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Janesch, Sabrina: Katzenberge
Berlin 2010
Aufbau-Verlag
304 Seiten
Preis: 19,95 €
ISBN 978-3-351-03319-4

"Magisch, suggestiv und präzise erzählt Sabrina Janesch von nicht vergehender Schuld, von unheimlicher Heimat und einer wagemutigen Reise: Nach dem Tod ihres Großvaters erkundet die junge Journalistin Nele Leipert die Geschichte ihrer Familie. Sie verlässt Berlin und fährt nach Schlesien und schließlich nach Galizien, wo alles begann. Dort, am Ende der Welt, will sie einen alten Fluch bannen." Verlagsmitteilung Aufbau-Verlag

"Federleicht pendelt der Roman zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her und beschwört dabei das Leben dreier Kriegs- und Nachkriegsgenerationen herauf. So führt die Lektüre mit ihrer elegischen und stark berührenden Wirkung tief in die Geschichte Europas zurück: Als Spurensuche nach den Wurzeln der Verwundungen, aber auch als Suche nach den Möglichkeiten einer besseren Zukunft." Hanns-Josef Ortheil

Eine Rezension folgt. Sabrina Janesch wird das Buch an vielen Orten bei Lesungen vorstellen, eine Übersicht findet sich unter:  http://www.aufbau-verlag.de/index.php4?page=28&show=20668.

Am 20. Oktober wird Sabrina Janesch im Schlesischen Museum zu Görlitz zu Gast sein.

 

Hinkel, Sascha: Adolf Kardinal Bertram. Kirchenpolitik in Kaiserreich und Weimarer Republik (Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte, Reihe B: Forschungen, Bd. 117)
Paderborn u.a. 2010
344 Seiten
Preis: 44,90 €
ISBN 3506768719

Adolf Kardinal Bertram (1859–1945) zählt zu den umstrittensten deutschen Bischöfen des 20. Jahrhunderts. Er erhielt seine wesentliche kirchenpolitische Prägung während des Kulturkampfes und in seiner Zeit als Bischof (1906–1914) in der Hildesheimer Diaspora. Bertram nahm den Kampf gegen Vertreter glaubensfeindlicher Lehren konsequent auf, die Auseinandersetzung mit denselben Personen in ihrer Funktion als Träger der Obrigkeit war für ihn jedoch unvorstellbar. Er stand unbeirrt auf dem Standpunkt, die Kirche solle einvernehmlich mit der gottgewollten staatlichen Ordnungsmacht existieren. Diese schon in der Monarchie verfolgte Linie setzte er als »Vernunftrepublikaner« auch in der Weimarer Republik fort. Mit seinem Namen wird der Vorwurf verbunden, die katholische Kirche habe im Dritten Reich zunächst an ihr eigenes Überleben gedacht und deshalb politisch zu vorsichtig agiert. Statt öffentlich Position zu beziehen und Widerstand zu leisten, habe sie sich darauf beschränkt, durch eine traditionelle »Eingabenpolitik« auf diplomatischen Kanälen gegen nationalsozialistische Rechtsverstöße zu protestieren.

Die vorliegende Untersuchung ergänzt das historische Bild des langjährigen Vorsitzenden der Fuldaer Bischofskonferenzen (1919–1945) in wesentlichen Punkten. Die Studie weitet die lange verengte zeitliche Perspektive und untersucht, gestützt auf neue Quellen, erstmals systematisch das kirchenpolitische Wirken des Breslauer Erzbischofs vor 1933

 

Weiss, Hermann F.: Buschvorwerk im Riesengebirge: Eine Gemeinde in Niederschlesien von den Kriegsjahren bis zur Vertreibung
2006
240 Seiten, broschiert
Preis: 20,- €
ISBN 3825506630

Studien zur Lokalgeschichte in Schlesien von den Kriegsjahren bis zur Vertreibung, welche nicht nur das Schicksal der deutschen Bevölkerung behandeln, sind infolge der schwierigen Quellenlage eine Seltenheit. Aufgrund von Archivrecherchen und zahlreichen, oft erschütternden Zeitzeugenaussagen schildert Hermann F. Weiss tiefgreifende Veränderungen in der kleinen Landgemeinde Buschvorwerk (Krzaczyna) im Riesengebirge, in der er 1944 die glücklichste Zeit seiner Kindheit verbrachte. Besonders ausführlich untersucht er das Zeithistorikern kaum bekannte Rüstungsunternehmen Wilhelm Schmidding (Köln), in dessen Buschvorwerker Zweigbetrieb hunderte von Menschen aus vielen Ländern arbeiten mussten. In diesem Zusammenhang wird auch erstmals ausführlich über das dortige Zwangsarbeitslager für Juden berichtet. Das Buch wendet sich an historisch interessierte LeserInnen, insbesondere an diejenigen, welche sich über die NS-Zeit oder die Situation in Niederschlesien während des Krieges und in den Jahren unmittelbar danach informieren möchten. Das Buch spricht auch die LeserInnen an, die sich für den Holocaust bzw. die deutsche Raketenrüstung interessieren.

