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Kulturpreis Schesien des Landes Niedersachsen 2010
04.09.2010 in Breslau

Am 04. September wurde der Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen an Prof. Dr. Arno Herzig (Wissenschaftler), Prof. Ewa Michnik (Direktorin der Breslauer Oper) und Bente Kahan (Stiftungsgründerin) im Historischen Rathaus zu Breslau feierlich überreicht.

Vorab fand im Rahmen der Ausstellungseröffnung: "Die Heilige Hedwig - Schutzheilige Schlesiens. Das Leben und die Tätigkeit von Prof. Pater Antoni Kielbasa" am 03. September die posthume Würdigung von Prof. Pater Antoni Kielbasa (*06.11.1938 †15.07.2010) statt.

Der Arbeitskreis Schlesische Musik e.V. sagt diesjährige Musiktagung

Die diesjährige Musiktagung des Arbeitskreises Schlesische Musik konnte aufgrund mangelnder finanzieller Unterstützung nicht stattfinden. Das Thema des „Umbruch“ in der Kultur und speziell der Musik in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts und die zukunftweisende Rolle des Quickborn (zum einhundertjährigen Gründungsjubiläum) soll aber im Jahr 2011 realisiert werden. 

Doppelausstellung in Görlitz: WEISSE ROSE / BIAŁA RÓŻA und KINDER IN UNIFORM
bis 07.10.2010 am Postplatz 19 und in der Theaterpassage

"Die WEISSE ROSE (in Deutscher und Polnischer Sprache  http://www.weisse-rose-stiftung.de/ www.weisse-rose-stiftung.de / http://www.edytastein.org/ www.edytastein.org ) verbindet sich für drei Monate im Zentrum der Doppelstadt mit einer exzellenten Ausstellung des Leipziger Schulmuseums KINDER IN UNIFORM ( http://www.schulmuseum-lepzig.de/ www.schulmuseum-lepzig.de) zu einem visuellen geschichtlichen Lehrpfad. Die Geschwister Scholl, die anfangs auch in der Hitlerjugend waren, lösten sich aus eigener Kraft aus dieser äußerlichen und innerlichen Uniformierung, über die die LeipzigerAusstellung für Hitlerjugend und Junge Pioniere fundiert berichtet – und läßt durch diese Doppelinformation klar werden, daß selbständiges Denken auf genauer Kenntnis und kritischem Prüfen basiert. Und – daß jeder Mensch alles Geschehende beeinflussen kann."

Geöffnet: Montag bis Freitag von 10 – 12 Uhr und von 14 – 16 Uhr. Andere Zeiten und/oder Führungen nach Vereinbarung unter Tel: +49 3581661269 oder  meeting(at)themusicpoint.net meeting(at)themusicpoint.net.

 

200. GEBURTSTAG DER MARIANNE VON ORANIEN (1810-1883)

Das Jahr 2010 ist am 19.11.2009 vom Landtag (Sejmik) der Woiwodschaft Niederschlesien offiziell zum "Jahr der Marianne von Oranien" erklärt worden. Damit soll das Andenken der niederländischen Prinzessin, Gemahlin des preußischen Prinzen Albrecht, geehrt werden und daran erinnert werden, wie sehr sie sich für die soziale Entwicklung in Schlesien verdient gemacht hat. Dem Ehrenkommittee zum Jubiläumsjahr gehören die Sejm-Abgeordnete Monika Wilchowska, die Europa-Abgeordnete  Lidia Geringer d'Oedenberg, die Bürgermeisterin von Habelschwerdt / Bystrzyca Kłodzka Renata Surma, die Schriftstellerin Olga Tokarczuk, die Vorsitzende des Lokalfonds Schneegebirge Dorota Komornicka und die Journalistin Anna Geryn an.

