Seiten in anderer Sprache:

Druckansicht aufrufen:

Suchbegriff eingeben:

Hauptnavigation:

Unternavigation:

Von Breslau über Danzig nach Königsberg (31.08.-02.09.2007)

Veranstalter: Verein Juden in Ostpreußen. Verein zur Geschichte und Kultur e.V. in Zusammenarbeit mit der Academia Baltica e.V., Lübeck
Ort: Europäische Akademie in Berlin Grunewald, Bismarckallee 46/48 ( www.eab-berlin.de)

Die jüdische Geschichte der ehemaligen deutschen Ostprovinzen und die Lebensleistungen ihrer früheren jüdischen Bewohner sind heute nur in wenigen  Punkten bekannt. Keine Forschungsstruktur widmet sich ausdrücklich diesen Aspekten.
Die Erinnerung an die Juden in Schlesien, Ost- und Westpreußen - sowohl in den großen Gemeinden, wie auch an kleinen Orten - und an ihre Unterdrückung und Vernichtung durch das NS-Regime war in Deutschland während des Kalten Kriegs nahezu abgebrochen.   An die deutschjüdische Geschichte und  die Repressionspolitik des NS-Regimes zu erinnern, erschien damals nicht opportun. In Polen, Litauen und dem Kaliningrader Gebiet wurde die jüdische Geschichte der ehemals deutschen Provinzen dagegen als Teil der deutschen Tradition gesehen. Das erklärt, warum die Nachfahren der jüdischen Einwohnerschaft Schlesiens, Ost- und Westpreußens, die heute verstreut über die ganze Erde leben, auf der Suche nach den Spuren ihrer Vorfahren nur wenig neue Literatur zu diesem Thema finden können.
Mit Zeitzeugen und Wissenschaftlern aus Kaliningrad, Polen, Israel und Deutschland wollen wir Aspekte der jüdischen Lebenswelten in Schlesien, Westpreußen, Masuren, Preußisch Litauen und Königsberg erörtern - von der jüdischen Einwanderung über die Alltagskultur und das Gemeindeleben bis zum Holocaust. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.
Das Seminar wird aus zwei Teilen bestehen: Am ersten Tag stehen Fragen nach der Geschichte der jüdischen Minderheit im 19. und 20. Jahrhundert in Schlesien, Ost- und Westpreußen im Mittelpunkt. Sowohl sozial-, lokal-, gemeinde- wie auch familiengeschichtliche Darstellungen können dazu beitragen, Lücken in der Historiographie zu schließen. Darüber hinaus wird es ein Panel  zur rekonstruierten Geschichte geben, in dem jüdische Zeitzeugen der zweiten bzw. dritten Generation über ihre Forschungen zu den Lebenswelten ihrer Eltern und Großeltern berichten. Am zweiten Tag wird gemeinsam mit Teilnehmern aus Polen und Kaliningrad erörtert, welche Ansätze und Möglichkeiten existieren, die Erinnerung an die ehemaligen jüdischen Bewohner zu dokumentieren und zu bewahren.

Programm:

Freitag, 31. August 2007

ab 15:00 Uhr Anreise
15.45 Uhr Kaffee
16.15 Uhr Begrüßung und Einführung
Dr. Ruth Leiserowitz, Berlin;
Dr. Christian Pletzing, Lübeck
17.00 Uhr  "Das 'Mendelssohn-Haus' in Allenstein" ein vergessener Ort der Erinnerung" 
Dr. Rafal Zytyniec, Berlin
18.00 Uhr Abendessen
19.30 Uhr "Die Sprache der Steine lesen. Juden in der Kaschubei." Bericht aus einem Projekt Dr. Christian Pletzing, Lübeck

