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Bildungsfahrten des Herbert-Wehner-Bildungswerks Dresden nach Niederschlesien


Eine europäische Landschaft?, 25.05.2011 bis 29.05.2011, Bildungsfahrt V11063
Das Riesengebirge als wahrhaft europäische Region, die über Grenzen hinweg eine eigene Identität herausbildet, ist nicht nur Utopie: zunehmend zieht es Menschen in diese Region, vornehmlich polnische Städter, Deutsche, Tschechen, aber auch Niederländer. Fern von Fragen der Nationalität und über Grenzen hinweg nutzen sie diese Region und ihre vielschichtige Geschichte, um hier den Traum von einem vereinten Europa wahr werden zu lassen. Das Seminar will zum einen in Form von Begegnungen und Fachvorträgen der Frage auf den Grund gehen, inwiefern diese Gedanken langfristig tragbar sind oder gar die Zukunft von teils strukturschwachen Gebieten bilden. Zum anderen sollen in einem gemeinsamen Arbeiten über Generationen und Nationalitäten hinweg die Region mittels der Fotografie, unter Anleitung eines polnischen und deutschen Fotografen, individuell angeeignet werden.

 

Mythos Riesengebirge. Niederschlesien vor und nach 1945, 22.09.2011 bis 25.09.2011, Bildungsfahrt V11059
In diesem Reiseseminar stellen wir die Frage, welche Bedeutung Niederschlesien vor dem Zweiten Weltkrieg für die deutsche Identität hatte und wie der Nationalitätenwechsel dieser Kulturlandschaft in beiden Teilen Deutschlands sowie auf polnischer Seite bearbeitet wurde. Mittel der Annäherung sind Kunst und Literatur sowie, wenn es die Wetterlage erlaubt, eine Wanderung im Riesengebirge.

 

Böhmische Dörfer - Tschechen und Deutsche , 20.10.-23.102011, Seminarnummer11060

Die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung aus Böhmen ist heute noch Thema. Doch in den letzten Jahren hat sich der Ton geändert: Die Debatte über die Nachkriegsereignisse ist in Tschechien im vollen Gange. Zudem gibt es zahlreiche Projekte, die sich unverkrampft mit der Thematik auseinander setzen. Das von Dresden aus nahegelegene Ústí nad Labem (Aussig) geht hier mit gutem Beispiel voran. Wir werfen einen Blick auf die Vergangenheit und kommen mit Menschen ins Gespräch, die von ihren Erfahrungen berichten. Junge Projekte werden vorgestellt, die zeigen, dass das Thema Flucht und Vertreibung nicht per se politisiert werden muss. Zudem steht eine Besichtigung der Gedenkstätte Theresienstadt auf dem Programm - und Terezíns, der Stadt die trotz ihrer einzigartigen barocken Architektur nicht gegen das deutsche Erbe ankommt.

 

Deine Heimat ist auch meine Heimat – Deutsch-polnisches Begegnungsseminar, 16.11.-20.11.2011, Seminarnummer 11064

Die Erlebnisgeneration derjenigen, die Flucht und Vertreibung am eigenen Leib erlebt haben, wird immer kleiner. Dieses  Begegnungsseminar will zum einen diejenigen zu Wort kommen lassen, die diese Geschichte und Geschichten unmittelbar erfahren haben. Zum anderen aber auch dem Wunsch nachkommen, dies im bilateralen Kontext, gemeinsam mit Polen und Polinnen zu tun. Das Seminar richtet sich jedoch auch an die jüngere Generation, die das Erlebte aus erster Hand erfahren möchte. In gemeinsamen Gesprächen aber auch zahlreichen Exkursionen wird so ein Stück Geschichte gemeinsam lebendig gemacht.

 

Informationen und Anmeldung:

Herbert-Wehner-Bildungswerk e.V.

Kamenzer Straße 12

D-01099 Dresden

Telefon: (03 51) 80 40 220 oder 2 16 70 91

 http://www.wehnerwerk.de

Die angeführten Fahrten werden durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

Wieder entdeckt – Martin Opitz

Lesung und Gespräch mit Michael Lentz, Roswitha Schieb und Wolfgang Kessler
Moderation: Norbert Hummelt

Dienstag, 12. April 2011, 20.00 Uhr, Literaturwerkstatt Berlin in der Kulturbrauerei, Knaackstr. 97, 10435 Berlin

Anmeldung bis zum 11. April 2011.