Ein Weg der Marianne von Oranien / Szlak Marianny Orańskiej wurde als Projekt der Grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Euregio Glacensis eingerichtet. Diese beschilderte touristische Strecke, etwa 200 km lang, soll interessierten Reisenden Leben, Tätigkeit und Hinterlassenschaften der Prinzessin vor Augen führen. Er verläuft vom Frankensteiner Land durch den östlichen Teil des Glatzer Landes und die angrenzenden mährischen Gebiete. Orte am Weg sind Ząbkowice Śląskie / Frankenstein, Kamieniec Ząbkowicki / Kamenz, Złoty Stok / Reichenstein, Bílá Voda / Weißwasser, Javorník / Jauernig, Lądek Zdrój / Bad Landeck, Stronie Śląskie / Seitenberg, Staré Město pod Sněžníkem / Mährisch Altstadt, Králiky / Grulich, Międzylesie / Mittelwalde und Międzygórze / Wölfelsgrund. Im Oktober wird eine geführte Tour auf diesem Weg angeboten werden.

Eine Karte findet sich hier:  http://www.umwd.dolnyslask.pl/rokmariannyoranskiej/szlakmariannyoranskiej/

Am 7. Juni veranstalteten die Stadt Kłodzko/Glatz und das Muzeum Ziemi Kłodzkiej / Museum des Glatzer Landes eine wissenschaftliche Tagung über Marianne von Oranien und das Glatzer Land (Marianna Orańska a Ziemia Kłodzka). Der Schwerpunkt lag auf Mariannes Verdiensten als Bergbauunternehmerin und Kunstmäzenin. Krzysztof R. Mazurski, Elżbieta Trocka-Leszczyńska, Wojciech Ciężkowski, Jerzy Organiściak, Krystyna Oniszczuk-Awiżeń, Adriana Mikołajczyk, Bartosz Grygorcewicz, Waldemar Nakraszewicz und Małgorzata Krajnik hielten Vorträge.

Zu den Aktivitäten im Jubiläumsjahr gehörten außerdem ein Jugendwettwerb, eine Vorlesungsreihe am Niderlandistik-Lehrstuhl der Universität Breslau, Theateraufführungen in Breslau und im Habelschwerdter Kulturzentrum, eine am 8. Mai eröffnete Ausstellung, ein Konzert und eine Museumsnacht im Habelschwerdter Kulturzentrum. Marianne war auch Patronin und Themenschwerpunkt für die Stadtfeste von Seitenberg und Landeck im Juni.  Am 29. Mai fand ein Festakt auf Schloß Kamenz / Kamieniec Ząbkowicki statt. Im Juli und August sind Mal-Pleinairs in Weißwasser, Kamenz und Landeck geplant. Am 7./8. August wird in Landeck eine "Zeitreise" und ein "Historisches Wochenende mit Marianne von Oranien" angeboten werden.

Marianne von Oranien war die Tochter Wilhelms I. von Oranien, Königs der Niederlande und der Friederike Wilhelmine von Preußen. Sie wurde 1810 in Berlin geboren, wo die Niederländische Königsfamilie wegen der napoleonischen Herrschaft im Exil lebte. Marianne heiratete ihren Coursin, den preußischen Prinzen Albrecht. Sie erbte die Güter Kamenz und Wartha und kaufte dazu bald das Gut in Streckendorf / Strachocin und die Schlösser Schnallenstein und Seitenberg. Sie investierte Klug, baute eine Landstraße über die Mährische Grenze, organisierte Forstwirtschaft, Forellenzucht, Granit- und Marmorbrüche und die "Oranienhütte", eine bis heute in Betrieb befindliche Glashütte in Seitenberg. In Kamenz entstand nach ihren Wünschen und nach den Plänen Schinkels ein großzügiger und eigenwilliger Schloßbau. Marianne setzte sich in bemerkenswertem Umfang für soziale Belange ein, brachte gezielt Menschen in Arbeit und stiftete Schulen, Kirchen, Kranken-, Armen- und Waisenhäuser. Wegen einer Liebesbeziehung mit ihrem niederländischen Kutscher Johannes van Rossum wurde sie geschieden, von ihren Kindern getrennt. Von diesem Zeitpunkt an durfte sich Marianne nie länger als 24 Stunden auf preußischem Boden aufhalten, was sie nicht davon abhielt, ihre grenznahen Besitzungen auszubauen und zu bewirtschaften. Im Lauf der Zeit kaufte sie 35 Dörfer und zwei Städte. Sie stützte sich dabei auch auf ihre Besitzungen auf der mährischen, zu Österreich gehörenden Seite des Gebirges. Eine Neuerscheinung über Marianne von Oranien von Marcin Gaworski wird im Teil Literatur angezeigt. (me)