 

Gaworski, Marek: Marianna Orańska 1810-1883
Wydawnictwo Matiang, Strzelce Opolskie 2010.
Hardcover
80 Seiten
ISBN: 978-83-926883-7-2

Ein Album aus dem Leben der Marianne von Oranien mit vielen aufgearbeiteten Bilder und Zeichnungen.

 

von Holtei, Karl: Ausgewählte Werke. Bd. 2: „Vierzig Jahre (Auswahl), Erzähl- und andere Prosa.
Herausgegeben von Jürgen Hein und Henk J. Koning unter Mitarbeit von Claudia Meyer.
Bergstadtverlag W. G. Korn, Würzburg 2009
444 Seiten
Preis: 20,00 €
ISBN 978-3-87057-315-7.

Zum 130. Todestag des Dichters, Schauspielers, Rezitators und Theaterdirektors Karl von Holtei (1798-1880) legt der Bergstadtverlag den abschließenden Band seiner Werkauswahl vor. Holtei führte ein bewegtes Lebens mit Arbeitsaufenthalten in Dresden, Breslau, Riga, Prag. Berlin und vor allem Wien. Seine Rolle in der Literatur und Theaterkultur des 19. Jahrhunderts wurde häufig übersehen, sein Werk allzu oft mit Begriffen wie „trivial“ oder „volkstümlich“ in abwertendem Sinne charakterisiert. Die zweibändige Studienausgabe vermittelt einen Einblick in das umfangreiche Schaffen des vielseitigen Autors, bietet Exemplarisches und Repräsentatives, Vergessenes und heute noch Interessierendes. Die Auswahl zeigt, daß Holtei sich wie kaum ein anderer Zeitgenosse im literarischen Leben des 19. Jahrhunderts auskannte und mit ihm aufs engste verbunden war. Seine Autobiographie «Vierzig Jahre» ist ein auch heute noch lesenswertes Zeitdokument, sie besticht durch eine frische und klare Darstellung einzelner Episoden aus dem Leben wichtiger Zeitgenossen.
Bot der erste Band (ISBN 978-3-87057-162-7, 20 Euro) einen Querschnitt durch das lyrische Schaffen Holteis („Schlesische Gedichte“), Lieder und Stücke wie „Ein Wiener in Berlin“ zudem ausgewählte Schriften zu Literatur und Theater, so finden sich im zweiten Band eine Auswahl aus «Vierzig Jahre», aus erzählender und anderer Prosa bis hin zu einer Kriminalgeschichte. Der Abschlußband enthält auch eine Zeittafel und ein beide Bände erschließendes Personenregister.

Noch lieferbar:
Karl von Holtei: Ausgewählte Werke. Bd. 1: Gedichte, Lieder, Stücke, Schriften zu Literatur und Theater. Herausgegeben von Jürgen Hein und Henk J. Koning. Bergstadtverlag W. G. Korn, Würzburg 1992, 444 S., 4 farb., 24 sw. Abb., 20,00 €. ISBN 978-3-87057-162-7.

 

Cover 

Inhaltsverzeichnis 

Rocznik Bolesławiecki 2 (2009) erschienen.

Das zweite Jahrbuch der Stadt Bunzlau. (Bitte Inhaltsverzeichnis als Bild beachten!)

Kontakt über: Muzeum Ceramiki, ul. Kutuzowa 14, Tel. + 48 75 644 22 00, Email:  redakcja(at)rocznik.boleslawiec.pl.
Nähere Informationen:  www.rocznik.boleslawiec.pl

 

 

