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JUNGE AKADEMIE SCHLESIEN. Internationale Nachwuchstagung der Historischen Kommission für Schlesien
24.11.-26.11.2006

Veranstalter: Historische Kommission für Schlesien in Zusammenarbeit mit dem Schlesischen Museum zu Görlitz und dem Gerhard-Möbus-Institut für Schlesienforschung e.V., Würzburg 
Ort: Schlesisches Museum zu Görlitz (Schönhof), Eingang Fischmarkt 5, 02826 Görlitz

Um den internationalen Nachwuchs zur Schlesienforschung zu fördern, veranstaltet die Historische Kommission für Schlesien ein Treffen der interessierten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Ziel ist es, allen mit einer Qualifikationsarbeit oder sonstigen Forschungsarbeit zur Geschichte Schlesiens befaßten jüngeren Wissenschaftlern ein Forum der Präsentation und Diskussion zu bieten. Promovenden sind genauso angesprochen wie Habilitanden oder mit einem Post-doc-Projekt Beschäftigte. Bedingung ist ein historischer Ansatz, der wenigstens in substantiellen Teilen der Arbeit gegeben sein muß. Neben den rein geschichtswissenschaftlichen Themen sind auch kunsthistorische, sprach- und dialektgeschichtliche, historisch-volkskundliche bzw. -ethnologische sowie kirchen- und religionsgeschichtliche Fragestellungen willkommen. In Frage kommen alle Epochen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Vergleichende Fragestellungen, die über Schlesien in seinen wechselnden historischen Grenzen hinausgehen, aber einen klaren schlesischen Bezug aufweisen, sind ebenfalls einschlägig.

Programm:

Freitag, 24. November:

17.00 Begrüßung und Einführung (Thomas Wünsch, Joachim Bahlcke)

17.15 - 19.00 Vorstellung der Forschungsprojekte I

Karin Reichenbach, Leipzig: Geschichte der Burgwallforschung in Schlesien - Ein Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte der Archäologie

Petr Kozak, Rajhrad: Machtgruppierung im Raum der schlesischen Herzogtümer im Spätmittelalter

Mario Müller, Innsbruck: Wege zu Eintracht und Partnerschaft. Ungarn, Böhmen, Sachsen und Brandenburg im Glogauer Erbfolgestreit 1476-1482

Christian Speer, Dresden: Urban Elites between the "Church" and "Secular World". An examination of the relations between urban elites and ecclesiastical institutions during a period of political, social and religious transformation. Görlitz 1500-1550

Michal Witkowski, Katowice: Die Karriere Christoph Leopolds von Schaffgotsch im Dienst der Habsburger 1649-1703

- Abendessen -

20.00 Mitgliederversammlung Historische Kommission für Schlesien


Samstag, 25. November:

9.00 - 12.15 Vorstellung der Forschungsprojekte II

Christine Absmeier, Stuttgart: Das schlesische höhere Schulwesen in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts

Bartlomiej Bartelmus, Wroclaw: Andreas Riehl der Ältere - Leben und Werk eines schlesischen Bildnismalers der Hochrenaissance

Ewa Szala, Strzelin: Die Kunst der Reformation in der Oberlausitz (1520-1697). Die Rolle und Bedeutung der Kunst im Prozess der lutheranischen und katholischen Konfessionalisierung

Urszula Bonczuk-Dawidziuk, Wroclaw: Kulturelles Handeln der Gräfin Friederike von Reden (1774-1854) im Hirschberger Tal

Ewa Matyjewicz, Berlin: Historische Gutsparke in Schlesien - Ein Beitrag zur Sicherung und Erhaltung des kulturellen Erbes

- Kaffeepause -

Joanna Jendrych, Wroclaw: Kommunikative, weltanschauliche und ästhetisch-philosophische Aspekte der Reiseberichte über Schlesien im ausgehenden 18. Jahrhundert

Markéta Kourilová, Opava: Untertanen und Untertanenliegenschaften in den Gebirgsgebieten im Österreichisch-Schlesien des 18. Jahrhunderts

Martin Pelc, Opava: Moderne Touristik und Transterritoriale Kommunikation zwischen Preussisch- und Österreichisch-Schlesien. Fragestellungen und Thesen
Przemyslaw Dominas, Wroclaw: Eisenbahnentwicklung in der Grafschaft Glatz bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs

- Mittagspause -

14.00 - 15.30 Vorstellung der Forschungsprojekte III

Gabriela Jelitto-Piechulik, Opole: Zur Bedeutung Schlesiens für die Herausbildung liberal-revolutionärer Positionen. Eine Diskussion am Beispiel von Theodor Opitz (1820-1896)