Samstag, 1. September 2007

9.00 Uhr "Die Bromberger Jüdin Ruth Goldbarth und ihr Freundes- und Familienkreis (1939-1942)" Dr. Klaus-Peter Friedrich, Marburg
9.30 Uhr "Jüdische Unternehmer in Breslau und Schlesien nach dem Ersten Weltkrieg bis zum Holocaust (1918-1941)"
Dr. Ingo Loose, Berlin
10.25 Uhr Kaffee
11.00 Uhr "Social Divisions in the German Jewish Community in Breslau in the First Decades of the Twentieth Century" Joanna Tegnerowicz, Wroclaw
11.30 Uhr "Das Jüdische Museum Breslau als zentraler Erinnerungsort der schlesischen Juden zwischen 1928 und 1938” Dr. Jens Hoppe, Frankfurt a.M.
12.30 Uhr Mittagessen
14.30 Uhr "Wo bitte geht es zur Synagoge? Das vergessene jüdische Erbe Breslaus und dessen langsame Wiederentdeckung im postkommunistischen Wroclaw"
Maren Röger, Gießen
15.00 Uhr "Juden in Gleiwitz" (Ein Projekt des Gleiwitzer Museums)
Bozena Kubit, Gliwice/Gleiwitz
16.00 Uhr Kaffee
16.30 Uhr Präsentationen von jüdischen Familienforschern, Teil 1 "From Westprussia to Suwalki (Arbeitstitel) Ralph Salinger, Kfar Ruppin
18.00 Uhr Abendessen
19.30 Uhr Präsentationen von jüdischen Familienforschern, Teil 2 "Film about the Perlman family (Königsberg)" Perry Izack, Rishon Le Zion

Sonntag, 2. September 2007

9.00 Uhr "Juden in und um Memel/Klaipeda"
Dr. Ruth Leiserowitz, Berlin
9.30 Uhr "Das Leben der Else Pintus" (AT)
Miloslawa Borzyszkowska-Szewczyk, Gdansk/Danzig
10.30 Uhr Kaffee
11.00 Uhr "Juden in Tilsit/Sovetsk" (Die Sammlungen von Isaak Rutman)
Sinaida Maksimova, Sovetsk/Tilsit
12.30 Uhr Schlußdiskussion
13.00 Uhr Mittagessen, anschließend Abreise

Konferenzassistentin: Alina Gromova,  info(at)judeninostpreussen.de

Der Beitrag für die Teilnahme beträgt 203 EUR. Der Zuschlag für ein Einzelzimmer beträgt 30 EUR. Im Preis enthalten sind die Kosten für Unterkunft und Verpflegung (je 2x Frühstück, Mittag- und Abendessen, 5 Kaffeepausen, Mineralwasser) und das Programm. Gäste ohne Übernachtung zahlen 95 EUR, Hörer ohne Übernachtung und Verpflegung zahlen 25 EUR, Studenten unter Vorlage des Studentenausweises 7,50 EUR. Anmeldeschluss ist der 25.8.2007. Mit der Bestätigung erhalten Sie weitere Informationen zur Anreise und Unterbringung. Bitte zahlen Sie Ihren Teilnehmerbeitrag bar bei der Anreise. Erfolgt eine Abmeldung später als vier Tage vor Beginn der Tagung oder erscheint der Teilnehmer nicht, müssen wir dem Teilnehmer den Tagungsbeitrag berechnen.

Dr. Christian Pletzing, Akademieleiter der Academia Baltica
Dr. Ruth Leiserowitz, Juden in Ostpreußen e.V. 

Homepage von "Juden in Ostpreussen" . Verein zur Geschichte und Kultur e.V. < www.judeninostpreussen.de>

URL zur Zitation dieses Beitrages < http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=7730>

 

Der Siebenjährige Krieg (1756–1763). Ein europäischer Weltkrieg im Zeitalter der Aufklärung (06.09.-08.09.2007)

Veranstalter: Forschungszentrum Europäische Aufklärung, Potsdam (FEA), mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Ort: Forschungszentrum für Europäische Aufklärung, Am Neuen Markt 9d, 14467 Potsdam

