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Gregor Ploch / Christine Kucinski (Hrsg.)
Die deutsch-polnische Verständigung am Beispiel der Stadt Glogau. Porozumienie polsko-niemieckie na przykładzie miasta Głogowa (= Via Silesia. Veröffentlichungen zur deutsch-polnischen Verständigung, Bd. 1)
Münster: Gemeinschaft für deutsch polnische Verständigung. Jugendinitiative im Heimatwerk schlesischer Katholiken 2007
200 S.
ISBN 3-932970-06-03
4,00 EUR

zu beziehen über:
Gemeinschaft für deutsch polnische Verständigung
Ermlandweg 22
48159 Münster
Tel.: +49 (0) 251 / 49 04 792
Fax: +49 (0) 251 / 42 0 12
Internet:  www.gdpv.de
E-Mail:  kontakt(at)gdpv.de

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Die Versendung erfolgt nach Eingang der Überweisung auf dem Konto. Für Bestellungen aus Polen wird in Kürze eine Bankverbindung in Polen eingerichtet. Auslieferugn auch über das Schlesisches Museum zu Görlitz, Untermarkt 4, 02826 Görlitz.

Aus dem Inhalt:

Grußworte / Pozdrowienie
Vorwort der Herausgeber / Przedmowa redakcji
Michael Parak: Die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen in Deutschland / Przyjęcie i integracja uciekinierów i przymusowych wysiedleńców w Niemczech

Alfred Palissa: Das Schicksal der Glogauer nach Flucht und Vertreibung 1945 / Los głogowian po emigracji i przymusowym wysiedleniu w roku 1945
Evelyne A. Solga: Die Ansiedlung von Polen in Schlesien nach 1945 / Osiedlenie Polaków na Śląsku po 1945 roku

Antoni Bok: Aufbau und Entwicklung der Stadt Glogau nach dem Jahr 1945 / Odbudowa i rozwój Głogowa po roku 1945

Leszek Lenarczyk: Zwanzig Jahre Zusammenarbeit des Archäologisch-Historischen Museum mit den deutschen Glogauern / Dwadzieścia lat współpracy Muzeum Archeologiczno-Historycznego z niemieckimi Ślązakami

Klaus Schneider: Glogau und Głogów. Ein deutsch-polnischer Dialog / Glogau i Głogów. Dialog polsko-niemiecki

Antoni Bok: Spuren der Vergangenheit, Zeichen der Gegenwart. Ausflug ins Glogauer Land / Ślady przeszłości, znaki teraźniejszości. Wycieczka po ziemi głogowskiej
Klaus Schneider: Podiumsgespräch / Dyskusja podsumuwująca

Photos / Zdjęcia

Autorenverzeichnis / Spis autorów

Über die Verständigung von Völkern kann man reden. Man kann sie aber auch verwirklichen. Wie dieses Motto konkret funktionieren kann, lässt sich am besten am Beispiel der niederschlesischen Stadt Glogau ersehen. Schon vor den politischen Umbrüchen der Jahre 1989/90, als ein ungezwungener deutsch-polnischer Dialog noch in weiter Ferne zu liegen schien, nahmen einige heimatvertriebene deutsche Glogauer mit polnischen Bewohnern der Stadt Kontakt auf, der sich im Laufe der Jahre intensivierte und zur fruchtbaren Zusammenarbeit führte. Die Anfänge waren dabei nicht leicht, denn das politische Klima erleichterte nicht gerade solche Beziehungen. Die kommunistische Propaganda nahm in Polen jede Gelegenheit wahr, um Bundesbürger im Allgemeinen und deutsche Heimatvertriebene im Besonderen als Revanchisten und Revisionisten zu beschimpfen und sie als Polenhasser darzustellen. Umso beachtlicher ist die unermüdliche Hartnäckigkeit der agierenden Personen, die trotz des gesellschaftlichen Misstrauens – oder gerade deswegen – bekräftigten, dass deutsche und polnische Glogauer gemeinsam für eine bessere Zukunft ihrer Stadt wirken müssen. Diese anfangs privaten Kontakte nahmen immer größeren Rahmen ein, wodurch Glogau eine erstaunliche Entwicklung erlebte. Dazu gehörten der Wiederaufbau der zerstörten Altstadt, die Einweihung eines Denkmals, das in beiden Sprachen an die Opfer des Zweiten Weltkrieges erinnert, die Einweihung einer Gedenkstätte für die zerstörte Glogauer Synagoge, der Plan zum Wiederaufbau des Stadttheaters, das Andreas Gryphius gewidmet sein soll, diverse historische und kulturelle Ausstellungen oder ein Vorlesewettbewerb unter Schülern in deutscher Sprache. Diese Veranstaltungen zeigen deutlich auf, dass sich Deutsche und Polen an ihre Zukunft erinnern und gleichzeitig gemeinsam zukunftsweisend wirken können.

