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Regionale Identität in Oberschlesien
Vortrag von Dawid Smolorz, Gleiwitz/Gliwice
28.10.2009, 19 Uhr, Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam)

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Umbruch 1989–1991 zwischen Zentrum und Peripherie Potsdam 2009 – Forum Neuer Markt« / Eine gemeinsame Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, dem Filmmuseum Potsdam und der Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg

Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde die jahrzehntelange Teilung Europas aufgehoben – ein weltgeschichtliches Ereignis, zu dessen weitreichenden Folgen auch die Re-Regionalisierung vieler alter Kulturlandschaften gehört. Mit seiner Veranstaltungsreihe »Das Regionale als Alternative — 1989 als kulturelle Wende« will das Deutsche Kulturforum östliches Europa dabei auf jene Regionen aufmerksam machen, die historische oder aktuelle Bezüge zu deutscher Geschichte und Kultur haben. Dazu beteiligt es sich mit eigenen Beiträgen an Foren und bietet Veranstaltungen zu bestimmten Aspekten dieses Gegenstands an.

Dawid Smolorz (Gliwice/Gleiwitz) engagiert sich in seiner oberschlesischen Heimat für die Auseinandersetzung mit der komplexen Geschichte Oberschlesiens. Für das Haus der Deutsch-polnischen Zusammenarbeit in Gleiwitz hat er verschiedene Ausstellungen zu regionalgeschichtlichen Themen erstellt. Darüber hinaus ist er journalistisch tätig und interessiert sich für das Thema der nationalen Minderheiten in Mitteleuropa. Einen weiteren Schwerpunkt seines Interesses bildet dabei die Problematik der Siebenbürger Sachsen. Im Haus der Brandenburgisch Preußischen Geschichte wird er über die seit 1989/91 verstärkt gepflegte regionale Identität der Oberschlesier berichten.

Weitere Informationen:
Thomas Schulz
T. 0331/20098-44
E-Mail:  schulz(at)kulturforum.info

Deutsches Kulturforum östliches Europa, Am Neuen Markt 1, 14467 Potsdam, Tel. +49 (0)331 20098-0, Fax  +49 (0)331 20098-50
 deutsches(at)kulturforum.info
 www.kulturforum.info

Regionalgeschichtliches Kolleg im Schlesischen Museum zu Görlitz

Eine Veranstaltung des Schlesischen Museums zu Görlitz und der Sammlungen für Geschichte und Kultur der Stadt Görlitz in Verbindung mit dem Studium Fundamentale an der Hochschule Görlitz-Zittau. Die Vorlesungreihe widmet sich im Wintersemester dem Thema "Zeitenwenden. Epochen und Perioden in der Geschichte Schlesiens und der Oberlausitz". Jeden Mittwoch um 16 Uhr beleuchten Wissenschaftler die Regionalgeschichte im Licht solcher Schwellen und Phasen.

Die Vortragsankündigungen finden sich unter
 www.schlesisches-museum.de/Regionalgeschichtliches.3467.0.html

Der Kulturreferent wird in diesem Rahmen am 11. November einen Vortrag halten.

Eine herzogliche Epoche Schlesiens? Das Fürstenhaus der Piasten als prägender Faktor der schlesischen Geschichte.
Mittwoch, 11.11.2009, 16 Uhr, Vortrag von Maximilian Eiden

Von Schlesien als Einheit der Politik und Verwaltung kann man ab dem 11. Jahrhundert sprechen, als in der polnischen Monarchie der Piasten regionale Strukturen in Anlehnung an die im Jahr 1000 geschaffenen Bistümer entstehen. Schlesien wird ab 1138 zum Erbteil der ältesten Linie des polnischen Königshauses. Das Land wird unter immer zahlreichere Linien der schlesischen Piasten aufgeteilt. Sie herrschen zeitweise  in bis zu 20 Residenzen. An vielen von Ihnen erblüht eine höfische Kultur zwischen polnischem Erbe und deutschen und böhmischen Einflüssen. Das kleinteilig gewordene Land schlägt seit dem 13. Jahrhundert eigene Wege ein. Im 14. Jahrhundert unterstellen sich die Herzöge nacheinander der Krone Böhmen und trennen sich damit von Polen. Die herzoglich-piastische Prägung in Verfassung, Selbstverständnis und Kultur bleibt aber lebendig, sowohl in den unmittelbar dem böhmischen König unterstellten „Erbfürstentümern“ als auch in jenen Teilfürstentümern, wo weiterhin piastische Herzöge regieren. Am längsten ist dies in Oppeln (bis 1532), Teschen (bis 1625) und Liegnitz, Brieg und Wohlau (bis 1675) der Fall. Erst unter Friedrich dem Großen wird die über Jahrhunderte gewachsene Aufteilung Schlesiens in Fürstentümer aufgelöst.