Vor 251 Jahren, am 29. August 1756, beschloß Friedrich der Große angesichts der (von ihm provozierten) Bildung einer französisch-österreichischen Allianz der Maxime "besser praevenire als praeveniri" zu folgen und befahl die Besetzung des Kurfürstentums Sachsen. Damit löste er einen Krieg aus, der das Königreich Preußen an den Rand des Abgrundes führte und weite Teile Nord- und Westdeutschlands sowie Böhmen, Mähren und Schlesien verwüstete.
Der Siebenjährige Krieg festigte Preußens Anspruch als europäische Großmacht und begründete den die deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts nachhaltig prägenden österreichisch-preußischen Dualismus. Am Mythos des "Alten Fritz" orientierten sich preußisch-deutsches Staatsdenken und militärische Tradition bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Zugleich festigte der Krieg Russlands Status als europäische Großmacht. Doch über diese Entwicklung wird oft vergessen, dass der Siebenjährige Krieg nicht nur der letzte Kabinettskrieg des Ancien Régime in Europa, sondern auch ein "erster Weltkrieg" war, in dem mit dem britischen Sieg über Frankreich und Spanien die Grundlage des britischen Empire des 19. und frühen 20. Jahrhunderts gelegt wurde. England vertrieb Frankreich aus Nordamerika (ein Pyrrhussieg, wie sich wenige Jahrzehnte später herausstellen sollte) und gewann Kanada. Von Frankreichs einstigen Kolonialbesitz blieben nur die Antillen sowie die Fischereirechte und zwei winzige Inseln vor Neufundland. Auch ihre Stützpunkte in Indien verloren die Franzosen. Dort schickten sich die Briten an, das Erbe des zerbrechenden Mogulreiches anzutreten. Somit hatte dieser Krieg nicht nur für Europa weitreichende Konsequenzen, sondern er veränderte auch die Beziehungen Europas zur nichteuropäischen Welt.
Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Kolloquium wird vom 6.-8. September 2007 am Forschungszentrum für Europäische Aufklärung (FEA) mit internationaler Beteiligung den globalen Dimensionen, der Wirklichkeit des Krieges sowie seiner Wahrnehmung und Nachwirkung nachspüren und sowohl den derzeitigen Forschungsstand bilanzieren als auch erste Schritte zu neuen Deutungen des Siebenjährigen Krieges unternehmen.

Donnerstag 6. September 2007

17.00-17.30: Begrüßung und Eröffnung der Tagung durch Prof. Dr. Günther Lottes, FEA; PD Dr. Sven Externbrink, FEA/Philipps-Universität Marburg
Eröffnungsvortrag: 17.30-18.30:
Prof. Dr. Olaf Asbach, Universität Augsburg: Internationale Beziehungen, Völkerrecht und Krieg in der Aufklärung.

Freitag 7. September 2007

9.30-12.45
Sektion I: Internationale Beziehungen und Staatensystem / Globale Dimensionen – Akteure und Interessen
Moderation: PD Dr. Sven Externbrink, FEA/Philipps-Universität Marburg
9.30.-10.15: Dr Brendan Simms, Peterhouse College, Cambridge: A Tale of two Empires. Britain and the Origins of the Seven Years War.
10.15-11.00: Prof. Lucien Bély, Université de Paris IV-Sorbonne: La Politique extérieure de la France au milieu du XVIIIe siècle. 11.00-11.15 Pause
11.15-12.00: PD. Dr. Michael G. Mann, FernUni Hagen: Der ungeliebte Krieg: Compagnie des Indes und East India Company 1744-1761.
12.00-12.45: PD Dr. Ulrike Kirchberger, Universität Bamberg, Our country bleeds again under the Savage knife: Europäische Kolonisten und nordamerikanische Indianer während des Siebenjährigen Krieges
Mittagspause 12.45-15.00
15.00–18.15 Uhr :
Sektion II: Kriegswahrnehmungen und Nachwirkungen
Moderation: Prof. Dr. Brunhilde Wehinger, FEA
15.00-15.45: Prof Dr. Beatrice Heuser, Universität der Bundeswehr, München: Friedrichs Siebenjähriger Krieg in den Strategiedebatten der darauf folgenden Jahrhunderte.
15.45-16.30: PD Dr. Sven Externbrink, FEA/Philipps-Universität Marburg: Voltaire zwischen Candide und Roi philosophe.
16.30-16.45 Pause
16.45-17.30: Prof. Dr. Günther Lottes, FEA: Der Kriegsherr als Historiker: Krieg und Politik in den historischen Schriften Friedrich des Großen.
17.30–18.15: PD Dr. Joachim Rees, FU Berlin: Krieg und Querelle. Die Kontroverse um das zeitgenössische Ereignisbild in England, Frankreich und Deutschland (1756–1763)