Foto © Wolfgang Schekanski, Herder-Institut, Marburg 

Umbau im Schlesischen Landesmuseum in Troppau/Opava (CZ)

Das Schlesische Landesmuseum in Troppau (Slezské Zemské Muzeum v Opavě) wird bis zum Jahr 2012 umgebaut. 108 Millionen Kronen (ca. 4,2 Millionen Euro) fließen in die Innenrenovierung und Modernisierung des historischen Ausstellungsgebäudes im ehemaligen Österreichisch-Schlesischen Landtag. Die ständige Ausstellung soll eine neue, moderne Form erhalten. Geschichte, Kultur und Landesnatur des tschechischen Teils Schlesiens sollen zeitgemäßer vermittelt werden. Direktor Anton Šimčík kündigte an, die Besucher könnten künftig eine „einzigartige Enzyklopädie Schlesiens“ durchschreiten.  Die neuesten museumspädagogischen Ansätze, vor allem das Prinzip der Interaktivität sind Teil des Konzepts. Nicht gezeigte Exponate sollen in einem virtuellen Katalog betrachtet werden können. Außerdem soll es ein Kindermuseum, einen Mutter- und Kind-Raum, einen Veranstaltungsraum und einen Unterstand für Fahrräder und Kinderwagen geben. Das Gebäude soll durch die Umgestaltung auch barrierefrei werden. Ein Café und ein Museumsladen runden das Angebot ab. Für die geplanten Arbeiten kommen 98 Millionen Kronen aus EU-Mitteln im Rahmen des Regionalen Operationsprogramms Mährisch-Schlesien.

Das 1814 gegründete Museum ist das älteste in Tschechien und das drittgrößte des Landes. Es hat die Funktion einer zentralen Einrichtung für das tschechische, früher österreichische Schlesien und Nordmähren. Die Sammlungen sind reich an Zeugnissen aus der Natur und Geschichte der Region. In der Kunstabteilung finden sich Werke österreichischer Künstler und europäischer Grafik. Zum Museum gehören auch ein berühmter botanischer Garten in Nový Dvůr sowie ein System von tschechischen Verteidigungsanlagen aus den Jahren 1934 bis 1938 als Freilichtmuseum für Militärtechnik.

 www.szmo.cz

Horst-Bienek-Jahr im Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit in Gleiwitz

In diesem Jahr jährt sich der 80. Geburtstag und 20. Todestag des großen Gleiwitzer Schriftstellers, Schöpfers der Gleiwitzer Tetralogie - Horst Bienek. Um den Jahrestag zu begehen, hat das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit gemeinsam mit der Stadt Gleiwitz, dem Gleiwitzer Museum sowie dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Breslau und dem Deutschen Konsulat in Oppeln die Organisation eines Horst-Bienek-Jahrs aufgenommen, welches sich aus einer Reihe von Horst Bienek gewidmeten Veranstaltungen zusammensetzen wird. Im Programm enthalten sind u.a.:

