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Bericht zur Tagung „Beratung für schlesische Heimatsammlungen“

 

Zur ersten Tagung im Rahmen des Projekts „Beratung schlesischer Heimatsammlungen“ konnten am 16. und 17. November 40 interessierte Teilnehmer im HAUS SCHLESIEN begrüßt werden. Die Tagung war Teil eines bundesgeförderten Pilotprojektes zur konkreten Betreuung und Beratung schlesischer Heimatsammlungen. Ziel des Projektes ist, die Sammlungen mit ihrer Fülle an schlesischen Kulturgütern an ihren Entstehungsorten zu erhalten und die ehrenamtlichen Verantwortlichen bei der Lösung drängender Probleme von Nachfolge und Raumsicherung zu unterstützen.

Als unmittelbar Betroffene waren die Betreiber der noch etwa 70 schlesischen Heimatsammlungen eingeladen worden. Sie reisten aus ganz Deutschland nach Königswinter, um sich Zukunfstperspektiven für ihre Sammlungen aufzeigen zu lassen.

Als Referenten konnten Vertreter namhafter Organisationen und Institutionen, die sich mit schlesischem Kulturgut und seiner Erhaltung befassen, gewonnen werden. Dazu zählen das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) in Oldenburg, die Martin-Opitz-Bibliothek in Herne sowie das Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf.

Der erste Tag der Veranstaltung war in verschiedene Themenblöcke gegliedert: Zunächst wurden verschiedene Institutionen vorgestellt, die sich in unterschiedlicher Weise der Erhaltung und Förderung des schlesischen Kulturerbes widmen. Anschließend wurde erläutertet, welche Möglichkeiten das Beratungsangebot den Betreibern schlesischer Heimatsammlungen bietet und welche Formen der Zusammenarbeit mit Kommunen und anderen Bildungsträgern möglich und nötig sind, um diese Einrichtungen für die Zukunft bewahren zu können.

Im nächsten Teil der Veranstaltung, die in einer sehr diskussionsfreudigen Atmosphäre stattfand, beschäftigten sich die Teilnehmer mit der aktuellen Situation der kleinen schlesischen Sammlungen im Bundesgebiet.

Am Beispiel von HAUS SCHLESIEN und seinem „Breslauer Kabinett“ wurden verschiedene Aspekte des Umgangs mit Sammlungsgütern und Kooperationsmöglichkeiten von Museen und Heimatsammlungen aufgezeigt.

In einem weiteren Abschnitt standen die praktischen Aspekte des sachgerechten Umgangs und der Präsentation verschiedener Arten von Exponaten sowie organisatorische und juristischen Maßnahmen zur Bewahrung der Sammlungen im Mittelpunkt.

Der zweite Tag der Veranstaltung hatte die Bestandserhaltung und -pflege zum Thema. An vielen praktischen Beispielen und zahlreichen Bildern wurde der pflegliche und sachgerechte Umgang mit Archivalien aus den verschiedensten Bereichen wie Textilien, Grafik, Papier (Bücher und Dokumente) und Fotografien aufgezeigt.

Im letzten Abschnitt der Tagung standen die Heimatstuben als Teil der Stadtgeschichte der jeweiligen westdeutschen Kommunen im Fokus. Zunächst erhielten die Teilnehmer Einblick in die Grundlagen und Möglichkeiten einer effektiven Pressearbeit und die Bedeutung eines guten Kontakts zu verschiedenen Medien wie Zeitung und Internet. Anschließend wurden sie darüber informiert, welche Elemente moderner Öffentlichkeitsarbeit für Heimatsammlungen anwendbar sind, um ein größeres Publikum zu erreichen.

Schließlich hatten die engagierten ehrenamtlichen Leiter der schlesischen Heimatsammlungen Bunzlau (Siegburg) und Hindenburg (Essen) Gelegenheit, ihren Mitstreitern von ihren Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit ihren Kommunen bzw. städtischen Museen zu berichten.

Insgesamt fand auf der Tagung in freundschaftlicher Atmosphäre ein sehr lebhafter Gedanken- und Erfahrungsaustausch statt. Die Teilnehmer zeigten sich hocherfreut, dass nun eine Anlaufstelle für die Heimatstubenbetreiber mit ihren Sorgen und Nöten existiere. Projektmitarbeiterin Dorothee Herbert steht schlesischen Heimatstubenbetreibern bzw. verantwortlichen Leitern unter 02244/886-234 für Anfragen und Beratungen zur Verfügung. Für die zweite Tagung zur Beratung schlesischer Heimatsammlungen, die am 1. und 2. März 2011 im HAUS SCHLESIEN stattfindet, konnten bereits Anmeldungen entgegen genommen werden.

