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Dieser Teil des SILESIA-NEWSLETTERS wird in Zusammenarbeit mit der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften erstellt.

Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften
Neißstr. 30
02826 Görlitz
Bestandsübersicht:  http://webopac2.goerlitz.de/

 

Krystyna Tyszkowska (red.)
Skąd my tu? Wspomnienia repatriantów
Wrocław 2008
Oficyna Wydawnicza Atut
322 pp.
ISBN 978-83-7432-272-0

Verlagstext:

Teksty składające się na książkę są częścią plonu, jaki przyniósł konkurs na wspomnienie o repatriacji ogłoszony w 1991 roku przez Fundację „Krzyżowa” dla Porozumienia Europejskiego pod patronatem Uniwersytetu Wrocławskiego, Biblioteki Zakładu Narodowego im. Ossolińskich, Polskiego Towarzystwa Ludoznawczego i Wrocławskiego Towarzystwa Miłośników Historii. Wspomnienia repatriantów, choć obfitujące w opisy sytuacji nader dramatycznych, wolne są od agresywnych uogólnień, niewolne jednak od ocen. To cecha godna podkreślenia, gdy się zważy, że doświadczenia ludności dawnych Kresów Wschodnich z wyjątkową trafnością potwierdzały prawdę, że wojna budzi w ludziach wszelkiego rodzaju upiory: nacjonalizm, bratobójstwo, nienawiść, chciwość.

Der Titel des von Krystyna Tyszkowska herausgegebenen Bandes kann übersetzt werden mit „Woher sind wir hierhergekommen?“ Das Buch versammelt persönliche Erinnerungen von Menschen, die  nach dem Zweiten Weltkrieg das einst polnische Ostgalizien verlassen mussten und in Niederschlesien landeten. Die Texte sind ausgewählte Beiträge zu einem Wettbewerb, den die Kreisau-Stiftung für Europäische Verständigung unter der Schirmherrschaft der Universität Breslau, der Bibliothek des Ossolineums, der Polnischen Gesellschaft für Volkskunde und des Breslauer Historischen Vereins veranstaltet hat.

Aus der deutschen Zusammenfassung im Buch:

„In Ostgalizien fielen 1939 in Folge des Geheimen Zusatzprotokolls des Hitler-Stalin-Paktes sowjetische Truppen ein, 1941 wurde es von Deutschen besetzt, um 1944 wieder von der Roten Armee eingenommen zu werden. Im Ergebnis des Krieges mussten die polnischen Bewohner Ostgaliziens ihre Heimat verlassen und wurden in den neuen westpolnischen Gebieten angesiedelt, wo wiederum die deutsche Bevölkerung entweder schon geflüchtet war oder später zwangsweise ausgesiedelt wurde. Der Vertreibung der Polen aus Ostgalizien gingen der ethnisch-nationale Kampf der Ukrainischen Aufstandsarmee gegen die polnische Zivilbevölkerung sowie der politisch-ideologische Kampf der sowjetischen Besatzer gegen die polnische Intelligenz voraus. Letzterer äußerte sich in Verhaftungen und Verschleppungen nach Sibirien, ersterer in bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um jedes einzelne Dorf.

In der offiziellen polnisch-kommunistischen Sprache wurde die Zwangsaussiedlung der Polen aus den neu eingesetzten sowjetischen Republiken Ukraine, Belarus und Litauen ‚Repatriierung‘ genannt, um zu suggerieren, dass die Polen in ihre urpolnischen Siedlungsgebiete zurückkehrten. In der Konsequenz dieser ideologisch geprägten Sprache nannte man die vormals deutschen Gebiete Schlesien, Pommern und Ostpreußen ‚Wiedergewonnene Gebiete‘. In seiner historischen Einführung geht Marek Czapliński ausführlich auf diese Zusammenhänge ein.

[...] Tatsächlich liefern die [...] Beiträge interessante Einblicke in das Leben vor und während der Besatzungszeit, das Zusammenleben von Ukrainern, Juden und Polen vor und nach 1939, die Hoffnung auf Frieden bei Kriegsende, die sich verwandelt in das Trauma des Verlassens der angestammten Heimat. Es folgt die Fahrt ins Ungewisse, in Güterwaggons unter unmenschlichen Bedingungen und in existentieller Not. Schließlich die Ankunft in der Fremde, das verordnete Zusammenleben von Deutschen und Polen bis zur endgültigen Aussiedlung der deutschen Bewohner 1947.

