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Bilanzen der Transformation in Polen. Interdisziplinäre Sommerschule des Deutschen Polen-Instituts 2008 (05.09.-14.09.2008)

Veranstalter: Deutsches Polen-Institut, Darmstadt
Tagungsorte: Darmstadt, Görlitz

Nach zwanzig Jahren Transformation in Polen, die das Land in allen Bereichen verändert hat, ist es Zeit, Bilanz zu ziehen. Die unterschiedlichsten Disziplinen haben sich intensiv mit dem vielfältigen Wandel beschäftigt. Welche Erklärungsmodelle können sie heute anbieten? Inwieweit können die Methoden und Ergebnisse der Einzeldisziplinen auf andere Fächer übertragen und fruchtbar gemacht werden?
Die interdisziplinäre Sommerschule des Deutschen Polen-Instituts will Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern die Möglichkeit geben, gemeinsam mit ausgewiesenen Fachleuten in einer offenen Atmosphäre voneinander zu lernen und miteinander zu diskutieren. Die Sommerschule beginnt in Darmstadt. Eine Reise nach Görlitz dient dazu, Transformationslandschaften in Deutschland physisch zu „erfahren“. In Görlitz stehen unter anderem Gespräche und Exkursionen in der Grenzregion beiderseits der Neiße auf dem Programm.
Eingeladen sind Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen (fortgeschrittene Studierende, Doktorandinnen und Doktoranden, Postdocs), die sich vom Thema „Bilanzen der Transformation in Polen“ angesprochen fühlen. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird erwartet, dass sie durch Vorbereitung auf die Sommerschule und aktive Beteiligung an den Diskussionen zum Gelingen des Kurses beitragen. Die Übernahme eines Kurzreferats bzw. die Präsentation eigener Forschungsergebnisse zum Thema der Sommerschule in Absprache mit den Dozenten ist verpflichtend. Einleitende Basislektüre wird im Internet bereitgestellt. Zur Sommerschule gehören auch Exkursionen, Abendvorträge und ein Kulturprogramm. Die Seminarsprache ist deutsch (Englischkenntnisse erwünscht). Teilnehmerbeitrag: 150 € (für Teilnehmer aus Ländern Ostmitteleuropas: 75 €). Reise- und Übernachtungskosten sowie Verpflegung (teilweise) sind frei.
Bewerbung mit dem beigefügten  Formular bis zum 30.4.2008.
Thementage zu Zeitgeschichte, Politik, Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft.
Ihre Mitwirkung haben u.a. zugesagt:
Prof. Dr. Włodzimierz Borodziej, Prof. Dr. Mirosława Grabowska, Prof. Dr. Wolfgang Schlott, Prof. Dr. Gesine Schwan, Prof. Dr. Jan Winiecki, Prof. Dr. Klaus Ziemer.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen.
Die Sommerschule wird gefördert von der  ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der  Deutschen Bank AG.

Weitere Informationen:
Dr. Peter Oliver Loew +49-6151-4202-17
 loew(at)dpi-da.de

Manfred Mack
+49-6151-4985-12
 mack(at)dpi-da.de

 

Diakonie in und für Schlesien. Wurzeln – Brüche – Identität – Ziele. Ein Beitrag zum Wichernjahr 2008. Arbeitstagung des Vereins für Schlesische Kirchengeschichte (12.09.-14.09.2008)

Veranstalter: Verein für Schlesische Kirchengeschichte
Veranstaltungsort: Diakonissenhaus Wertheim

Freitag, 10. September 2008
16.00 Uhr Sitzung des Vorstandes
18.30 Uhr Abendessen
19.45 Uhr Eröffnung – Grußworte
20.00 Uhr Dr. Christian-Erdmann Schott: Einführung: Innere Mission / Diakonie in und für Schlesien
21.00 Uhr Abendsegen – Geselliges Beisammensein

