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Angelika Marsch: Friedrich Bernhard Werner 1690-1776. Corpus seiner europäischen Städteansichten, illustrierten Reisemanuskripte und der Topographien von Schlesien und Böhmen-Mähren.
Weißenhorn (Anton H. Konrad Verlag)
674 Seiten mit 985 Abbildungen
Preis: 128,- €
ISBN: 978-3-87437-534-4

Die Rezension zu diesem Buch finden Sie unter der Rubrik Nachrichten.

 

Wojciech Kunicki, Marek Zybura (Hg.): Germanistik in Polen. Zur Fachgeschichte einer literaturwissenschaftlichen Auslandsgermanistik. 18 Porträts.
(Studia Brandtiana 3)
Osnabrück (Fibre Verlag) 2010
400 Seiten
Preis: 35,- €
ISBN 978-3-938400-56-2

Die Herausgeber - Inhaber der Lehrstühle für Geschichte der deutschen Literatur bis 1848 am Germanistischen Institut der Universität Breslau respekktive für Germanistik am Willy-Brandt-Zentrum für Deutschland- und Europastudien derselben Hochschule - fassen den vorliegenden Band so zusammen: "Für die inhaltliche und methodologische Entwicklung der polnischen Germanistik war neben der geographischen Nähe zu Deutschland vor allem die Tatsache von Bedeutung, dass polnische Gebiete nach den Teilungen in den preußischen und österreichischen Staat eingegliedert wurden. Damit fand auch die Pflege der Germanistik bis 1918 in diesem wissenschaftspolitischen und fachgeschichtlichen Kontext statt. Ferner ist die polnische Germanistik nicht identisch mit der Germanistik in Polen, gab es doch in den vor 1945 zum Deutschen Reich gehörenden Gebieten germanistische Institutionen mit eigenen Forschungsprofilen, wie z. B. die Universität Breslau, die Technische Hochschule Danzig oder von 1941-1945 die sog. Reichsuniversität Posen." Nach dem Angriffs- und Vernichtungskrieg Deutschlands gegen Polen hatte die Germanistik einen schweren Stand. Die politische Entwicklung in Polen nach 1945 brachte es dann mit sich, dass die germanistische Literaturwissenschaft "aus politischen Gründen nicht ausschließlich eine philologische Wissenschaft bleiben" durfte; ihr wurde "der Status einer 'politischen Wissenschaft' oktroyiert, mit allen daraus resultierenden Folgen - ein Schicksal, das sie mit anderen Auslandsgermanistiken in Ostmitteleuropa bis 1989 teilte. Vor diesem Hintergrund zeichnen die Autoren des Bandes in 18 Porträts führender, die Entwicklung ihrer Disziplin bis heute prägender Fachvertreter die Geschichte der polnischen Germanistik von 1918 bis zur Gegenwart nach. Dabei geht es neben dem biographischen Hintergrund der porträtierten Germanisten und ihrer fachlichen Einordnung und Einschätzung auch um die wissenschaftspolitischen Implikationen ihrer Arbeit." Bemerkenswert ist die große Rolle, die gerade die schlesische Barockliteratur, aber auch das neuere Schrifttum, in der Forschungsleistung vieler der vorgestellten Germanisten spielt und wie es ihnen gelang, trotz der politischen Vorgaben hierzu wegweisende neue Zugänge zu eröffnen, Quellen zu erschließen und Erkenntnisse zu erzielen. Dies gilt insbesondere für Jan Piprek, Elida Maria Szarota, Mieczysław Urbanowicz, Wilhelm Szewczyk und Marian Szyrocki.