Michael Hirschfeld, Vechta: Breslauer Bischofswahlen zwischen Kulturkampf und Erstem Weltkrieg 1887-1914. Neue Forschungen zu einem zentralen Konfliktfeld zwischen Staat und katholischer Kirche

Arne Thomsen, Detmold: Die zentrumspolnische Bewegung in Oberschlesien

Sascha Hinkel, Alzey: Adolf Kardinal Bertram. Fürsterzbischof von Breslau (1859-1945)

- Führung durch die Görlitzer Sammlungen -

17.00 - 19.00 Vorstellung der Forschungsprojekte IV

Juliane Haubold-Stolle, Berlin: "Mythos Oberschlesien" in Deutschland und Polen 1919-1956

Rüdiger Ritter, Bremen: Um Oberschlesien? Die Abstimmungskämpfe nach dem Ersten Weltkrieg 1918-1921. Eine Quellenedition

Marie-Emmanuelle Reytier, Caluire: Dienst im Osten 1920-1922. Alltag der französischen Soldaten in Oberschlesien nach dem Ersten Weltkrieg

Dorota Schreiber-Kurpiers, Opole: Dienst im Osten 1920-1922. Kritik und Kommentar

Daniela Schmohl, Leipzig: Das sozialistische Milieu der Stadt Breslau zwischen Anpassung und Widerstand 1933 bis 1936

Thomas Ditt, Berlin: "Stoßtruppfakultät Breslau"


Sonntag, 26. November:

9.00 - 12.15 Vorstellung der Forschungsprojekte V

Mateusz J. Hartwich, Berlin: Auf der Suche nach Schlesien. Das Selbst- und Fremdbild einer Region in der Tourismuswerbung der Jahre 1918-1948

Christiane Nowak, Berlin: Kleinstadt und Heimat. Max Herrmann-Neißes Provinzromane Cajetan Schaltermann (1914) und Die Bernert-Paula (1933/34)

Sonia Waindok, Opole: Ruth Storm (1905-1993)

Christian Lotz, Leipzig: Die Deutung des Verlusts. Erinnerungspolitische Kontroversen um Flucht, Vertreibung und die Ostgebiete im geteilten Deutschland (1948-1972)

Elzbieta Opilowska, Wroclaw: Erinnerungskulturen in der geteilten Stadt Görlitz/Zgorzelec 1945-2004

- Kaffeepause -

Cornelia Schmidthals, Berlin: Niederschlesien - die von Historikern der Zeitgeschichte vergessene Region oder: Gab es Nationalsozialismus in Niederschlesien?

Gregor Ploch, Wien: Clemens Riedel (1914-2003) und die katholischen deutschen Vertriebenenorganisationen. Motor oder Hemmschuh des deutsch-polnischen Verständigungsprozesses?

- Ende der Konferenz -


Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Thomas Wünsch,
Universität Passau, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Osteuropas und seiner Kulturen, Innstr. 25, D-94030 Passau, (0851/509-2870)
E-mail:  thomas.wuensch@uni-passau.de

Prof. Dr. Joachim Bahlcke,
Universität Stuttgart, Historisches Institut, Abteilung Geschichte der Frühen Neuzeit, Keplerstr. 17, D-70174 Stuttgart, (0711/6858-3442)
E-mail:  joachim.bahlcke@po.hi.uni-stuttgart.de

 

"Europas verlorene und wiedergewonnene Mitte - Das Ende des Alten Reiches und die Entstehung des Nationalitätenproblems im östlichen Mitteleuropa 1806/1815-1918/1919-1989/2006"
14.12.-16.12.2006

Veranstalter: Professur für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts der TU Chemnitz in Verbindung mit der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen und dem Sächsischen Staatsministerium des Innern
Tagungsort: Chemnitz

Die Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation jährt sich 2006 zum 200. Mal. Dieses Jubiläum bietet Anlaß und Gelegenheit, den langfristigen Folgen nachzugehen, die das Reichsende von 1806 für die Entstehung des Nationalitätenproblems in Ostmitteleuropa hatte.
Das Alte Reich war eine übernationale europäische Ordnungsmacht. Mit dem Wegfall dieser Klammer und der nationalitätenpolitischen Polarisierung begann in Ostmitteleuropa im Laufe des 19. Jahrhunderts jener Prozeß ethnischer Differenzierung, der 1918/19 mit der Gründung neuer Nationalstaaten sein vorläufiges Ende fand.
Doch die neuen Staaten Ostmitteleuropas waren keine einheitlichen Nationalstaaten. Minderheitenfragen und ethnische Konflikte destabilisierten den ostmitteleuropäischen Raum während der Zwischenkriegszeit nachhaltig, Hitlers „Volkstumspolitik“ und die Vertreibung des Großteils der Deutschen aus der Region boten die Endpunkte des 1806 beginnenden Prozesses ethnischer Zersplitterung.
Die Tagung nimmt diesen Prozeß in seinem gesamten zeitlichen Ablauf in den Blick.