Dem schlesischen Barockdichter Martin Opitz hat die deutsche Poesie viel zu verdanken. Er hat Versmaß, Regeln, Kunstanspruch und Handwerk festgeschrieben im Buch von der deutschen Poetery, erschienen 1624. Diese Übertragung der lateinischen Rhetorik auf die deutsche Dichtung ermöglichte es den Dichtern, ihrem humanistischen Bildungsideal auch in der eigenen Sprache zu folgen. Die Reform ging in die Literaturgeschichte ein. Aber Opitz war nicht nur ein bahnbrechender Theoretiker, sondern hinterließ neben vielen anderen Schriften auch anrührende Liebesgedichte und aufwühlende Poeme über die Gräuel des 30-jährigen Krieges.

Wie würde die deutsche Poesie heute ohne das Werk dieses schlesischen Dichters, 1597 geboren in Bunzlau, heute Bolesławiec, gestorben 1639 in Danzig, aussehen? Was macht ihn aktuell?
Die Regelpoetik, weitergeschrieben, ist heute noch Grundlage des Redens und Schreibens über Dichtung. Über die Spätfolgen von Opitz' Poeterey sprechen die Lyriker Michael Lentz und Norbert Hummelt, die am Leipziger LIteraturinstitut angehende Dichter unterrichten. Gemeinsam mit dem Opitz-Spezialisten Wolfgang Kessler und Roswitha Schieb, die sich u.a. mit der Wirkungsgeschichte Opitz’ beschäftigt hat, befragen sie Martin Opitz, lesen seine Texte, beleuchten seine Zeit und holen ihn ins Hier und Heute.

Wolfgang Kessler, 1946 in Hamm/Westfalen geboren, studierte Geschichte, Osteuropäische Geschichte sowie Slawistik in Bochum und wurde an der Universität Düsseldorf promoviert. Dort war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und an der Universität Marburg als Hochschulassistent tätig. Seit 1989 leitet er die Stiftung Martin-Opitz-Bibliothek. Er ist Vorstandsmitglied des Deutschen Kulturforums östliches Europa.

Michael Lentz, 1964 in Düren/Westfalen geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie und wurde 1998 über Lautpoesie/-musik nach 1945 promoviert. Er ist Autor, Musiker und Herausgeber, zuletzt erschienen von ihm: Die ganz genaue Erinnerung (Hörspiel, BR 2010), Offene Unruh. 100 Liebesgedichte (S. Fischer Verlag 2010). Im März publiziert er als Herausgeber Rainer Maria Rilke: Das große Lesebuch (S.Fischer Verlag).

Roswitha Schieb, 1962 in Recklinghausen geboren, studierte Literatur- und Kunstwissenschaft in Köln und Berlin. Neben Theaterbüchern über Peter Stein und seine Faust-Inszenierung veröffentlichte sie vor allem kulturhistorische Reisebücher. Ihr Erzählungsband Die beste Zeit erschien 2007, die zweite Auflage des Literarischen Reiseführers Breslau 2009. Sie arbeitet als freie Autorin in Borgsdorf bei Berlin.

Norbert Hummelt, 1962 in Neuss geboren, studierte Germanistik und Anglistik in Köln. Der Lyriker, Essayist und Übersetzer ist Herausgeber der Gedichte von Yeats und lehrt am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Für seine Gedichte wurde er u.a. mit dem Rolf-Dieter-Brinkmann-Preis, dem Mondseer Lyrikpreis, dem Hermann-Lenz-Stipendium und dem Niederrheinischen Literaturpreis ausgezeichnet.

In seinem Jahresschwerpunkt 2011 präsentiert das Kulturforum Biografien von deutschsprachigen Persönlichkeiten aus dem östlichen Europa, die grenzüberschreitend und über ihre Zeit hinaus gewirkt haben.

Anmeldung

Deutsches Kulturforum östliches Europa e. V.
Ilona Wäsch
Am Neuen Markt 1
D-14467 Potsdam
T.    +49 331 20098-0
F.    +49 331 20098-50
E-Mail:  deutsches(at)kulturforum.info

Europäisches Kulturerbe in Niederschlesien
Studien- und Informationsreise des Bildungswerks Sachsen der Deutschen Gesellschaft nach Wrocław (Breslau), Świdnica (Schweidnitz), Jawor (Jauer), Jelenia Góra (Hirschberg), Cieplice Śląskie-Zdrój (Bad Warmbrunn), Mysłakowice (Erdmannsdorf), Reisezeitraum: 14. - 20. Mai 2011

Die einstige preußische Provinz Niederschlesien und das Hirschberger Tal mit seinen zahllosen Schlössern und Herrenhäusern stehen im Mittelpunkt dieser Reise. Nach dem Besuch Wrocławs (Breslau), des wirtschaftlichen und geistigen Zentrums der Region und weiterer niederschlesischer Städte besichtigen die Teilnehmer im Hirschberger Tal ausgewählte Schlösser und diskutieren mit den Besitzern über die verschiedenen Nutzungskonzepte und Möglichkeiten. Das Hirschberger Tal am Fuße des Riesengebirges – in der Mitte des 19. Jahrhunderts als das Schlesische Elysium bezeichnet – ist reich an sehenswerten Bau- und Gartenkunstdenkmälern. Erst seit der politischen Wende in Mittel- und Osteuropa rückte ihr kultureller Wert wieder in den Mittelpunkt. Seitdem bemühen sich Kulturliebhaber um den Erhalt und Wiederaufbau der einmaligen Gebäude und Anlagen.

