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Rösler, Andreas:
Wegweiser für genealogische und historische Forschungen in ehemals deutschen Siedlungsräumen im östlichen Europa. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher e.V.

6. Aufl. 2009
515 S.
Preis: 24,80 €
ISBN: 978-3-929744-40-8
Bezug über Graphische Werkstätten Zittau,  info(at)gwz.io.

„Etwa jeder vierte Deutsche hat Vorfahren im östlichen Europa. Will er sich auf die Suche nach diesen begeben oder deren Herkunftsregion historisch erforschen, stößt er schnell an Grenzen. Genau hier setzt der vorliegende Wegweiser an. Allgemein und gegliedert nach den ehemaligen Siedlungsgebieten der Deutschen im östlichen Europa werden Hinweise zu genealogischen Vereinen und Forschungshilfen, Behörden, Archiven, wissenschaftlichen, kulturellen, kirchlichen und landsmannschaftlichen Institutionen, Verbänden und Bibliotheken aufgeführt, dazu eine Auswahl wichtiger Bibliographien, aktueller Literatur und kleinräumiger Landkarten.“ (Verlag)

Die im Selbstverlag erschienene, deutlich erweiterte 6. Auflage des Handbuchs bietet auf den Seiten 153-207 zahlreiche Hinweise für Familienforschung in Schlesien. Hilfreich für Familienforscher ist aber auch der Teil A mit allgemeinen Hinweise zu den ehemaligen deutschen Ostgebieten und den deutschen Siedlungsgebieten außerhalb des Reichs (S. 12-63). Eine wissenschaftliche Bibliographie wird man nicht erwarten dürfen. Die hier konzentrierten Kenntnisse engagierter Laien können aber im Einzelfall selbst für Historiker interessant sein. Gerade zu einzelnen Orten werden andernorts nicht nachgewiesene Findmittel genannt. Wertvoll sind insbesondere die Kontaktdaten von Familienforschern, die sich mit einzelnen Orten beschäftigen, und der Nachweis „grauer“ Literatur. Die Freude über die Vielfalt der hier zusammengetragenen Materialien wird durch ihre Uneinheitlichkeit und die zahllosen Abschreibfehler insbesondere bei Literatur- und Adressangaben in polnischer Sprache getrübt. Ein speziell auf Schlesien zugeschnittenes Hilfsmittel zu Recherchemöglichkeiten und Archiven bleibt ein Desiderat.

 

Opiłowska, Elżbieta:
Kontinuitäten und Brüche deutsch-polnischer Erinnerungskulturen
Band 1.
408 S.
Preis: 24,00 € / Subskriptionspreis bis 31.12.2009: 18,00 €
ISBN 978-3-940310-56-9

Den Schwerpunkt dieser Studie bildet die Geschichtspolitik in Görlitz und Zgorzelec, von der Teilung der Stadt und der Aufnahme der Vertriebenen über den Görlitzer Vertrag, die Freundschaftspropaganda und die Grenzöffnung der siebziger Jahre bis zur jüngsten Entwicklung zur Europastadt. Polnische und deutsche Archive, Erinnerungen und Tagebücher sowie biographische Interviews mit zwei Generationen der Bürger sind Grundlage der Darstellung.

 

Nemtsov, Jascha:
Oskar Guttmann und Alfred Goodman. Mit 9 Abbildungen.

Jüdische Miniatruen 89.
Verlag Hentrich & Hentrich 2009.
Teetz, Berlin.
62 S. Kartoniert.
Preis: 5,90 €
ISBN 978-3-941450-13-4  

Der Komponist, Synagogenmusiker und Musikschriftsteller Oskar Guttmann (1885-1943) und sein nicht minder begabter Sohn Alfred (1919-1999) konnten noch 1939 aus Nazi-Deutschland fliehen. Nachdem Oskar Guttmann in New York verstarb, geriet sein Schaffen in Vergessenheit, die meisten Musikwerke sind verschollen. Sein Sohn, der sich schon als Jugendlicher im Berliner Jüdischen Kulturbund vielfältig engagierte, startete in den USA zunächst eine Karriere als Komponist von Unterhaltungsmusik. In den 1960er Jahren kam er als Alfred Goodman zurück nach Deutschland. 

Titelbild: Schlesier in der DDR 

Parak, Michael (Hrsg.):
Schlesier in der DDR. Berichte von Flüchtlingen, Vertriebenen und Umsiedlern
Görlitz: Schlesisches Museum 2009
137 S.
Preis: 8,00 EUR
ISBN 978-3-00-027299-8

 

Titelbild des Katalogs 

Rollenwechsel. Künsterlinnen in Schlesien um 1880 bis 1945
Katalog zur Sonderausstellung vom 05.09.2009 bis 28.02.2010
Schlesisches Museum zu Görlitz;
Preis: 39,90 €
ISBN  978-3-938583-44-9

Viel ist schon über Künsterlinnen geforscht worden, nur wenig jedoch über die Künsterlinnen in Schlesien. Der 150. Geburtstag der Breslauer Malerin Gertrud Staats (1859–1938) ist der Anlass für einen ersten Überblick über das erstaunlich breite Leistungssprektrum der in Schlesien wirkenden Künstlerinnen. Mittlerweise sind fast 600 Namen von Frauen bekannt, die zwischen 1880 und 1945 in Schlesien künstlerisch tätig waren.

 

Ilkosz, Jerzy:
Die Jahrhunderthalle und das Ausstellungsgelände in Breslau - das Werk Max Bergs.

Aus dem Polnischen übersetzt von Beate Störtkuhl.
München (R. Oldenbourg Verlag) 2006 ( = Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa 28);
340 S.
Presi: 39,80 € 
ISBN 3-486-57986-X.

Die Breslauer Jahrhunderthalle wurde 1913 von Max Berg als Zentrum des zur "Jahrhundertfeier der Freiheitskriege" geschaffenen großzügigen städtischen Ausstellungsgeländes am Scheitniger Park errichtet. Sie gilt seit ihrer Entstehung als ein Meisterwerk des Neuen Bauens und wurde schnell zu einem Wahrzeichen Breslaus. Ilkoszs Werk ist die erste grundlegende Monographie über den Bau.Sie ordnet ihn auf Grundlage umfassender Quellenstudien ein in das kreative Umfeld, aus dem er erwuchs und das er noch zu weiteren Leistungen beflügelte, und in den konkreten Stadtraum, für den er entstand. Gute Gliederung und Lesbarkeit zeichnen die Darstellung aus. Der Band ist opulent bebildert. Die Übersetzung des 2005 als überarbeitete Fassung von Ilkosz' Dissertation bei Via Nova erschienenen Werks ist vorzüglich. Neben Anmerkungen und Bibliographie gibt es einen Objektkatalog, ein Personenregister und eine Konkordanz der Straßen- und topographischen Namen. Ein in jeder Hinsicht geglücktes, hervorragend gestaltetes Standardwerk.