Samstag 8. September 2007

9.15–13.00 Uhr
Sektion III: Der Siebenjährige Krieg und die Wirklichkeit des Krieges im Zeitalter der Aufklärung
Moderation: Prof. Dr. Bernhard R. Kroener, Universität Potsdam
9.15-10.00: Dr. Jörg Ulbert, Université de Bretagne-Sud, Lorient: Zur Wirkungsgeschichte der diplomatischen Revolution: Das Renversement des alliances in der internen Beurteilung des französischen Aussenministeriums.
10.00-10.45 Prof. Sylviane Llinares, Université de Bretagne-Sud, Lorient: Les Aspects humains de la mobilisation navale française au temps de la guerre de Sept Ans
10.45-11.00 Pause
11.00-11.45: Prof. Dr. Jürgen Kloosterhuis, Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin-Dahlem: Führen durch Vorbild: Friedrich der Große und sein Offizierskorps in der Schlacht. Stärken und Grenzen eines taktischen Erfolgrezepts.
11.45-12.30: Prof. Dr. Ralf Pröve, Universität Potsdam: Der delegitimierte Gegner. Kriegführung als Argument im Siebenjährigen Krieg.
12.30-13.00:   Abschlußdiskussion

Sven  Externbrink
Philipps-Universität Marburg/FEA
 externbr(at)staff.uni-marburg.de
Homepage < www.fea-potsdam.de>

URL zur Zitation dieses Beitrages < http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=7749>

 

 

 

 

Nachwuchstagung: Nation und Region im deutsch-polnisch-tschechischen Kontext Internationale und interdisziplinäre Nachwuchstagung des Willy-Brandt-Zentrums, Wroclaw, und des Herder-Instituts e.V., Marburg
08.10.-10.10.2007

Ort: Schloss Morawa bei Wrocław/Breslau 8.-10. Oktober 2007

Nation und Region sind als Analysekategorien aufgrund neuerer Forschungstendenzen wieder ins Blickfeld historischer und kulturwissenschaftlicher Forschung gelangt. Die Fragen nach Aneignungsstrategien von Raum, von Nation und Region, nach Identitätsbildungs- und Legitimationsprozessen sind zentrale Aspekte moderner kulturhistorischer Forschung geworden. Für diese stellen gerade umstrittene Grenzen bzw. Grenzregionen, aber auch multiethnische und -konfessionelle Gebiete als Kontakt- und Übergangszonen, als Zonen kultureller Verflechtungen, aber auch als Zonen von Abgrenzung und Gewalt, etwa in Form von ethnischen "Säuberungen", wichtige Themenbereiche dar. Ein Beispiel für solche Zonen in Ostmitteleuropa ist Schlesien. Insgesamt sind dies aber auch andere Gebiete, die nach den Weltkriegen durch wechselnde staatliche Zugehörigkeit und Bevölkerungsverschiebungen es für die dort lebende/verbleibende Bevölkerung notwendig machten, ihre "nationale Identität" zu ändern. Ein thematischer Schwerpunkt der Nachwuchstagung soll daher auf die deutsch-polnisch-tschechischen, bzw. polnisch-tschechischen, deutsch-tschechischen und deutsch-polnischen Kontaktzonen gelegt werden. Als zeitlicher Rahmen bieten sich das 19. und 20. Jahrhundert an, da mit Nation und Region erst in der Moderne konkrete politische und kulturelle Forderungen verknüpft wurden.
Mit der Nachwuchstagung möchten das Herder-Institut und das Willy-Brandt-Zentrum 15 jüngeren Wissenschaftler/innen Gelegenheit geben, in Vorbereitung befindliche Dissertationsprojekte und kurz vor dem Abschluss stehende Examensarbeiten zum Thema der Veranstaltung vorzustellen und vor dem Hintergrund theoretischer Überlegungen zu diskutieren, die in Form von Impulsreferaten vorgestellt werden. Daher müssen die vorgestellten Projekte nicht notwendigerweise einen Bezug zur schlesischen Geschichte im Besonderen und zur deutschen, polnischen oder tschechischen Geschichte im Allgemeinen haben, sondern sie sollten vor allem neue theoretische und methodische Zugangsweisen repräsentieren, weil durch die Nachwuchstagung die Möglichkeit zu einem internationalen Gedankenaustausch über methodische und inhaltliche Aspekte des Rahmenthemas eröffnet werden soll.
Die Tagung soll im Schloss Morawa bei Świdnica/Schweidnitz durchgeführt werden. Erwartet wird die Teilnahme an der gesamten Veranstaltung und die Vorbereitung eines 20minütigen Referates. Veranstaltungssprachen sind Deutsch, Englisch und Polnisch. Interessierte Doktorand/inn/en und fortgeschrittene Examenskandidat/inn/en (Magister, Lehramt) werden um eine kurze Bewerbung (Lebenslauf und Skizze ihres Projektes von max. einer Seite) bis zum 30.April 2007 gebeten.

