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herausgegeben vom Förderverein Schlesisches Museum zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e.V.

 

 

Grußwort

Liebe Mitglieder,
sehr geehrte Damen und Herren, 

im März diesen Jahres ist unser Mitglied Peter Graf Henckel von Donnersmarck verstorben. Er wurde 1933 in Schlesien geboren und ist in Grambschütz, Kreis Namslau, im väterlichen Schloss aufgewachsen. Nach den Erfahrungen von Flucht und Vertreibung setzte er sich später für die Erinnerung an die deutsch geprägte Kultur und Geschichte Schlesiens ein und suchte zugleich den Dialog mit den heutigen polnischen Einwohnern, in diesem Fall in Gramschütz (Greboszow). Die Generation der letzten bzw. jüngsten Jahrgänge der noch im deutschen Schlesien geborenen Schlesier verabschiedet sich aus der Weltgeschichte. Zu dieser Generation gehört auch der 2011 verstorbene Dr. Horst Berndt (geb. 1932), er war ebenfalls Mitglied im Verein der Freunde und Förderer, langjähriger Vorsitzender des Vereins zur Pflege schlesischer Kunst und Kultur e.V. (VSK), der noch in Hirschberg das Gymnasium besucht hatte, und später als Leiter des Gymnasiums in Alfeld den Schüleraustausch der Gymnasien in Hirschberg und Alfeld ins Leben gerufen hat; oder der 2016 verstorbene Dr. Christian-Erdmann Schott (geb. 1932), der seine Kindheit bis 1945 in Oppeln erlebte. Durch seine Tätigkeit u.a. im „Verein für Schlesische Kirchengeschichte" und in der „Stiftung Evangelisches Schlesien“ hat er zugleich den deutsch-polnischen Dialog maßgeblich befördert.
Ich sehe es als einen Glücksfall an, dass in den letzten Jahren Filme entstanden sind, die für Spätere einen Eindruck vom Wirken und von der Herkunft von Persönlichkeiten wie den genannten vermitteln. In dem Film zur Ausstellung „Adel in Schlesien“, die 2014 in Görlitz und Liegnitz gezeigt wurde, kommt Graf Henckel von Donners-marck zu Wort, man kann sagen, wie er leibte und lebte. Dr. Berndt und Dr. Schott sind in dem Film „Häuser des Herrn“ von Ute Badura (2010) mit Beiträgen zur Entstehung und Geschichte der Bethäuser in Schlesien zu sehen. Hier werden Geschichte und Kultur Schlesiens lebendig.

Ihr K. Schneider

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