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Kulturpreis Schlesien 2010 geht an Arno Herzog und Ewa Michnik
Innenminister Schünemann gibt Preisträger bekannt  

Niedersachsens Minister für Inneres und Sport, Uwe Schünemann, hat die Preisträger des Kulturpreises Schlesien des Landes Niedersachsen 2010 bekannt gegeben. Der Wissenschaftler Arno Herzig sowie die Direktorin der Breslauer Oper Ewa Michnik wurden von einer unabhängigen Jury aus Deutschland und Polen gewählt. Einen Sonderpreis erhält die Gründerin der gleichnamigen Stiftung in Breslau, Bente Kahan. Minister Schünemann wird die Preisträger am 4. September 2010 in Breslau auszeichnen.

Der 1977 ins Leben gerufene Kulturpreis Schlesien dient der Würdigung von Künstlern, die entweder selbst aus Schlesien stammen oder deren Werk Bezüge zu Schlesien aufweist. Die beiden Hauptpreise sind mit je 4.000 Euro und der Sonderpreis mit 3.000 Euro dotiert.

Schünemann sagte nach der Jurysitzung in Berlin: „Ich bin überzeugt, die Jury hat würdige Preisträger ausgewählt, die im Sinne des Kulturpreises einen wichtigen Beitrag zur deutsch-polnischen Verständigung leisten.“

Prof. Dr. Arno Herzig, 1937 in Albendorf bei Glatz geboren, besuchte ab 1948 die Internatsschule der schlesischen Franziskaner in Ottbergen bei Hildesheim und anschließend das Gymnasium Josephinum in Hildesheim. Nach dem Abitur schloss sich ein Studium der Geschichte, Geografie und Germanistik in Würzburg und Wien an. Nach verschiedenen Stationen erhielt er von der Universität Hamburg einen Ruf als Professor für Frühe Neuzeit.  Dort lehrte er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2002. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählt die Geschichte Schlesiens, zu der er sieben Monografien und über 50 Aufsätze verfasst und fünf Forschungsbände herausgegeben hat. Ab den 80er Jahren war Prof. Herzig häufig zu Forschungsaufenthalten in Breslau und unterhielt Kontakte mit Kollegen der Universität Breslau, die bis heute bestehen.

Prof. Ewa Michnik ist seit 1995 Intendantin und Generalmusikdirektorin der Oper Breslau. Mit der ersten Breslauer Produktion von Wagners gesamten "Ring des Nibelungen" nach 1945 hat sie Operngeschichte geschrieben. Darüber hinaus wurde die Zusammenarbeit zwischen den Opern Hannover und Breslau mit der Inszenierung durch den ehemaligen Intendanten der Staatsoper Hannover, Prof. Hans-Peter Lehmann, intensiviert.

Michnik hat an der Musikhochschule in Krakau Musiktheorie, Pädagogik und Dirigieren studiert. In den Jahren 1972 bis 1978 war sie als Dirigentin der Philharmonie in Grünberg  tätig. Von 1981 bis 1995 arbeitete Michnik als Intendantin und musikalische Leiterin an der Krakauer Oper. Von 1997 bis 2002 agierte Michnik als musikalische Leiterin des internationalen Festivals Wratislavia Cantans.

Den Sonderpreis 2010 erhält die gebürtige Norwegerin Bente Kahan. 2006 gründete die jüdische Künstlerin die nach ihr benannte Stiftung in Breslau.  Kahan setzt sich für die Darstellung des früheren jüdischen Lebens in Breslau und für die Verständigung von Völkern und Religionen in Europa ein.

[Mitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport, gekürzt].

Horst-Bienek-Jahr im Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit in Gleiwitz

In diesem Jahr jährt sich der 80. Geburtstag und 20. Todestag des großen Gleiwitzer Schriftstellers, Schöpfers der Gleiwitzer Tetralogie - Horst Bienek. Um den Jahrestag zu begehen, hat das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit gemeinsam mit der Stadt Gleiwitz, dem Gleiwitzer Museum sowie dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Breslau und dem Deutschen Konsulat in Oppeln die Organisation eines Horst-Bienek-Jahrs aufgenommen, welches sich aus einer Reihe von Horst Bienek gewidmeten Veranstaltungen zusammensetzen wird. Im Programm enthalten sind u.a.:

  • II. Auflage des Literaturwettbewerbs "Oberschlesien als deutsch-polnisches Kulturerbe. Wir suchen einen neuen Horst Bienek". Aufgabe der Teilnehmer ist es eine Arbeit in literarischer Form freier Wahl zu verfassen, wobei die Arbeiten thematisch Gleiwitz bzw. die Region Oberschlesien aus einer weiten deutsch-polnischen Perspektive umfassen sollten. Die besten Arbeiten werden veröffentlicht; (Februar-Oktober)
  • Die Ergänzung des Literaturpreisausschreibens stellt ein Wettbewerb in den Bildenden Künsten dar, der darauf abzielt eine Illustration zu schaffen, die von dem Werk Bieneks inspiriert ist. Der Erstplatzierte wird mit einem Preis ausgezeichnet, die besten Arbeiten werden nach dem Wettbewerb neben den besten literarischen Texten in einer eigens dafür vorgesehenen Publikation veröffentlicht; (Februar-Oktober)
  • BienkoBUS - ein eigens zum Zwecke des Bienek-Jahrs gestalteter Stadtbus, der durch die Gleiwitzer Straßen fahren wird um Informationen über das Horst-Bienek-Jahr zu verbreiten und der die Möglichkeit bieten wird, sich in seinem Inneren mit der Lebensgeschichte Bieneks sowie Auszügen aus seinem Werk vertraut zu machen, sich der Lektüre von "Die erste Polka" hinzugeben, Informationen über die geplanten Veranstaltungen zu Ehren dieses Gleiwitzer Schriftstellers einzuholen, auf diese Weise also einen netten und aufschlussreichen Aufenthalt zwischen den Haltestellen zu verbringen; (Mai-Dezember)
  • Theaterstück auf Grundlage von Horst Bieneks Roman "Die erste Polka", inszeniert von Dariusz Jezierski, Schöpfer des Theaterstudios Pro Forma, Journalist, Pädagoge, Organisator von Theaterfestivals; (Oktober)
  • Feierliche Verleihung der Preise an die Gewinner des Literaturwettbewerbs und des Wettbewerbs in den Bildenden Künsten, Dezember d.J.

Außerdem laden wir zum Besuch unserer Website ein:  www.horstbienek.haus.pl   

Nähere Informationen: Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit, ul. Bojkowska 37, 44-100 Gliwice, Tel. 32 232 49 02, Fax: 32 232 49 01, Małgorzata Prządka, Projektmanagerin, E-mail:  malgorzata.przadka(at)haus.pl, Aleksandra Bernais, Projektassistentin, E-mail:  aleksandra.bernais(at)haus.pl.

Fotos von der Eröffnung der Ausstellung in Leubus 

 

 

„Klosterdämmerung“ - vom Umbruch zum Aufbruch. 1810 - 2010: Zweihundert Jahre Säkularisation in Schlesien am Beispiel der Zisterzienser

Neue Dauerausstellung im ehemaligen Zisterzienserkloster Leubus  www.fundacjalubiaz.org.pl 
Öffnungszeiten: April bis September: 9-18 Uhr, Oktober bis März: 10-15 Uhr
Besichtigung täglich zur vollen Stunde
Deutschsprachige Gruppenführungen nach Anmeldung: +492244-886-231

Neue Dauerausstellung im ehemaligen Kloster Kamenz
PL-57-230 Kamieniec Ząbkowicki
Eröffnung am Samstag, 26. Juni 2010 um 11 Uhr mit einem Einführungsvortrag von Arne Franke M.A., Berlin
Öffnungszeiten: 15. März bis 15. Oktober: Di-Fr 10-16 Uhr, Sa 10-17 Uhr, Sonn- und Feiertage 12-18 Uhr
In den Wintermonaten nach telefonischer Anmeldung: +48-748173117 (Stefan Gnaczy)

Weitere Informationen unter:  www.saekularisation-in-schlesien.de

Call for Papers zur Konferenz: "Rund um das Riesen- und Isergebirge. Die Kunst des Barocks im schlesisch-böhmisch-lausitzschen Grenzraum"
veranstaltet durch das Riesengebirgsmuseum/Muzeum Karkonoskie und das Institut für Kunstgeschichte der Universität Breslau in Hirschberg/Jelenia Góra vom 14.10.-16.10.2010.

Call for papers dot. sesji "Wokół Karkonoszy i Gór Izerskich. Sztuka baroku na śląsko-czesko-łużyckim pograniczu", zorganizowanej przez Muzeum Karkonoskie oraz Instytut Sztuki Uniwersytetu Wroclawskiego w Jeleniej Górze, 14-16 października 2010 roku.