Bewerbungen sind bis zum 30. April 2007 - möglichst in elektronischer Form (Word-Format) - zu richten an:
Dr. Heidi Hein-Kircher
Gisonenweg 5-7
35037 Marburg
Tel. +49-(0)6421-184-100
Email:  heinh(at)herder-institut.de

Das Haus Schaffgotsch - Konfession, Politik und Gedächtnis eines schlesischen Adelsgeschlechts vom Mittelalter bis zur Moderne. Internationale Fachtagung der Historischen Kommission für Schlesien, der Stiftung Kulturwerk Schlesien und des Deutsch-Polnischen Forschungsprojekts „Adel in Schlesien/Szlachta na Śląsku“ (25.10.-27.10.2007)

Ort: Bad Warmbrunn / Jelenia Góra-Cieplice

Programm:

Donnerstag, 25. Oktober 2007
15.30-16.00 Grußworte Dr inź. Maciej Pawłowski; Hans Ulrich Graf Schaffgotsch
16.00-16.15 Joachim Bahlcke, Stuttgart, Begrüßung und Einführung
Moderation: Thomas Wünsch, Passau
16.15-17.00 Ulrich Schmilewski, Würzburg, Das Geschlecht der Schaffgotsch-ein genealogisch-historischer Überblick
17.00-17.45 Thomas Jurez, Posen/Poznań, Die Schaffgotsch im Landbuch des Fürstentums Schweidnitz-Jauer (1366-1407)
18.00-19.30 Abendessen im Restaurant „Pod Różami“
19.30-21.30 Mitgliederversammlung der Historischen Kommission für Schlesien

Freitag, 26. Oktober 2007

Moderation: Mirosława Czarnecka, Breslau, Wrocław
9.00-9.45 Ivo Nußbicker, Stuttgart, Politik-Landesbewußtsein-Präsentation. Die Schaffgotsche Standesherrschaft in Trachenberg im 17. Jahrhundert
9.45-10.30 Michał J. Witkowski, Kattowitz/Katowice, Zwischen Landesorientierung und Hofadel: Christoph Leopold von Schaffgotsch (1623-1703)
10.30-10.50 Kaffeepause
10.50-11.35 Petr Mat`a, Prag/Praha, Der Prager Oberstburggraf Johann Ernst Anton von Schaffgotsch (1675-1747) und die böhmische Familienlinie des schlesischen Adelsgeschlechts
11.35-12.20 Peter Baumgart, Würzburg, Die Schaffgotsch zwischen Habsburg und Preußen. Zur Bewältigung einer Krise
12.20-13.05 Maximilian Eiden, Stuttgart, Die Piasten in der Erinnerungskultur des schlesischen Adels im 17. und 18. Jahrhundert-das Beispiel der Schaffgotsch
13.10-14.30 Mittagessen, Spaziergang im Kurpark
Moderation: Marek Hałub, Breslau/Wrocław
14.30-15.15 Jörg Deventer, Leipzig, Adel und Konfession, Beobachtungen am Beispiel der Schaffgotsch
15.15-15.45 Sławomir Puk, Passau, Römische Netzwerke: Gotthard Franz von Schaffgotsch (1629-1668) als Beispiel einer Karriere an der päpstlichen Kurie
15.45-16.15 Kaffeepause
16.15-17.00 Joachim Bahlcke, Stuttgart, Geistliche Karrieren der Schaffgotsch im 18. und 19. Jahrhundert
17.00-17.45 Simon Donig, Passau, Industrieller Aufstieg und adelig-bürgerliche Elitenintegration: die Koppitzer Linie der Schaffgotsch
18.00-19.30 Abendessen
19.30-20.00 Thomas Wünsch, Passau, Einführung zum Dokumentationsfilm „Frauen, Flucht, Familiengüter-Die Schaffgotsch im 20. Jahrhundert“ von Andrzej Klamt
20.00-21.00 Uraufführung des Films

