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Lebenswege ins Ungewisse. Tagung über Migration und Bevölkerungswandel  in Görlitz und Zgorzelec seit 1933 (26.02.-27.02.2009)

Veranstalter: Schlesisches Museum zu Görlitz
Ort: Schlesisches Museum zu Görlitz

Programm:

Donnerstag, den 26.2.2009
13.00 – 13.30 Begrüßung und Einführung durch Dr. Markus Bauer, Direktor des Schlesischen Museums zu Görlitz
Grußwort eines Vertreters des Sächsischen Staatsministeriums des Innern
Überblick über die Bevölkerungsentwicklung  in Görlitz/Zgorzelec
13.30 – 14.00 Siegfried Hoche, Ratsarchiv Görlitz
Zur Bevölkerungsgeschichte der Stadt Görlitz von der Gründerzeit bis 1949
14.00 – 14.30 PD Dr. Christoph Waack, Lehrstuhl für Anthropogeographie an der Universität Kassel, und Wolfgang Kreft, Kartensammlung des Herder-Instituts Marburg
Siedlungstopographische Entwicklung von Görlitz/Zgorzelec von der Gründerzeit bis zur Gegenwart (und Vorstellung des Multimedia-Projektes „Historisch-topographischer Atlas schlesischer Städte“ des Herder-Instituts Marburg)
14.30 – 15.00 Diskussion und Pause
Themenkomplex 1
Die Emigration der jüdischen Bevölkerung aus Görlitz
15.00 – 15.10 Dr. Markus Bauer: Einführung (und weitere Moderation)
15.10 – 15.40 Michael Guggenheimer, Autor und Herausgeber, Zürich
“Alles stehen gelassen und nie wieder zurückgekommen”. Die ersten Juden verlassen im Mai 1933 Görlitz: Die Geschichte der Familie Warschawski
15.40 – 15.55 Diskussion
Themenkomplex 2
Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus Görlitz-Ost sowie die Aufnahme der Flüchtlinge und Vertriebenen im Westteil der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg
15.55 – 16.00 Dr. Martina Pietsch: Einführung (und weitere Moderation)
16.00 – 16.30 Prof. Dr. Michael Schwartz, Institut für Zeitgeschichte München – Berlin
„Aus der Görlitzer Elendszone“: Zu einem Brennpunkt von Flucht, Vertreibung und Integrationsproblemen nach 1945
16.30 – 17.00 Markus Lammert M.A., Paris
Stadt der Vertriebenen? Flüchtlinge und Vertriebene in Görlitz in der frühen Nachkriegszeit
17.00 – 17.30 Prof. Dr. Dr. Gerhard Besier, Lehrstuhl für Europastudien an der TU Dresden
Die Rolle der schlesischen unierten evangelischen Kirche bei der Vertreibung der Deutschen aus der Region östlich von Görlitz
17.30 – 18.15 Abschlussdiskussion mit Erinnerungen von Prof. Dr. Rolf Karbaum und Dr. Ernst Kretzschmar, Görlitz

