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Rocznik Lubuski 35 (2009)

 

Das neueste verfügbare Heft des in polnischer Sprache vom Lubuskie Towarzystwo Naukowe (Lebuser Wissenschaftliche Gesellschaft) herausgegebenen Rocznik Lubuski ("Lebuser Jahrbuch") ist erschienen. Der Band wird von Bogumiła Burda und Małgorzata Szymczak herausgegeben und versammelt unter der Überschrift "Spojrzenia na pogranicza dawniej i dziś. Budowanie tożsamości na pograniczach" Beiträge zum "Aufbau von Identität in Grenzgebieten" in Vergangenheit und Gegenwart. Die Mehrzahl der Beiträge von Beiträgen beschäftigt sich mit Schlesien, und zwar nicht nur mit dem Südteil der Woiwodschaft "Lebuser Land", der historisch zu Schlesien gehört. So Untersucht Maciej Fic den Einfluss der nach 1945 Zugewanderten auf das Schulwesen in der oberschlesischen "Woiwodschaft Schlesien" in den Nachkriegsjahren, fasst Radosław Domke die Migrationsbewegungen in den sogenannten "Wiedergewonnenen Gebieten" 1945-1948 zusammen. Robert Skobielski wirft einen Blick auf die Anfänge der Beschäftigung von Poleinnen in der DDR in den Jahren 1965 bis 1971. Małgorzata Skotnicka beschäftigt sich mit kulturellen Integrationsprozessen in der Euroregion Neiße am Beispiel der Hirschberger Zeitung "Nowiny Jeleniogórskie" und anderer Quellen. Katarzyna Ruhland fragt vorsichtig, ob eine grenzübergreifende Heimat entstehen kann und untersucht dahingehend "die Schatten der Vergangenheit, gemeinsame Kultur- und Bildsungsinitiativen und Zukunftspläne in Zgorzelec und Görlitz". Gerard Kosmała und Waldemar Spallek stellen Oberschlesien als besonderen Fall eines Grenzlands dar, Barbara Techmańska stellt ihre Untersuchungen zur Selbstwahrnehumung der Bewohner von Polkwitz/Polkowice, Lüben/Lubin und Umgebung vor. Andere Beiträge behandeln überwiegend die alten ostpolnischen Grenzgebiete, aber auch die Ränder Böhmens und das alte Spanien.

 

Kontakt:

Redaktor naczelny: dr hab. Bogdan Idzikowski prof. UZ
tel: 3283012 , 3287304 , 3287301
email:  B.Idzikowski(at)ips.uz.zgora.pl

 

 

 

Deutsch-polnisches Jahrbuch: OderÜbersetzen

Das deutsch-polnische Jahrbuch "OderÜbersetzen" wurde ins Leben gerufen um "zwischen Theorie und Praxis literarischer Übersetzung eine Brücke zu schlagen". Es will "den Übersetzer als Person und seine schöpferische Arbeit in den Mittelpunkt stellen".

Jedes Heft des Jahrbuchs hat einen Schwerpunkt (das aktuelle widmet sich dem Thema "Übersetzung als Erfahrung"). In der Rubrik "Die Kunst des Übersetzens" werden Theoriedebatten geführt, die Rubrik "Übersetzer im Gespräch" bringt Interviews mit Katarzyna Leszczynska  und Jurko Prochasko. Eine lange Reihe von "Übersetzungsanalysen" zeigen die Stärke des aus der Praxis-Diskussion erwachsenden Bandes. Es gibt ein "Translatorisches Lexikon", einen Rezensionsteil "Neue Bücher alte Bücher", Berichte aus dem Karl-Dedecius-Archiv und "Aus der Werkstatt", eine "Chronik" und "Bibliographisches"

Das Jahrbuch entstand 2009 an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), am Collegium Polonicum in Slubice, dem Vorlasshüter von Karl Dedecius' Briefen und Manuskripten. Das Jahrbuchprojekt wird von der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung gefördert.