Informationen:  www.dg-bildungswerksachsen.org/html/niederschlesien.html

Reise nach Kreisau, 02.06.-05.06.2011
Organisation: Freya von Moltke Stiftung für das Neue Kreisau

 

Donnerstag, 02.06.2011

Um 8:45 Uhr fahren wir in Berlin (Busparkplatz am Berliner Hauptbahnhof) ab. Unser erstes Ziel ist Breslau. Nach einem Mittagessen am Marktplatz nehmen wir an der polnischen Feier zu Freya von Moltkes 100. Geburtstag teil. Die Veranstaltung wird simultan übersetzt. Am frühen Abend erreichen wir Kreisau, wo nach dem Abendessen ein Vortrag zu Freya von Moltke geplant ist.

 

Freitag, 03.06.2011

Nach dem Frühstück finden thematische Führungen durch Krzyżowa (Kreisau) statt und ein Treffen mit den Pädagogen, die ihre Arbeit in der Begegnungsstätte vorstellen. Nach der Mittagspause wenden wir uns den Afrika- und Amerikajahren im Leben Freya von Moltkes zu. Des Weiteren beschäftigen wir uns mit Eugen Rosenstock-Huessy (1888-1973), Rechtswissenschaftler und Soziologe, Volksbildner, Initiator der Löwenberger Arbeitslager, Lehrer von Helmuth James von Moltke und späterer Lebensgefährte Freya von Moltkes. Nach dem Abendessen findet im Berg- haus eine Lesung aus den Abschiedsbriefen Freya und Helmuth James von Moltkes und aus der Biografie zFreya von Moltke. Ein Jahrhundertlebenoe (Dr. Frauke Geyken) statt. Anschließend beantworten die Biografin und Helmuth Caspar von Moltke die Fragen des Publikums.

 

Samstag, 04.06.2011

Gegen 9 Uhr fahren wir nach WrocÂaw (Breslau), wo wir in kleinen Gruppen an drei verschiedenen Führungen zur Stadtgeschichte teilnehmen werden. Am späten Nachmittag kehren wir nach Kreisau zurück. Hier erwartet uns ein festliches Abendessen.

 

Sonntag, 05.06.2011

Nach dem Frühstück besteht die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Spaziergang zum Kapellenberg und durch die Kreisauer Felder. Gegen 10 Uhr treten wir die Heimreise nach Berlin an. Unterwegs besuchen wir die Friedenskir- chen in Schweidnitz und Jauer und nehmen ein kleines Mittagessen im Café der evangelischen Gemeinde zu Jauer ein. Voraussichtliche Ankunft in Berlin ist zwischen 18:00 und 19:00 Uhr geplant. (Stand 01.02.2011, Änderungen vorbehalten)

 

Ein ausführliches Programm und Informationen zu den Referenten schicken wir allen Teilnehmenden Ende April zu.

 

Weitere Informationen:

Esther Reichert, Freya von Moltke Stiftung für das Neue Kreisau, c/o Allianz, An den Treptowers 3, 12435 Berlin, Deutschland, Tel: 0049-30-538 363 61, Fax: 0049-30- 530 279 23, E-Mail:  reichert(at)fvms.de

Sąsiedzi – Nachbarn – 2.0. Polsko-Niemiecki-Festiwal Nowoczesnego Sąsiedztwa. Mai/Juni 2011

 

Nachbarn 2.0 ist das deutsch-polnische Festival einer Nachbarschaft für die Zukunft. Das Programm bietet über dreißig innovative Projekte. Die Deutsche Botschaft Warschau und das Goethe-Institut  bereiten die Veranstaltungsreihe anlässlich des 20. Jahrestages des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags vor.

Das Festival findet polenweit statt; Schwerpunktveranstaltungen sind  in Warschau, Krakau, Posen und Danzig im Zeitraum vom 6. Mai bis 17. Juni 2011 geplant. Das Programm spiegelt die authentische, lebendige und vielseitige Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschen wieder und lädt ein - zu Dialog, Teilnahme und Mitgestalten eines zukunftsorientierten Nachbarschaftsmodells: Polen und Deutschland gemeinsam in Europa.