Śląski Kwartalnik Historyczny Sobótka
Jahrgang 65 (2010)
Heft 1

In der neuesten Nummer einer der wichtigsten Zeitschriften zur schlesischen Geschichte ist Marek Wójcik mit einer Detailstudie zu dem bemerkenswerten Siegel Ottos von Kittlitz (14. Jh.) vertreten, Izabela Ławrosewicz mit einer diskursgeschichtlichen Analyse des Stereotyps vom Polen als Katholiken im Licht der polnischen Presse des Teschener Schlesien in der 2. Hälfte des 19. Jh. Joanna Hytrek-Hryciuk fragt unter der Überschrift „Staatsfeind?“ Nach den Aktivitäten des kommunistischen Sicherheitsamts (UB) gegen „deutsche Untergrundorganisationen“ in Niederschlesien. Łukasz Sołtysik steuert eine Studie zu einer fast vergessenen Einwanderergruppe bei, nämlich Kindern und Jugendlichen aus Nordkorea, die in den fünfziger Jahren während des Korea-Kriegs nach Niederschlesien und Masowien kamen. Zwei Quellenmiszellen stammen von Adam Morawiec („Die Breslauer Scharffenbergs in den Rechnungen der Maria-Magdalenen-Kirche; Ergänzungen zu den Biographien“) und von Alicja Borys, die einen bisher unbekannten Reisebericht vorstellt, den der Schlesier Konrad Sack von seiner Fahrt nach Konstantinopel in den Jahren 1644/45 anfertigte. Wie üblich findet sich eine Reihe von Rezensionen; unter den besprochenen Publikationen ist keine aus Deutschland. Die „wissenschaftliche Chronik“ berichtet von einer Reihe von Tagungen. Franciszek Połomski hat einen Nachruf auf den am 9. April 2009 verstorbenen Verfassungshistoriker Kazimierz Orzechowski verfasst. (me)

Informationen und Bestellung: Wrocławskie Towarzystwo Miłośników Historii, ul. Szewska 49, 50-139 Wrocław, gabinet 4, tel. 071 375 976, e-mail:  atohistoria(at)gmail.com oder  derwich(at)gmail.com

 

Deutsch-polnische Buchpräsentation | Polsko-niemiecka presentacja książki
Das schlesische Elysium. Burgen, Schlösser, Herrenhäuser und Parks im Hirschberger Tal | Śląskie Elizjum. Zamki, pałace, dwory i parki w Kotlinie Jeleniogorskiej
Stiftung Forum Kratzkau | Fundacja Forum Krasków, Krasków 12, 58-124 Marcinowice, 01.08.2010, 18.00 Uhr | godz. 18.00

Autor Arne Franke präsentiert sein Buch und spricht im Anschluss mit Melitta Sallai, die das ehemalige Schloss ihrer Familie in Muhrau/Morawa in eine deutsch-polnische Begegnungsstätte verwandelte.
Im Hirschberger Tal entstand in Jahrhunderten eine Kulturlandschaft von europäischem Rang, in der sich auch preußische Könige ihre Sommersitze errichteten. Der reich bebilderte kunsthistorische Führer widmet sich jedem Objekt mit einer Beschreibung sowie einem kurzen Abriss seiner Geschichte, ergänzt durch allgemeine touristische Hinweise und Anfahrtsbeschreibungen.
Arne Franke, Kunsthistoriker und Denkmalpfleger, studierte an der Universität Frankfurt am Main und arbeitete als Denkmalpfleger in Görlitz. Seit 1997 ist er freiberuflich als Bauforscher, Ausstellungsmacher, Dozent für Architekturgeschichte und Denkmalpflege tätig.  www.arnefranke.de,  info(at)arnefranke.de
Melitta Sallai, geboren in Muhrau, dem heute polnischen Morawa, hat nach der Wende das ehemalige Gut ihrer Familie wieder erworben. 1945 musste die Familie von Wietersheim-Kramsta ihr niederschlesisches Gut verlassen. Frau Sallai lebte in Frankreich und Portugal sowie in Angola. 1992 zog sie zurück nach Morawa und gründete einen karitativen Kindergarten und eine deutsch-polnische Begegnungsstätte.


Arne Franke zaprezentuje swoją książkę a następnie rozmawiał będzie z panią Melittą Sallai, która zamek jej rodziny w Morawie, dawnym Muhrau, przekształciła w ośrodek spotkań polsko-niemieckich.
W przeciągu wielu wieków powstał krajobraz o randze europejskiej, gdzie także pruscy krolowie wznieśli własne rezydencje letnie. Bogato ilustrowany kulturowo-historyczny przewodnik poświęca uwagę każdemu obiektowi opisując go, a także przedstawiając zarysy jego historii. Przewodnik został uzupełniony o ogólne informacje turystyczne.
Arne Franke, historyk sztuki i konserwator zabytków; studiował na uniwersytecie we Frankfurcie nad Menem i objął stanowisko konserwatora zabytków w Görlitz. Od roku 1997 pracuje samodzielnie jako historyk architektury, organizator wystaw; jest wykładowcą historii architektury i konserwacji zabytków.
Melitta Sallai urodziła się w Muhrau, w dzisiejszej Morawie. Po zmianach transformacyjnych odkupiła były majątek rodowy, który rodzina von Wietersheim-Kramsta zmuszona była opuścić w roku 1945. Melitta Sallai mieszkała kolejno we Francji i w portugalii, jak również w Angoli. W 1992 roku wróciła do Morawy gdzie założyła przedszkole i ośrodek spotkań polsko-niemieckich.