Samstag, 27. Oktober 2007

Moderation: Winfried Irgang, Marburg/Lahn
9.00-9.45 Jan Harasimowicz, Breslau/Wrocław, Reussendorf-Greiffenberg-Altkemnitz: Drei evangelische Pfarrkirchen der Familie Schaffgotsch im schlesischen Gebirgsland
9.45-10.30 Michał Mencfel, Berlin, „Hier wohnt an allen Ecken Kunst und Werth und Seltenheit.“ Graf Hans Anton von Schaffgotsch (1675-1742) als Sammler
10.30-10.50 Kaffeepause
10.50-11.35 Magdalena Musik, Breslau/Wrocław, Die Schaffgotsch in Trachenberg im Lichte der Leichenpredigt von Esaias Heidenreich d.J.
11.35-12.20 Magdalena Palica, Breslau/Wrocław, Die Portraitgalerie im Warmbrunner Palais Schaffgotsch
12.20-12.45 Schlußdiskussion
13.00-14.00 Mittagessen im Restaurant „Pod Różami“
14.00-20.00 Exkursion: Schlösser und Kirchen im Hirschberger Tal (Leitung Ulrich Schmilewski, Würzburg)
20.00 Abendessen in Hirschberg

Tagungsort:
Der Blaue Saal im Palais Schaffgotsch zu Bad Warmbrunn
Sala Błękitna Pałacu Schaffgotschów w Cieplicach
Politechnika Wrocławska
Plac Piastowski 27
PL 58-560 Jelenia Góra
Tel.: +48/75-755 10 48 (Fax-755 11 99)

Unterkunft für Referenten und Moderatoren in Hirschberg:
Hotel Mercure Jelenia Góra
(www.mercure.com)
Ul. Sudecka 63
PL 58-800 Jelenia Góra
Tel.: +48/75-75 49 148 (Fax: 75-26266)

Tagungsbüro (Auskunft für alle organisatorischen Fragen)
Frau Anja Weißmantel
Stiftung Kulturwerk Schlesien
 www.kulturwerk-schlesien.de
Kardinal-Döpfner-Platz 1
D-97070 Würzburg
Tel.: +49/931-53696 (Fax: 931-53649)

Der Adel in den lokalen Strukturen des frühneuzeitlichen Europa (15.-18. Jhrt.) (Oktober 2007)

Veranstalter: Institut für Geschichte der Universität Zielona Góra
Ort: Zielona Góra / Grünberg

