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Zum Tode von Dr. Herbert Hupka

Die Stiftung Schlesisches Museum zu Görlitz trauert um Dr. Herbert Hupka, der am 24. August 2006 im Alter von 91 Jahren verstarb.
Während des Ersten Weltkriegs in einem Internierungslager geboren, im Zweiten Weltkrieg wegen „Mischlingsherkunft“ aus der Wehrmacht entlassen, aus seiner Heimat Schlesien vertrieben – Herbert Hupkas Leben war gezeichnet von den Kriegen und Diktaturen des 20. Jahrhunderts. Jahrzehntelang wirkte er als Bundesvorsitzender, zuletzt als Ehrenvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien und gab den vertriebenen Schlesiern wie kein anderer Stimme und Gewicht in der öffentlichen Auseinandersetzung. Er war ein streitbarer Demokrat, ein Mahner für die Gerechtigkeit gegenüber den Opfern der Vertreibung und für historische Wahrhaftigkeit.
Bis zuletzt war der promovierte Germanist und Historiker publizistisch tätig. Große Verdienste kommen ihm zu bei der Erinnerung an schlesische Dichter und Künstler, die in der NS-Zeit verfemt waren und anschließend in Vergessenheit gerieten. Im Alter hat er den Weg zurück in seine Heimat, ins jetzt polnische Schlesien, gefunden. Wegen seiner Hilfe nach der großen Oderflut 1997 erhielt er die Ehrenmedaille seiner Heimatstadt Ratibor.

Herbert Hupka ist der eigentliche Gründervater des Schlesischen Museums. Bereits in den 1970er Jahren mahnte er die Errichtung eines zentralen Museums für Schlesien in Deutschland an und wirkte an vorderster Stelle mit, als es um die Realisierung des Projektes zunächst in Hildesheim, später in Görlitz ging. Er war langjähriges Vorstandsmitglied des Vereins „Landesmuseum Schlesien e.V.“ und des hieraus erwachsenen Fördervereins für das Schlesische Museum. Er war beteiligt an der Errichtung der Stiftung Schlesisches Museum zu Görlitz 1996 und vertrat die Landsmannschaft Schlesien im Stiftungsrat bis 2004. Bis in die letzten Wochen hat Herr Dr. Hupka die Arbeit des Schlesischen Museums begleitet, fördernd, ratend, kritisierend, aber stets mit Sympathie und Leidenschaft. Das Schlesische Museum verliert einen guten Freund, einen engagierten Europäer und großen Schlesier.

Dr. Markus Bauer
(für den Vorstand der Stiftung Schlesisches Museum zu Görlitz)

 

Literatur-Wettbewerb "Gleiwitz und Oberschlesien als gemeinsames deutsch-polnisches Kulturerbe. Wir suchen einen neuen Horst Bienek." des Hauses der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit und des Goethe-Instituts Krakau für SchülerInnen weiterführender Schulen und Studierende