Donnerstag, 14. Dezember 2006

bis 14.30 Uhr Anreise
15.00 Uhr Eröffnung, Einführung, Grußworte
Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll, TU Chemnitz
Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, Rektor der TU Chemnitz
Dr. Albrecht Buttolo, Sächsischer Staatsminister des Innern (angefragt)
Sektion I: Nationalitätenpolitik, übernationale Reichsbildungen und Nationalstaatsbewegungen im 19. Jahrhundert (1806-1918)
15.30 Uhr Das Ende des Alten Reiches 1806; Prof. Dr. Helmut Neuhaus, Universität Erlangen
16.30 Uhr Kaffeepause
17.00 Uhr Nationalitätendenken und Nationalitätenpolitik in der Habsburger Monarchie 1815-1914; PD Dr. Matthias Stickler, Universität Würzburg
18.00 Uhr Mitteleuropäische Alternativen zum Nationalstaat im 19. Jahrhundert; Prof. Dr. Milos Havelka, Karlsuniversität Prag
19.00 Uhr Eröffnung der Ausstellung „Flüchtlingsprofessoren“ – Karrieren geflohener und vertriebener Hochschullehrer in der SBZ/DDR
20.00 Uhr Abendessen

Freitag, 15. Dezember 2006

9.00 Uhr Entstehung und Problematik der Nationalstaatsbewegung in Ostmitteleuropa 1848-1919; Dr. Milos Reznik, TU Chemnitz
10.00 Uhr Kaffeepause
Sektion II: Nationalitätenprobleme, Minderheitenfragen und Volksgruppenpolitik im Ostmitteleuropa der Zwischenkriegszeit (1919-1939)
10.30 Uhr Nationalstaat, Nation und territoriale Fragen im östlichen Mitteleuropa der Zwischenkriegszeit – Problemlagen und Lösungsversuche; PD Dr. Matthias Niendorf, Universität Kiel
11.30 Uhr Die europäische Minderheitenfrage nach dem Ersten Weltkrieg und der deutsch-polnische Minderheitenstreit; Prof. Dr. Ralph Schattkovsky, Universität Rostock/Thorn
12.30 Uhr Mittagessen
14.00 Uhr Alte Eliten im neuen Volksstaat – Böhmischer Adel und nationale Frage nach 1918; Dr. Jiri Georgiev, Karlsuniversität Prag
15.00 Uhr Kaffeepause
Sektion III: Nationalsozialistische Expansionspolitik, Vertreibung der Deutschen und sowjetische Vorherrschaft in Ostmitteleuropa (1939/45-1989/90)
15.30 Uhr „Völkische Flurbereinigung“ – Die Politik der Rückführung deutscher Minderheiten im Dritten Reich; Dr. Alexander Brakel, Universität Mainz/Berlin
16.30 Uhr Theorie und Praxis nationalsozialistischer Eroberung und Vernichtung im europäische Osten; Dr. Hendrik Thoß, TU Chemnitz
17.30 Uhr Kaffeepause
18.00 Uhr Mehr als „Hitlers letzte Opfer.“ Die Vertreibung der Deutschen aus den deutschen Ostgebieten und aus Ostmitteleuropa; Prof. Dr. Manfred Kittel, Institut für Zeitgeschichte, München
19.30 Uhr Abendessen

Samstag, 16. Dezember 2006

9.00 Uhr Deutsche Minderheiten in den Vertreibungsgebieten nach 1945; Ingo Eser, Universität Marburg
10.00 Uhr Kaffeepause
10.30 Uhr Fremde Heimat? Flüchtlinge und Vertriebene in SBZ/DDR, Dr. Michael Parak, Schlesisches Museum zu Görlitz
11.30 Uhr Podiumsdiskussion „Minderheitenpolitik und Minderheitenfragen im gesamteuropäischen Vergleich“