Sonnabend, 11. September 2008
8.00 Uhr Frühstück
8.45 Uhr Andacht
9.00 –09.30 Uhr: Dr. Klaus Roeber: Johannes Evangelista Gossner (1773-1858)
09.30-10.00 Uhr: Dr. Dietrich Meyer: Hermann Plitt (1821-1900)
10.15 – 10.45 Uhr  Kaffeepause
10.45 - 11.15 Uhr: Mag. Ulrich Hutter-Wolandt: Oberin Hedwig Gräfin v. Stosch (1834-1920)
11.15 – 11.45 Uhr: Mag. Dietmar Neß: Marie von Kramsta (1843-1923)
11.45 –  12.30  Uhr Aussprache
12.30 Uhr Mittagessen
14.00 – 16. 30 Uhr Exkursion
16.30 – 17.00  Uhr Kaffee
17.00 – 17.30  Uhr: Sup. em. Reinhard Leue: Diakonie unter dem Druck der NS-Ideologie 1933-1945
17.30 – 18.00 Uhr: Sup. em. Reinhard Leue: Inseldasein der Diakonie im Kontext des sozialistischen Sozialstaates 1945-1989
18.00 Uhr Abendessen
19.30 Uhr Mitgliederversammlung Verein für Schlesische Kirchengeschichte e. V.
 21.00 Abendsegen – Geselliges Beisammensein

Sonntag, 14. September 2008  
8.30 Uhr  Frühstück
10.00 Uhr Gottesdienst in der Mutterhauskapelle. Liturgie: Walter Ruf  -  Predigt: Dr. Dietrich Meyer
11.30 Uhr Abschlussdiskussion
12.30 Uhr Mittagessen
Anschließend Abreise

Auskünfte erteilt: Dr. Christian-Erdmann Schott, Elsa-Brändström-Str. 21, 55124 Mainz. Tel.: 06131-690488.

 

Hermann Stehr (1864-1940). Leben, Werk und Wirkung zwischen europäischer Universalität und provinziellem Nationalismus (25.09.-28.09.2008)

Veranstalter: Institut für Germanistik der Universität Breslau/Wroclaw; Stadt Habelschwerdt/Bystrzyca Klodzka
Veranstaltungsort: Hotel ''ABIS', ul. Strażacka 28, PL 57-500 Bystrzyca Klodzka, Tel. 074/811 06 45, fax. 074/811 14 37,  www.hotelabis.pl

Das Ziel des Colloquiums ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Werk und der Rezeption  des seinerzeit berühmten und heute weitgehend vergessenen Vertreters des deutschen Naturalismus Hermann Stehr (geb. 1864 in Habelschwerdt, gest. 1940 in Schreiberhau).  Galt sein Frühwerk als Inbegriff der literarischen Moderne, so wird heute vor allem das Spätwerk als epigonal und weltanschaulich problematisch angesehen. Es geht uns, in einem intensiven Arbeitsgespräch die Facetten des Stehrschen Werkes zu erforschen, seine Bedeutung für die regionale Literatur Schlesiens sowie für die deutsche Nationalliteratur festzulegen, seine weltanschaulichen und politischen Positionen im Dritten Reich zu bestimmen. Es handelt sich um keine Würdigung, sondern um eine wissenschaftlich fundierte Erforschung einer weitgehend in der Germanistik ausgeklammerten kulturellen Erscheinung. Die Veranstalter verfolgen auch weitere Ziele. Das Colloquium  gehört in eine Reihe von Tagungen, in denen eine Verflechtung der recht problematischen Traditionen mit der heutigen kulturellen Arbeit auch auf den kommunalen Ebenen in den heute polnischen, früher deutschen Städten Schlesiens, zum Vorschein kommt und auch diesen Städten den Umgang mit diesen schwierigen Tradtionen sinnvoll ermöglicht.

Programm:

25.09.2008
18.00 Abendessen
19.30 Peter Sprengel: Buchpräsentation  "Hermann und Hedwig Stehr im Briefwechsel mit Gerhart und Margarete Hauptmann”

26.09.2008
9.00 Eroffnung: Wojciech Kunicki
9.15 Wojciech Kunicki: Kodierungen der Heimat. Hermann Stehr und Habelschwerdt
10.00 Ernst Josef Krzywon: "Allein jede Erinnerung ist zugleich Wahrheit und Dichtung". Zu Hermann Stehrs Autobiographie und Bekenntnisschrift <Mein Leben>
10.45 Kaffepause
11.15 Ulrich Erdmann: Zwischen den Weltkriegen - schlesische und deutsche Zeitgeschichte im Urteil Hermann Stehrs
12.00 Sylvia Peuckert: Hermann Stehr zwischen Demokratie und Nationalsozialismus
12.45 Hans Joachim Hahn: Lagarde, Rathenau und der 'Bonny-Neger' - Zu Stehrs Demokratieverständnis in seinen politischen Reden
13.30 Mittagessen
15.00 Jan Kvapil: Hermann Stehr und die Tschechen
15.45  Edward Białek: Hermann Stehr in der Liegnitzer Zeitschrift <Die Saat>
16.30 Kaffepause
17.00 Gabriela Połutrenko: Stehrs Geburtstage in der nationalsozialistischen Zeit
17.45  Krzysztof Żarski: Die Rolle Hermann Stehrs für die Breslauer Moderne
19.00 Abendessen

