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Ein Informationsangebot des Kulturreferenten für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz

Synagoge zum Weißen Storch/ synagoga pod białym bocianem. (Quelle: http://commons.wiki media.org/wiki/user:Julo) 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser,

der 6. Mai war ein besonderer Tag für die schlesische Hauptstadt. Die Synagoge zum Weißen Storch wurde wieder eröffnet. Wie Stadtpräsident Rafał Dutkiewicz sagte, hat Breslau / Wrocław damit sein jüdisches Herz wiedergewonnen. Bewegend waren die Äußerungen einst vertriebener schlesischer Juden an diesem Tag: Jener, die in den dreißiger Jahren den deutschen Nazi-Mördern entkamen, und jener, die 1968 im Zuge der März-Kampagne der polnischen Kommunisten das Land verlassen mussten, was die polnisch-jüdische Nachkriegsgemeinde in Schlesien fast zum Verschwinden brachte. Es war ein langer Weg von den nach 1989 zunächst tastenden Gehversuchen der kleinen jüdischen Gemeinschaft bis zu diesem Tag. Gemeinsam mit der Gemeinde hat die Stadt Breslau den Wiederaufbau der Storchen-Synagoge zu ihrer Angelegenheit gemacht. Sie haben die Unterstützung Warschaus und des Königreichs Norwegen gewonnen und konnten mit der Eröffnung von Langhans' glänzendem Bau einen großen Erfolg feiern. Die Synagoge soll dem Gebet, aber auch der Kultur und der Begegnung dienen und als jüdisches Zentrum Angehörige verschiedener Religionen und Nationen verbinden.

Mit den besten Grüßen und Wünschen aus Görlitz
Ihr Maximilian Eiden
Kulturreferent für Schlesien