Freitag, den 27.2.2009
Themenkomplex 3
Die Ansiedlung einer neuen Bevölkerung in Zgorzelec  
9.00 – 9.15 Dr. Martina Pietsch: Einführung (und weitere Moderation)
9.15 – 9.45 Dr. Katarzyna Stokłosa, Lehrstuhl für Europastudien an der TU Dresden
Ankunft und Integration der polnischen Ansiedler in Görlitz-Ost
9.45 – 10.15 Dr. des. Elżbieta Opiłowska, Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung
Die Ansiedlung der Polen in Zgorzelec im Licht der Memoiren und Erinnerungen der Bürger
10.15 – 10.45 Prof. Dr. Stefan Troebst, Institut für Slawistik an der Universität Leipzig
Flucht ins Ungewisse: Makedonische und griechische Bürgerkriegsflüchtlinge in Zgorzelec 1949-1989
10.45 – 11.30 Diskussion und Pause
Themenkomplex 4
Die Bevölkerungsentwicklung in Görlitz/Zgorzelec von 1949-1990, insbesondere der Zuzug neuer Arbeitskräfte zur Arbeit in der Braunkohle
11.30 – 11.35 Dr. Martina Pietsch: Einführung (und weitere Moderation)
11.35 – 12.05 Heike Zettwitz, Referentin der Sächsischen Staatskanzlei
Überblick über die Bevölkerungsentwicklung in Görlitz und Zgorzelec 1949-1990
12.05 – 12.35 Joachim Neumann, Verein „Oberlausitzer Bergleute“ e.V.
Görlitz wächst. Der Zuzug von Arbeitskräften für Tagebau und Kraftwerk Hagenwerder 
12.35 – 12.50 Diskussion
12.50 – 14.00 Mittagspause
14.00 – 14.30 Dorota Wilczyńska, Vorsitzende des Vereins der Freunde des Bogatyniaer Landes
Die Ansiedlung von Arbeitskräften für Braunkohletagebau und Kraftwerk Turów
14.30 – 15.00 Diskussion, Kaffee
Themenkomplex 5
Abwanderung und Zuzug in Görlitz und Zgorzelec seit der Wende
15.00 – 15.05 Dr. Markus Bauer: Einführung (und weitere Moderation)
15.05 - 15.30 Franz-Josef Keul, Stadtplanungs-und Bauordnungsamt Görlitz:  
Görlitz nach 1990: Entwicklung trotz demografischer Schrumpfung und Abwanderung?
15.30 – 16.00 Prof. Dr.-Ing. Jürg Sulzer, Görlitz Kompetenzzentrum Revitalisierender Städtebau, TU Dresden
Städtebauliche Auswirkungen des Bevölkerungswandels nach 1989 in Görlitz
16.00 – 16.30 Prof. Dr. Dr. Matthias Theodor Vogt, Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen
Wie können Wissenschaft und Politik zu einem besseren Verständnis von Migration und Ansiedlung, insbesondere bei Jüngeren, beitragen?
16.30 – 17.00 Abschlussdiskussion

Die Tagung wird gefördert aus Mitteln des Sächsischen Staatsministeriums des Innern.

Schlesisches Museum zu Görlitz
Schönhof, Brüderstraße 8
02826 Görlitz
tel.: 03581 / 8791-0
e-mail:  kontakt(at)schlesisches-museum.de
internet:  www.schlesisches-museum.de

Dr. Martina Pietsch
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
tel.: 03581 / 8791-132
e-mail:  mpietsch(at)schlesisches-museum.de

 

Polen – Migrationen und Transfers. Geschichte – Kultur – Gesellschaft – Wirtschaft (26.02.-28.02.2009)

Veranstalter: Deutsches Polen-Institut Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem Gießener Zentrum Östliches Europa (Universität Gießen), dem Herder- Institut Marburg und dem Institut für Slavistik an der Universität Mainz
Veranstaltungsort: Kongresszentrum "Darmstadtium", Darmstadt