27.09.2008
9.00 Peter Sprengel: <Drei Nächte> drei Lektüren
9.45 Olga Katharina Schwarz: Der Begriff der Seele im Frühwerk von Hermann Stehr
10.30 Kaffepause
11.00  Dorota Cygan:  Poetik von Hermann Stehr
11.45 Natalia Żarska: Stehr und die romantischen Traditionen in seinen Märchen
12.30 Rafał Biskup: Mundartdichtung im Frühwerk von Hermann Stehr
13.30 Mittagessen
15.00 Besichtigung von Habelschwerdt
19.00 Abendessen

28.09.2008
9.00 Jadwiga Sucharzewska: Symbolik im Werk von Hermann Stehr
9.45 Joanna Smereka: Westfalen in <Der Heiligenhof> von Hermann Stehr. Zur Raumgestaltung des imaginierten Westfalens
10.30 Kaffepause
11.00 Marta Kopij: Nietzsches Spuren in <Der begrabene Gott> 
11.45 Diana Łańcucka: Hermann Stehr und die bildenden Künste
12.30 Klaus Werner: Am Ende ein Anfang: Die Thesen der späten und einzigen Stehr-Dissertationin der DDR. Leipzig 1988
13.30  Mittagessen
Ausflug nach Glatz

 

 

Husinec-Hussinetz-Friedrichstein-Gesiniec. Eine Integrationsinsel in Europa. Internationale Tagung (26.09.-27.09.2008)

Veranstalter: Stadtverwaltung, Strehlen, Polen; Bundesheimatgruppe Landkreis Strehlen, Herne, Deutschland
Programm-Verantwortung und wissenschaftliche Leitung: Dr. habil. H.-D. Langer, Deutschland
Veranstaltungsort: Ratssaal der Stadtverwaltung Strzelin

Freitag, den 26. September 2008

10.00 bis 10.30 Uhr Eröffnung: Mag.Ing. J. Matusiak, Bürgermeister, Strehlen, Polen; OStR a.D. K.-P. Grund, Vorsitzender, Bundesheimatgruppe Landkreis Strehlen, Deutschland
Vortragsprogramm
Diskussionsleitung: Dr. habil. H.-D. Langer, Deutschland
10.30 bis 11.30 Uhr Verschiedene Autoren (Moderation: Dr. habil. H.-D. Langer, Deutschland): Diavortrag: Impressionen von Husinec-Hussinetz-Friedrichstein-Gesiniec
11.30 bis 12.30 Uhr Dipl.-Ing. T.  Stodola, Tschechische Republik: Über die Herkunft der Husinec-Gründer
12.30 bis 14.00 Uhr Mittagspause
Diskussionsleitung: Prof. Dr. W. Stribrny, Zollernkreis und Preußeninstitut e.V., Deutschland
14.00 bis 15.30 Uhr Dr. habil. H.-D. Langer, Deutschland: Husinec-Hussinetz-Friedrichstein-Gesiniec im Wandel der Zeit
15.30 bis 16.00 Uhr Pause
16.00 bis 17.00 Uhr Dr. habil. K. Ruchniewicz, Universität Breslau, Polen: Museale Projekte zum Thema „Schlesische Geschichte verstehen - Zukunft gestalten“