Hinweise für Tagungsteilnehmer
1. Tagungsstätte
Hotel Chemnitzer Hof, Theaterplatz 4, 09111 Chemnitz, Telefon 0371/ 684-0, Fax  0371/ 6762587, E-Mail chemnitzer.hof@guennewig.de.
Eröffnung der Ausstellung „Flüchtlingsprofessoren“: Neues Hörsaalgebäude, Foyer, Reichenhainer Straße 70, 09126 Chemnitz
2. Anmeldung
Um verbindliche schriftliche Anmeldung mit beiliegender Antwortkarte wird bis spätestens zum 8. Dezember 2006 gebeten.
3. Unterkunft/Verpflegung
Für die Referierenden der Tagung werden die Kosten für zwei Übernachtungen im Hotel Chemnitzer Hof sowie die Verpflegung (außer Getränken) übernommen. Die übrigen Tagungsteilnehmer bitten wir, für die Übernachtung selbst zu sorgen. Dafür bietet das Hotel Chemnitzer Hof (4 Sterne), in dessen Räumen die Tagung stattfindet, Sonderkonditionen: 119,- € für 2 Nächte im Einzelzimmer und 159,- € für 2 Nächte im Doppelzimmer. Die Teilnehmer mit Tagungsbeitrag erhalten kostenfreie Mittagessen, Abendbüffet und Kaffeepausen. Bitte geben Sie auf den Antwortkarten Ihre entsprechenden Wünsche an. Bei Nicht-Inanspruchnahme der bestellten und zugesagten Unterkunft müssen die den Veranstaltern in Rechnung gestellten Kosten vom Besteller erstattet werden.
4. Fahrkosten
Diese können für die Vortragenden der Tagung bis in Höhe der 2. Kl. der Deutschen Bahn (bzw. ausländischer Bahngesellschaften) gemäß Bundesreisekostengesetz auf Antrag erstattet werden. Es wird gebeten, Vergünstigungen der Bahn in Anspruch zu nehmen. Eine Erstattung der Fahrkosten bei Benutzung der Bahn ist nur gegen Vorlage der Fahrkarte zulässig. Bei Benutzung des PKW bitten wir um Vorlage einer Bescheinigung über die Höhe der entsprechenden Fahrkosten mit der Deutschen Bahn bzw. der Bahn im Ausland (ist in der „Reiseauskunft“ enthalten).
5. Tagungsbeitrag
Für die Teilnahme an der Tagung wird ein Beitrag in Höhe von 45,- € erhoben. Dieser wird bei Tagungsbeginn vor Ort entrichtet. Für Studenten ist bei Vorlage des Studentenausweises die Teilnahme an der Tagung kostenfrei (ohne Mittagessen und Abendbüffet). Ausländische Teilnehmer können auf Antrag vom Tagungsbeitrag befreit werden.
6. Sonstiges
Für Personen- und Sachschäden bei der An- und Abreise sowie am Tagungsort kann keinerlei Haftung übernommen werden.
7. Rückfragen
Tagungsinformation bei der Professur für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, Reichenhainer Str. 39, 09107 Chemnitz,  Telefon 0371/ 531-33906 (Patricia Otto), E-Mail frank-lothar.kroll@phil.tu-chemnitz.de.
Anmeldungen und damit in Zusammenhang stehende Auskünfte bei der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Kaiserstr. 113, 53113 Bonn, Telefon 0228/ 91512-16 (Siegfried Schulze), Fax 0228/ 91512-29, E-Mail kulturstiftung@t-online.de.
Mögliche aktuelle Änderungen im Programm entnehmen Sie bitte der Internetseite:  www.kulturstiftung-der-deutschen-vertriebenen.de

 

 

" ... weil wir zusammen gedacht haben". Helmuth James von Moltke zum 100. Geburtstag
09.03.-11.03.2007

Veranstalter: Evangelische Akademie zu Berlin
Ort: Berlin, Bildungsstätte auf Schwanenwerder und Französische Friedrichstadtkirche

Moltke lernte schon in früher Jugend, Grenzen nationaler, sozialer und religiöser Zugehörigkeit zu überschreiten, mit Andersdenkenden zusammenzuarbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Wir gehen dem Bildungsweg eines der bedeutendsten Menschen des deutschen Widerstands nach und fragen, was heute zur Bildung politischer Urteilskraft getan werden muss.