Das Institut für Geschichte der Universität Zielona Góra organisiert die wissenschaftliche Konferenz, die der breiten Charakteristik des europäischen Adels in dem Zeitraum von 16. bis 18. Jh.  gewidmet ist. Die Problematik dieses Treffens beinhaltet das allgemeine Phänomen der Rolle des Adels im Gesellschaftsleben des alten Kontinents.
Die Hierarchie und die Horizonte der frühneuzeitlichen Welt wurden in Anlehnung an die bestimmte Gesellschaftsordnung gestaltet. Der wichtigste Faktor dieser Struktur blieb eine neue, am Ende des Mittelalters herausgebildete Gruppe, die man Jahrhunderte lang  in allen europäischen Urkunden als nobiles bezeichnete. Die ehemalige als natürliche Urahne und Stammväter des Adels angesehene Ritterschaft verlor immer mehr an ihrer militärischen Funktion. Dank diesem Prozess wurde die Rolle des Adels im öffentlichen Leben immer gröβer. Dies blieb im engen Zusammenhang  mit den lokalen Verhältnissen, und diese bildete nämlich vor allem die Wirklichkeit der politischen Struktur der europäischen Provinz, die aus einzelnen Fürstentümern, Freienstandesherrschaften, Kastelaneien, Weichbildern, aber auch einzelnen Majoratsgütern (Fideicommissen) und Herrschaften bestand.
Das ununterbrochene Interesse an diesem interdisziplinären Bereich von Forschungen über Leben und Gesellschaft bewegt zur Unternehmung eines breiten wissenschaftlichen Diskurses im Spezialistenkreis sowohl aus den polnischen als auch ausländischen Forschungszentren. Die Konferenz hat zum Ziel die Präsentation der wohl unterschiedlichen Ergebnisse von einzelnen Forschungsgruppen in bezug auf die durch den Adel geschaffenen Machtstrukturen der neuzeitlichen Gesellschaften Europas zu ermöglichen, um sie vergleichen zu können.

Grundsätze und Problematik der Konferenz :
- Der Adel im feudalen Vassallensystem der Neuzeit im Lichte der Akte vom normativen Charakter. Die Entwicklung der Standessymbolik und derer juristischer Aspekt: Wappen, Wappenbriefe, Nobilitierung, Incolat, Name, Geschlecht, Titulatur.
- Adelsvertretung im öffentlichen Leben der Lokalstrukturen, die Teilnahme an der Arbeit der Ämter in den Provinzen. Unabhängigkeitsgrad, Zuständigkeitsbereich und Kompetenzen.
- Beziehungen der ständischen Versammlungen und der Standesämter zu der Zentralmacht.
- Gestaltungsprozess der lokalen Eliten und deren Einfluss auf das öffentliche Leben der Gesellschaft.
- Die Wege zu Verwaltungs- und Militärkarrieren.
- Die Dienste außerhalb des Staatsapparats.
- Die Rolle des Adels in den kirchlichen  Strukturen.
- Der Adel als Besitzer und Verwalter der  Landherrschaft. Rechtsgrundlage des Grundbesitzes.
- Versammlungen des Adels angesichts den allgemeinen politischen Verhältnissen in Europa.

Sicherlich ist nur eine Begegnung nicht imstande, das vollständige Bild des Adels im Leben von Gesellschaften in der Neuzeit zu schaffen und alle analytischen Möglichkeiten der aufgenommenen Problematik aufzuzeigen. Daher soll unsere Konferenz eine Reihe von ähnlichen, künftigen Begegnungen eröffnen und die weiteren Aspekte der Adelskultur anbelangen. Wir sind überzeugt, dass solche Begegnungen die Gelegenheit für eine Übersicht des Forschungsstandes erschaffen wie auch eine Diskussion und Formulierung der dargestellten Probleme im größeren Forschungskreis ermöglichen und die weiteren Notwendigkeiten in diesem Bereich bestimmen.

Mit freundlichem Gruß
Prof. Dr. habil. Wojciech Strzyżewski

Die Konferenz findet im Oktober 2007 statt. Aus organisatorischen Gründen sollen Sie sich aber spätestens bis Ende Dezember 2006 anmelden. Weitere Informationen schicken wir nach der Schließung der Vorlesungsliste. Geplante Zeit für ein Referat ist auf 20 Minuten beschränkt.

Anmeldung und Auskunft:
Dr Małgorzata Konopnicka
Institut für Geschichte der Universität Zielona Góra
al. Wojska Polskiego 69
PL 65-762  Zielona Góra
tel. (0-68)  328 32 49
e-mail:  szlachta(at)poczta.onet.eu

Dr Jarosław Kuczer
Institut für Geschichte der Universität Zielona Góra
al. Wojska Polskiego 69
PL 65-762  Zielona Góra
tel. (0-68)  328 32 03
e-mail:  szlachta(at)poczta.onet.eu