„Migrationen und Transfers“ ist ein aktuelles Thema, aber zugleich ein wichtiges historisches Phänomen, auch und vielleicht sogar in besonderem Maße bezogen auf Polen. Migrationen haben Polen im Laufe seiner gesamten Geschichte geprägt. Völkerwanderung und Landesausbau, Emigration, Vertreibungen und die jüngste Welle von Arbeitsmigration stellen jedoch nur einen Teilaspekt von Wanderungen dar, die auf der 1. Tagung „Deutsche Polenforschung“ zur Sprache kommen sollen. Wir wollen die Chance ergreifen und den Begriff der „Migration“ mit jenem des „Transfers“ verknüpfen. Denn neben großen Menschengruppen und Einzelpersonen wanderten auch Güter und Ideen. Rohstoffe und Fertigprodukte wurden ebenso transferiert wie gesellschaftliche und wirtschaftliche Vorbilder, Bildung, Texte und Bücher, Stereotype, Feind- und Freundbilder, Rechtsvorstellungen und Gesetze, Kunstwerke und künstlerische Moden.
Das Rahmenthema der ersten Tagung „Deutsche Polenforschung“ Polen – Migrationen und Transfers richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter der unterschiedlichsten Disziplinen. In sechs Panels, bei Podiumsdiskussionen, Werkstattgesprächen, Einzelvorträgen und Projektvorstellungen soll nach den unterschiedlichen geschichtlichen und gegenwärtigen Aspekten von Migrationen und Transfers in Bezug auf Polen gefragt werden. Die Tagung wird durch verschiedene begleitende Veranstaltungen ergänzt.
Angesprochen werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen, insbesondere aus Deutschland, die sich mit Polen oder den deutsch-polnischen Beziehungen beschäftigen. Folgende Disziplinen stehen dabei im Mittelpunkt: Ethnologie, Geographie, Geschichte, Kulturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Slavistik, Soziologie, Sprachwissenschaft und Wirtschaftswissenschaft.
Die 1. Tagung „Deutsche Polenforschung“ bietet die Gelegenheit, über die Grenzen der Fachgebiete hinweg Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, Projekte zu entwickeln und sich über die Situation der deutschen Polenforschung zu informieren.
Vorbereitungsteam der Tagung: Prof. Dr. Dieter Bingen (Darmstadt), Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg (Gießen), Prof. Dr. Alfred Gall (Mainz), Prof. Dr. Peter Haslinger (Marburg/Gießen), Dr. Peter Oliver Loew (Darmstadt), Prof. Dr. Monika Wingender (Gießen), Prof. Dr. Klaus Ziemer (Trier).
Genauere Informationen zum  Vorbereitungsteam.

Call for Papers oder Panels
Wir laden alle Interessierten ein, Vorschläge für Referate oder ganze Panels zum Rahmenthema „Migrationen“ einzusenden. Die Vorträge sollten eine Dauer von 25 Minuten nicht überschreiten. Bitte senden Sie uns bis 15. Juni 2008: Ein Abstract für jedes Referat (nicht mehr als eine Seite) sowie Informationen zu Ihrer Person (kurzes Biogramm, Veröffentlichungsverzeichnis). Über die Auswahl der Panels und Referate wird bis Juli 2008 entschieden.

Projektvorstellungen
Zusätzlich zu den themenbezogenen Referaten bieten wir die Möglichkeit zu kurzen Projektvorstellungen im Plenum (2-3 Minuten). Hierzu melden Sie sich bitte bis 31. Dezember 2008 an. Über eine evtl. Auswahl der Vorstellungen wird im Januar 2009 entschieden.

Einladung
Alle an einer Teilnahme ohne eigenen Beitrag Interessierten laden wir ein, sich bis 30. November 2008 auf unserer Homepage www.polenforschung.de/Anmeldung online anzumelden. Für Anmeldungen ab 1. Dezember 2008 wird eine Anmeldegebühr von 30 Euro pro Teilnehmer erhoben.

Für alle Teilnehmer (Referierende, Teilnehmerinnen und Teilnehmer):
Sie reisen und übernachten auf Ihre Kosten. Das Deutsche Polen-Institut wird Ihnen ab Herbst 2008 bei der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten behilflich sein. Alle angemeldeten Personen erhalten rechtzeitig weitere Informationen.

Anmeldungen
Anmeldungen von Referatsthemen, Projektvorstellungen und Ansprechpartner für organisatorische Fragen:
Dr. Peter Oliver Loew
E-Mail:  loew(at)dpi-da.de
Tel. +49/6151/4202-17
Fax: +49/6151/4202-10

Weitere Informationen zum Thema der Tagung, zur Teilnahme mit und ohne Beitrag sowie zum Rahmenprogramm finden Sie auf folgender Homepage: < http://www.polenforschung.de/>

 

Aufbruch und Krise. Das östliche Europa und die Deutschen nach dem Ersten Weltkrieg. Internationale und interdisziplinäre Tagung zum 20jährigen Jubiläum des Bundesinstituts  (09.03.-11.03.2009)

