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Hidden Places - Verborgene Orte entlang der Via Regia
02.12.200, 18 Uhr, Elisabethstr. 2, 02826 Görlitz, Vernissage zur Wanderausstellung

Mit der Kulturhauptstadtbewerbung wurde die Via Regia als Symbol für ein modernes Europa und den europäischen Einigungsprozess zum Motto für die Europastadt Görlitz-Zgorzelec. Als Verbindung auf der Waren, Ideen, Wissen und Kultur über Grenzen hinweg ausgetauscht wurden, steht die Via Regia heute wieder für einen Dialog der Horizonte.

Aus der Bewerbungsphase zur Kulturhauptstadt hervorgegangen führt das Kunstprojekt Hidden Places diese Idee weiter und bringt junge Künstler aus Orten entlang der Via Regia zusammen. Während eines 14-tägigen Workshops trafen sich 2009 zehn Foto- und Videokünstler in Görlitz und setzten sich künstlerisch mit bekannten, aber auch vergessenen, neuen, noch unentdeckten Orten urbaner Kultur in Görlitz-Zgorzelec auseinander. Dabei entstanden Arbeiten die neue Einblicke auf die Architektur und intensive Eindrücke in die Kultur der Stadt Görlitz-Zgorzelec geben und untrennbar mit dem Erleben der Künstler in ihren Heimatorten verbunden sind.

Die Ausstellung „Hidden Places – Verborgene Orte entlang der Via Regia“ ist vom 2. bis 16.12.2009 täglich von 11 bis 21 Uhr in Görlitz, Marienplatz / Elisabethstraße 2 zu sehen (Eintritt frei).

Im Jahr 2010 reist sie dann einmal quer durch Europa in 10 Städte entlang der Via Regia: Kiew (Ukraine), Lublin, Krakow, Wroclaw (Polen), Leipzig, Erfurt (Deutschland), Brüssel (Belgien), Poitier (Frankreich) und Santiago de Compostela (Spanien). Ein Höhepunkt auf der Reise wird die Präsentation bei der RUHR.2010 in Essen sein.

„Hidden Places“ steht unter der Schirmherrschaft des Europarates und wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Eine Reisetipp: Verbinden Sie Ihren Besuch der Ausstellung in Görlitz doch mit einem Spaziergang über den traditionell schlesischen Christkindlmarkt in der historischen Altstadt der Europastadt vom 4. bis 13.12.2009. Weitere Informationen dazu finden Sie unter  http://www1.goerlitz.de/christkindelmarkt/.

 

Plakat zur Ausstellung 

WIE NEUBÜRGER UND ALTEINGESESSENE ZUEINANDER FANDEN
Große Landesausstellung "Ihr und Wir. Integration der Heimatvertriebenen in Baden-Württemberg" 
13.11.2009-22.08.2010

Kein Bollerwagen, kein Rucksack, kein Lager: Mit der Großen Landesausstellung "Ihr und Wir. Integration der Heimatvertriebenen in Baden-Württemberg" geht das Haus der Geschichte bewusst  neue Wege. Nicht der Leidensweg von Flucht und Vertreibung soll im Vordergrund stehen, sondern das Ankommen der Menschen in der neuen Heimat. Die Schau ist vom 13. November 2009 bis zum 22. August 2010 im Haus der Geschichte zu sehen.
Mehr als 1,5 Millionen Heimatvertriebene und Flüchtlinge kamen nach dem Zweiten Weltkrieg in den deutschen Südwesten. Für die Neubürger war es ein enormer Kraftakt, sich in der fremden Umgebung zurechtzufinden und dauerhaft Fuß zu fassen. Und für die Alteingesessenen war es eine beispiellose Herausforderung, in harten Nachkriegszeiten die zahlreichen Entwurzelten aufzunehmen. Welten prallten aufeinander. Wie sich aus diesen beiden Teilgruppen dennoch eine neue Gesellschaft formte, das beschreibt die Ausstellung "Ihr und Wir. Integration der Heimatvertriebenen in Baden-Württemberg" im Haus der Geschichte Baden-Württemberg. "Wir wollen nicht den ungezählten Ausstellungen zu Flucht und Vertreibung mit den immer wieder gleichen Bildern und Exponaten eine weitere hinzufügen", sagt Paula Lutum-Lenger, Ausstellungsleiterin des Museums zum wissenschaftlichen Ansatz. “Uns interessiert statt dessen: Wie ging das weiter?” Schon wenige Monate nach der Ankunft der Flüchtlinge habe beispielsweise Pfarrer Heinrich Magnani in Hettingen mit Lehmziegeln eine neue Siedlung für die Vertriebenen gebaut. Der Architekt war Egon Eiermann.