  • II. Auflage des Literaturwettbewerbs "Oberschlesien als deutsch-polnisches Kulturerbe. Wir suchen einen neuen Horst Bienek". Aufgabe der Teilnehmer ist es eine Arbeit in literarischer Form freier Wahl zu verfassen, wobei die Arbeiten thematisch Gleiwitz bzw. die Region Oberschlesien aus einer weiten deutsch-polnischen Perspektive umfassen sollten. Die besten Arbeiten werden veröffentlicht; (Februar-Oktober)
  • Die Ergänzung des Literaturpreisausschreibens stellt ein Wettbewerb in den Bildenden Künsten dar, der darauf abzielt eine Illustration zu schaffen, die von dem Werk Bieneks inspiriert ist. Der Erstplatzierte wird mit einem Preis ausgezeichnet, die besten Arbeiten werden nach dem Wettbewerb neben den besten literarischen Texten in einer eigens dafür vorgesehenen Publikation veröffentlicht; (Februar-Oktober)
  • BienkoBUS - ein eigens zum Zwecke des Bienek-Jahrs gestalteter Stadtbus, der durch die Gleiwitzer Straßen fahren wird um Informationen über das Horst-Bienek-Jahr zu verbreiten und der die Möglichkeit bieten wird, sich in seinem Inneren mit der Lebensgeschichte Bieneks sowie Auszügen aus seinem Werk vertraut zu machen, sich der Lektüre von "Die erste Polka" hinzugeben, Informationen über die geplanten Veranstaltungen zu Ehren dieses Gleiwitzer Schriftstellers einzuholen, auf diese Weise also einen netten und aufschlussreichen Aufenthalt zwischen den Haltestellen zu verbringen; (Mai-Dezember)
  • Theaterstück auf Grundlage von Horst Bieneks Roman "Die erste Polka", inszeniert von Dariusz Jezierski, Schöpfer des Theaterstudios Pro Forma, Journalist, Pädagoge, Organisator von Theaterfestivals; (Oktober)
  • Feierliche Verleihung der Preise an die Gewinner des Literaturwettbewerbs und des Wettbewerbs in den Bildenden Künsten, Dezember d.J.

Außerdem laden wir zum Besuch unserer Website ein:  www.horstbienek.haus.pl   

Nähere Informationen: Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit, ul. Bojkowska 37, 44-100 Gliwice, Tel. 32 232 49 02, Fax: 32 232 49 01, Małgorzata Prządka, Projektmanagerin, E-mail:  malgorzata.przadka(at)haus.pl, Aleksandra Bernais, Projektassistentin, E-mail:  aleksandra.bernais(at)haus.pl.

Call for Papers zur Konferenz: "Rund um das Riesen- und Isergebirge. Die Kunst des Barocks im schlesisch-böhmisch-lausitzschen Grenzraum"
veranstaltet durch das Riesengebirgsmuseum/Muzeum Karkonoskie und das Institut für Kunstgeschichte der Universität Breslau in Hirschberg/Jelenia Góra vom 14.10.-16.10.2010.

Call for papers dot. sesji "Wokół Karkonoszy i Gór Izerskich. Sztuka baroku na śląsko-czesko-łużyckim pograniczu", zorganizowanej przez Muzeum Karkonoskie oraz Instytut Sztuki Uniwersytetu Wroclawskiego w Jeleniej Górze, 14-16 października 2010 roku.

Informationen/Informacji: Muzeum Karkonoskie, ul. Matejki 28, 58-506 Jelenia Góra, Polen; e-mail: muzeumjg@pbox.pl

Studenten machen Schule - Deutsche Kulturgeschichte im östlichen Europa
Teilnehmer gesucht für grenzüberschreitende Spurensuche!

Worum es geht...
Jugend braucht Identität – Identität braucht Herkunft – Herkunft braucht Geschichte: Gerade an der Grenze von Staaten sind Geschichten zu entdecken, die die Vergangenheit dieser Gebiete deutlich machen und die zeigen, dass die historischen Regionen früher nicht an den heutigen nationalen Staatsgrenzen endeten, dass diese Regionen nach vielen Jahrhunderten wechselnder Herrschaft sowie mehreren Grenz- bzw. Bevölkerungsverschiebungen einen wahrhaft europäischen Charakter bewahrt haben in dem Sinne, als dass sie grenzüberschreitend sind. An der östlichen Grenze Deutschlands sind es die Regionen Neumark und Schlesien in Polen sowie Böhmen in Tschechien, die Gegenstand des Projekts sind.

Der Geschichte dieser drei Regionen nachzuspüren, etwas über ihre Historie zu lernen und an andere zu vermitteln, einen produktiven Aneignungsprozess des Erfahrenen in Gang zu setzen - das sind die Ziele des Projekt "Studenten machen Schule - Deutsche Kulturgeschichte im östlichen Europa". Dabei soll den Studierenden und Lehrenden sowie den Schülerinnen und Schülern die verbindende Kraft dieser Regionen bewusst gemacht werden.