Samstag, den 27. September 2008

Diskussionsleitung: Prof. Dr. F.-L. Kroll, Technische Universität Chemnitz, Deutschland
9.00 bis 10.00 Uhr Prof. Dr. W. Stribrny, Zollernkreis und Preußeninstitut e.V., Deutschland: Friedrich der Große und die schlesische Husinec-Gründung
10.00 bis 11.00 Uhr Dr. D. Kühne, Deutschland: Die Kirchenbücher und andere historische Quellen von Husinec-Hussinetz 
11.00 bis 12.00 Uhr Prof. Dr. M. Reznik, Technische Universität Chemnitz, Tschechische Republik: Die polnische Legitimierung der Gebietsabtretungen
12.00 bis 13.30 Uhr Mittagspause
Diskussionsleitung: Prof. Dr. M. Reznik, Technische Universität Chemnitz, Tschechische Republik
13.30 bis 14.30 Uhr Dr. H.-W. Fleger, Deutschland: Deutsche Erinnerungspflege zum Landkreis Strehlen
14.30 bis 15.30 Uhr Mgr.Ing. P. Guzek, Landratsamt Strehlen, Polen: Denkmale und Denkmalschutz im Landkreis Strehlen
15.30 bis 16.00 Uhr Pause
16.00 bis 17.00 Uhr Mgr. M. Kolodnicki, Stellv. Bürgermeister Strehlen, Polen: Entwicklung von Strehlen und Hussinetz
17.00 bis 18.00 Uhr Mgr.Ing. J. Matusiak, Bürgermeister Strehlen, Polen: Strehlen und Hussinetz auf dem Weg nach Europa
18.00 Uhr J. Deniszczyk, Bürgermeister, Hussinetz, Polen
Schlusswort

 

13. Schlesienseminar. Die Sprachen der Schlesier. Gestern, heute, Morgen (29.09.-04.10.2008)

Ort: Konferenzzentrum der Diözese Oppeln im Schloss Kamień Śląski / Groß-Stein, ul. Parkowa 1a, PL-47-325 Kamień Śląski, web:  www.kamien.biz

Das unter der Schirmherr­schaft des Oppelner Erzbischofs Prof. Dr. Alfons Nossol stehende 13. Schlesienseminar auf Schloss Kamień Śląski / Groß Stein widmet sich in diesem Jahr den Sprachen der Schlesier in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Seit dem Beitritt Polens und Tschechiens zum Schengen-Abkommen im Dezember letzten Jahres ist ganz Schlesien innerhalb der Europäischen Union ohne störende Grenzkontrollen in Freiheit vereinigt. Ein großes Hindernis beim gegenseitigen Kennenlernen und Verstehen stellen jedoch noch immer die Sprachbarrieren zwischen den einzelnen Teilen Schlesiens dar. In einem zukünftigen vereinigten Europa gilt es diese zu überwinden, ohne jedoch die sprachlichen Eigenarten und Besonderheiten Schlesiens zu Gunsten der jeweiligen nationalen bzw. inter­nationalen Verkehrssprachen zu verlieren.
Die einzelnen Vorträge sollen eine Dauer von 30-45 Minuten nicht überschreiten und einen fundierten, auch Laien verständ­lichen Überblick über die jeweilige Thematik gewährleisten. Zur anschließenden Diskussion bitten wir um die Vorbereitung eines Thesenpapiers (höchstens zwei bis drei Seiten). Um eine detaillierte Aufführung der vorgesehen Themen und Termine zu erhalten, wenden sich interessierte Referenten am besten per e-mail an Herrn Dr. Gerhard Schiller.
Das 13. Schlesienseminar unter der Schirmherrschaft Erzbischofs Alfons Nossol wendet sich an einen weiten Interessentenkreis. Jeder Tag soll einer anderen Zielgruppe gewidmet werden, wobei neben Fachleuten und Multiplikatoren alle Freunde schlesischer Kultur herzlich eingeladen sind. Nach jedem fachlichen Vortrag wird anschließend ausreichend Raum zur Diskussion gegeben. Seminarsprachen werden Polnisch und Deutsch sein, wobei für die Übersetzungen der entsprechenden Beiträge Sorge getragen wird. Teilnehmer können sich einen, mehrere Tage oder die ganze Woche für das Schlesienseminar im Gästehaus der Diözese Oppeln im Schloss Kamień Śląski / Groß-Stein anmelden. Ebenso ist es möglich, auch nur einzelne Vorträge und Diskus­sionsrunden zu besuchen. Zur Anmeldung bzw. zur Beantwortung weiterer Fragen inhaltlicher oder organisatorischer Art wenden Sie sich bitte an Herrn Pfarrer Wolfgang Globisch, Seelsorger der deutschen Minderheit in der Diözese Oppeln. Er erteilt Ihnen in deutscher oder polnischer Sprache gerne Auskunft.