Am Anfang stand der Konflikt
Mit seiner Weitsicht und Tatkraft war der Kirchenmann im Nordbadischen seiner Zeit voraus, ansonsten war der Anfang mühsam. “Das Gelingen könnt Ihr nur zusammen mit den Neuangekommenen zustande bringen. Die Bewältigung dieser Aufgabe ist ein Teil unseres neuen Aufbaus.” Eine Mischung aus Appell und Befehl steckte in den Worten von Theodor Eschenburg, der 1946 als Landeskommissar für das Flüchtlingswesen in Württemberg-Hohenzollern in einem Merkblatt die Bewohner ansprach. Dem späteren Universitätslehrer und Publizisten Eschenburg war offenbar klar, wie schwer dieser gemeinsame Aufbau werden würde. Denn die Probleme waren allzu deutlich und in vielen Bereichen Konflikte somit vorprogrammiert: durch das Aufeinandertreffen verschiedener Konfessionen und unterschiedlicher kultureller Traditionen, durch die Zwangseinweisung Vertriebener in Häuser und Wohnungen oder durch die Konkurrenz um Chancen und Arbeitsplätze. Willy Bettinger, ebenfalls Flüchtlingskommissar, beschrieb 1947 in einer Radiosendung die Lage der Neubürger, die in Privatwohnungen eingewiesen worden waren,  so: "Sie dürfen keine Besucher empfangen ... sie dürfen nicht singen ...  Sie dürfen nicht, sie dürfen nicht!  Dürfen sie überhaupt leben?" Die Einheimischen hielten dagegen und beschwerten sich über die Vertriebenen: "Sie laufen den ganzen Tag wie beleidigt herum, und nichts ist ihnen recht." Gelegentlich kam es sogar zu Handgreiflichkeiten. Laut einer Pressemeldung vom April 1948 verprügelte ein Ulmer Bürger eine Flüchtlingsfrau, die bei ihm wohnte. Erst der Bau neuer Siedlungen entschärfte das Problem.

Erfolge im Kleinen
War noch 1961 jeder fünfte Baden-Württemberger ein Vertriebener oder ein Flüchtling, so ist  die Integration der Heimatvertriebenen als Besonderheit der Landesgeschichte heute weitgehend aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwunden. Die Ausstellung "Ihr und Wir" zeigt auf, wo und wie Vertriebene und Alteingesessene aufeinander trafen. Beispiele für solche Begegnungsfelder sind neben dem Wohnen die politische Partizipation, die Arbeitswelt, die Familie, die Vereine oder die Kirchen. In den insgesamt 28 Ausstellungsvitrinen werden diese zunächst theoretischen Begriffe in lebendige Geschichten übersetzt. Diese machen deutlich, wie sich der Südwesten durch die Neubürger veränderte. Ein Beispiel ist die Erfolgsgeschichte des 1920 im oberschlesischen Oppeln geborenen Handballers Bernhard Kempa. Mit Kempa als Spieler und Trainer erlebte das Team von Frisch auf Göppingen einen ungeahnten Aufstieg bis hin zum Gewinn des Europapokals im Jahre 1960. Unspektakulär, aber dennoch bemerkenswert ist eine Begebenheit aus Nürtingen: Dort blieben viele katholische Heimatvertriebene nach dem Gottesdienst zum Gespräch vor der Kirche beisammen. Die Einheimischen hatten für diese Art von Gemeindeleben zunächst wenig Verständnis. Als im Jahr 1957 aber die neue Nürtinger Kirche eingeweiht wurde, befand sich an der Kirchenfront ein langes Vordach. Zuvor hatte das Neubauprojekt, zum guten Teil von den Gemeindemitgliedern durch Spenden finanziert, die bunt zusammengewürfelten Nürtinger Katholiken einander näher gebracht.
Im Ergebnis war der langwierige, schwere und komplizierte Prozess der Integration also erfolgreich und fruchtbar - er kann sogar für aktuelle und künftige Integrationsprobleme sensibilisieren. Wie nötig das ist, wird in einem Extraraum der Ausstellung herausgearbeitet. Dort werden beispielhaft die Schicksale von Menschen aus aller Welt vorgestellt, die jüngst kriegs- und krisenbedingt aus ihrer Heimat vertrieben wurden und heute im Südwesten leben.