Wie diese Schritte konkret umgesetzt wurden, erzählten einige mitwirkende Personen während einer Tagung, die von der Gemeinschaft für deutsch-polnische Verständigung (gdpv) im April letzten Jahres in Glogau organisiert wurde. Vertreten waren Klaus Schneider und Manfred Liersch vom Glogauer Heimatbund, der amtierende Oberbürgermeister Zbigniew Rybka sowie sein Vorgänger Jacek Zieliński und der Direktor des Archäologisch-Historischen Museums, Leszek Lenarczyk. Für ein besseres Verständnis dieser Ereignisse sorgte die Darstellung des historisch-politischen Hintergrundes. Während der Kulturreferent am Schlesischen Museum zu Görlitz, Michael Parak, einen allgemeinen Überblick über die Vertreibung der Deutschen gab, sprach die Historikerin Evelyne A. Solga über die Ansiedlung von Polen in Schlesien. Der Berliner Professor Alfred Palissa, selbst heimatvertriebener Glogauer, referierte über das Schicksal der Glogauer nach Flucht und Vertreibung. Im Anschluss zeichnete der Vorsitzende der Gesellschaft des Glogauer Landes, Antoni Bok, den Aufbau und die Entwicklung der Stadt nach 1945 nach. Er übernahm auch für die Teilnehmer der Tagung die Führung durch Glogau und Umgebung, was er in einem schriftlichen Beitrag fixierte.

Damit dieses eindrucksvolle Erlebnis nicht in Vergessenheit gerät, beschloss die gdpv, die Ergebnisse der Tagung der Öffentlichkeit zu präsentieren. So wurden die Beiträge gesammelt und im vorliegenden Buch zweisprachig veröffentlicht. Es möge ein lebendiges Zeugnis davon abgeben, dass die Verständigung von Deutschen und Polen möglich ist und auch konkret umgesetzt wird.

Gregor Ploch

 

 

Monika Taubitz
Abstellgleis
Roman
Dresden: Neisse-Verlag 2007
228 S.
ISBN 3934038786
18,00 EUR

 

Andrea Riecken
Migration und Gesundheitspolitik. Flüchtlinge und Vertriebene in Niedersachsen 1945–1953 (= Studien zur Historischen Migrationsforschung 17)
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2006
325 S.
ISBN 3-89971-220-X
46,90 EUR

Rezension unter:
 http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2007-1-168

 

Inter Finitimos. Jahrbuch zur deutsch-polnischen Beziehungsgeschichte 4/2006
Osnabrück: fibre Verlag
ISBN 978-3-938400-21-0
ISSN 0948-1818

Aus dem Inhalt:

EDITORIAL
Robert Traba: Das Zentrum für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin (9–11)

IM BRENNPUNKT: GESCHICHTSPOLITIK IN POLEN
Wie soll man die eigene Geschichte richtig erzählen? Jacek Zakowski spricht mit Norman Davies (15–30)

Dariusz Gawin: Vom Nutzen und Schaden des Geschichtsrevisionismus (31–60)

Pawel Machcewicz: Geschichtspolitik ist nichts Neues (61–67)

Robert Traba: Geschichte als Raum des Dialogs (68–95)

Kazimierz M. Ujazdowski / Tomasz Merta / Robert Kostro: Was ist Geschichtspolitik? (96–102)

Anna Wolff-Poweska: Wie man heute Patriot sein soll (103–115)