OderÜbersetzen 1 (2010)
Herausgeber: Collegium Polonicum Slubice
Preis: 40,00 PLN.
In Deutschland bestellbar über die Buchhandlung Ullrich von Hutten-Buchhandlung in Frankfurt (Oder),  http://www.hutten-ffo.de

Sandberg, Marie: Grænsens nærvær og fravær. Europæiseringsprocesser i en tvillingeby på den polsk-tyske grænse [Die anwesend-abwesende Grenze. Europäisierungsprozesse in einer Zwillingsstadt an der deutsch-polnischen Grenze].

Die dänische Originalausgabe dieser Arbeit ist 2009 als Dissertation im Fachbereich Ethnologie des SAXO Instituts an der Universität Kopenhagen angenommen werden. Sie ist im Internet unter  http://cemes.ku.dk/kalender/phd_forsvar/phd-ms.24052009.opslag.pdf abrufbar. Am Ende findet sich eine ausführliche englische Zusammenfassung.
Die Arbeit untersucht am Beispiel von Görlitz und Zgorzelec Europäisierungsprozesse in einer Grenzregion an der Schwelle zum "grenzenlosen Europa". Die Arbeit beruht empirisch auf Feldforschung in den beiden Zwillingsstädten. Diese bestand aus Interviews, teilnehmenden Beobachtungen, Dokumenten, Gesprächsspaziergängen und auf Karten, die deutsche und polnische Schüler über ihre täglichen Aktivitäten in beiden Städten zeichneten. Theoretisch fußt die Arbeit auf der materiell-semiotischen, performativen Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT). Sie untersucht, wie die polnisch-deutsche Grenze zugleich an- und abwesend erscheint - wie sowohl das Abstecken und das Linksliegenlassen der Grenze wichtig sein kann. Beide Verhaltensweisen werden als koexistierende Darstellungen der deutsch-polnischen Grenze betrachtet. Überraschenderweise diskutiert die dänische Ethnologin auch, ob und inwieweit die vom Schlesischen Museum zu Görlitz in einer Ausstellung dargestellte "Schlesische Toleranz" als ein Modell für die deutsch-polnische Koexistenz in der Region angenommen wurde.

Färber, Klaus-Dieter: Intraregionale Disparitäten, spezifisch lokale Konstellationen und ausländische Direktinvestitionen in der GZM Silesia

Die Leitidee ist die Untersuchung der wirtschaftsräumlichen Effekte von Unternehmensinvestitionen, Standortfaktoren und die regionale Entwicklung eines Metropolraumes in Polen. Der Ausgangspunkt ist die Analyse der Disparitäten in der räumlichen Entwicklung innerhalb des oberschlesischen Metropolraumes um Kattowitz/Katowice. Diese stehen in direkter Verbindung mit spezifisch lokalen Konstellationen, die durch eine regionalgeographische Analyse der historischen, politischen, wirtschaftlichen und räumlichen Faktoren definiert werden. Eine tiefgreifende Untersuchung der Investitionen ausländischer Unternehmen mit standörtlichen Fallstudien führt zur Darstellung des regionalen Investitionsverhaltens und zur Abgrenzung wirtschaftlicher Gunst- und Ungunsträume.

Im Zusammenschluss der Ergebnisse wird der Einfluss von Investitionen auf die räumliche Entwicklung aufgezeigt. Zudem werden die Wechselwirkungen zwischen Region und Investitionen in den vier Kernbereichen Raumentwicklung, Standortbedingungen, Business Environment und Raumstruktur abgeleitet. Die Formulierung von Handlungsempfehlungen zur Stärkung der regionalen Entwicklung und des standörtlichen Systems der Gesamtregion runden die Arbeit ab.

Das Buch, das als Dissertation im Fach Geografie an der Universität Tübingen entstand, ist kostenlos auf dem Dokumentenserver der Universität abrufbar.
 http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/volltexte/2010/4782/