Informationen/Informacji: Muzeum Karkonoskie, ul. Matejki 28, 58-506 Jelenia Góra, Polen; e-mail: muzeumjg@pbox.pl

Müßiggänger und Flaneure - Próznacy i spacerowiczy
Ausstellung mit historischen Aufnahmen von Robert Scholz

Eine Ausstellung der Görlitzer Denkmalschutzbehörde mit Fotografien aus den Beständen des Ratsarchivs

Ort: Stadtbibliothek Görlitz, Jochmannstr. 2-3, 02826 Görlitz
bis 09.07.2010

 

Ein vergessenes Arkadien. Schlösser und Parkanlagen der ehemaligen Grafschaft Glatz
09.05.2010 – 25.07.2010, Di – So | 10.00 – 18.00 Uhr
Schloss Caputh | Saal im Westlichen Erweiterungsflügel
(Straße der Einheit 2, 14548 Schwielowsee/Caputh)

Eine Ausstellung von Monumenta Silesiae e. V., Görlitz, dem Muzeum Ziemi Kłodzkiej, Kłodzko (Museum des Glatzer Landes, Glatz) und dem Denkmalamt der Wojwodschaft Wałbrzych (Waldenburg), präsentiert vom Deutschen Kulturforum östliches Europa in Kooperation mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten

Ausführliche Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm unter:  http://www.dkf-moe.de/x/FMPro?-db=dkf01.fp5&-format=print.html&ID=1016817&-token.3=1000014&-find

Stipendien für Forschungsaufenthalte in Polen
 
Das Deutsche Historische Institut in Warschau vergibt im Rahmen seiner Aufgaben und nach Maßgabe der ihm zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel Stipendien zur Unterstützung solcher Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der polnischen, deutsch-polnischen und polnisch-ostmitteleuropäischen Geschichte, die einen Aufenthalt in Polen erfordern. Die Stipendien, die sich in erster Linie an Nachwuchswissenschaftler/innen richten, werden je nach Forschungsvorhaben für einen oder mehrere Monate vergeben.
Anträge auf Gewährung eines Stipendiums sind jeweils bis zum 31. März für ein Stipendium ab dem folgenden September und zum 30. September für ein Stipendium ab dem folgenden Januar an den Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Warschau zu richten.
 
Nähere Informationen, auch über die Voraussetzungen für eine Bewerbung, finden sich unter:
 http://www.dhi.waw.pl/de/forschung/stipendien/dhi-stipendien.html

Herrenlos! Schlesische Klöster zwischen Aufhebung und neuer Berufung
Eine Sonderausstellung des Oberschlesischen Landesmuseums
16.05.2010 – 05.09.2010, Oberschlesisches Landesmuseum (Bahnhofstraße 62, 40883 Ratingen)

Schlesien kann als eine Klosterlandschaft aufgefasst und betrachtet werden. Das christliche Leben ist dort nicht ohne Klöster und Stifte vorstellbar. Zahlreichen Ordensgemeinschaften verdankt die Region eine beachtliche mittelalterliche Entwicklung, nicht nur im religiösen Bereich. Beginnend mit der hochmittelalterlichen Landeserschließung und über die Gegenreformation hinausreichend haben die Klöster Schlesien geprägt. Mit den Aufhebungen in den habsburgischen und preußischen Landesteilen hat sich vieles verändert, wurde unterbrochen und doch wieder neu begonnen. Eine weitere Zäsur bewirkte der Zweite Weltkrieg.Diese umfangreiche Thematik greift das Oberschlesische Landesmuseum in Ratingen in einer großen Ausstellung auf, die vom 16. Mai bis 5. September 2010 gezeigt wird. Anlass ist der 200. Jahrestag der Klosteraufhebung in Preußisch-Schlesien, die mit dem Säkularisationsedikt vom 30. Oktober 1810 angeordnet und am 19. November 1810 offiziell verkündet wurde.Dabei wird ein großer Bogen über die Rolle der Stifte und Orden auf die kulturelle und religiöse Entwicklung Schlesiens gespannt, die Zäsuren im Verlauf der Jahrhunderte und die Wirkung bis in die Gegenwart werden würdigend behandelt.