Weitere Informationen:  http://www.eaberlin.de

Der Adel in den lokalen Strukturen des frühneuzeitlichen Europa (15.-18. Jhrt.) (Oktober 2007)

Veranstalter: Institut für Geschichte der Universität Zielona Góra
Ort: Zielona Góra / Grünberg

Das Institut für Geschichte der Universität Zielona Góra organisiert die wissenschaftliche Konferenz, die der breiten Charakteristik des europäischen Adels in dem Zeitraum von 16. bis 18. Jh.  gewidmet ist. Die Problematik dieses Treffens beinhaltet das allgemeine Phänomen der Rolle des Adels im Gesellschaftsleben des alten Kontinents.
Die Hierarchie und die Horizonte der frühneuzeitlichen Welt wurden in Anlehnung an die bestimmte Gesellschaftsordnung gestaltet. Der wichtigste Faktor dieser Struktur blieb eine neue, am Ende des Mittelalters herausgebildete Gruppe, die man Jahrhunderte lang  in allen europäischen Urkunden als nobiles bezeichnete. Die ehemalige als natürliche Urahne und Stammväter des Adels angesehene Ritterschaft verlor immer mehr an ihrer militärischen Funktion. Dank diesem Prozess wurde die Rolle des Adels im öffentlichen Leben immer gröβer. Dies blieb im engen Zusammenhang  mit den lokalen Verhältnissen, und diese bildete nämlich vor allem die Wirklichkeit der politischen Struktur der europäischen Provinz, die aus einzelnen Fürstentümern, Freienstandesherrschaften, Kastelaneien, Weichbildern, aber auch einzelnen Majoratsgütern (Fideicommissen) und Herrschaften bestand.
Das ununterbrochene Interesse an diesem interdisziplinären Bereich von Forschungen über Leben und Gesellschaft bewegt zur Unternehmung eines breiten wissenschaftlichen Diskurses im Spezialistenkreis sowohl aus den polnischen als auch ausländischen Forschungszentren. Die Konferenz hat zum Ziel die Präsentation der wohl unterschiedlichen Ergebnisse von einzelnen Forschungsgruppen in bezug auf die durch den Adel geschaffenen Machtstrukturen der neuzeitlichen Gesellschaften Europas zu ermöglichen, um sie vergleichen zu können.

Grundsätze und Problematik der Konferenz :
- Der Adel im feudalen Vassallensystem der Neuzeit im Lichte der Akte vom normativen Charakter. Die Entwicklung der Standessymbolik und derer juristischer Aspekt: Wappen, Wappenbriefe, Nobilitierung, Incolat, Name, Geschlecht, Titulatur.
- Adelsvertretung im öffentlichen Leben der Lokalstrukturen, die Teilnahme an der Arbeit der Ämter in den Provinzen. Unabhängigkeitsgrad, Zuständigkeitsbereich und Kompetenzen.
- Beziehungen der ständischen Versammlungen und der Standesämter zu der Zentralmacht.
- Gestaltungsprozess der lokalen Eliten und deren Einfluss auf das öffentliche Leben der Gesellschaft.
- Die Wege zu Verwaltungs- und Militärkarrieren.
- Die Dienste außerhalb des Staatsapparats.
- Die Rolle des Adels in den kirchlichen  Strukturen.
- Der Adel als Besitzer und Verwalter der  Landherrschaft. Rechtsgrundlage des Grundbesitzes.
- Versammlungen des Adels angesichts den allgemeinen politischen Verhältnissen in Europa.

Sicherlich ist nur eine Begegnung nicht imstande, das vollständige Bild des Adels im Leben von Gesellschaften in der Neuzeit zu schaffen und alle analytischen Möglichkeiten der aufgenommenen Problematik aufzuzeigen. Daher soll unsere Konferenz eine Reihe von ähnlichen, künftigen Begegnungen eröffnen und die weiteren Aspekte der Adelskultur anbelangen. Wir sind überzeugt, dass solche Begegnungen die Gelegenheit für eine Übersicht des Forschungsstandes erschaffen wie auch eine Diskussion und Formulierung der dargestellten Probleme im größeren Forschungskreis ermöglichen und die weiteren Notwendigkeiten in diesem Bereich bestimmen.

Mit freundlichem Gruß
Prof. Dr. habil. Wojciech Strzyżewski

Die Konferenz findet im Oktober 2007 statt. Aus organisatorischen Gründen sollen Sie sich aber spätestens bis Ende Dezember 2006 anmelden. Weitere Informationen schicken wir nach der Schließung der Vorlesungsliste. Geplante Zeit für ein Referat ist auf 20 Minuten beschränkt.

Anmeldung und Auskunft:
Dr Małgorzata Konopnicka
Institut für Geschichte der Universität Zielona Góra
al. Wojska Polskiego 69
PL 65-762  Zielona Góra
tel. (0-68)  328 32 49
e-mail:  szlachta(at)poczta.onet.eu

Dr Jarosław Kuczer
Institut für Geschichte der Universität Zielona Góra
al. Wojska Polskiego 69
PL 65-762  Zielona Góra
tel. (0-68)  328 32 03
e-mail:  szlachta(at)poczta.onet.eu