Anmeldung und Information (dt./pl.): Diözese Oppeln, Eichendorffbibliothek Prälat Wolfgang Globisch ul. Szpitalnia 7a PL-45-010 Opole Tel. 0048 (0) 77 / 453 9793 Tel./ Fax 0048 (0) 77 / 441 1025 e-mail:  wglobisch(at)opole.opoka.org.pl

Referentenanmeldung: Vorsitzender des wiss. Beirats des VSK, Dr. Gerhard Schiller Sieradzka 5 / 708 PL-45-304 Opole Tel. 0048 (0) 77 / 4580083 E-Mail:  gerhardschiller(at)web.de

Realisierung durch: Diecezja Opolska / Diözese Oppeln, unter der  Schirmherrschaft Erzbischofs Prof. Dr. Alfons Nossol – Uniwersytet Opolski – Prof. Dr. Michael Pietsch und Prof. Dr. Josef Joachim Menzel, Universität Mainz – Verein zur Pflege schlesischer Kunst und Kultur / Stowarzyszenie Pielęgnowania Sztuki i Kultury Śląskiej (VSK) – Wangener Kreis –  Apostolische Visitatur, Schlesisches Priesterwerk, Heimatwerk Schlesischer Katholiken, Gemeinschaft für dt.-pln. Verständigung (gdpv, Münster) – Verband der deutschen sozialkulturellen Gesellschaften in Polen (VDG, Joanna Manderla) – Dom Współpracy Polsko-Niemieckej / Haus für dt.-pln. Zusammenarbeit (Opole / Gliwice) – Hedwigswerk (Pfr. Klose) – Verein Deutscher Hochschüler (Opole), Salia Silesia (Gliwice) – Senfkorn Verlag (Görlitz, Alfred Theisen).

 

Spuren der Oberschlesien in Nordrhein-Westfalen (23.10.-26.10.2008)

Veranstalter: Gemeinschaft für deutsch-polnische Verständigung (gdpv, Münster) in Zusammenarbeit mit Katholisch-Theologische Fakultät an der Schlesischen Universität zu Kattowitz (Kattowitz, Oberschlesien), Schlesisches Institut zu Oppeln (PIN –Instytut Śląski w Opolu; Oppeln, Oberschlesien)
Tagungsort: Klewe