Daneben soll durch die Präsentation ausgewählter originaler Exponate die Vielfalt und Schönheit kunsthistorischer Schaffenskunst gezeigt werden. Dazu gehören Klosterbibliotheken (mit diversen Formen des Buchdrucks), Klostermusik und –kunst sowie liturgische Gerätschaften, aber auch alltägliche Gebrauchsgegenstände. Die im Zuge der Gegenreformation und der Katholischen Reform im 17. Jahrhundert einsetzende Barockisierung prägte sowohl die Kunstgeschichte als auch das Glaubensleben nachhaltig. Bei der Ausstattung von Kirchen und Klöstern wurde ganz bewusst das politische Zugehörigkeitsgefühl zur Habsburgerkrone und als Abgrenzung von der Reformation die Betonung der katholischen Tradition, beispielsweise durch die Heiligenverehrung gewählt. Auch die Kunstwerke der schlesischen Klostermaler weisen nicht nur Bezüge zu Böhmen und Österreich, sondern auch zu den Niederlanden auf. Der bekannteste in Schlesien wirkende Maler war Michael Willmann, der »schlesische Rembrandt«, dessen fulminante Werke bis heute ehemalige Klosterkirchen in Schlesien schmücken.

Der Besucher wird in die Klosterwelt hineingeführt und erfährt von der Vielfalt des geweihten Lebens und den unterschiedlichen Aufgaben und Zielsetzungen der in Schlesien wirkenden Ordensgemeinschaften. Gleichzeitig soll ihm vor Augen geführt werden, in welchem direkten Zusammenhang die Aufhebung der Klöster (Säkularisation) mit der seither fortschreitenden Verweltlichung der Gesellschaft (Säkularisierung) steht und wie sich das auf unsere heutige Gesellschaft auswirkt. Somit wird die Ausstellung keine bloße historische bzw. kunsthistorische Zusammenstellung thematischer Einheiten aufzeigen, sondern soll auch auf die Bedeutung der christlichen Wurzeln für die Entwicklung Schlesiens besinnen. Die Präsentation wird daher in Zusammenarbeit mit kirchlichen Einrichtungen realisiert. Ausdruck dafür ist das Ehrenpatronat, das die Erzbischöfe der Schlesien umfassenden Metropolitanbistümer Breslau (Marian Gołębiewski), Kattowitz (Damian Zimoń) und Olmütz (Jan Graubner) sowie der heimischen rheinischen Kirchenprovinz Köln (Joachim Kardinal Meisner) über die Ausstellung übernommen haben.

Diesen Artikel finden Sie unter der Adresse
www.kulturforum.info/php/x.php4

Wissenschaftlicher Förderpreis des Botschafters der Republik Polen
Bewerbungsschluss: 15.10.2010

Die Botschaft der Republik Polen und das Zentrum für Historische Forschung der Polnischen Akademie derWissenschaften vergeben 2010 bereits zum dritten Mal einen wissenschaftlichen Förderpreis für herausragende Dissertationen und Magister-, Diplom- bzw. Masterarbeiten aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften zur polnischen Geschichte und Kultur sowie den deutsch-polnischen Beziehungen. Die Auszeichnung dient derFörderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Beschäftigung mit Polen und deutsch-polnischen Themen.

TEILNAHMEBEDINGUNGEN

   Eingereicht werden können überdurchschnittlich gute Arbeiten, die in der Zeit vom 16. September 2009 bis zum 15. September 2010 an den Hochschulen in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen benotet worden sind. Zum Einreichen berechtigt sind sowohl die Verfasserinnen und Verfasser als auch die Erstgutachterinnen und Erstgutachter. Über die Preisvergabe entscheidet eine internationale Fachjury.

   Die Preisverleihung erfolgt am *7. Dezember 2010* an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.

PREISE
   Förderpreis für die beste Dissertation: 2.000,- Euro
   Förderpreis für die beste Abschlussarbeit: 1.000,- Euro

   Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung oder Ihren Vorschlag mit je einem Exemplar der Arbeit in gedruckter und digitaler Form sowie einer Kopie der Gutachten bzw. einer gutachterlichen Stellungnahme und einer Kurzvita beim Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Stichwort Förderpreis 2010, Majakowskiring 47, 13156 Berlin ein.

INFORMATION & KONTAKT Kerstin Hinrichsen:  hinrichsen(at)panberlin.de, Tel. 0049/30/486 285 55, Fax 0049/30/486 285 56  www.panberlin.de http://www.panberlin.de/