Veranstalter: Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg
Veranstaltungsort: Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Johann-Justus-Weg 147 a, D-26127 Oldenburg

Der Erste Weltkrieg und seine Folgen haben das 20. Jahrhundert in Mittel- und Osteuropa nachhaltig geprägt. Neue Staaten sind entstanden, neue Grenzen wurden gezogen. Die Pariser Vorort- und Minderheitenschutzverträge haben zahlreichen historisch gewachsenen Regionen und Siedlungsgemeinschaften eine neue politische Ordnung gegeben. Lang gehegte nationale Aspirationen wurden verwirklicht, eine Aufbruchstimmung erfasste weite Kreise der Bevölkerung. Minderheiten wurden zu Staatsvölkern, Staatsvölker zu Minderheiten. Dieser Umbruch warf neue Fragen auf, die alten nationalistischen Argumentationsmustern Vorschub leisteten. Die Zwischenkriegszeit war krisenhaft geprägt von der Auseinandersetzung um die Bewältigung der Kriegsfolgen, um Demokratie und Totalitarismus, um soziale Reformen vor dem Hintergrund sozialer Konflikte, von Tradition und Moderne sowie von wirtschaftlicher Prosperität und Instabilität. Von diesen Prozessen waren auch die Deutschen im östlichen Europa betroffen.
Die Auseinandersetzung mit dem Krieg und seinen Auswirkungen erfolgte insbesondere auch auf kulturellem Gebiet, in der Literatur, der Architektur, der bildenden Kunst, in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Tagung setzt einen Schwerpunkt auf die künstlerisch-kulturellen Entwicklungen und die strukturellen Veränderungen im wissenschaftspolitischen Bereich. Dabei sollen aktuelle Paradigmen wie transnationale Betrachtungsweisen, Gedächtnisgeschichte, die Rolle der Geschichtspolitik und der historischen Stereotypenforschung im Mittelpunkt stehen. Ein Akzent liegt auf den mittel- und langfristigen Auswirkungen der Nachkriegsordnung; es gilt, historische sowie kulturelle Kontinuitäten zu verdeutlichen, die teilweise bis in die Gegenwart fortwirken.

Programm:
Montag, 9. März 2009
13.00 UHR – ERÖFFNUNG DER TAGUNG
Matthias Weber: Eröffnung der Jubiläumstagung und thematische Einführung
MinDirig Michael Roik, BKM
Jerzy Ilkosz, Direktor des Architekturmuseums in Breslau/Muzeum Architektury we Wroclawiu; Beate Störtkuhl, BKGE: Eröffnung der Ausstellung 80 Jahre Werkbund-Ausstellung „Wohnung und Werkraum“ (WuWA) in Breslau/Wroclaw 1929 – 2009
14:00 UHR EMPFANG
15:00 UHR SEKTIONSSITZUNGEN
15:00 – 18:30 Uhr
SEKTION 1: IDENTITÄT UND ERINNERUNGSPOLITIK (I)
Moderation: Andreas Lawaty (Lüneburg)
Regina Hartmann (Szczecin/Stettin): Masuren im Fadenkreuz. Grenzlandliteratur nach dem Kriegsende
Marion Brandt (Gdansk/Danzig): Die Danziger Rundschau in der politischen Landschaft der Freien Stadt Danzig
Ryszard Kaczmarek (Katowice/Kattowitz): Kriegerdenkmale und Kriegssymbolik in Oberschlesien nach dem Ersten Weltkrieg – Erinnerungs- oder Nationalitätenpolitik in Polen und Deutschland?
Jürgen Joachimsthaler (Heidelberg): Literatur als Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln. Freikorps- und Abstimmungsliteratur
Brigitte Braun (Trier): „Brennende Grenzen“. Revisionspropaganda im deutschen Kino der 1920er Jahre

