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Brückepreises 2010 wird an Tadeusz Mazowiecki verliehen

Die Gesellschaft zur Verleihung des Internationalen Brückepreises der Europastadt Görlitz/Zgorzelec gab am 26. April bekannt, dass der frühere polnische Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki als Preisträger für 2010 ausgewählt wurde. Der Vorsitzende, Prof. Dr. Willy Xylander, teilte folgende Begründung mit:
„Tadeusz Mazowiecki ist ein glühender Demokrat, Politiker, Staatsmann, namhafter Schriftsteller, Publizist, katholischer Aktivist und Kämpfer für Freiheit und Menschenrechte. Er war der erste nicht-kommunistische Ministerpräsident in Mittel- und Osteuropa nach dem 2. Weltkrieg. Seine Bereitschaft, den Dialog mit dem deutschen Kanzler Helmut Kohl zu einem friedlichen Miteinander aktiv zu suchen und zukunftsorientiert zu führen, trug substantiell zur Entwicklung Europas in seiner heutigen Form bei – einschließlich der deutschen Einheit. Mazowiecki betonte in diesem Zusammenhang, dass ‚der Versöhnungsprozess kein Prozess des Vergessens ist. Dazu gehören die Aufgeschlossenheit, die Bereitschaft zum Dialog, zum Gespräch und zur Vergebung.‘
Tadeusz Mazowiecki gründete 1958 die katholisch-intellektuelle Monatszeitschrift ‚Więź‘ und wurde deren Chefredakteur. Er beteiligte sich am Widerstand katholischer Intellektueller in Breslau gegen die kommunistische Regierung. Seit 1980 arbeitete er als Berater von Lech Wałęsa und nahm später an den berühmt gewordenen Runden-Tisch-Gesprächen teil. Tadeusz Mazowiecki entwickelte „die polnische Dialogform“, ohne die die friedliche Revolution der Solidarność und der gewaltlose Übergang von der Volksrepublik Polen in die 3. Republik Polens nicht möglich gewesen wäre. Diese Ereignisse waren ein bedeutender Impuls für die demokratische Wende in ganz Mittel- und Osteuropa.
Nach seinem Rücktritt vom Amt des Ministerpräsidenten war er u. a. als UNO-Sonderberichterstatter für Menschenrechte im ehemaligen Jugoslawien tätig, wo er – unter Einsatz seines Lebens - die gravierenden Verletzungen der Menschenrechte seitens aller Parteien publik machte und anprangerte.
Die Gesellschaft zur Verleihung des Internationalen Brückepreises ehrt mit Tadeusz Mazowiecki im 20. Jahr nach der Wende einen der Menschen, der maßgeblich und durch seinen persönlichen Einsatz zu jener politischen und sozio-kulturellen Entwicklung beigetragen hat, die die deutsche Wiedervereinigung möglich machte. Sein Eintreten für die Freiheit in Europa, für Verständigung und Aussöhnung der Völker wirkt bis heute nach. Er ist einer der bedeutendsten Brückenbauer des 20. Jahrhunderts in Europa.“

Nähere Informationen:  www.brueckepreis.de

 

 

 

Abschluss der Restaurierung des Nikolaus-Gaetke-Gestühls in der St.-Elisabeth-Kirche in Breslau
 
Ein bedeutendes Kappellengestühl aus der Spätrenaissance konnte  in deutsch-polnischer Zusammenarbeit gerettet werden. Im „deutsch-polnischen Jahr“ 2005 wurde zur Erhaltung des europäischen Kulturerbes ein Projekt begonnen, das im Oktober 2009 zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnte: Die Rekonstruktions- und Ergänzungsmaßnahmen und der Wiedereinbau des Familiengestühls sowie Restaurierung des Bodens, der Wände und der Epitaphien der Nicolaus-Gaetke-Kapelle in der St. Elisabethkirche in Breslau durch Mitarbeiter und Studenten der Universität Thorn in Kooperation mit Studierenden und Dozenten der Fachakademie für Restauratorenausbildung des Goering Instituts e.V. aus München.
Für die Rettung des einmaligen kunsthandwerklichen Zeugnisses von 1590 aus vergangener wirtschaftlicher Blüte der Stadt war es höchste Zeit: Durch  feuchte Stellen an den Außenmauern entstanden auch Schäden an den hölzernen Bauteilen. Die Vertäfelungen der Rückwände waren großenteils locker und die manieristische Marketerie war in weiten Bereichen abgelöst und zum Teil schon verloren. Zudem war die vorgefundene  Aufstellung nicht die ursprüngliche, es gab mindestens drei Umbauten. Teile der originalen Anordnung lagen in einem Depot.
Die Kapelle und ihre Ausstattung wurde zunächst erforscht und dokumentiert. Die umfangreiche Dokumentation des Befundes bildete die Grundlage für die fachliche Diskussion, die Erstellung eines Konzeptes und schließlich für die Restaurierung bzw. Konservierung des Gestühls und des gesamten Raumes.
Im Herbst 2009 konnten die Arbeiten abgeschlossen werden, so dass das Gestühl mit rekonstruiertem Baldachin und Buchablage in der Gaetke-Kapelle zusammen mit Epitaphien und Boden jetzt wieder ein historisch und ästhetisch schlüssiges Bild ergibt.
 