Einladung zum Deutsch – Polnischen Lehrer- und Multiplikatorenaustausch zur Vorbereitung auf Schülerbegegnungen zwischen Polen und Brandenburg
8.11.-12.11.2009 in Krzyzowa (Kreisau)

Organisiert von der RAA Brandenburg und der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung mit Unterstützung  des Gedenkstättenbauftragten des MBJS und des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes (DPJW)

Ort: Internationale Jugendbegegnungsstätte der Stiftung Kreisau, Krzyzowa 7, PL 58-112 Grodziszcze Teilnehmer: 26 LehrerInnen und MultiplikatorInnen der Jugendarbeit je 13 aus Brandenburg und Polen

Kontakt und Anmeldung:
RAA Brandenburg, Telefon: 0331/747800, Fax: 0331/747820, Email:  info(at)raa-brandenburg.de

Lesung: Kreuzwege und Parallelen am Oderstrom
Ursula Waage liest aus ihrem neuen Buch
Dienstag, 17.11., 18 Uhr, Schlesisches Museum zu Görlitz

Zwei junge Frauen, Deutsche die eine, Polin die andere, erleben 1945 das Kriegsende in Breslau wenige Straßen voneinander entfernt, doch ohne sich zu kennen. Die eine muss ihre Stadt 1947 für immer verlassen, die andere findet dort eine neue Heimat. 2004 begegnen sie einander und erzählen sich ihre Geschichten.

Eine Veranstaltung des Kulturreferenten für Schlesien.

Schlesiens Gegenwart und Zukunft in Europa
Prominente Schlesier im Gespräch: Friedrich Nowottny
17.11.2009, 18 Uhr im Haus Schlesien, Königswinter-Heisterbacherrott

Friedrich Nowottny startete seine journalistische Karriere in Bielefeld als Lokalreporter und freier Mitarbeiter der Tageszeitung "Freie Presse Bielefeld". Der weitere Weg führte über den Saarländischen Rundfunk zum WDR.
Insgesamt 1000mal moderierte er für die ARD den "Bericht aus Bonn" und machte durch seinen markanten Humor und Schlagfertigkeit den Politjournalismus beliebt.
1985 begann seine Tätigkeit als Intendant des WDR. Hier führte Nowottny das erste 24-Stunden Vollprogramm ein. In seine Zeit fällt auch die Etablierung der Serie "Lindenstraße" und des ARD-Frühstücksfernsehens.
Auch mit 80 Jahren ist Nowottny weiterhin begeisterter Journalist, Vortragsredner und Zeitungskolumnist.

Informationen und Kontakt:
Haus Schlesien – Museum für schlesische Landeskunde
Dollendorfer Str. 412, 53639 Königswinter-Heisterbacherrott
Tel.: 02244/886-0, E-mail:  museum(at)hausschlesien.de, Internet:  www.hausschlesien.de

Bethauskirche und Schule in Löwenberg. Kupferstich von Friedrich Bernhard Werner (1748). Foto: SMG 

Tagesexkursion nach Löwenberg/Lwówek Śląski und in die „Löwenberger Schweiz“
Kirchliche Stiftung Evangelisches Schlesien in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferenten
21. November 2009, Samstag 8-18.30 Uhr