Die Veranstalter des Wettbewerbs hatten von Beginn an die Absicht, ausgewählte Arbeiten zu publizieren. Der vorliegende Band ist die späte Umsetzung dieses Vorhabens, allerdings mit bestimmten Einschränkungen: beabsichtigt war die Gegenüberstellung deutscher und polnischer Schicksale in einem Buch sowie die Übersetzung der Erinnerungen des jeweils anderen in die Sprache des Nachbarn. In den zwei Fällen der Erinnerungen von Ruth Funk und Ingeborg Gräfin von Pfeil ist es gelungen, deutsche Erfahrungen in polnischer Übersetzung beizufügen. Die Übersetzung der polnischen Erinnerungen ins Deutsche bleibt ein Desiderat."

Alle, die dazu beitragen möchten, können eine zweckbestimmte Spende an die Kreisau-Initiative Berlin e.V. richten.  (Information:  www.kreisau.de)

 

Rocznik Bolesławiecki 1 (2008) erschienen.

Ein beachtliches Beispiel für das wachsende bürgerschaftliche Engagement für die Belange der Städte und Gemeinden in Polen bietet die Stadt Bolesławiec / Bunzlau. Das dortige Muzeum Ceramiki hat mit finanzieller Unterstützung der Stadt und des Vereins „Ziemia Bolesławiecka“ den ersten Jahrgang des Rocznik Bolesławiecki („Bunzlauer Jahrbuch“) vorgelegt. Herausgegeben wurde der 124 Seiten starke A4-Band von Edmund Maliński, Anna Bober-Tubaj und Grzegorz Matoryn. In dem Band finden sich Artikel von Zdzisław Abramowicz, Zygmunt Brusiło, Urszula Frąszczak-Matyjewicz, Agnieszka Gergont, Krystyna Juszkiewicz, Halina Majewska, Edmund Maliński, Danuta Maślicka, Jacek Nesler, Tadeusz Orawiec, Anna Puk, Joanna Sawicka, Maria Sobolska, Józef Witas und Katarzyna Żak.  Die Artikel behandeln die neueste Geschichte der Stadt und verschiedene Aspekte des sozialen und wirtschaftlichen Lebens in Bolesławiec / Bunzlau. Dazu kommen Interviews mit Künstlern und Literaten aus der Stadt: Iwona Banach, Stanisław Borowski, Krystyna Gay-Kutschenreiter, Ryszard Adam Gruchawka und Bronisław Wolanin. Das Jahrbuch enthält auch einen Chronik-Teil, der die wichtigsten lokalen Ereignisse des Jahres 2008 dokumentiert, teilweise auch mit Fotos. Das Jahrbuch ist im Muzeum Ceramiki, im Punkt Informacji Turystycznej i Kulturalnej und in den Buchhandlungen der Stadt zu erwerben.

Die Redaktion freut sich über Angebote für Beiträge zum 2. Jahrgang

Kontakt über: Muzeum Ceramiki, ul. Kutuzowa 14, Tel. + 48 75 644 22 00, Email:  redakcja(at)rocznik.boleslawiec.pl.
Nähere Informationen:  www.rocznik.boleslawiec.pl

 

 

 

Das 6. Heft der Monatszeitschrift „ODRA”  bietet folgende Artikel:

rozmowa DZIŚ PRAWDZIWYCH WIZJONERÓW JUŻ NIE MA Z Elżbietą Stadtmüller rozmawia Stanisław Lejda
Klaus Bachmann: UKRYTA SIŁA POTENCJALNYCH KOALICJI – CZYLI JAK MIERZYĆ SKUTECZNOŚĆ EUROPOSŁÓW
Jeremi Sadowski: AMERYKAŃSKA TECZKA ,,KUZYNKA DIABŁA”, CZYLI JÓZEF RETINGER W DRODZE DO ZJEDNOCZONEJ EUROPY
Robert Kaczmarek: USTROJE I CHIMERY
Krzysztof Uściński: POLSKA – KRAJ LUDZI SZCZĘŚLIWYCH?
rozmowa MIĘDZY ŚCISŁOŚCIĄ A METAFORĄ Z Romanem Dudą rozmawia Damian Leszczyński
Yang Lian: WIERSZE
Anna Trzeciakowska: INDIE
Emilia Sułek: ETNOGRAF NA WSCHÓD OD CZASU
Joanna Roszak: PRAWDZIWE WIERSZE
Li-Young Lee: WIERSZE
MISTRZOWIE I DZIECI
Jan Tomkowski: SNY, ZAMKI, PAŁACE
Pietro Citati: PIOTRUŚ PAN, SYN ALICJI
Krystyna Czerni: NAŁÓG KORESPONDENCJI
KORESPONDENCJA TADEUSZA RÓŻEWICZA I JERZEGO NOWOSIELSKIEGO Z LAT 1969–1970
Jacek Łukasiewicz: TEKA
Bogusława Latawiec: WIERSZE
Michał Klubiński: NATURA PODWÓJNIE UCZŁOWIECZONA
Marcin Adamczak: CASTING NA BOHATERÓW
Wojciech Bonowicz: MISTYK NA DNIE STUDNI
Jacek Łukasiewicz: DYSTANSE
Jacek Sieradzki : CAŁY TEN ROZBIEG
Monika Pasiecznik: MOŻLIWOŚCI MUZYKI SĄ GENIALNE
Mariusz Urbanek: KRÓTKI PRZEGLĄD 20 LAT WOLNOŚCI
Piotr Kajewski: RADOŚĆ PARODII?
Mirosław Ratajczak: NA WŁASNYCH WARUNKACH
Urszula Kozioł: Z POCZEKALNI
Mieczysław Orski: NOWE STANY REALIZMU
Magdalena Wołowicz: SEKS W NIEWIELKIM MIEŚCIE
Izabela Patyk: WŁASNA FORMUŁA SZCZĘŚCIA
Marta Mizuro: SYNOWIE WYRODNI
Zbigniew Burdelak: DEMOKRACJA JAK MY SAMI
W OFICYNIE
POCZTÓWKI LITERACKIE KAROLA MALISZEWSKIEGO
SYGNAŁY
WERNISAŻE
INFORMACJE, KOMENTARZE
8 ARKUSZ ODRY

 

Endlich auch im Buchhandel: Die zweite, erweiterte Auflage des Handbuches "Geschichte verstehen - Zukunft gestalten" über die deutsch-polnischen Beziehungen zwischen 1933 und 1949 wird ab 27. Juli 2009 ausgeliefert und im Buchhandel sowie direkt beim Neisse-Verlag (Dresden) erhältlich sein.

Das von Kinga Hartmann herausgegebene deutsch-polnische Geschichtsbuch war im Rahmen eines Interreg-Projektes in der ersten Auflage allein für den Schulgebrauch in Sachsen erhältlich. Eine in Inhalt und Form identische Parallelausgabe erschien im Breslauer Wissenschaftsverlag GAJT in polnischer Sprache für den Schulgebrauch in Niederschlesien. Somit wurde erstmals in der Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen ein gemeinsames Geschichts-Lehrbuch für Schüler in beiden Ländern publiziert. Diese Initiative erlebte sowohl in Deutschland als auch in Polen ein vielfältiges Medienecho und das Interesse eines über die Schulen weit hinausreichenden, breiten Leserkreises.

Das reich illustrierte und mit zahlreichen Quellentexten versehene Buch enthält Beiträge von Malgorzata Ruchniewicz, Krzysztof Ruchniewicz, Tobias Weger und Kazimierz Woycicki.
Kartoniert, 344 S. m. zahlr. Ill. u. Karten, ISBN 978-3-940310-44-6 / EUR 24,80
 www.neisseverlag.de

 

Thomas Maruck hat die erste umfassende Monographie über eine von Europas ältesten Gaststätten und gewiss die berühmteste Schlesiens geschrieben. Der Schweidnitzer Keller im Breslauer Rathaus hat sieben Jahrhunderte lang die durstigen und geselligen Größen europäischer Kulturgeschichte bewirtet und vielfältige Begebenheiten Breslauer und schlesischer Historie erlebt. Thomas Maruck weiß davon kenntnisreich und unterhaltsam zu erzählen. Mit zahlreichen Illustrationen versehen, ist ein handliches Buch entstanden für alle, die daheim Sehnsucht nach Breslau haben oder in der Metropole an der Oder rund um das Rathaus auf Entdeckungsreise gehen möchten.

Thomas Maruck: Der Schweidnitzer Keller. Bergstadtverlag, Freiburg 2009, Pappband, 144 S. m. zahlr. Abb. / EUR 14,90

Titelbild: Schlesier in der DDR 

Michael Parak (Hrsg.)
Schlesier in der DDR. Berichte von Flüchtlingen, Vertriebenen und Umsiedlern
Görlitz: Schlesisches Museum 2009
137 S., ISBN 978-3-00-027299-8
8,00 EUR