 
Text: Joachim Dramm
Fotos: A. Mayr / M. Katzameier

Deutsch-Polnischer GFPS Sprachkurs
08.08.-05.09.2010 in Liebethal (Sachsen) und Domaniewice (Jura
Krakowsko-Czestochowska)

Liebe Polnisch-Liebhaber,
Chcesz sie tandemowac? Das heißt: Dein Polnisch vertiefen und mit Leben füllen, während Du einen Monat mit polnischen Studenten
verbringst?

GFPS (Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa)veranstaltet einen 4-wöchigen Sommerkurs bei dem 20 Polinnen und Polen und 20 Deutsche die jeweils andere Sprache und Kultur kennenlernen. Vormittags findet professioneller Sprachunterricht statt, nachmittags treffen wir uns in deutsch-polnischen Zweiergruppen zum Unterhalten. Außerdem setzen wir uns in Workshops mit zeitgeschichtlichen Themen und europäischen, sowie globalen Zukunftsperspektiven Deutschlands und Polens auseinander und lernen die Ergebnisse kreativ zu verarbeiten und durch Medien wie z.B. Film und Theater zu präsentieren. Das Freizeitprogramm und das Zusammenleben mit Muttersprachlern tragen zum Verfestigen des Gelernten und zum Ausbau Deiner Sprachfertigkeiten bei, so dass sich Dein Polnisch spürbar verbessern wird!

Anmeldeschluss ist der 30. April 2010.

Weitere Informationen und Bewerbungsvoraussetzungen findest du unter
 http://www.gfps.org/programm/tandem

Ausschreibung eines Stipendium "Interkultureller Dialog 2010" (Einsendeschluss ist der 30. April 2010.)

Ein erfolgreicher interkultureller Dialog ist zum großen Teil von der Kenntnis der historischen, kulturellen und politischen Zusammenhänge, innerhalb derer eine Gesellschaft funktioniert, abhängig. Die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (SdpZ) weiß um die Herausforderungen, die das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen in der Europäischen Union mit sich bringt und erkennt die Bedeutung der gesellschaftlichen Bildung in diesem Bereich an. Daher schreibt die Stiftung ein Stipendium aus, das sich an Wissenschaftler und Publizisten richtet, die ein Buch über das Nachbarland schreiben möchten. Die Publikation soll sich mit aktuellen politischen Entwicklungen oder mit Einstellungen in der Gesellschaft auseinandersetzen und ein breites und vielfältiges Publikum ansprechen.

Die Stiftung vergibt ein Stipendium für den Aufenthalt in Deutschland bzw. in Polen. Das Stipendium hat eine Dauer von bis zu 6 Monaten und beträgt maximal 2.000 EUR monatlich. Die Übernahme zusätzlicher Leistungen (Reisekosten, Versicherung, Büchergeld, Familienzulage u.ä.) ist nicht vorgesehen.
Bewerben können sich alle Personen mit Wohnsitz in Deutschland bzw. Polen, die sich durch ihre bisherige wissenschaftliche oder publizistische Tätigkeit für ein solches Vorhaben qualifizieren und die ein klar strukturiertes und inhaltlich überzeugendes Konzept der geplanten Arbeit vorlegen können (deutsch und polnisch). Eine Absichtserklärung eines geeigneten Verlags, die Publikation nach Abschluss des Auslandsaufenthaltes zu veröffentlichen, ist hilfreich.
Über die Stipendienvergabe entscheidet der Vorstand der SdpZ gemäß den in der Satzung festgelegten Bestimmungen.

Bewerbungen sind zu richten an:
Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit
ul. Zielna 37
00-108 Warszawa
Stichwort: Interkultureller Dialog 2010

Einsendeschluss ist der 30. April 2010. Es gilt das Datum des Poststempels. Elektronisch zugesandte Bewerbungen werden nicht berücksichtigt. Der Bewerbung fügen Sie bitte einen aussagekräftigen Lebenslauf bei. Zugesandte Unterlagen werden nicht zurückgegeben. 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Frau Dr. Grazyna Babul, E-Mail:  gbabul(at)fwpn.org.pl, Tel.: (+48 22) 338-62-65; Frau Karoline Gil, E-Mail:  karoline.gil(at)sdpz.org, Tel.: (+49 30) 279-087-75