Dienstag, 10. März 2009
09:00 – 13:00 Uhr
SEKTION 1: IDENTITÄT UND ERINNERUNGSPOLITIK (II)
Moderation: Sabine Kyora (Oldenburg)
Anja Wilhelmi (Lüneburg): Kriegserfahrungen deutschbaltischer Frauen. Neue Entwürfe von nationaler und geschlechtlicher Identität
Malgorzata Omilanowska (Warszawa/Warschau, Gdansk/Danzig): Polen an der Ostsee. Die Konstruktion einer visuellen Staatsidentität in der Ostseeregion (1918–1939)
SEKTION 2: LOYALITÄT, SEGREGATION ODER AUTONOMIE? MINDERHEITEN IN DER NACHKRIEGSORDNUNG
Moderation: Wolfgang Kessler (Herne)
Jochen Oltmer (Osnabrück): Konstruktion privilegierter Migration. ‚Volksdeutscher fremder Staatsangehörigkeit‘ aus Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa in der Weimarer Republik
Pascal Trees (Warszawa/Warschau): Erzwungene Loyalität? Deutsche in der polnischen Armee seit 1918/1921
Wojciech Kunicki (Wroclaw/Breslau): Polnische Kulturpolitik in Ostoberschlesien
Jörg Osterloh (Frankfurt am Main): Rudolf Jung. Ideologischer Kopf der deutsch-böhmischen Nationalsozialisten
Michael Garleff (Oldenburg): Zwischen Loyalität und Verweigerung. Zur Autonomie der Deutschbalten in Estland und Lettland
15:00 – 18:30 Uhr
SEKTION 3: WISSENSCHAFT UND WISSENSCHAFTSPOLITIK
Moderation: Reinhard Johler (Tübingen)
Silke Göttsch-Elten (Kiel): Volkskundliche Forschungen und Minderheiten
Petr Lozoviuk (Dresden): Grenzlandvolkskunde und „volkscharakterologische“ Untersuchungen. Zu Emil Lehmanns Tätigkeit in Dresden
Róbert Keményfi (Debrecen/Debrezin): Publikationsstelle Wien – Außenstelle Budapest. Die Kartographie der Ungarndeutschen im Nationalsozialismus
Alena Janatková (Berlin): e Berufung von Karl Maria Swoboda an das Kunsthistorische Institut der Prager Deutschen Universität
Harald Lönnecker (Koblenz): Der „Grenzlandkampf“ deutscher Studenten in Königsberg, Danzig, Breslau, Prag, Brünn und Czernowitz
Konrad Köstlin (Wien): Volkskultur als Argument. Expeditionen zu den zerstreuten Deutschen

Mittwoch, 11. März 2009
09:00 – 13:00 Uhr
SEKTION 4: TRADITION UND MODERNE
Moderation: Michaela Marek (Leipzig)
Gertrude Cepl-Kaufmann (Düsseldorf): Der Krieg als Stimulans für literarische und künstlerische Denkbilder
Tomasz Majewski (Wroclaw/Breslau): Der Erste Weltkrieg und seine Folgen als Bühnenmotiv im deutschen Sprechtheater. Das Beispiel Breslau 1933–1944
Johanna Brade (Görlitz): Kriegserfahrung als bildkünstlerisches Thema. Max Wislicenus, Heinrich Tischler
Stefan Sienerth (München): Einfluss der sozial-politischen Ereignisse im Vor- und Nachfeld des Ersten Weltkriegs auf die siebenbürgisch-deutsche Literatur der Zwischenkriegszeit
Karolina Zimna-Kawecka (Torun/Thorn): Polonisierung der pommerschen Landschaft in Polen. Die Aufgaben des Denkmalschutzamtes und das Verhältnis der polnischen Gesellschaft zu den Erzeugnissen der deutschen Kultur in den Jahren 1920–1939
Mart Kalm (Tallinn/Reval): Expressionist Expression of a New Nation. Estonian Houses of Parliament
Abschlussdiskussion – Moderation: Matthias Weber (Oldenburg)