Dorothee Herbert

Zweite Tagung Deutsche Polenforschung
Die Mitte Europas Kommunikation - Konstruktion - Kooperation
Mainz, 22. bis 24. September 2011

Veranstaltet von: Deutsches Polen-Institut Darmstadt und Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, in Zusammenarbeit mit: Gießener Zentrum Östliches Europa / Universität Gießen, Herder-Institut Marburg

*Call for Papers, Call for Panels
Einladung zur Teilnahme*


»Polen liegt in der Mitte Europas.« Es ist eine Frage der Definition, von Kommunikation und Konstruktion, ob man dieser Feststellung zustimmt oder nicht. Immerhin befindet sich einer der geographischen Mittelpunkte des Kontinents im litauischen Dorf Purnuák-s (polnisch: Purnuszki) nördlich von Wilna (polnisch: Wilno, litauisch: Vilnius) und damit im historischen Gebiet der polnisch-litauischen Adelsrepublik. Polen in der Mitte Europas: Dieses historisch-
kulturelle Konstrukt ist Rahmenthema der Zweiten Tagung Deutsche Polenforschung. Die Frage nach der Lage Polens in Europa ist oft gestellt worden: Mal schien es weit im Westen zu liegen, dann wieder wähnte man es fest im Griff des Ostens, gelegentlich empfand es sich gar als »Zwischeneuropa«. Am Anfang des 21. Jahrhunderts, nach NATO-Beitritt und EU-Osterweiterung, ist es fest in der Mitte des Kontinents verankert.

Das Rahmenthema eignet sich für viele disziplinäre Ansätze. Zu fragen ist etwa nach den Europabildern Polens seit dem Mittelalter, nach Konstruktionen wie »Antemurale« und »Intermarium«, nach der Bedeutung und Übernahme (west-/ost-) europäischer Ideen oder Moden, aber auch nach Abwehrstrategien gegen vermeintliche »Überfremdung«, »Verwestlichung« oder »Orientalisierung«. Wie fand und findet Kommunikation zwischen Polen und dem Rest Europas statt, wie wanderten Vorstellungen und Menschen, wie war und ist Polen eingebunden in die Allianzen und Netzwerke des Kontinents? Wie europäisch ist Polen eigentlich? Und wie polnisch ist Europa?

Das Rahmenthema der Zweiten Tagung Deutsche Polenforschung Die Mitte Europas richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter der unterschiedlichsten Disziplinen. In Panels, bei Podiumsdiskussionen, Werkstattgesprächen, Einzelvorträgen und Projektvorstellungen soll nach den unterschiedlichen historischen und aktuellen Aspekten des Rahmenthemas gefragt werden.

Angesprochen werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fächer, die sich inhaltlich mit Polen beschäftigen, insbesondere aus Ethnologie, Geographie, Geschichte, Kulturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Slavistik, Soziologie, Sprachwissenschaft und Wirtschaftswissenschaft.

Die Zweite Tagung Deutsche Polenforschung bietet die Gelegenheit, über die Grenzen der Fachgebiete hinweg Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, Projekte zu entwickeln und sich über die Situation der deutschen Polenforschung zu informieren. Sie schließt an die Erste Tagung Deutsche Polenforschung an, zu der 2009 rund 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Darmstadt gekommen waren.

Call for Papers oder Panels

Wir laden alle Interessierten ein, Vorschläge für Referate oder ganze Panels zum Rahmenthema Die Mitte Europas einzureichen. Die genaue Vortragsdauer wird von den Leiterinnen und Leitern der Panels festgelegt werden, sollte 25 Minuten jedoch nicht überschreiten. Bitte senden Sie uns bis 15. Oktober 2010: Ein Abstract für jedes Referat (nicht mehr als eine Seite) sowie Informationen zu Ihrer Person (kurzes Biogramm, Veröffentlichungsverzeichnis). Über die Auswahl der Panels und Referate wird bis Mitte Dezember 2010 entschieden.

Projektvorstellungen und Präsentationen

Zusätzlich zu den themenbezogenen Referaten bieten wir die Möglichkeit zu kurzen Projektvorstellungen im Plenum (2-3 Minuten). Hierzu melden Sie sich bitte bis 31. Juli 2011 an. Über die Auswahl der Vorstellungen wird im August 2011 entschieden. Wenn Sie Ihr Projekt oder Ihre Institution mit Plakaten, Aufstellern, einem Stand oder Ausstellungstafeln darstellen möchten, so bitten wir Sie um Ihre Nachricht bis 31. Juli 2011.

Einladung

Alle an einer Teilnahme ohne eigenen Beitrag Interessierten laden wir ein, sich auf unserer Homepage  www.polenforschung.de anzumelden. Bei einer Anmeldung bis 15. Juli 2010 entstehen keine Kosten, danach wird eine Spätanmeldegebühr von 40 Euro erhoben. Die Kosten für Pausengetränke, Abendempfang, Mittag- und Abendessen werden übernommen.

Anmeldungen

Einreichung von Vorschlägen für Vorträge und Projektvorstellungen sowie Ansprechpartner für alle organisatorischen Fragen: Dr. Peter Oliver Loew, E-Mail:  loew(at)dpi-da.de, Tel. +49/6151/4202-17, Fax: +49/6151/4202-10.

Alle weiteren Informationen auf der Tagungshomepage  www.polenforschung.de