Identitäten wandeln sich
Der gelungene Integrationsprozess im Südwesten spiegelt sich auch im Wandel der Identitäten wider. Wer oder was sind diejenigen heute, die vor Jahrzehnten noch als “Vertriebene”, “Neubürger”, “Flüchtlinge” oder “Alteingesessene” galten - teils, weil sie sich selbst so nannten, teils, weil andere sie so bezeichneten? Als richtiger Weg zu einer neuen, gemeinsamen Identität erwiesen sich Wohnbauprojekte wie die Karlsruher Waldstadt, die bewusst Menschen verschiedenster Herkunft mischten. Dort bezeichneten sich die Bewohner schon Mitte der 60er Jahre selbstbewusst als “Waldstädter”. Und heute ist fast in Vergessenheit geraten, wer einmal woher kam.

Veranstalter:
Die Große Landesausstellung "Ihr und Wir. Integration der Heimatvertreibenen in Baden-Württemberg" ist eine Kooperation vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart mit dem Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde (IDGL) in Tübingen.

Ausstellungsort:
Haus der Geschichte, Untergeschoss und Galerieraum

Öffnungszeiten:
täglich (außer montags) 10 bis 18 Uhr. Dauerausstellung donnerstags bis 21 Uhr.

Besucherdienst:
0711.212.39.89,  besucherdienst(at)hdgbw.de

Jahrestagung des Vereins zur Pflege schlesischer Kunst und Kultur e.V. (VSK) fand vom 1.-4. Oktober 2009 im Schloss Lomnitz statt

Umrahmt von einem Programm zur schlesischen Kunst- und Kulturgeschichte trafen sich ca. 40 Mitglieder des VSK zu ihrer Jahrestagung im Schloss Lomnitz/Łomnica. Es wurde über die Fortführung begonnener Projekte, wie z.B. über die weitere Unterstützung bei der Wiederherstellung der Englerorgel in der Breslauer Elisabethkirche und über die Bemühungen zum Erhalt einer alten Baumallee in Fischbach / Karpniki, berichtet und ein Ausblick über die Arbeit im kommenden Jahr gegeben. Im Fokus stehen dabei das Filmprojekt „Verlorene Kirchen – Vergessene Geschichte“,  die Restaurierung der Gruftkapelle Ruschewey in Erdmannsdorf/Mysłakowice, die Organisation bzw. Förderung verschiedener Ausstellungen und die Wiedererrichtung der Bethauskirche Schönwaldau/Rzasnik in Lomnitz/Łomnica.

Kontakt und aussführlicher Bericht: VSK Brüderstrasse 13, D-02826 Görlitz,  www.vskschlesien.de; Vorsitzender: Karsten Riemann, An der Schafweide 48, D-31162 Bad Salzdetfurth; Tel. 05063-700, email:  riemann(at)vskschlesien.de

Stipendienprogramm "Go-East" für Praktika und Studienaufenthalte in
Mittel- und Osteuropa


Die HANIEL STIFTUNG in Zusammenarbeit mit dem Zentralinstitut für Mittel- und Osteuropastudien vergibt auch für das Sommersemester 2010 Stipendien für Studienaufenthalte bzw. Praktika in Mittel- und Osteuropa

Antragsfrist: 30.11.2009

Bewerbungen zu senden an:
Prof. Dr. Nikolaus Lobkowicz (ZIMOS, Ostenstr. 27, 85072 Eichstätt)