Den Schwerpunkt der Veranstaltungsreihe Nachbarn 2.0 bilden Projekte, die technologische Entwicklungen unserer digitalisierten Welt einbeziehen und Kulturprogramme, die neue Medien verwenden. Teilweise werden dabei neue, die deutsch-polnischen Beziehungen bereichernde Kommunikationsformen etabliert.

Das deutsch-polnische Festival moderner Nachbarschaft bietet unter anderem Kunstaktionen im öffentlichen Raum, Handyfilm-Workshops, Performance-Projekte, Installationen, Klub- und Jazzmusik, 3-D-Fashionfilm, design pop-up-shops, Ausstellungen über Nano-Technologie und Mathematik, Jugendprojekte, Seminare und Konferenzen.

Projektpartner u.a. sind:  das Nowy Teatr in Warschau, Stary Teatr in Krakau,  Theater Hebel  am Ufer Berlin,  das Nürnberger Haus Krakau, Nationalinstitut für Audiovisuelles, Polnisches Institut Berlin, Planete Doc Film Festival, Stiftung Monte Video Foto, Deutscher Musikrat, Zentrum für Zeitgenössische Kunst Laźnia  Gdańsk, German Fashion Film Award, Stiftung Bęc Zmiana, Heinrich-Böll-Stiftung, Wissenschaftszentrum Kopernikus, Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Grenzüberschreitende Jugendbegegnung Frankfurt (Main) - Wrocław/Breslau
31. Juli - 14. August

 

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge veranstaltet im Sommer ein grenzüberschreitendes Workcamp. Junge Erwachsene zwischen 17 und 26 Jahren aus Polen und Deutschland treffen sich zunächst in Frankfurt am Main, um die Metropole und Sehenswürdigkeiten der Region im nahen Taunus zu erkunden. Nach einer Woche geht es zusammen nach Breslau.

In verschiedenen Workshops und Projekten werden sich die Teilnehmenden kennen lernen, mit der gemeinsamen Geschichte beschäftigen und Ideen der gemeinsamen Zukunft diskutieren. Gemeinsame Spurensuche der deutsch-polnischen Geschichte an historischen Erinnerungsorten und die Begegnung mit der deutschen Minderheit in Niederschlesien sowie der Polonia in Deutschland werden die beiden Wochen thematisch strukturieren. Beispielsweise wird etwa der Flughafen Frankfurt als bedeutender Wirtschaftsfaktor der Rhein- Main Region und internationales Drehkreuz als touristischer Programmpunkt besichtigt. Als historisch ergänzenden Aspekt wird es dazu eine Spurensuche auf dem Lehrpfad zum ehemaligen KZ-Außenlager Walldorf geben. Dorthin wurden 1.700 jüdische Mädchen und Frauen wurden 1944 aus Ungarn verschleppt, die am Frankfurter Flughafen Ausbau- und Reparaturarbeiten an den Rollbahnen verrichten mussten. In Polen hat der Volksbund einen Besuch im Friedenspark Nadolice Wielkie/Groß Nädlitz vorgesehen; in Kreisau soll an Widerstand und Opposition erinnert werden. Es gibt noch einige Plätze für deutsche Teilnehmende! Der Teilnahmebeitrag beträgt 205 EURO.

 

Weitere Informationen: www.volksbund.de/hessen/jugendarbeit/workcamp/sommer2011/frankfurtwroclaw.html

Studienreise nach Schlesien
27.08.-05.09.2011

 

Die "Historische Kommission für den Kreis Neustadt/Oberschlesien e. V." teilt mit, dass sie eine zehntätige Studienreise für Kulturinteressierte nach Schlesien anbietet. Termin: Samstag, 27. August bis Montag, 5. September 2011. Angefahren werden das Hirschberger Tal, das Riesengebirge, das Waldenburger Land, die Stadt Neustadt/Prudnik, Teile Oberschlesiens, das Altvatergebirge, Breslau und Leubus. In Neustadt findet als Teil der Reise ein Seminar zum Thema „Gegangen, gekommen, geblieben – Vertreibung und der Kreis Neustadt/OS“ statt, das u.a. historische Vorträge und Erfahrungsberichte deutscher und polnischer Vertriebener sowie eine Podiumsdiskussion umfassen soll.

 

Informationen und ausführliches Programm: Historische Kommission für den Kreis Neustadt/Oberschlesien e.V., p.Adr. Ralph Wrobel, Martinskloster 13, 99084 Erfurt oder ralph.wrobel@fhzwickau.de.