Europa"

Wir möchten Sie auf unsere Ausschreibung der "Geschichtswerkstatt Europa" aufmerksam machen. Anträge können bis 30. November 2006 beim Fonds "Erinnerung und Zukunft" eingereicht werden.

Die "Geschichtswerkstatt Europa" ist ein Förderprogramm des Fonds "Erinnerung und Zukunft" und der Robert Bosch Stiftung. Der Fonds "Erinnerung und Zukunft" ist Bestandteil der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft", die gegründet wurde, um humanitäre Leistungen an ehemalige Zwangsarbeiter zu zahlen. Sein gesetzlicher Auftrag besteht darin, Projekte zu fördern, die der Völkerverständigung, den Interessen von Überlebenden des nationalsozialistischen Regimes, dem Jugendaustausch sowie der Erinnerung an die Bedrohung durch totalitäre Systeme und Gewaltherrschaft dienen.

Das Programm "Geschichtswerkstatt Europa" möchte die kritische Auseinandersetzung junger Menschen mit nationalen Deutungsmustern von Geschichte fördern und hat das Ziel, europäische Dimensionen nationaler, regionaler und lokaler Geschichte sichtbar zu machen. Im Jahr 2006 können Projektanträge in den Kategorien Lehrbücher, Ausstellungen und Regionales Gedächtnis eingereicht werden.

Die Geschichtswerkstatt richtet sich an Studierende und Hochschulabsolventen der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie an Pädagogen aus Deutschland, die gemeinsam mit Partnern aus den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas internationale Projekte realisieren wollen.

Unter  www.geschichtswerkstatt-europa.de finden Sie eine ausführliche Programmausschreibung mit methodischen Hinweisen und ein Antragsformular.

Projektanträge können bis zum 30. November 2006 eingereicht werden. Am 4. November findet in Berlin eine Informationsveranstaltung zur "Geschichtswerkstatt Europa" statt, für die sich Interessenten bis zum 21. Oktober 2006 über ein Formular auf unserer Website anmelden können.

Fragen zum Programm können Sie gern an die Programmkoordinatorin Ulrike Petzold unter folgender E-Mailadresse richten:
 geschichtswerkstatt-europa(at)fonds-ez.de

Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft«
Fonds »Erinnerung und Zukunft«
»Geschichtswerkstatt Europa«
Markgrafenstr. 12-14
D - 10969 Berlin
Tel:        + 49 (30) 25 9297-79
Fax:       + 49 (30) 25 9297-42
E-Mail:    geschichtswerkstatt-europa(at)fonds-ez.de
Internet:   www.fonds-ez.de

 

"Kirchliche Stifung Evangelisches Schlesien" nimmt Arbeit auf

Die „Kirchliche Stiftung Evangelisches Schlesien“ hat am 12. Mai 2006 ihre Arbeit aufgenommen. Zweck der Stiftung ist es, die geistige evangelische Tradition des gesamten schlesischen Raumes unabhängig von den wechselnden Grenzziehungen in der Geschichte in enger Bindung an die jeweils bestehenden Kirchen zu erforschen, zu pflegen, weiterzugeben und zukunftorientiert weiterzuentwickeln.

Die Stiftung ist durch die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die Gemeinschaft evangelischer Schlesier e. V. und den Verein für Schlesische Kirchengeschichte e.V. gegründet worden. Sie will insbesondere durch das Sammeln und Bewahren schlesischen Archivgutes und seiner Zugänglichmachung und Erschließung, die Herausgabe von Publikationen, durch Tagungen, Exkursionen, Ausstellungen und kirchenhistorische Forschung tätig werden. Vorgesehen ist eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit kirchlichen und nichtkirchlichen Institutionen zur Bewusstmachung des gemeinsamen Erbes.

Die Intention der Stiftung spiegelt sich in der Zusammensetzung des Stiftungsrates wider. In ihm sind mit jeweils zwei Personen die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die Gemeinschaft evangelischer Schlesier e. V. und der Verein für Schlesische Kirchengeschichte e. V. sowie mit jeweils einem Mitglied die Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen, die Schlesische evangelische Kirche A. B. in Tschechien und die Stiftung Schlesisches Museum zu Görlitz vertreten. Zum Vorsitzenden des Stiftungsrates wurde OKR i. R. Dr. Hans-Jochen Kühne (Kamenz) gewählt.

Im Vorstand der Stiftung sind Pfarrer i.R. Dr. Christian-Erdmann Schott (Mainz) als Vorsitzender sowie Oberkonsistorialrätin Margrit Kempgen (Görlitz) und Pfarrer i.R. Dr. Dietrich Meyer (Herrnhut) vertreten.

Ein erster Arbeitsschwerpunkt der Stiftung wird eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit sein, um die Stiftung bekannt zu machen und um entsprechende Materialien und Nachlässe zu erhalten. Im Juni soll in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Görlitz eine mehrtägige Studienreise nach Polen stattfinden. Auf der ersten Sitzung des Stiftungsrates wurde außerdem eine Kooperationsvereinbarung mit der in Krummhübel (Karpacz) neu entstehenden Evangelischen Akademie Schlesien beschlossen.

