Seiten in anderer Sprache:

Druckansicht aufrufen:

Suchbegriff eingeben:

Hauptnavigation:

Unternavigation:

 

Rocznik Bolesławiecki 1 (2008) erschienen.

Ein beachtliches Beispiel für das wachsende bürgerschaftliche Engagement für die Belange der Städte und Gemeinden in Polen bietet die Stadt Bolesławiec / Bunzlau. Das dortige Muzeum Ceramiki hat mit finanzieller Unterstützung der Stadt und des Vereins „Ziemia Bolesławiecka“ den ersten Jahrgang des Rocznik Bolesławiecki („Bunzlauer Jahrbuch“) vorgelegt. Herausgegeben wurde der 124 Seiten starke A4-Band von Edmund Maliński, Anna Bober-Tubaj und Grzegorz Matoryn. In dem Band finden sich Artikel von Zdzisław Abramowicz, Zygmunt Brusiło, Urszula Frąszczak-Matyjewicz, Agnieszka Gergont, Krystyna Juszkiewicz, Halina Majewska, Edmund Maliński, Danuta Maślicka, Jacek Nesler, Tadeusz Orawiec, Anna Puk, Joanna Sawicka, Maria Sobolska, Józef Witas und Katarzyna Żak.  Die Artikel behandeln die neueste Geschichte der Stadt und verschiedene Aspekte des sozialen und wirtschaftlichen Lebens in Bolesławiec / Bunzlau. Dazu kommen Interviews mit Künstlern und Literaten aus der Stadt: Iwona Banach, Stanisław Borowski, Krystyna Gay-Kutschenreiter, Ryszard Adam Gruchawka und Bronisław Wolanin. Das Jahrbuch enthält auch einen Chronik-Teil, der die wichtigsten lokalen Ereignisse des Jahres 2008 dokumentiert, teilweise auch mit Fotos. Das Jahrbuch ist im Muzeum Ceramiki, im Punkt Informacji Turystycznej i Kulturalnej und in den Buchhandlungen der Stadt zu erwerben.

Die Redaktion freut sich über Angebote für Beiträge zum 2. Jahrgang

Kontakt über: Muzeum Ceramiki, ul. Kutuzowa 14, Tel. + 48 75 644 22 00, Email:  redakcja(at)rocznik.boleslawiec.pl.
Nähere Informationen:  www.rocznik.boleslawiec.pl

 

 

Sibyllen für schlesische Museen
Mehrere polnische Museen in Schlesien haben bei einem bedeutenden landesweiten Wettbewerb Preise gewonnen

Zum 29. Mal wurde heuer der Wettbewerb um das Museumsereignis des Jahres veranstaltet. Die Preise wurden im Rahmen des Internationalen Tages der Museen am 18. Mai bei einer festlichen Gala im Großen Saal des Warschauer Königsschlosses durch den Minister für Kultur und Nationales Erbe, Bogdan Zdrojewski, überreicht. Die seit 1983 verliehenen „Sibyllen“ sind die begehrteste Auszeichnung im polnischen Museumswesen. Damit werden die interessantesten Initiativen aus allen bereichen der musealen Tätigkeit ausgezeichnet. Auf diese Weise wird die Arbeit der Menschen gewürdigt, die in den Museen Neues planen, gestalten und umsetzten; zugleich sollen diese Errungenschaften einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Der Name des Preises knüpft nicht direkt an die Seherinnen der Antike an, sondern mehr an den Sibyllentempel in Puławy, wo die Fürstin Izabela Czaroryska im 19. Jahrhundert das erste polnische Museum schuf.
Die Preise wurden in zehn Kategorien vergeben. 195 Vorschläge waren eingereicht worden. Einen ersten Preis in der Sparte „Wissenschaftliche Tätigkeit“ erhielt das Muzeum Narodowe (Nationalmuseum) in Wrocław / Breslau für die dreibändige Publikation „Ikonografia Wrocławia“ („Die Ikonographie Breslaus“), die das Erscheinungsbild der schlesischen Metropole in der Graphik, auf Zeichnungen, Aquarellen, Ölbildern, Dioramen, Münzen, Medaillen und Kunsthandwerk und nicht zuletzt auf Postkarten dokumentiert. In der Kategorie Veröffentlichungen wurde das Muzeum Ceramiki (Keramikmuseum) in Bolesławiec / Bunzlau für den Katalog „Vom Handwerk zur Kunst. Bunzlauer Keramik aus dem Hause Reinhold“ ebenfalls mit einem ersten Preis bedacht. Die Publikation war in Zusammenarbeit mit dem Schlesischen Museum zu Görlitz entstanden, wo die Ausstellung derzeit zu sehen ist; der Katalog ist zweisprachig. Den zweiten Preis in dieser Kategorie erhielt das Breslauer Muzeum Narodowe für die Rückschau auf die Geschichte des eigenen Hauses seit der Eröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Publikation ist unter dem Titel „Muzeum Narodowe we Wrocławiu 1947-2007“ erschienen. In der Kategorie „Naturkundliche, technische und medizinische Ausstellungen“ erhielt das Muzeum Papiernictwa (Museum für Papiermacherei) in Duszniki Zdrój / Bad Reinerz für die Ausstellung „Druckschmucktechniken für Papier und Stoff“. Eine Auszeichnung in derselben Kategorie ging an das Muzeum Wsi Opolskiej (Dorfmuseum des Oppelner Landes) in Opole / Oppeln für die Ausstellung „Die Dächer in Dörfern des Oppelner Landes“. Das Bad Reinerzer Museum erhielt ferner eine Auszeichnung in der Kategorie „Management und Betriebsführung“ für den gelungenen Umbau des Museums. Dabei war unter anderem der Dachboden des Hauses zu einem Ausstellungs- und Veranstaltungsraum ausgebaut und das Museum behindertengerecht gestaltet worden.

Maximilian Eiden