ESSAYS

Michal Glowinski: Der Oktober 1956 – Die große Öffnung (119–131)

Heinrich Olschowsky: Gemeinsame Erinnerung an 1956? (132–141)

Alina Kilian: „Liebe Mama, uns gegenüber sind Polen. Morgen werde ich versuchen, zu ihnen überzulaufen …“. Zur Problematik der in die Wehrmacht eingezogenen Polen (142–157)

Jürgen Buch: Vor 60 Jahren: Der Pogrom von Kielce (158–182)

Gregor Ploch: Die katholischen Vertriebenenorganisationen und die römisch-katholische Kirche Polens (183–198)

PROJEKTE
Ewa Anklam: „Nächst Frankreich vielleicht Polen …“. Fremdheitserfahrungen und gelehrte Vergleiche in Zeiten der Kriege und revolutionären Umbrüche in Deutschland (18.–19. Jahrhundert) (201–209)

Arne Thomsen: Die zentrumspolnische Bewegung in Oberschlesien (210–221)

Melanie Wollenweber: Wynaradawianie? Die polnische Minderheit im Berlin der Zwischenkriegszeit am Beispiel der Publizistik des Bundes der Polen in Deutschland (222–227)

Katrin Stoll: Nationalsozialistische Gewaltverbrechen im Bezirk Bialystok und ihre strafrechtliche Verfolgung in der Bundesrepublik Deutschland (228–238)

Markus Roth: „Ich bin hier König im Land“. Die Kreis- und Stadthauptleute im Generalgouvernement vor und nach 1945 (239–246)

Maren Röger: Fakten über Deutschland? – Die Deutschland-Berichterstattung der polnischen Springer-Boulevardzeitung „Fakt“ (247–256)

Felix Ackermann: Sowjetisierung und Ethnizität: Grodno 1938–1961 (257–266)

Przemyslaw Chojnowski: Dichter des lächelnden Gottes. In Memoriam: Jan Twardowski (1.6.1915–18.1.2006) (267–269)

INSTITUTIONEN
Renata Kopyto: Das Nürnberger Haus in Krakau (270–272)

REZENSIONEN
Zauber ohne Berg. Pawel Huelles „Castorp“ redivivus (Matthias Schöning) (273–276)

Jan Fellerer: Mehrsprachigkeit im galizischen Verwaltungswesen (1772–1914) (Isabel Röskau-Rydel) (276–278)

Thomas Serrier: Provinz Posen, Ostmark, Wielkopolska (Markus Krzoska)(278–280)

Torsten Lorenz: Von Birnbaum nach Miedzychód (Markus Krzoska) (280–281)

Breslau / Wroclaw. Die Architektur der Moderne (Maria Luft) (281–282)

Michael Alberti: Verfolgung und Ermordung der Juden im Reichsgau Wartheland (Markus Roth) (283–289)

Andrea Löw: Juden im Getto Litzmannstadt (Hans-Jürgen Bömelburg) (289–291)

Robert Zurek: Zwischen Nationalismus und Versöhnung (Markus Krzoska)(291–293)

Karol Sauerland: Polen und Juden. Jedwabne und die Folgen (Klaus-Peter Friedrich) (293–295)

Zbigniew Mazur: Centrum przeciwko Wypedzeniom (Stefan Dyroff) (295–297)

ANNOTATIONEN (297–299)

VERZEICHNIS DER NEUERSCHEINUNGEN 2006 (300–302)

Krzysztof Ruchniewicz
Polskie zabiegi o odszkodowania niemieckie w latach 1944/45–1975 [Polnische Bemühungen um deutsche Entschädigungen in den Jahren 1944/45–1975]
Wroclaw: Wydawnictwo Uniwersytetu Wroclawskiego 2007
341 S.
ISBN 978-83-229-2789-2

Rezension:  http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2007-1-165

 

 

 

 

Günter Brakelmann
Helmuth James von Moltke. 1907–1945. Eine Biographie
München: Beck 2007
431 S.
ISBN 3406554954
24,90 EUR

 

Helga Hirsch
Entwurzelt. Vom Verlust der Heimat zwischen Oder und Bug
Edition Körber Stiftung 2007
296 S.
ISBN 3896840657
20,00 EUR

 

Silesia Nova. Vierteljahresschrift für Kultur und Geschichte Nr. 1/2007
ISBN 978-3934038-85-1
8,00 EUR

Aus dem Inhalt:

Olga Tokarczuk: Polen und Deutsche – Landkarte der Freundschaft.