Deutschland und Polen - ein Begriffspaar, welches neben der aktuellen Debatte rund um das Zentrum gegen Vertreibungen und der "Kartoffel"-Kaczynskis vor allem aus historischer Perspektive Probleme geradezu anzuziehen scheint. Keine Region dürfte dabei die Probleme, aber auch die Möglichkeiten dieser häufig problembeladenen Beziehungen besser symbolisieren als die Region Oberschlesien.
Sich immer wieder verändernde Grenzen und teils freiwillige, teils aber auch politisch gesteuerte Siedlungsströme sorgten dafür, dass die Region über die Jahre zu einem "cultural melting pot" wurde. Oberschlesien ist aber mehr als  eine historisch-politisch bedeutsame Region, es ist gleichzeitig für die Werke eines der bedeutendsten Autoren der Region 20. Jahrhunderts: Horst Bienek.
Auch wenn der gebürtige Gleiwitzer seine Heimat nach dem Kriegsende verlassen musste und nach Deutschland übersiedelte (wobei dieser Weg über das stalinistische Lager im sibirischen Workuta führte), setzte er später ein literarisches Denkmal. Für Horst Bienek blieb immer die Stadt seiner Kindheit, einer Kindheit, die er im multikulturellen Umfeld des deutsch-polnischen Grenzlandes erlebt hatte. Auf einmalige Weise wusste er die Atmosphäre, die Geräusche, ja sogar die Gerüche der Stadt wiederzugeben. Und das zu einer Zeit, in der die Stadt in der ihm bekannten Form längst nicht mehr existierte. Das Gleiwitz seiner Kindheit und früher Jugend war eine Stadt, in der man sich - gleich welche Sprache man sprach oder in welche Kirche man ging - heimisch fühlte.
Die Werke Horst Bieneks besitzen also einen breiten Bedeutungshorizont. Mit der Darstellung seiner Heimat zu Zeiten politischer Wirren  eröffnen diese gleichzeitig eine Perspektive auf zeitgenössische Themen: Die Möglichkeit des Zusammenlebens verschiedener Ethnien und die Bedeutung einer regionalen Identität für diesen Prozess. Insbesondere im Zuge eines zusammenwachsenden Europas und der zunehmenden Migration sind Bienek´s Werke also weit mehr als literarisierte Geschichte, sie bieten vielmehr die Möglichkeit aus der Geschichte zu lernen!
Mit dem im folgenden skizzierten Wettbewerb "Wir suchen einen neuen Horst Bienek" verbindet sich also zweierlei: Sich zum einen mit dem Werk  Horst Bieneks und der jüngeren Geschichte der Stadt Gliwice und der  Region Oberschlesien auseinander zusetzen und sich einer eigenen  literarischen Arbeit anregen zu lassen. Mögliche Themenschwerpunkte  könnten u.a. die folgenden Fragen bilden:
* Was ist von der alten Grenzlandtradition übrig geblieben?
 * Wie betrachten junge Oberschlesier ihre Heimatstadt heute?
* Wie stellt sich im regionalen und natürlich auch im familiären Kontext der deutsch-polnische Bezug dar? * Ist das, was früher war, heute überhaupt noch von Bedeutung?
Die Aufgabe der TeilnehmerInnen besteht darin, eine literarische  Arbeit (Prosa oder Lyrik) in deutscher oder polnischer Sprache zu  verfassen mit einem Umfang von max. 4 Seiten á 1800 Zeichen. Die Arbeiten können auf dem Postweg oder persönlich beim Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 30. September 2006. Auf die Gewinner warten attraktive Preise, wobei die Veröffentlichung prämiierter Arbeiten nur mit dem Einverständnis der AutorInnen erfolgt.

Für weitere Informationen steht Katarzyna Sekuła vom Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit, ul. Rybnicka 27, 44-100 Gliwice unter der Telefonnummer (0-32) 232 49 02 -105 oder per E-Mail unter katarzyna.sekula@haus.pl < mailto:katarzyna.sekula(at)haus.pl> gerne zur Verfügung.

Partner des Projektes: Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Breslau,
Selbstverwaltung der Stadt Gliwice

 

Subskriptionseinladung

Am 27. und 28. September 2006 wird bei Sotheby’s der weitaus größte Teil der bisher in Privatbesitz befindlichen Kunst- und Antiquitätensammlungen Gerhart Hauptmanns in Einzellosen versteigert und damit wohl für immer verstreut.
Antje Johanning hat die letzte Gelegenheit genutzt, die Bestände zu katalogisieren. Ihr hier zur Subskription stehender, reich bebilderter Katalog verzeichnet neben den in Amsterdam versteigerten Stücken auch die im Besitz von Anja Hauptmann verbleibenden und wird für Liebhaber wie für die germanistische Forschung die einzige Grundlage für eine Beschäftigung mit diesem Aspekt von Hauptmanns Leben und Werk bleiben. Jedes Sammlungsstück ist daher nicht nur beschrieben, sondern auch farbig abgebildet – selbst dort, wo in Ausnahmefällen in der gebotenen Kürze der Zeit keine professionellen Fotografien zu erlangen waren.
Der Band enthält ferner ein detailliertes Inhaltsverzeichnis, das in einer Konkordanz die Bestände des vorliegenden Katalogs denen des sog. „Liegnitzer Katalogs“ von 1942 und dem Versteigerungskatalog von Sotheby’s gegenüberstellt und damit grundsätzlich Aufschluss über die Authentiziät der Sammlungsstücke Hauptmanns und über ihren Verbleib gibt.

Der Katalog erscheint als kartonierte Broschur im Format von ca. 18 x 25,7 cm und umfasst 318 Farb- und 14 s/w-Seiten. Da er zudem in Kleinstauflage hergestellt wird, muss der reguläre Ladenpreis 148,00€ betragen. Er steht aber hier zur Subskription und zwar für Bestellung, die bis zum 27.9.2006 direkt beim Thelem-Verlag eingehen zum Preis von 69,00 €, danach bis Ende Oktober 2006 in jeder Buchhandlung (gern aber auch direkt beim Verlag) zum Preis von 98,00 €.

Antje Johanning, Die Sammlungen Gerhart Hauptmanns aus dem Besitz Anja Hauptmanns, Thelem-Verlag: Dresden 2006, 332 S., ISBN 3-939888-00-1.