„Das Buch lädt zum bloßen Genießen ein, man ist schon ein wenig dort, bevor man vielleicht wirklich hinfahrt.“|„Lektura tej książki to prawdziwa przyjemność. Człowiek zdaje się być na miejscu, zanim jeszcze wybrał się w podróż.” SR 2 Kulturradio

Weitere Informationen
Deutsches Kulturforum östliches Europa e. V.
Ariane Afsari
Am Neuen Markt 1
D-14467 Potsdam
T.    +49 331 20098-38
F.    +49 331 20098-50
E-Mail:  afsari(at)kulturforum.info

3., aktual. u. erw. Aufl. Mit zahlr. farb. u. S.-W.-Abb., Glossar, Kurzbiogr., Ortsnamenkonkordanz, umfangr. Registern u. zweispr. Karten. 226 S., geb. m. Lesebändchen. € [D] 19,80/SFR 33,60. ISBN 978-3-936168-54-9.
Liczne czarno-białe i kolorowe ilustracje, mapy, krotkie biografie, słownik, wskazowki turystyczne, indeks osob i miejscowości. 220 str., oprawa twarda. PLN 40,–. ISBN 978-3-936168-35-8.

 

Łaszewski, Witold; Rollauer, Tadeusz: Legnica.  Dzieje miasta
Wrocław, Wydawn. Dolnośląskie, 2004
244 Seiten
ISBN: 83-7384-106-7

Eine reich illustrierte Stadtgeschichte von Liegnitz von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart – bereits 2004 erschienen – ist ein interessantes Seitenstück zu den unüberschaubar vielen Publikationen über Breslau. Das Buch ist zunächst ein reich bebildertes Panorama der Ereignisgeschichte, in dem die Mongolenschlacht und große Naturkatastrophen breiten Raum einnehmen. Bemerkenswert ist, dass die Autoren, ein Archäologe und ein Journalist, sich bemühen, das ältere, oft einseitige polnisch-nationale Geschichtsbild der Nachkriegsjahrzehnte zu weiten. Die deutsche Prägung der Stadt über Jahrhunderte wird nicht mehr geleugnet; in die Darstellung werden auch zahlreiche Einflüsse und die Rolle der Minderheiten mit einbezogen.  So werden die jüdischen Anteile an der Stadtgeschichte ebenso gewürdigt, wie böhmische Einflüsse oder die Anwesenheit von Ukrainern, Griechen, Lemken und der starken sowjetischen Garnison nach dem Krieg.

 

Sommer, Piotr: Im Dunkeln auch
Gedichte, zweisprachig
in Zusammenarbeit mit dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD. Aus dem Polnischen von Renate Schmidgall
224 Seiten
Preis: 24,80 €
ISBN 978-3-88221-692-9

Ein Lagerfeuer am See, ein Traum von einer nahen Person, eine Zigarette auf dem Balkon in einer unbekannten Stadt – es sind die kleinen Ereignisse, die bei Piotr Sommer zum Wichtigsten werden auf der Welt. Mit schwebender Leichtigkeit und im Plauderton erzählt er von den großen Dingen im Kleinen: von Werden und Vergehen, Gegenwärtigem und Vergangenem, dem Leben, das manchmal sein eigenes Leben führt – und nicht zuletzt vom Ticken der Zeit in einem selbst. Piotr Sommers Gedichte sind Gespräche, sein Ton ist wie beiläufig, das Merkmal seiner Poesie ist Bewegung – ein Wägen der Gedanken, dessen Ziel ein möglichst genaues Verzeichnis der Lebensechos ist, denn: „Auch ich suche ein Atelier, wo alles registriert ist, Tag für Tag, und die Negative weiterhin aufbewahrt und registriert werden, auch jetzt." (Verlagsmitteilung Matthes & Seitz, Berlin). Der Waldenburger Lyriker hat im April den Breslauer Silesius-Literaturpreis erhalten.