Für: Studierende der Wirtschaftswissenschaften, der Journalistik, und der (Zeit-)Geschichte ab dem 4. Sem.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Sekretariat des ZIMOS: Tel: 08421-931717, Fax: 08421-931780, E-Mail:  zimos(at)ku-eichstaett.de

 http://www1.ku-eichstaett.de/ZIMOS/stipen.htm

Aufruf: Dtsch.-poln.-tschech. Projekt f. Schüler/innen zwischen 16 und 21 Jahren
Für das deutsch-polnisch-tschechische Internetportal "Portal of Good
News" suchen wir noch bis zum 4. Dezember 2009 interessierte,
aufgeschlossene und engagierte Onlineredakteure/innen im Alter von 16
bis 21 Jahren.

Die Internetseite informiert über Beispiele guter deutsch-polnisch-
tschechischer Zusammenarbeit im Bereich Jugendarbeit, Kunst und
Kultur, Wirtschaft, Politik und Technik. Vom 04.-10.02. und erneut
vom 23.-29.07.2010 treffen sich jeweils 7 Jugendliche aus
Deutschland, Polen und Tschechien für eine Woche in der
Begegnungsstätte im polnischen Krzyz.owa und nehmen an folgendem
Seminar- und Workshopangebot teil:

- Einführung in die Medienarbeit - Vergleich der
Medienberichterstattung zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, des Kalten
Krieges und seit dem Umbruch von 1989 in Deutschland, Polen und
Tschechien
- Die Macht der Medien
- Einführung in kreative und technische Details des Onlinejournalismus
- Einführung in virtuelle Kommunikationsmethoden
- Grundtechniken von Fotografie und Filmdokumentation

Zudem treffen sie Menschen aus dem deutsch-polnisch-tschechischen
Grenzgebiet und recherchieren zu gelungenen Projekten der
Zusammenarbeit der drei Länder. In der Zeit zwischen den Treffen in
Krzyz.owa recherchieren die Jungredakteure/innen selbständig und
aktualisieren die Internetseite. Am Ende des Projekts steht eine
Internetseite, die auf verschiedene Weise - Fotos, Film- und
Audiofeatures, Artikel, Dossiers, Blogs -- über positive Beispiele
deutsch-polnisch-tschechischer Zusammenarbeit informiert. Damit wird
ein wichtiger Beitrag zum Verständnis und Annäherung der drei
Nachbarstaaten geleistet.

Die Projektsprache ist Englisch.
Kosten für beide Treffen in Kreisau: 100,00 Euro
Nähere Informationen auf  www.kreisau.de/de/projekte/good-news.html

*Kontakt: Sandra Hackert**
*Kreisau-Initiative Berlin e.V.
c/o Allianz, An den Treptowers 3
12435 Berlin
E-Mail:  hackert(at)kreisau.de
Tel.: +49-30-53 83 63 61
Fax: +49-30-53 02 79 23

Wir freuen uns auf Anmeldungen aus ganz Deutschland und stehen für
Fragen gerne zur Verfügung!

Das Projekt wird ermöglicht durch das Programm "Jugend in Aktion" der
Europäischen Union und EUROPEANS FOR PEACE, ein Programm der Stiftung
"Erinnerung, Verantwortung, Zukunft".

Ausschreibung des Förderprogramms für internationale Jugendprojekte EUROPEANS FOR PEACE.

EUROPEANS FOR PEACE ist ein Programm der Stiftung "Erinnerung,
Verantwortung und Zukunft" und wird von MitOst e.V. durchgeführt.

Bis zum 15. Januar 2010 können sich Schul- und Jugendgruppen aus
Deutschland, Mittel-, Ost- Südosteuropa oder Israel mit einem
gemeinsamen Projektantrag zum Thema "Menschenrechte in Vergangenheit
und Gegenwart" bewerben.

Ausführliche Informationen zum Ausschreibungsthema sowie zur
Bewerbung unter  www.europeans-for-peace.de

Kontakt:
Juliane Tomann
Programmreferentin
Schillerstraße 57
10627 Berlin
Tel: +49 (0)30 3151 7477
Fax: +49 (0)30 3151 7471
 tomann(at)europeans-for-peace.de
 www.europeans-for-peace.de