Monika Taubitz: Altes Haus in Niederschlesien; Gedicht.

Peter Gehrisch: Orpheus versammelt die Geister. Eine Bezeugung.

Jacek Grebowiec: Das Willkommen auf der Schwelle. Ein epigraphischer Spaziergang durch Breslau.

Romuald Luczynski: Jaeger, Durchlaucht und Wohltaeter. Hans Heinrich XI., Herzog von Pless aus Fuerstenstein.

Edward Bialek: Die Bibliothek als europaeischer Gedaechtnisort. Anmerkungen zu einigen Stammbuechern des 17. Jahrhunderts in der Universitaetsbibliothek Wroclaw.

Rainer Sachs: ICH WEIL DEINS LIEB / DU PHIST MEIN WON. Minnesang und Liebesamulette in Schlesien.

Ines Eifler: Papier und Stein vor dem Untergang bewahrt. Eine Ausstellung der Marburger Forschungsstelle für Personalschriften im Schlesischen Museum zu Goerlitz.

Beata Baczkowicz: Carl Hauptmanns Ruebezahlbuch (1915) als Darstellung der Naturgewalten.

Jan Pacholski: Theodor Fontane und das Riesengebirge.

Sebastian Mrozek: Das Verfuehrerische der romantischen Kunst. Zur Kritik der romantischen Kunstauffassung in Joseph von Eichendorffs Novelle Das Marmorbild.

Peter Sinram: Arno Schmidt und die Naehe zu Polen.
Vertreibung und europaeische Kultur. Rajmund Mueller sprach mit dem Schriftsteller Wolfgang Bittner.

Erzaehlungen aus dem Land der Birken. Karoline Gil im Gespraech mit dem Leipziger Autor Andre Hille.

Karoline Gil, Grzegorz Borowski: Transfer! Ein deutsch-polnisches Theaterprojekt ueber Vertreibung und die Frage nach der Heimat.

Eugeniusz Tomiczek: Hoeflich polnisch deutsch

Piotr Krycki: Feierstunde zu Ehren von Louis Ferdinand Helbig

Cezary Lipinski: Verlust und Fuelle. Laudatio fuer Louis Ferdinand Helbig anlaesslich seines 70. Geburtstages.
Krystyna Mierzwiak: Den germanistischen Brueckenschlag im deutsch-polnischen Dialog ueben.

Rezensionen:
Detlef Krell ueber Die unsichtbare Stadtkarte Breslaus.

Maria Luft ueber Architektur der Moderne in Breslau / Wroclaw.

Justyna Kubocz ueber Monika Taubitz: Abstellgleis.

Detlef Krell ueber Georg Klein: Suende Guete Blitz.

Rudolf Urban ueber Krzysztof Ruchniewicz: Polskie zabiegi …

Hugo Fritsch ueber Joseph Skrabek: Die gestrige Angst.

Rainer Sachs ueber das Lexikon der Kuenstler im Glatzer Land.

Rainer Sachs ueber Kriegszustand in Niederschlesien.

Ausstellungskalender, Veranstaltungen

 

Heinrich Graf von Reichenbach
Die Emporenbilder in der Friedenskirche zu Jauer in Schlesien. Eien Dokumentation. Erster Band: Die biblischen Darstellungen an der zweiten und vierten Empore
hrsg. v. Freundeskreis der Friedenskirche zu Jauer / Jawor, Wennigsen: Eigenverlag 2006
55,00 EUR

zu beziehen bei:
Prof. Dr. Heinrich Graf von Reichenbach
Auf der Glashütte 7 / OT Steinkrug
D 30974 Wennigsen

Wolfgang de Bruyn / Antje Johanning
Gerhart Hauptmann und seine Häuser. Hiddensee – Erkner – Schreiberhau – Agnetendorf
Findling-Verlag 2007
220 S.
ISBN 978-3-933603-39-5
12,00 EUR