 

Diplom des polnischen Außenministers für Prof. Dr. Dieter Bingen

Die Außenministerin der Republik Polen, Anna Fotyga, hat Prof. Dr. Dieter Bingen, Direktor des Deutschen Polen-Instituts Darmstadt, mit dem Diplom des Außenministers »für herausragende Verdienste um die Promotion Polens in der Welt« ausgezeichnet.
Die Außenministerin wird das Diplom am 26. September 2006 an Dieter Bingen und neun weitere Ausgezeichnete, darunter den Jazz-Trompeter Tomasz Stańko und Prof. Dr. Jacek Purchla, den Direktor des Krakauer Internationalen Kulturzentrums, im Rahmen einer Feierstunde im Schloss Belweder in Warschau aushändigen.
Der Direktor des Deutschen Polen-Instituts ist in diesem Jahr der einzige Nicht-Pole unter den ausgezeichneten Personen. Eine unabhängige Jury schlägt alljährlich Personen oder Einrichtungen für das Diplom des Außenministers vor.

Weitere Informationen:
Dr. Andrzej Kaluza
Deutsches Polen-Institut
Mathildenhöhweg 2
64287 Darmstadt
Tel. 06151– 498513
Fax: 06151– 498510,
e-mail: kaluza@dpi-da.de     
www.deutsches-polen-institut.de

 

Das Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen (IKS) in Görlitz bietet ab dem 1. September 2006 über das ganze Jahr 2007 Praktikumsplätze an.

Das IKS ist eine Kultureinrichtung im Dreiländereck D-PL-CZ und verfügt über ein weit gespanntes Netzwerk an internationalen Kooperationspartnerschaften. Es ist auch der Sitz vom Collegium PONTES Görlitz-Zgorzelec-Zhorelec (CP), einem internationalen Wissenschaftskolleg zur Erforschung von europabezogenen Fragen. Zur Unterstützung und Bereicherung unseres Teams um neue Ideen suchen wir Praktikanten in folgenden Bereichen: 1) Organisationsassistenz und 2) Öffentlichkeitsarbeit.

1) Organisationsassistenz:
Zur Unterstützung unseres CP-Teams bei der Konzeption, Vorbereitung und Durchführung einzelner Projektphasen suchen wir einen Studenten oder Absolventen der Fachrichtungen: Kulturmanagement, Kulturwirtschaft, Kulturwissenschaften, Internationale Beziehungen u.a.
Anforderungen:
Muttersprache Deutsch, Englisch oder Polnisch
Excellente Fremdsprachenkenntnisse Deutsch, Englisch oder/und Polnisch
Interesse an internationalem Projektmanagement
Belastbarkeit und Sinn für Humor
Aufgaben:
Umfassende Recherchen
Erstellung und Pflege von Datenbanken
Planung und Organisation von Abläufen, Konferenzen, Veranstaltungen Bürotätigkeit aller Art

2) Öffentlichkeitsarbeit:
Das Agieren in einem internationalen Umfeld macht die Mehrsprachigkeit bei der Gestaltung der Internetpräsenz, Werbemaßnamen und Öffentlichkeitsarbeit notwendig. Zur Unterstützung unseres Teams bei der deutsch- und englischsprachigen Gestaltung der Info- und Werbematerialien, sowie bei der internationalen Öffentlichkeitarbeit suchen wir einen Studenten oder Absolventen der Fachrichtungen Kommunikationswissenschaften, Übersetzen Deutsch-Englisch, Deutsch-Polnisch, Deutsch-Tschechisch oder Anglistik, Germanistik, Bohemistik u.a.
Anforderungen:
Muttersprache Englisch und perfektes Deutsch oder Muttersprache Deutsch und perfektes Englisch oder Muttersprache Polnisch oder Tschechisch und perfektes Deutsch und Englisch Erfahrung im Bereich Übersetzung, Werbung, Öffentlichkeitsarbeit Interesse an internationalen Kulturprojekten
Aufgaben:
inhaltliche Mitgestaltung der Info- und Werbematerialien
fremdsprachige Korrespondenz
Übersetzen vom Deutschen ins Englische, Polnische oder Tschechische

Das Praktikum soll jeweils mindestens 3 Monate dauern (bzw. nach Vereinbarung). Die Arbeitszeit beträgt 40 Stunden/Woche.