Kaum ein deutsches Bundesland hat so viele Einflüsse von Oberschlesiern und Polen erfahren wie Nordrhein-Westfalen. Viele Oberschlesier wanderten bereits vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs aus, um in der Schwerindustrie Arbeit zu bekommen. Dabei hinterließen sie zahlreiche Spuren ihres Wirkens, wie beispielsweise die Gründung des erfolgreichen Fußballvereins FC Schalke 04 beweist. In weiteren Phasen strömten zahlreiche oberschlesische Arbeiter, Auswanderer, Vertriebene und Flüchtlinge in der Zwischenkriegszeit, nach der Vertreibung 1945 und zwischen 1950 und 1992 als Aussiedler (sog. „Spätaussiedler“) in dieses Bundesland. Insbesondere die Aussiedler aus Polen haben die gesellschaftlich-kulturelle Landschaft Nordrhein-Westfalens stark geprägt, hat sich doch der Großteil der ca. 1,3 Mio. starken Aussiedlergemeinschaft in diesem Bundesland niedergelassen. Spätestens nach der Fußball-WM 2006 in Deutschland, in der die aus Oberschlesien stammenden Nationalspieler Lukas Podolski und Miroslav Klose eine entscheidende Rolle eingenommen haben, ist diese Thematik auch in Polen bekannt geworden.
Doch sind es nicht nur die deutschstämmigen bzw. die sog. „autochthonen“ Oberschlesier, die das Bundesland NRW geprägt haben. Ethnische Polen sind auch vor dem Ersten Weltkrieg und in der Zwischenkriegszeit ins Ruhrgebiet eingewandert, um dort Arbeit zu finden. Gerade die Existenz der Polen und ihre kulturellen Spuren in der Bundesrepublik („Polonia“) nehmen in der gegenwärtigen Deutschlandpolitik Polens eine gewichtige Rolle ein. So lohnt sich der Frage nachzugehen, wie stark die polnische Gemeinschaft in NRW ist, wie sie sich organisiert hat, und wie mit der Forderung der polnischen Regierung nach der Anerkennung einer polnischen Minderheit in der Bundesrepublik umzugehen ist.
Die Tagung soll jungen Teilnehmern – vor allem Studenten, jungen Erwachsenen und Oberstufenschülern – vergegenwärtigen, wie stark die Spuren der Oberschlesier und Polen in NRW sind, wie sich das Zusammenleben der Oberschlesier, Polen und Deutschen gestaltet hat, welche Probleme dabei aufgetreten sind, und wo diese Begegnungen erfolgreich verlaufen sind. Vor allem den jüngeren deutschen Teilnehmern, die sich für ihre östlichen Nachbarn weniger stark interessieren, soll gezeigt werden, wie stark ihr kulturelles Umfeld von Oberschlesiern und Polen geprägt worden ist. Sie sollen dafür sensibilisiert werden und vor die Frage gestellt werden, wie sich diese Spuren in ihrem Alltag widerspiegeln. Für die polnischen Teilnehmer aus Oberschlesien wird sicher von Interesse sein, zu erfahren, welche Impulse ihre Landsleute der westdeutschen Gesellschaft gegeben haben.
Die Veranstaltung ist eine populärwissenschaftliche Tagung, in der die Teilnehmer durch Impulsreferate vor diese Fragen geführt werden. Es werden Referenten aus der Bundesrepublik und aus Polen zu unterschiedlichen Aspekten sprechen, die den gesellschafts-politischen, kulturellen, konfessionellen (insb. römisch-katholische Konfession) und auch den sportlichen Bereich abdecken. Anschließend wird es Gelegenheit zu Diskussionen und Austausch geben. Die Tagung wird durch eine thematische Exkursion abgerundet, in der u.a. das Oberschlesische Landesmuseum in Ratingen besichtigt wird.

Programm (Änderungen vorbehalten):

Donnerstag, 23. Oktober 2008
Anreise der Teilnehmer; Begrüßung, Vorstellung der Teilnehmer

Freitag, 24. Oktober 2008
Sektion 1: Polen in NRW
Polnische Arbeiter im Ruhrgebiet bis 1939 – Dr. Witold Matwiejczyk (Lublin)
Polnische Kulturträger in der Bundesrepublik: kulturelle Tätigkeit der Polonia-Gruppen" – Dr. habil Maria Kalczyńska (Oppeln)
Die katholische polnische Mission in der Bundesrepublik unter der besonderen Berücksichtigung der Situation in NRW – Prof. Dr. Zdzisław Małecki (Kattowitz/Tschenstochau)

Sektion 2: Oberschlesier in NRW
Integrationsfaktor Sport – Sportler (evtl. Fußballspieler) aus Oberschlesien in der Bundesrepublik – Britta Lenz (Bonn, angefragt
Der Einfluss der oberschlesischen Religiosität in der Bundesrepublik – Prof. Dr. Jerzy Myszor (Kattowitz, angefragt)
Die Prägung der deutschen Medien durch Oberschlesier und Polen: eine interaktive Präsentation – Leonard Paszek (Essen)

Samstag, 25. Oktober 2008
Auf den Spuren der Oberschlesier und Polen in NRW
(Ganztägige Exkursion durch das Ruhrgebiet und Umgebung. Besuch des Oberschlesischen Landesmuseums zu Ratingen. Führung: N.N.)

Sonntag, 26. Oktober 2008
Heilige Messe, Resümee und Abschlussdiskussion (N.N.); Mittagessen und Abreise der Teilnehmer

Polen – Migrationen und Transfers. Geschichte – Kultur – Gesellschaft – Wirtschaft (26.02.-28.02.2009)

Veranstalter: Deutsches Polen-Institut Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem Gießener Zentrum Östliches Europa (Universität Gießen), dem Herder- Institut Marburg und dem Institut für Slavistik an der Universität Mainz
Veranstaltungsort: Kongresszentrum "Darmstadtium", Darmstadt