Beate Störtkuhl
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa Johann-Justus-Weg 147a
D-26127 Oldenburg
+49 441 9619514
+49 441 9619533
 stoertk@uni-oldenburg.de
Homepage
< www.bkge.de>

URL zur Zitation dieses Beitrages
< http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=10901>

 

 

Schlesien als Anliegen einer deutsch-polnischen Regionalgeschichte (27.11.2009-29.11.2009)

Veranstalter: Historische Kommission für Schlesien
Veranstaltungsort: Schlesisches Museum zu Görlitz
Ansprechpartner: Prof. Dr. Joachim Bahlcke, Universität Stuttgart Prof. Dr. Thomas Wünsch, Universität Passau
Deadline: 30.12.2008

Ziel der internationalen Nachwuchstagung ist es, allen mit der deutsch-polnischen Regionalgeschichte befassten jüngeren Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen ein Forum der Präsentation und Diskussion zu bieten. Erwünscht sind Forschungsprojekte zur schlesischen Geschichte, aber auch zu übergreifenden Aspekten einer deutsch-polnischen Regionalgeschichte und zu vergleichenden Fragestellungen. Doktoranden sind genauso angesprochen wie Habilitanden oder mit einer sonstigen Forschungsarbeit befasste Wissenschaftler. Sie haben die Möglichkeit, ihre Forschung vor einem fachkundigen Publikum zu präsentieren, woran sich eine Diskussion anschließen wird. Die Sprache der Präsentation ist in der Regel deutsch.
Im Sinne einer „Jungen Akademie“ gibt es bei den Themen keine zeitlichen und methodischen Einschränkungen. Bedingung ist ein historischer Ansatz, der in wesentlichen Teilen der Arbeit gegeben sein muß. Neben den rein geschichtswissenschaftlichen Themen sind deshalb auch kunsthistorische, sprach- und dialektgeschichtliche, historisch-volkskundliche bzw. ethnologische sowie kirchen- und religionsgeschichtliche Fragestellungen willkommen. Der zeitliche Fokus der Veranstaltung reicht vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
Zur Bewerbung aufgefordert sind Wissenschaftler aus Deutschland, dazu aus Polen, Tschechien und darüber hinaus. Unter den Meldungen wird von den Organisatoren aus Gründen der Kapazität eine Auswahl der Einzuladenden getroffen. Zuschüsse für Reise- und Übernachtungskosten der Referenten können auf Antrag gewährt werden.
Um die Verständigung innerhalb der Nachwuchsgruppe und mit den Mitgliedern der Historischen Kommission zu erleichtern, ist jeder Teilnehmer aufgefordert, ein Exposé im Umfang von max. 5 Seiten Länge anzufertigen, das während der Tagung in der gehörigen Anzahl kopiert ausliegen wird. Es enthält die wesentlichen Aussagen zum Forschungsprojekt, dazu möglicherweise Quellenausschnitte, Karten, Abbildungen, Tabellen, bibliographische Angaben etc.
Bewerbungsschluß ist Ende Dezember 2008; eine definitive Zusage über die Auswahl der Referenten erfolgt bis Ende Februar 2009.

Bewerbungen ab sofort und mit Vorlage des Exposés bitte in schriftlicher Form an eine der beiden folgenden Adressen:
- Prof. Dr. Joachim Bahlcke, Universität Stuttgart, Historisches Institut, Abteilung Geschichte der Frühen Neuzeit, Keplerstr. 17, D-70174 Stuttgart, E-Mail: < joachim.bahlcke(at)po.hi.uni-stuttgart.de>
- Prof. Dr. Thomas Wünsch, Universität Passau, Philosophische Fakultät, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Osteuropas und seiner Kulturen, D-94030 Passau, E-Mail: < thomas.wuensch(at)uni-passau.de>

Prof. Dr. Thomas Wünsch
Universität Passau
E-Mail: < thomas.wuensch(at)uni-passau.de>
Homepage der Historischen Kommission für Schlesien < http://www.hiko-schlesien.de>