Die „Kirchliche Stiftung zur Bewahrung, Vermittlung und Weiterführung der geistigen Tradition des evangelischen Schlesien“ – so der volle Name – ist eine rechtsfähige kirchliche Stiftung des privaten Rechts und hat ihren Sitz in Görlitz.

Dr. Hans-Jochen Kühne
Vorsitzender des Stiftungsrates

Kontakt:
Kirchliche Stiftung Evangelisches Schlesien
Postfach 300334
02808 Görlitz

Das gemeinsame Kulturerbe / Wspólne Dziedzictwo
Die deutsch-polnische Zusammenarbeit in der Denkmalpflege 1970–2000 / Polsko-niemiecka współpraca konserwatorska 1970–2000

Eine Ausstellung des Arbeitskreises deutscher und polnischer Kunsthistoriker
Die Ausstellung kann über das Deutsche Kulturforum östliches Europa entliehen werden.

Inhalt
Die Fotografien der Ausstellung präsentieren Gebäude und Bauensembles in den ehemaligen Ostgebieten des Deutschen Reiches, die heute zu Polen gehören. Sie sind nun gemeinsames Kulturerbe der Polen wie der Deutschen, die beide für Erforschung und Erhalt verantwortlich sind. Der deutsch-polnischen Zusammenarbeit liegt die Überzeugung zugrunde, dass sich dieses historische Erbe in den einzelnen Kulturlandschaften durch eine über tausendjährige Nachbarschaft im Herzen Europas herausgebildet hat.
Die Zusammenarbeit deutscher und polnischer Denkmalpfleger hat eine dreißigjährige Tradition. Bis zum Ende der 80er Jahre war sie durch eine ausgedehnte Tätigkeit polnischer Denkmalpfleger auf dem Gebiet beider deutscher Staaten gekennzeichnet. In den 1990er Jahren verlagerten sich die gemeinsamen Aktivitäten auf das Territorium Polens, wo polnische und deutsche Denkmalpfleger zusammen Aufgaben übernahmen (zum Beispiel die Wiederherstellung des Landschaftsparks des Fürsten Pückler-Muskau an der deutsch-polnischen Grenze, die Restaurierung des Guthofs der Familie von Moltke in Kreisau, der Schlesischen Friedenskirchen, der Villa von Carl und Gerhart Hauptmann und des Vorwerks von Schlobitten). Zahlreiche Maßnahmen der Denkmalpflege wurden durch die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit großzügig unterstützt.
Die Ausstellung und das dazu erschienene Buch gleichen Titels verstehen sich als ein Beitrag zu der vom Europarat initiierten Kampagne »Europa – ein gemeinsames Erbe«.

Technische Angaben
a) Exponate
- 82 Bildtafeln, gerahmt, à 82,5 x 60,5 cm (Hoch- und Querformate) mit polnischen und deutschen Bildunterschriften
- 6 gerahmte Texttafeln, drei in deutscher, drei in polnischer Sprache
Die Anzahl der Exponate ist je nach Ausstellungsraum reduzierbar.
b) Druckerzeugnisse
- 1 Plakat, gerahmt
- 2 Plakate auf Leichtschaumkarton aufgezogen

Buch zur Ausstellung
Das gemeinsame Kulturerbe. Die deutsch-polnische Zusammenarbeit in der Denkmalpflege 1970-2000 / Wspólne Dziedzictwo. Polsko-niemiecka współpraca konserwatorska 1970-2000. Hrsg.: Arbeitskreis deutscher und polnischer Kunsthistoriker »Das gemeinsame Kulturerbe« / Grupa Robocza Polskich i Niemieckich Historyków sztuki »Wspólne Dziedzctwo« 2001. ISBN 83-86902-64-7
Das Buch zur Ausstellung kann für 40 zł (nach Wechselkurs vom 14.07.2006: 9,89 €) bei der folgenden Adresse bestellt werden:
Agencja Reklamowo-Wydawnicza
Arkadiusz Grzegorczyk / Frau Obarska
 buiro(at)grzeg.com.plTel. +48 22 7331818

Konditionen für die Ausleihe der Ausstellung
Die Ausstellung wird kostenlos (keine Leihgebühr) zur Verfügung gestellt.
Der Leihnehmer ist für den Transport von Potsdam bzw. vom derzeitigen Ausstellungsort sowie für den Rücktransport nach Potsdam verantwortlich und trägt die Kosten.
Der Transport ist mit einem Kleintransporter möglich.
Der Leihnehmer gewährleistet, dass die Bilder während der Ausstellung sowie bei einer eventuell notwendigen Zwischenlagerung in gesicherten und klimatisch angemessenen Räumen gezeigt bzw. aufbewahrt werden.
Der Leihnehmer haftet für Schäden, die während des Transports, der Ausstellung und der Lagerung an den Exponaten entstehen.

Versicherungswert
8000,– €

Ansprechpartnerin
Ilona Wandtke, Hermine Untch
T. +49 331 2009822
F. +49 331 2009850
 deutsches(at)kulturforum.info