„Migrationen und Transfers“ ist ein aktuelles Thema, aber zugleich ein wichtiges historisches Phänomen, auch und vielleicht sogar in besonderem Maße bezogen auf Polen. Migrationen haben Polen im Laufe seiner gesamten Geschichte geprägt. Völkerwanderung und Landesausbau, Emigration, Vertreibungen und die jüngste Welle von Arbeitsmigration stellen jedoch nur einen Teilaspekt von Wanderungen dar, die auf der 1. Tagung „Deutsche Polenforschung“ zur Sprache kommen sollen. Wir wollen die Chance ergreifen und den Begriff der „Migration“ mit jenem des „Transfers“ verknüpfen. Denn neben großen Menschengruppen und Einzelpersonen wanderten auch Güter und Ideen. Rohstoffe und Fertigprodukte wurden ebenso transferiert wie gesellschaftliche und wirtschaftliche Vorbilder, Bildung, Texte und Bücher, Stereotype, Feind- und Freundbilder, Rechtsvorstellungen und Gesetze, Kunstwerke und künstlerische Moden.
Das Rahmenthema der ersten Tagung „Deutsche Polenforschung“ Polen – Migrationen und Transfers richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter der unterschiedlichsten Disziplinen. In sechs Panels, bei Podiumsdiskussionen, Werkstattgesprächen, Einzelvorträgen und Projektvorstellungen soll nach den unterschiedlichen geschichtlichen und gegenwärtigen Aspekten von Migrationen und Transfers in Bezug auf Polen gefragt werden. Die Tagung wird durch verschiedene begleitende Veranstaltungen ergänzt.
Angesprochen werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen, insbesondere aus Deutschland, die sich mit Polen oder den deutsch-polnischen Beziehungen beschäftigen. Folgende Disziplinen stehen dabei im Mittelpunkt: Ethnologie, Geographie, Geschichte, Kulturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Slavistik, Soziologie, Sprachwissenschaft und Wirtschaftswissenschaft.
Die 1. Tagung „Deutsche Polenforschung“ bietet die Gelegenheit, über die Grenzen der Fachgebiete hinweg Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, Projekte zu entwickeln und sich über die Situation der deutschen Polenforschung zu informieren.
Vorbereitungsteam der Tagung: Prof. Dr. Dieter Bingen (Darmstadt), Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg (Gießen), Prof. Dr. Alfred Gall (Mainz), Prof. Dr. Peter Haslinger (Marburg/Gießen), Dr. Peter Oliver Loew (Darmstadt), Prof. Dr. Monika Wingender (Gießen), Prof. Dr. Klaus Ziemer (Trier).
Genauere Informationen zum  Vorbereitungsteam.

Call for Papers oder Panels
Wir laden alle Interessierten ein, Vorschläge für Referate oder ganze Panels zum Rahmenthema „Migrationen“ einzusenden. Die Vorträge sollten eine Dauer von 25 Minuten nicht überschreiten. Bitte senden Sie uns bis 15. Juni 2008: Ein Abstract für jedes Referat (nicht mehr als eine Seite) sowie Informationen zu Ihrer Person (kurzes Biogramm, Veröffentlichungsverzeichnis). Über die Auswahl der Panels und Referate wird bis Juli 2008 entschieden.

Projektvorstellungen
Zusätzlich zu den themenbezogenen Referaten bieten wir die Möglichkeit zu kurzen Projektvorstellungen im Plenum (2-3 Minuten). Hierzu melden Sie sich bitte bis 31. Dezember 2008 an. Über eine evtl. Auswahl der Vorstellungen wird im Januar 2009 entschieden.

Einladung
Alle an einer Teilnahme ohne eigenen Beitrag Interessierten laden wir ein, sich bis 30. November 2008 auf unserer Homepage www.polenforschung.de/Anmeldung online anzumelden. Für Anmeldungen ab 1. Dezember 2008 wird eine Anmeldegebühr von 30 Euro pro Teilnehmer erhoben.

Für alle Teilnehmer (Referierende, Teilnehmerinnen und Teilnehmer):
Sie reisen und übernachten auf Ihre Kosten. Das Deutsche Polen-Institut wird Ihnen ab Herbst 2008 bei der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten behilflich sein. Alle angemeldeten Personen erhalten rechtzeitig weitere Informationen.