Denksalon Revitalisierender Städtebau / Salon Idei: Urbanistyka w Rewitalizacji
 
Der Denksalon 2010 findet am 11. bis 12. Juni 2010 in der Europastadt Görlitz / Zgorzelec statt. Unter dem Themenschwerpunkt VIELFALT HEIMAT STADT werden Antworten auf die Fragen gesucht, welche Bedeutung der Ort hat, in dem die Menschen leben und welche Qualitäten dieser braucht, um ein Heimatgefühl zu stiften.
Dank verschiedener Referenten aus dem Nachbarland Polen bekommt das Leitthema des Denksalons 2010 einen besonderen Schwerpunkt in Bezug auf den Umgang mit der europäischen Stadt.
In den drei Foren: Vielfalt gestalten, Heimat stiften und Stadt erinnern werden die Zusammenhänge, Wechselwirkungen und Potentiale einer zukunftsgerichteten Stadtentwicklung auch mit Blick ins europäische Umfeld beleuchtet.
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Salon Idei 2010, którego tematem przewodnim jest RÓŻNORODNOŚĆ • OJCZYZNA • MIASTO, odbędzie się w dniach od 11 do 12 czerwca 2010 w Mieście Europejskim Görlitz-Zgorzelec. Podczas sympozjum poszukiwać się będzie odpowiedzi na pytania o znaczenie miejsca zamieszkania dla ludzi: jaką jakość powinno mieć to miejsce, by stać się ich ojczyzną.W Salonie Idei 2010, dzięki wielu referentom z Polski, pojawią się nowe wątki w postrzeganiu miasta europejskiego.
W trzech forach tematycznych: tworzenie różnorodności, konstrukcja ojczyzny i pamięć o mieście, poszukiwane będą powiązania, zależności i potencjały w rozwoju miast przyszłości w Niemczech i w innych krajach Europy.

Neu! Die interaktive Deutsch-Polnische Landkarte

Die interaktive Deutsch-Polnische Landkarte (Mapa Polsko-Niemiecka) ist das jüngste Internetprojekt der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit. Die Landkarte ging am 4. Januar 2010 online. Auf ihr findet man gegenwärtig rund 200 Institutionen in Deutschland und Polen, die sich u. a. kulturell, wissenschaftlich und gesellschaftlich herausragend für den deutsch-polnischen Dialog einsetzen. Auch große international bedeutende Mittlerorganisationen,
wie das ifa, das Goethe Institut oder das Adam Miczkiewicz-Institut sind auf der Landkarte zu finden.
Die zweisprachige interaktive Landkarte ist ein praktisches und innovatives Tool, das einen schnellen Überblick über die Akteure, Institutionen bzw. Projekte verschafft und diese kurz vorstellt. Der Nutzer kann anhand fünf Filtern bzw. sechs Kategorien ein Suchprofil erstellen. Er kann zwischen Deutschland, Polen bzw. Berlin und Warschau wählen oder sich alles anzeigen lassen.
Um die Suche zu erleichtern hat die Landkarte sechs Kategorien. Die Kategorie "herausragende SdpZ-Projekte", stellt rund 50 Projekte vor, die von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit seit 1991 gefördert worden sind. Das Gros der Projekt diente dem Erhalt des deutsch-polnischen Kulturerbes, u. a. Denkmäler, Kirchen und Schlösser und Begegnungsstätten. In der Kategorie "Wissenschaft" werden Forschungseinrichtungen aufgelistet, die zu Polen bzw. Deutschland forschen bzw. das Wissen um diese Länder verbreiten. Die Kategorie "Bildung/Begegnung" stellen vorbildliche schulische oder universitäre Einrichtungen vor. Deutsch-polnische Schulpartnerschaften können nicht berücksichtigt werden. "Kultur" präsentiert Kulturträger (Vereine, Gesellschaften, Museen oder Festivals), die deutsche oder polnische Kultur im jeweiligem Nachbarland fördern bzw. vermitteln. Die Kategorie "Medien" versammelt deutsche, polnische oder deutsch-polnische Medienprojekte (Presse, Radio, TV und Onlineportale), die den deutsch-polnischen Beziehungen oder einem Land gewidmet sind. In die sechste Kategorie "Institutionelle Zusammenarbeit/Sonstiges" fallen diplomatische Vertretungen, Wirtschaftsverbände u.ä..

Mit der Förderung von rund 600 Projekten jährlich trägt die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit dazu bei, die bilaterale Zusammenarbeit beider Länder kontinuierlich auszubauen und zu festigen. Die Schwerpunkte der SdpZ sind u. a. die kulturelle Zusammenarbeit und alle Aspekte des Informationsaustausches, die den Wissensstand und die Medienberichterstattung über das jeweils andere Land und die deutsch-polnischen Beziehungen verbessern. Die interaktive Landkarte zeigt nicht nur einzelne herausragende Stiftungsprojekte, sondern auch die Fülle und Bandbreite der deutsch-polnischen Zusammenarbeit.

Die Landkarte ist unter  http://deutsch-polnische-landkarte.info abrufbar oder direkt über das Portal "Point. Der deutsch-polnische Kalender" erreichbar:  www.de-pl.info

(Karoline Gil)