Die romanische Stadtpfarrkirche und der Turm der zerstörten Bethauskirche von 1747 zeugen von den religionspolitischen Wechselfällen in Löwenberg. Aus dem Dreißigjährigen Krieg berichtet ein Chronist von einem „Weiberkrieg“: „Anno 1629, als der […] Landeshauptmann Freyherr von Bibran die Römisch-Catholische Kirchenreformation zu Löwenberg poussieren [befürworten] wollte, ergrimmten sich dergestalt die Weiber […] mit Messern und Steinen […], dass dafern er nicht zeitlich die Flucht ergriffen, sie ihn massacriret hätten.“ Der Stadtrundgang führt weiter zur gut erhaltenen Stadtbefestigung, zum Renaissance-Rathaus, das der bekannte Architekt Hans Poelzig 1903-05 erneuerte und zum alten Friedhof mit sehenswerten Epitaphien. Da Löwenberg malerisch über dem Bobertal am Rande des Bober-Katzbach-Gebirges liegt, wird ein Abstecher in die „Löwenberger Schweiz“ unternommen.

Kosten: ca. 35 € (je nach Teilnehmerzahl; Kosten für Bus, Mittagessen, Eintritte inklusive; Bezahlung am Reisetag)

Reiseleitung: Margrit Kempgen, Maximilian Eiden

Anmeldung, verlängert bis 13. November: Stiftung Evangelisches Schlesien, Görlitz, Schlaurother Straße 11, Telefon +49 3581 744 205

Dt.-pl. TeamerInnenausbildung für internationale Begegnungen
20.-25.11.2009, organisiert vom hochDrei e.V. und der Stowarzyszenie Inicjatyw Niezaleznych Mikuszewo

Die Ausbildungsseminare für TeamerInnen bestehen aus zwei Seminaren,
in denen die Grundlagen vermittelt werden, um internationale
Begegnungen zu organisieren und durchzuführen. In einem dritten
Schritt haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, zusammen mit
anderen im Team ein eigenes internationales Projekt selbständig
durchzuführen. Begleitet und evaluiert werdet ihr dabei von den
pädagogischen MitarbeiterInnen der Bildungsstätten HochDrei e.V. und
MDSM Mikuszewo.

Es besteht jederzeit die Möglichkeit in den Ausbildungszyklus
einzusteigen, da die Inhalte jeweils alternierend behandelt werden.

Schwerpunkte der Seminare sind unter anderem:
Interkulturelles Lernen, Methoden in der Begegnungsarbeit, interkulturelle Kommunikation, Sprachanimation, Arbeiten in interkulturellen Teams, juristische Fragestellungen, das Selbstverständnis, Gruppen zu leiten, Selbstorganisation und Partizipation, Gender Mainstreaming, Von der Idee zum Seminar, Finanzierungsmöglichkeiten von inter. Maßnahmen

Methodisch steht dabei das spielerische Erfahren und die
Auseinandersetzung mit dem Erlebten im Vordergrund. Die Teilnahme an
beiden Seminaren berechtigt zur Beantragung der Juleica.

Reihe der Fortbildungen wird in Potsdam voraussichtlich 13.-18.2.
2010 fortgeführt. Bei Anmeldung für beide Seminare betragen die
Kosten insgesamt 150 €.
Anmeldung unter  http://www.hochdrei.org/de_anmeldung.php?ID=23

Mehr zum Konzept unserer internationalen Begegnungen unter
 www.hochdrei.org/beg_konzept.php

Lesung: Eine Görlitzer Kindheit und Jugend zwischen Stalin und Honecker
Dr. Ronny Kabus liest aus seinen Erinnerungen
Donnerstag, 10.12., 18 Uhr, Schlesisches Museum zu Görlitz, Eingang Fischmarkt 5

Görlitz in der Nachkriegszeit, die schlesische Herkunft der Familie und die Verfolgung Andersdenkender in der DDR prägen die Erinnerungen des Historikers Dr. Ronny Kabus. Er wurde 1947 in Görlitz geboren, reiste vor der Wende in die Bundesrepublik aus und war langjähriger Direktor des Ostpreußischen Landesmuseums in Lüneburg.