Wen wir suchen
Wir suchen Studierende aller Fachrichtungen, die Interesse an der Entwicklung kreativer und innovativer didaktischer Handlungsvorlagen für Schulen haben und diese in einer spannenden Projektwoche mit den Schülern gemeinsam erproben wollen. Besonders angesprochen werden hierbei Lehramtsstudentinnen und
-studenten oder Studierende, die durch ihr Studium oder ihre Herkunft einen Bezug zur Region haben. Es sind allerdings grundsätzlich alle Interessierten willkommen, da wir überzeugt sind, auf diese Weise ein möglichst reiches, auch künstlerisch geprägtes Spektrum an Ideen für die Vermittlung an den Schulen zu erzielen.

Was wir bieten
In zwei je 2-tägigen Schulungs-Workshops, zum einen Ende September 2010 in Potsdam, zum anderen Anfang November 2010 in Polen bzw. Tschechien werdet ihr mit professioneller Unterstützung sowohl methodisch als auch inhaltlich auf die Projektwoche in den Schulen vorbereitet. Anfang des 2. Schulhalbjahres werden die erarbeiteten Themen und Projekte mit den ausgewählten Schulen in den 9. und 10. Klassen durchgeführt. Die Ergebnisse aus den Projektwochen werden bei einer öffentlichen Festveranstaltung vorgestellt und in einer Preisverleihung gekürt. Schulklasse und Studierendenteam teilen sich jeweils die Preise. Außerdem möchten wir die erarbeiteten Handlungsvorlagen nach Abschluss des Projekts im Rahmen einer Präsentation des Projekts im Internet veröffentlichen und anderen Interessierten zugänglich machen. Wir bemühen uns auch um eine Anerkennung der Projektmitarbeit bei den jeweiligen Universitäten im Rahmen des Studienplans (Praktikum, ECTS).

Das Projekt wird mit Mitteln eines speziell aufgelegten Förderprogramms für Kulturelle Bildung durch den Bundesbeauftragten für Kultur und Bildung, Staatsminister Bernd Neumann, ermöglicht.

Ansprechpartner
Wenn wir euer Interesse geweckt haben, dann bewerbt euch bis 30.09.2010 mit einem Lebenslauf und einem kurzen Motivationsschreiben bei Frau Ariane Afsari, Deutsches Kulturforum östliches Europa, E-Mail:  afsari(at)kulturforum.info afsari(at)kulturforum.info, Telefon: 0331-200 98 38

GFPS-Stipendien für Studienaufenthalte in Polen und Tschechien
Bewerbungsschluss: 30.09.2010

Die Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa (GFPS e.V.) vergibt für das Sommersemester 2011 Stipendien
für ein Auslandssemester in Polen oder Tschechien. Unter den Zielorten sind auch die Schlesische Universität in Katowice/Kattowitz und die Universität Wrocław/Breslau.

Weitere Informationen zu den Stipendien, den Auswahlkriterien und dem Bewerbungsverfahren unter:  www.gfps.org/stipendien.
Bei Fragen wendet Euch bitte an:  stipendien(at)gfps.org.

Call for Papers
Interdisziplinäre Tagung: Geteilte Regionen " geteilte Geschichtskultur(en)?
Cieszyn (Polen), 3.-4. März 2011

Organisatoren: Europäisches Netzwerk Erinnerung und Solidarität, In Zusammenarbeit mit Książnica Cieszyńska / Teschener Bibliothek, Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa

Während des 20. Jahrhunderts wurden in Europa zahlreiche historisch gewachsene Regionen infolge politischer Entscheidungen geteilt. Grenzen wurden neu gezogen und damit vielfach kompakte, über lange Zeiträume gewachsene territoriale Einheiten auseinander rissen. Beispielhaft sind das Teschener Land, Oberschlesien, Elsaß- Lothringen, die slowakisch-ungarische Grenzregion, das Banat und Siebenbürgen oder auch die Stadt Berlin zu nennen. Im Rahmen dieser transnational ausgerichteten Tagung soll anhand ausgewählter Beispiele der Frage nachgegangen werden, wie sich derartige Grenzziehungen kurz- und langfristig auf die Erinnerungskulturen und Mentalitäten beiderseits der neu entstandenen Grenzen ausgewirkt haben. Welche Bedeutung kam dabei geschichtspolitischen Initiativen in den betroffenen Regionen zu? Wie wurden bestimmte Formen von Geschichtskultur(en) durch politische Vorgaben beeinflusst? Lassen sich übergreifende Strategien zur Identitätsbildung erkennen? In einem interdisziplinären Ansatz und unter Heranziehung vielfältiger textueller, medialer und visueller Quellengattungen sollen Geschichtskonstrukte und kulturelle Muster analysiert werden, die durch Institutionen und Medien in diesen Regionen beeinflusst und verbreitet wurden. Auf der Tagung sollen insbesondere die realen, alltagsgeschichtlichen Wahrnehmungen und Auswirkungen der jeweiligen Geschichtskultur untersucht werden. Hierbei können Aktivitäten der öffentlichen (Selbst-)Verwaltung, des Schulwesens, kirchlicher Institutionen, von Heimat- und Geschichtsvereinen, Präsentationen in Museen und Heimatsammlungen, Darstellungen in literarischen Werken, Denkmäler und diverse Formen der Fest- bzw. Jubiläumskultur im Mittelpunkt der Referate stehen. Des Weiteren wären Analysen von Initiativen wünschenswert, die Wege zur symbolischen Überwindung von Grenzen aufgezeigt haben oder die aktuellen multiplen Austauschprozessen verpflichtet sind. Dabei werden auch aktuelle Diskussionen zur Anwendbarkeit postkolonialer Modelle auf Europa reflektiert.

Die Redezeit beträgt 20 Minuten. Tagungssprachen sind Deutsch, Polnisch und Tschechisch. Bitte senden Sie uns bis zum 30. September 2010 ein Exposé Ihres (unveröffentlichten) Beitrags (ca. eine halbe DIN-A 4-Seite, 2.400 Zeichen) sowie kurze Angaben über Ihren beruflichen Werdegang und die derzeitige Tätigkeit. Eine Publikation der Tagungsbeiträge ist geplant. Vorschläge sind zu richten an:  Burkhard.Olschowsky(at)uni-oldenburg.de und  k.szelong(at)kc-cieszyn.pl Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa Johann-Justus-Weg 147a D-26127 Oldenburg Książnica Cieszyńska ul. Mennicza 46 PL-43-400 Cieszyn

FOTO-Wettbewerb: „Unterwegs entlang der VIA REGIA – Architektur in der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa. Gestern.Heute.Morgen.“Einsendeschluss ist der 16. Oktober 2010Konkurs fotograficzny: „Wzdłuż VIA REGIA – Architektura w Euroregionie Neisse-Nisa-Nysa. Wczoraj.Dziś.Jutro.”Termin nadsyłania prac 16. Październik 2010!

Alle interessierten FotografInnen können 3 Einzelbilder im Format A4 (30 x 21cm) oder in A3 (41 x 30 cm) in elektronischer Form auf CD oder DVD mit einer Auflösung von 300 dpi als jpg-Datei einreichen. Andere Formate werden bei der Bewertung nicht berücksichtigt.
Die Fotos müssen aus den Jahren 2009 und/ oder 2010 stammen und dürfen noch nicht prämiert worden sein.
Unter allen TeilnehmerInnen werden in den Kategorien: Hobbyfotografen, Jugendliche bis 21 Jahre und Publikumsliebling die Besten durch eine fachkundige Jury mit attraktiven Preisen prämiert. Den Gewinnern und Platzierten winken Sachpreise im Werte bis zu 50 €.
Alle  weiteren Informationen zu den Teilnahmebedingungen können Sie unter dem gleichnamigen Button auf der linken Seite unserer Website des Fotowettbewerbs erfragen.
Ab sofort können Sie ihre/könnt Ihr eure Fotos zum Thema: „Unterwegs entlang der VIA REGIA – Architektur in der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa. Gestern.Heute.Morgen.“ unter folgender Adresse einsenden:

„Wzdłuż VIA REGIA – Architektura w Euroregionie Neisse-Nisa-Nysa. Wczoraj.Dziś.Jutro.” Termin nadsyłania prac 16. Październik 2010!
Wszyscy zainteresowani fotografowie hobbyści mogą nadesłać 3 pojedyncze zdjęcia w formacie A4(30×21cm) albo w formacie A3(41×30 cm) w formie  elektronicznej  na CD/DVD o rozdzielczości 300 dpi jako plik jpg. Inne formaty nie będą uwzględniane.
Zdjęcie powinno być zrobione w latach 2009/2010 i nie uczestniczyć w innych konkursach.
Wśród uczestników wyróżnimy następujące kategorie: Fotograficy hobbyści, Młodzież do lat 21 a Nagroda publiczności najlepsze fotografie zostaną nagrodzone atrakcyjnymi nagrodami. Wszystkie informacje są dostępne na naszej stronie internetowej na lewej brzegu strony. strony.
Możecie wysyłać swoje prace na podany adres:

Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorgelec e.V., Fotowettbewerb „Unterwegs“, Björn Fengler, Untermarkt 23, D-02826 Görlitz, Tel.: +49 (0)3581 767 83 31, Fax: +49 (0)3581 767 83 79, eMail:  fotowettbewerb(at)goerlitz-zgorzelec.org

Ausschreibung: "Grenzgänger"-Recherchestipendien
Bewerbungsschluss: 31. Oktober 2010

Das Förderprogramm "Grenzgänger", das die Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin durchführt, wird zum 31. Oktober erneut ausgeschrieben. Wer Mittel-, Ost- und Südosteuropa entdecken will, wer eine deutschsprachige Veröffentlichung plant und auf Recherchereise Richtung Osten aufbrechen möchte, kann sich um Förderung bewerben.
Gesucht werden Autoren, die Informationen aus erster Hand sammeln und authentische Orte besuchen wollen und einen eigenen Blick wagen. Die Veröffentlichungen sollen ein breites Publikum erreichen können, zu Diskussionen anregen und zu mehr Verständnis für die Länder Mittel-, Ost- und Südosteuropas beitragen. Willkommen sind literarische und essayistische Prosa, Fototextbände, Kinder- und Jugendbücher, aber auch Drehbücher für Dokumentarfilme und Hörfunkbeiträge.
Es können pauschale Recherchestipendien in Höhe von 2.000 bis 10.000 € beantragt werden. Eine unabhängige Jury wählt aus den eingehenden Bewerbungen Projekte zur Förderung aus. Die "Grenzgänger" werden zudem darin unterstützt, ihre Werke in öffentlichen Veranstaltungen zu präsentieren.

Unter folgenden Internetadressen erhalten Sie ausführliche Informationen und können die aktuellen Bewerbungsunterlagen herunterladen:  www.bosch-stiftung.de/grenzgänger (mit Darstellungen bereits geförderter Projekte)  www.lcb.de/grenzgaenger (inkl. Antworten auf die häufigsten Fragen)

NACHRUFE

Zum Tod des polnischen Historikers Roman Zglobicki
Roman Zglobicki ist Ende vergangener Woche im Alter von 73 Jahren in Zgorzelec gestorben. Sein Lebenswerk ist die Erforschung der Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag VIIIa, dessen Gelände heute auf der polnischen Seite der Europastadt Görlitz-Zgorzelec liegt, und auf dem der MEETINGPOINT MUSIC MESSIAEN nach den Entwürfen des irischen Architekten Ruairi O'Brien entstehen wird. Vierzig Jahre seines Lebens hat der in Zgorzelec als Geschichtslehrer arbeitende Roman Zglobicki dem Dokumentieren der schweren und teilweise entsetzlichen Geschichte dieses Lagers gewidmet. Mit seinen Schülern hat er ein kleines Museum zum StaLag VIIIa geschaffen, 1995 seine Forschungsergebnisse als Buch veröffentlicht. Er hat die Arbeit des MEETINGPOINT seit 2005 beispielhaft begleitet und im Januar 2010 bei der Präsentation des Vorhabens in Brüssel durch die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, den Fachvortrag gehalten. Die Internationalen Workcamps des MEETINFPOINT und seine GESCHICHTSWERKSTATT hat er - unermüdlich sein Wissen an die Jugendlichen weitergebend - historisch fundiert. Seine Füße und sein Inneres Orientierungssystem kannten jeden Quadratmeter des 30 Hektar großen Geländes. Er war das lebendige Gedächtnis des StaLag VIIIa - und wurde im Mai diesen Jahres noch mit der Europamedaille der Doppelstadt geehrt. Leise, bescheiden, akribisch genau und beseelt von seiner Arbeit war er bis zu seinen letzten Schritten - ein Großer ohne jedes Großtun. Der MEETINGPOINT hat nicht nur einen wichtigen Wissenden, er hat einen mutigen Freund verloren, der sich seine schwere Aufgabe selbst gesucht hatte. Alles von ihm Erkämpfte und Erforschte ist ein kostbares Vermächtnis, das im Gedenkbau des MEETINPOINT MUSIC MESSIAEN seinen für alle zugänglichen Ort finden wird. Roman Zglobicki hat mit dem Wissen gehen dürfen, daß seine Arbeit weitergeführt wird. Dessen war er sich in den letzten Monaten sicher. Wie der MEETINGPOINT seiner kostbaren Freundschaft. Das Benefizkonzert der STAATSKAPELLE am 28. August 2010 war dazu gedacht, die Übersetzung seines Buches ins Deutsche zu finanzieren. es wird nun auch Gedenkkonzert sein für Professor Roman Zglobicki.
Dr. Albrecht Goetze, Meeting Point Messiaen

