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Polen und seine Nachbarn, 1919 bis 2009. Interdisziplinäre Sommerschule des Deutschen Polen-Instituts 2009 (04.09.-13.09.2009)

Seit Polen im November 1918 die Unabhängigkeit wiedergewann, war es durch die dauernde Veränderung äußerer Umstände gezwungen, seinen Platz in Europa immer wieder neu zu bestimmen. Die vielfach komplexen Nachbarschaftsverhältnisse prägen die polnische Politik bis heute. Sie wirkten und wirken sich auf die Gesellschaft, die Kultur und die Kulturlandschaft, auf Wirtschaft und Kommunikationsströme aus.
Die zweite Interdisziplinäre Sommerschule des Deutschen Polen-Instituts widmet sich der vielschichtigen Geschichte und Gegenwart der Beziehungen Polens zu seinen zahlreichen Nachbarn. 20 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der unterschiedlichsten Disziplinen sollen die Möglichkeit haben, gemeinsam mit ausgewiesenen Fachleuten in einer offenen Atmosphäre voneinander zu lernen und miteinander zu diskutieren. Die Sommerschule beginnt in Darmstadt. Eine Reise nach Görlitz führt direkt in Polens Nachbarschaft.
In Görlitz stehen unter anderem Gespräche und Exkursionen (auch nach Polen) auf dem Programm. Eingeladen sind Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen (fortgeschrittene Studierende, Doktorandinnen und Doktoranden, Postdocs), die sich vom Thema „Polen und seine Nachbarn, 1919 bis 2009“ angesprochen fühlen.

Zeitplan:
Fr., 4.9. Anreise nach Darmstadt
Sa., 5.9. Thementag 1: Geschichte bis 1989 (Prof. Claudia Kraft) + 4 Projektpräsentationen
So., 6.9. Stadtrundgang, Bibliotheksarbeit + 4 Projektpräsentationen
Mo., 7.9. Thementag 2: Geographie (Prof. Tomasz Komornicki, angefragt) + 4 Projektpräsentationen
Di., 8.9. Fahrt nach Görlitz, unterwegs Dresden: Gespräche mit der Landesregierung
Mi., 9.9. Görlitz: Stadtrundgang, Gespräche
Do., 10.9. Thementag 3: Kultur (Prof. Wolfgang Schlott) + 4 Projektpräsentationen
Fr., 11.9. Exkursion nach Breslau
Sa., 12.9. Thementag 4: Politik (Prof. Adam Rotfeld, angefragt) + 4 Projektpräsentationen
So., 13.9. Gemeinsames Frühstück, Abreise

Die Sommerschule wird gefördert von der  ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der  Deutschen Bank AG.

Bewerbung bis zum 31. April 2009
Bewerbungsformular und weitere Informationen unter  www.sommerschule-polen.de

Deutsches Polen-Institut
Manfred Mack
Alexandraweg 28
64287 Darmstadt
Tel. 0-6151-4985-12
Fax 0-6151-4985-10
E-Mail:  mack(at)dpi-da.de
 www.deutsches-polen-institut.de



Vereine, Verbände, Brüderschaften in ihrer Bedeutung für Schlesien - gestern, heute und morgen (21.09.-26.09.2009)

Auch in diesem Jahre wird vom 21. bis zum 26. September auf Schloss Kamień Śląski / Groß Stein in Oberschlesien unser alljährliches Schlesienseminar stattfinden. Das Thema lautet in diesem Jahr: "Vereine, Verbände, Brüderschaften in ihrer Bedeutung für Schlesien - gestern, heute und morgen".
Schwerpunktmäßig sollen das 19. und 20. Jahrhundert betrachtet werden, ein weiterer Rückblick ist themenabhängig aber nicht ausgeschlossen.
Zu den Organisatoren gehören wie im letzten Jahr u. a. das Haus für deutsch-polnische Zusammenarbeit in Gleiwitz/Oppeln (HDPZ), die Diözese Oppeln, die deutsche Minderheit in Polen (VDG) und der Verein zur Pflege Schlesischer Kunst und Kultur (VSK). Seminarsprachen werden wie immer Polnisch und Deutsch sein.
Wir laden alle herzlich dazu ein, bei der Zusammenstellung der Referatsthemen mitzuwirken. Dabei möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass sich das Seminar auf ganz Schlesien und nicht nur auf Oberschlesien bezieht. Wer also Themenvorschläge hat, selbst mit einem Referat mitwirken oder Referenten empfehlen will, wendet sich bitte an meine unten aufgeführte Adresse in Polen.   
Wir wollen die Jugend in unsere Seminararbeit eng einbeziehen. Ihr soll nicht nur thematisch ein besonderer Tag gewidmet werden, sie ist auch an den übrigen Thementagen zur Mitwirkung eingeladen. Wir möchten Sie daher besonders darum bitten, unsere Anfrage an entsprechende Jugendvereinigungen und alle Interessierten in Deutschland und Polen weiterzuleiten bzw. uns deren Anschriften zukommen zulassen, um sie zur Mitarbeit einzuladen.

Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gerhard Schiller
(Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des VSK)
ul. Chabrów 14/19
PL 45-221 Opole
Tel. 0048/77/4580083
 gerhardschiller(at)web.de

 

2. Kulturtagung Hussinetz/Strehlen (Gesiniec/Strzelin) (09.2010)

Hiermit lade ich Sie/Euch und Ihre/Eure Verwandten sowie interessierte Bekannte herzlich ein zur 2. Kulturtagung Hussinetz/Strehlen (Gesiniec/Strzelin).
Die (viertägige) Kulturtagung wird im September 2010 in Ostböhmen, Region Königsgrätz/Hradec Kralove, stattfinden. Dies ist das Land der Väter derer, die einst Hussinetz und die anderen böhmischen Dörfer bei Strehlen/Strzelin im heutigen Polen gegründet haben.
Geplant sind wieder ein wissenschaftliches Seminar, Begegnungen sowie Busexkursionen zu berühmten Stätten, die hussitische Geschichte geschrieben haben.
Inhaltlicher Schwerpunkt des 2. Seminars (zwei Tage, Tagungsort Königsgrätz/Hradec Kralove oder Schloss Opotschno) unter dem Motto Religion und Krieg im Zeichen des Kelchs sollen kirchliche und kriegerische Ereignisse sein, die in enger Beziehung zum Phänomen der hussitischen Emigration stehen, beginnend bei Jan Hus.
Exkursionen sind an zwei weiteren Tagen vorgesehen. Ein erster Tag soll den Teilnehmern vormittags Gelegenheit geben, das darauf vorbereitete (!) tschechische Archiv Zamrsk aufzusuchen. Nachmittags werden mehrere (von den Teilnehmern ausgewählte!) Heimatorte der damaligen Emigranten besucht, um dort gegebenenfalls (möglichst ebenfalls vorbereitet!) mit Nachkommen von deren Verwandten Kontakt aufzunehmen sowie auf Friedhöfen nach eigenen Verwandtennamen Ausschau zu halten. Vielleicht gelingt es zudem, den Bürgermeister von Vsestary zu gewinnen, dass er ein kulturelles Treffen mit organisiert, zu dem man jene Nachkommen aus der ganzen Region einlädt. Dann könnte man sich viele persönliche Kontakte vorstellen. Auf jeden Fall findet am Abend ein ökumenischer Gottesdienst in der (katholischen) Kirche von Sveti statt.
Am zweiten Exkursionstag steht auf dem Programm eine Rundreise zu markanten, historisch relevanten und kunsthistorisch interessanten Orten - z.B. Altstadt von Königsgrätz (orebitisches Zentrum während der Hussiten-Kriege im 15. Jhd.; Winterlager von Friedrich dem Großen und Hauptstadt der Exulanten, die im 18. Jhd. Hussinetz gründeten; Schlacht bei Königsgrätz 1866, die eigentlich Schlacht bei Sveti heißen müsste), Schloss Opotschno (wunderschöner Sitz der im 18. Jhd. erzkatholischen, extrem hussitenfeindlichen Herrschaft), Festung Josefstadt (gebaut gegen Friedrich II.), Krippenmuseum in Trebechovice (Berg Oreb der Hussiten!) - und dann auf jeden Fall an die zahlreichen Erinnerungsstätten der Schlacht von 1866.
Bei dieser Gelegenheit wird ein Hussinetzer Erinnerungsstein aus Strehlener Granit im Friedhof zu Sveti aufgestellt, denn es sind nachweislich Hussinetzer  Emigranten-Nachkommen hier für Preußen und die deutsche Nation in der Schlacht gestorben.
Um mit konkreten Vorbereitungen so zeitig wie möglich und motiviert zu beginnen, wäre ich für Interessebekundungen sehr dankbar

Dr. Hans-Dieter Langer
Talstr. 53
09577 Niederwiesa
Tel. 03726/721826
E-Mail:  langer(at)drhdl.de
Hinweis: In  www.drhdl.de finden sich Informationen zur 1. Kulturtagung 2008 Hussinetz/Strehlen (Gesiniec/Strzelin).