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Ein Informationsangebot des Kulturreferenten für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz

Dieser polnischen PKW-Halter bringt durch einen Aufkleber zum Ausdruck, dass er niederschlesischer Patriot ist. ©Michael Parak, 2004  

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser,
 
derzeit sind die Nachrichten voll von den erneut aufgeflammten Diskussionen um die Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung". Der Streit um Personalien verstellt dabei manchmal den Blick darauf, dass die Geschichtswissenschaft und auch ihre Vermittlung unterdessen nicht stehenbleiben. Hier sei auf ein Gemeinschaftswerk von vier polnischen Historikern hingewiesen, einen neuartigen Atlas über "Zwangsumsiedlung, Flucht und Vertreibung 1939-1959". Das Werk betrachtet vorwiegend das polnische Staatsgebiet in seiner Ausdehnung vor und nach dem Krieg. Durch diese Betrachtungsweise kommen die erzwungenen Migrationen von Polen, Juden, Deutschen und Ukrainern in den Blick. Das Werk dokumentiert die leidvollen Erfahrungen dieser vier und mehrerer kleinerer Bevölkerungsgruppen erstmals in einer Gesamtschau. Es enthält zahlreiche Abbildungen von Dokumenten, Fotos und detaillierte Karten. Die deutsche Fassung ist über die Bundeszentrale für politische Bildung erhältlich. Das Werk wird am 8. Dezember um 19 Uhr im Polnischen Institut Leipzig zu präsentiert (Markt 10, Eintritt frei).
 
Mit den besten Grüßen und Wünschen aus Görlitz
Maximilian Eiden