Wir bieten:
Unterkunft
Taschengeld in Höhe von € 100,- pro Monat
zwei freie Tage im Monat
Praktikumsvertrag und –zeugnis
Referenzen bei Übersetzungen

Bewerbungen bitte nur per Email an: Agnieszka Mazur <mazur@kultur.org>

Kontakt:
Agnieszka Mazur
Projektkoordination Collegium PONTES 2006
Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen
Adresse: Klingewalde 40, D-02828 Görlitz
Tel.: 49-3581-42094.23, Fax: -.28
Email:  mazur(at)kultur.org
Homepage: < www.kultur.org>

 

Stellenausschreibung für das Museum für schlesische Landeskunde im HAUS SCHLESIEN

HAUS SCHLESIEN ist ein Kultur- und Bildungszentrum für die Kultur und Geschichte Schlesiens, zu dem auch das Museum für schlesische Landeskunde gehört. Die Leitung dieses Museums ist neu zu besetzen. Daher suchen wir zum 1. Januar 2007 eine/n
Museumsleiterin / Museumsleiter
Das Aufgabengebiet umfasst die eigenverantwortliche Führung des Museums für schlesische Landeskunde im Rahmen der kulturellen und wirtschaftlichen Konzeption von HAUS SCHLESIEN–Deutsches Kultur- und Bildungszentrum e.V.- in Königswinter bei Bonn.

Im Einzelnen gehören dazu vor allem die folgenden Arbeitsfelder:
- Planung und Durchführung des Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramms des Museums unter besonderer Berücksichtigung grenzüberschreitender Zusammenarbeit mit Museen und kulturellen Einrichtungen in Schlesien (Polen und Tschechien)
- Pflege, Erweiterung und Dokumentation der Sammlungen (incl. Präsenzbibliothek)
- Wissenschaftliche Mitarbeit, Konzeption und Umsetzung projektbezogener Vorhaben
- Erarbeitung von Publikationen
- Öffentlichkeitsarbeit und Besucherbetreuung
- Aufstellung, Ausführung und Abrechnung des Wirtschaftsplans für das Museum in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung des Hauses
- Führung und Einsatz der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museum.
Die anspruchsvollen Aufgaben erfordern folgende fachliche Qualifikationen:
- Qualifizierter Abschluss eines Hochschulstudiums in einem museumsrelevanten Fach (Geschichte/Kunstgeschichte/Germanistik o.ä.)
- Mehrjährige Museumserfahrung durch praktische Tätigkeit im musealen Bereich
- Verwaltungserfahrung (Kenntnis im Hinblick auf das öffentliche Haushalts- und Zuwendungsrecht erwünscht)
- Umfassende Kenntnisse in der Geschichte der ehemaligen deutschen Ostgebiete sowie der östlichen Nachbarländer Deutschlands
- Vertrautheit mit den gängigen IT-Anwendungen
- Solide englische Sprachkenntnisse (polnische Sprachkenntnisse von Vorteil)
- Führerschein und Reisebereitschaft
Die sehr abwechslungsreiche Aufgabe erfordert insbesondere Teamfähigkeit, hohe Belastbarkeit und Führungserfahrung im Umgang mit Mitarbeitern. Die Anstellung erfolgt unbefristet.
Schriftliche Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (und ggflls. dokumentierten Arbeitsunterlagen) und Ihren Gehaltsvorstellungen richten Sie bitte bis zum 15.10.2006 an:

HAUS SCHLESIEN-Deutsches Kultur- und Bildungszentrum e.V.-
z.Hd. Hr. Präsidenten Reinhard Blaschke – persönlich
Dollendorfer Str. 412
53639 Königswinter
(www.hausschlesien.de)
Stand: 11.09.2006

 

Einladung zum Seminar "Geschichte(n) in der Grenzregion. Themen und Methoden für den Unterricht" (16.10.-20.10.2006, Brücke/Most-Zentrum der Brücke/Most-Stiftung in Dresden)

Im Mittelpunkt des Seminars steht die Geschichte der deutsch-polnisch- tschechischen Grenzregion zwischen 1933 und 1946 und ihre Vermittlung im Unterricht. Die deutschen, polnischen und tschechischen Teilnehmer - Geschichtslehrer aus der Grenzregion - erhalten hier Gelegenheit, gemeinsam an diesen Themen zu arbeiten. Dabei sollen die nationalen Geschichtsbilder über diese Zeit gegenübergestellt und diskutiert werden. Wo gibt es Unterschiede, wo Gemeinsamkeiten in den Deutungen? Wie stark unterscheiden sich die Geschichtsbilder, die in der Region vermittelt werden?
In einem zweiten Schritt werden Methoden der Vermittlung des Lehrstoffes vorgestellt, welche einen aktiven Zugang der Schüler zum Thema ermöglichen.