URL zur Zitation dieses Beitrages
< http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=10012>

 

 

2. Kulturtagung Hussinetz/Strehlen (Gesiniec/Strzelin) (09.2010)

Hiermit lade ich Sie/Euch und Ihre/Eure Verwandten sowie interessierte Bekannte herzlich ein zur 2. Kulturtagung Hussinetz/Strehlen (Gesiniec/Strzelin).
Die (viertägige) Kulturtagung wird im September 2010 in Ostböhmen, Region Königsgrätz/Hradec Kralove, stattfinden. Dies ist das Land der Väter derer, die einst Hussinetz und die anderen böhmischen Dörfer bei Strehlen/Strzelin im heutigen Polen gegründet haben.
Geplant sind wieder ein wissenschaftliches Seminar, Begegnungen sowie Busexkursionen zu berühmten Stätten, die hussitische Geschichte geschrieben haben.
Inhaltlicher Schwerpunkt des 2. Seminars (zwei Tage, Tagungsort Königsgrätz/Hradec Kralove oder Schloss Opotschno) unter dem Motto Religion und Krieg im Zeichen des Kelchs sollen kirchliche und kriegerische Ereignisse sein, die in enger Beziehung zum Phänomen der hussitischen Emigration stehen, beginnend bei Jan Hus.
Exkursionen sind an zwei weiteren Tagen vorgesehen. Ein erster Tag soll den Teilnehmern vormittags Gelegenheit geben, das darauf vorbereitete (!) tschechische Archiv Zamrsk aufzusuchen. Nachmittags werden mehrere (von den Teilnehmern ausgewählte!) Heimatorte der damaligen Emigranten besucht, um dort gegebenenfalls (möglichst ebenfalls vorbereitet!) mit Nachkommen von deren Verwandten Kontakt aufzunehmen sowie auf Friedhöfen nach eigenen Verwandtennamen Ausschau zu halten. Vielleicht gelingt es zudem, den Bürgermeister von Vsestary zu gewinnen, dass er ein kulturelles Treffen mit organisiert, zu dem man jene Nachkommen aus der ganzen Region einlädt. Dann könnte man sich viele persönliche Kontakte vorstellen. Auf jeden Fall findet am Abend ein ökumenischer Gottesdienst in der (katholischen) Kirche von Sveti statt.
Am zweiten Exkursionstag steht auf dem Programm eine Rundreise zu markanten, historisch relevanten und kunsthistorisch interessanten Orten - z.B. Altstadt von Königsgrätz (orebitisches Zentrum während der Hussiten-Kriege im 15. Jhd.; Winterlager von Friedrich dem Großen und Hauptstadt der Exulanten, die im 18. Jhd. Hussinetz gründeten; Schlacht bei Königsgrätz 1866, die eigentlich Schlacht bei Sveti heißen müsste), Schloss Opotschno (wunderschöner Sitz der im 18. Jhd. erzkatholischen, extrem hussitenfeindlichen Herrschaft), Festung Josefstadt (gebaut gegen Friedrich II.), Krippenmuseum in Trebechovice (Berg Oreb der Hussiten!) - und dann auf jeden Fall an die zahlreichen Erinnerungsstätten der Schlacht von 1866.
Bei dieser Gelegenheit wird ein Hussinetzer Erinnerungsstein aus Strehlener Granit im Friedhof zu Sveti aufgestellt, denn es sind nachweislich Hussinetzer  Emigranten-Nachkommen hier für Preußen und die deutsche Nation in der Schlacht gestorben.
Um mit konkreten Vorbereitungen so zeitig wie möglich und motiviert zu beginnen, wäre ich für Interessebekundungen sehr dankbar

Dr. Hans-Dieter Langer
Talstr. 53
09577 Niederwiesa
Tel. 03726/721826
E-Mail:  langer(at)drhdl.de
Hinweis: In  www.drhdl.de finden sich Informationen zur 1. Kulturtagung 2008 Hussinetz/Strehlen (Gesiniec/Strzelin).