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Ein Informationsangebot des Kulturreferenten für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser,

betrachtet  man die Zusammenarbeit zwischen deutschen, polnischen und auch tschechischen Kulturinstitutionen, Museen und Wissenschaftlern, scheint alles zum Besten zu stehen. Gerade im Bereich der Denkmalpflege, der Ausstellungsstätigkeit von Museen wie auch bei wissenschaftlichen Dokumentationen und Publikationen sind große Fortschritte gemacht worden. Doch werden dabei die heutige Schülergeneration genügend einbezogen?
Diese bringt gänzlich andere Voraussetzungen mit, als diejenigen, die am eigenen Leibe Flucht, Vertreibung und Zwangsaussiedlung erfahren mussten. Der Wissensstand über Geschichte – sei  es deutsche oder polnische und insbesondere schlesische – ist bei Jugendlichen nicht unbedingt hoch. Man sollte jedoch nicht soweit gehen, Schülern generell das Interesse an Geschichte abzustreiten. Denn bei allen historischen Defiziten gibt es auch einen Vorteil: die jüngere Generation ist unbelastet von den politischen Debatten der Vergangenheit. Für sie steht fest: Deutschland und Polen sind Nachbarstaaten, Mitglieder der Europäischen Union, alle Grenzfragen sind geklärt und seit dem Beitritt zum Schengener Abkommen entfällt auch das lästige Vorzeigen der Personalausweise. Deutsche und polnische Jugendliche wissen nicht unbedingt viel voneinander,  von markanten politischen Parolen gegen den Nachbarn halten sie aber auch nicht viel.

Mit den besten Grüßen und Wünschen aus Görlitz

Ihr
Dr. Michael Parak
Kulturreferent für Schlesien