Zielgruppe: Eingeladen sind deutsche, tschechische und polnische Geschichtslehrerinnen und -lehrer, bevorzugt aus dem Grenzraum. Auch Studierende können teilnehmen.
Die Veranstaltung ist anerkannt im Programm der staatlichen Lehrerfortbildung in Sachsen (SMK 00832).
Das Seminar wird gefördert aus den Mitteln der EU- Gemeinschaftsinitiative Interreg III a.

Mehr Informationen finden Sie im Flyer, den Sie sich auf unserer Homepage  www.bruecke-most-stiftung.de herunterladen können.

Petra Zachova
Projektmitarbeiterin
Brücke/Most-Stiftung
Reinhold-Becker-Straße 5
D-01277 Dresden
Tel:++49/(0)351-433140
Fax:++49/(0)351-43314-133 Email:petra.zachova@bruecke-most-stiftung.de

 

Neuer Leiter der Stiftung Haus Oberschlesien in Ratingen-Hösel

Am 30. September 2006 beendet Dr. Stephan Kaiser seine siebenjährige Tätigkeit als Museumsdirektor im Haus Schlesien. Im Frühjahr 1998 begann der Historiker hier als stellvertretender Leiter. Seither war er verantwortlich für fast einhundert in- und ausländische Ausstellungen.Geschickt wurde die bedeutende Kunstsammlung weiter ausgebaut und teilweise strukturell neu ausgerichtet. Wegweisend brachte er die Bestandserschließung mit moderner EDV voran und führte die Bibliothek in den Verbundkatalog Östliches Europa.

Am 1. Oktober übernimmt Dr. Kaiser die Leitung der Stiftung Haus Oberschlesien in Ratingen-Hösel. Mit dem Oberschlesischen Landesmuseum verfügt diese verkehrsgünstig zwischen Düsseldorf und Essen über ein großes ebenfalls auf Schlesien spezialisiertes landeskundliches Museum.

Quelle: Haus Schlesien

 

Brückepreisgesellschaft steht zu Günter Grass als Preisträger

Die Gesellschaft zur Verleihung des Internationalen Brückepreises der Europastadt Görlitz/Zgorzelec sieht nach ihrer Sitzung am 5.9. keinerlei Veranlassung, die Preisvergabe an Günter Grass in Frage zu stellen. Diese Feststellung sei einmütig getroffen worden, erklärte der Präsident der Gesellschaft Prof. Willi Xylander.
Der Nobelpreisträger Günter Grass hatte am 28. August seine im Frühjahr erklärte Annahme des Internationalen Brückepreises der Europastadt Görlitz/Zgorzelec zurückgezogen. Er begründete seine Entscheidung in einem Schreiben an den Präsidenten. Grass verwies dabei unter anderem auf Äußerungen des Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Görlitzer Stadtrat und schrieb: „Ich weiß, wie es ist, wenn ein Preis, der einmal durch eine Jury zuerkannt wurde, nicht verliehen werden kann“.  Einen solchen Vorgang wolle er der Gesellschaft zur Verleihung des Internationalen Brückepreises nicht zumuten und „ich selbst möchte ihn nicht noch einmal erleben“.
Die Gesellschaft bedauere ausdrücklich die Entscheidung von Günter Grass und betonte, dass ihre Entscheidungen stets partei- und fraktions-unabhängig seien und es keinen direkten oder indirekten Einfluss politischer Gremien auf ihre Entscheidungen gebe.
Kritik äußerte die Gesellschaft an den überregionalen Medien. Die vielen differenzierten Äußerungen anderer politischer Gruppierungen, auch von weiteren CDU-Mitgliedern aus Görlitz, die sich fast ausschließlich für Günter Grass als Brückepreisträger ausgesprochen hätten, waren überregional nicht mehr wahrgenommen worden. So sei die Aussage des CDU-Fraktionschefs unkommentiert als mehrheitliche Meinung in der Stadt stehen geblieben.
Die Enttäuschung sei sowohl bei den Bürgern der Europastadt, als auch bei den Mitgliedern der Gesellschaft groß. „Wir hatten uns sehr auf Günter Grass und den Festakt zur Preisverleihung gefreut“, sagte Xylander.
Nachdem Günter Grass seine Zusage zurückgenommen habe, werde es im Jahr 2006 nicht zu einer Verleihung des Brückepreises kommen, entschied die Gesellschaft.

Gesellschaft zur Verleihung des Internationalen Brückepreises der Europastadt Görlitz/Zgorzelec – Der Präsident
Professor Willi Xylander
Direktor des Staatlichen Museums für Naturkunde Görlitz
Landesmuseum des Freistaates Sachsen
Am Museum 1, Postfach 300 154
02806 Görlitz
Telefon: 03581/4760100
Fax:       03581/4760101