Anmeldungen
Anmeldungen von Referatsthemen, Projektvorstellungen und Ansprechpartner für organisatorische Fragen:
Dr. Peter Oliver Loew
E-Mail:  loew(at)dpi-da.de
Tel. +49/6151/4202-17
Fax: +49/6151/4202-10

Weitere Informationen zum Thema der Tagung, zur Teilnahme mit und ohne Beitrag sowie zum Rahmenprogramm finden Sie auf folgender Homepage: < http://www.polenforschung.de/>

 

Aufbruch und Krise. Das östliche Europa und die  Deutschen nach dem Ersten Weltkrieg (09.03.-11.03.2009)

Veranstalter: Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg
Veranstaltungsort: Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Johann-Justus-Weg 147 a, D-26127 Oldenburg

Der Erste Weltkrieg und seine Folgen haben das 20. Jahrhundert in Mittel- und Osteuropa nachhaltig geprägt. Neue Staaten sind entstanden, neue Grenzen wurden gezogen. Die Pariser Vorort- und Minderheitenschutzverträge haben zahlreichen historisch gewachsenen Regionen und Siedlungsgemeinschaften eine neue politische Ordnung gegeben. Lang gehegte nationale Aspirationen wurden verwirklicht, eine Aufbruchstimmung erfasste weite Kreise der Bevölkerung. Minderheiten wurden zu Staatsvölkern, Staatsvölker zu Minderheiten. Dieser Umbruch warf neue Fragen auf, die alten nationalistischen Argumentationsmustern Vorschub leisteten. Die Zwischenkriegszeit war krisenhaft geprägt von der Auseinandersetzung um die Bewältigung der Kriegsfolgen, um Demokratie und Totalitarismus, um soziale Reformen vor dem Hintergrund sozialer Konflikte, von Tradition und Moderne sowie von wirtschaftlicher Prosperität und Instabilität. Von diesen Prozessen waren auch die Deutschen im östlichen Europa betroffen.
Die Auseinandersetzung mit dem Krieg und seinen Auswirkungen erfolgte insbesondere auch auf kulturellem Gebiet, in der Literatur, der Architektur, der bildenden Kunst, in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Tagung setzt einen Schwerpunkt auf die künstlerisch-kulturellen Entwicklungen und die strukturellen Veränderungen im wissenschaftspolitischen Bereich. Dabei sollen aktuelle Paradigmen wie transnationale Betrachtungsweisen, Gedächtnisgeschichte, die Rolle der Geschichtspolitik und der historischen Stereotypenforschung. Ein Akzent liegt auf den mittel- und langfristigen Auswirkungen der Nachkriegsordnung; es gilt, historische sowie kulturelle Kontinuitäten zu verdeutlichen, die teilweise bis in die Gegenwart fortwirken.

Folgende Sektionen sind vorgesehen:
SEKTION 1: Identität und Erinnerungspolitik (z.B.: Kriegserfahrung als literarisches Thema, Soziale Bewegungen, Kriegerdenkmale, Revisionspropaganda und Kriegsschuldfrage, Grenzlandliteratur)
SEKTION 2: Loyalität, Segregation oder Autonomie? Minderheiten in der Nachkriegsordnung (z.B.: Minderheitenschutz, Volksabstimmungen und „Abstimmungskämpfe“, Religion/ Konfession, Schule, Militär, Konstruktion neuer „Volksgruppen“, Formen des Austausches zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen)
SEKTION 3: Wissenschaft und Wissenschaftspolitik (z.B.: Grenzlandforschung, Etablierung neuer Fächer und Institutionen, Atlasforschung)
SEKTION 4: Tradition und Moderne (z.B.: Rundfunk und Film, Selbstdarstellung neuer Staaten in Architektur und Kunst,  Avantgarde, Nostalgie, Inszenierung von Genderbildern)

Die Redezeit beträgt 20 Minuten, Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.
Bitte senden Sie uns bis zum 30.09.2008 ein Exposé Ihres (unveröffentlichten) Beitrags (ca. eine halbe DIN-A 4-Seite, 2.400 Zeichen) sowie kurze Angaben über Ihren beruflichen Werdegang und die derzeitige Tätigkeit.
Eine Publikation der Tagungsbeiträge ist geplant.

Vorschläge sind zu richten an:
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa Johann-Justus-Weg 147 a, 26127 Oldenburg,  www.bkge.de, bkge@uni-oldenburg.de