Zum Tod des Kirchenhistorikers Prof. Dr. Antoni Kiełbasa SDS
Am 15. Juli starb der Salvatorianerpater, Historiker und Hochschullehrer Antoni Kiełbasa, der wohl weltweit größte Experte für das Leben und den Kult der heiligen Hedwig von Schlesien. Der 1938 in Schwientochlowitz geborene Schlesier ergriff den geistlichen Beruf unter schwierigsten Bedingungen in den Jahren des Stalinismus. Schon gleich nach seiner Priesterweihe 1962 kam er nach Trebnitz, das sein Lebensort werden sollte. Er diente dem dortigen Haus der Salvatorianer und dem Orden in verschiedensten Funktionen, war unter anderem Stellvertreter des Provinzials. Seit den sechziger Jahren qualifizierte er sich als Historiker, zunächst mit Beiträgen zur Ordensgeschichte. Er forschte in Rom, Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seit 2000 lehrte er als Professor an der Päpstlichen Theologischen Fakultätin Breslau. Seine Veröffentlichungen zur Kirchen- und Kulturgeschichte, insbesondere zur Geschichte der polnischen Salvatorianer, zur schlesischen Kirchengeschichte und zum Kult der hl. Hedwig, umfassen mehrere hundert bibliografische Einheiten. Prof. Kiełbasa war in der internationalen kirchengeschichtlichen Forschung anerkannt. Er war sich aber auch nie zu schade, mit großem Engagement Pilger- und Touristengruppen persönlich durch die Trebnitzer Klosterkirche zu führen. Er begleitete mit großem Engagement alle Restaurierungsarbeiten und Ausgrabungen. Seinen Bemühungen war es zu verdanken, dass die vatikanische Ordenskongregation die Pilgerstätte 2007 feierlich zum "Internationalen Sanktuarium der hl. Hedwig von Schlesien zu Trebnitz" erhob.
Maximilian Eiden

Am 3. August ist der Philosoph, Publizist und Kulturpolitiker Prof. Dr. Eberhard Günter Schulz in Marburg verstorben. Professor Schulz, der 1929 in Neusalz (Nowa Sól) geboren wurde, prägte jahrzehntelang das kulturelle und wissenschaftliche Leben nicht nur der schlesischen Vertriebenen. Seit 1972 war er in verschiedenen leitenden ehrenamtlichen Positionen der Stiftung Kulturwerk Schlesien (Würzburg), des Vereins ihrer Freunde und Förderer sowie des Bergstadtverlags W. G. Korn tätig und bestimmte Profil und Weg dieser Institutionen. Als Philosoph war der Verstorbene ein Kenner des Werks von Immanuel Kant. Professor Schulz war Rechtsritter des Johanniterordens, Träger des Bundesverdienstkreuzes, des Schlesierkreuzes und des Siling Rings sowie der Gerhart-Hauptmann-Plakette. Eine ausführliche Würdigung soll in der nächsten Ausgabe des Silesia-Newsletters erscheinen. (me)