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Nachrichten aus dem Schlesischen Museum

Die Rübezahloper ist wieder zu Gast im Schlesischen Museum, Montag 13. August  

Ausstellung

Die Sonderausstellung „Achtung Zug! 175 Jahre Eisenbahn in Schlesien“, die noch bis zum 2. September 2018 zu sehen ist, wird ergänzt durch wechselnde Sonderpräsentationen und begleitet durch eine Vielzahl von Veranstaltungen.

Kommende Sonderpräsentation:

Waggonbau in Schlesien
6. Juli bis 2. September 2018

Diesem wichtigen Wirtschaftszweig widmet sich eine zusätzliche Sonderpräsentation mit Fotografien, Modellen und Waggonschildern. Historische, zum größten Teil bisher unbekannte Fotografien aus dem Werksarchiv der Waggon- und Maschinenbau-Aktiengesellschaft (WUMAG) in Görlitz belegen die großen technischen Leistungen dieses Unternehmens. Die einmalige Sammlung, bestehend aus ca. 5000 Glasplatten, dokumentiert jeden Waggontyp, der in Görlitz von 1890 bis 1945 gebaut wurde. Das wohl weitgehend vollständige Archiv wurde kürzlich von dem heutigen Eigentümer der WUMAG, der Fa. Bombardier Transportation GmbH, Standort Görlitz, auf Vermittlung des Schlesischen Museums dem Verkehrsmuseum Dresden kostenlos überlassen. Dort soll der gesamte Bestand in den nächsten Jahren digitalisiert, verzeichnet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Im Schlesischen Museum ist nun schon eine erste umfangreiche Auswahl zu sehen, die durch Bilder von den Werks- und Produktionsanlagen vor allem aus den 1920er Jahren ergänzt werden. Modelle der Waggons aus der Sammlung von Ingo Wobst veranschaulichen die gezeigten Bilder.

Ausgewählte Veranstaltungen aus dem Programm des Museums:

Angebot in den Sommerferien für Kinder
Frag uns! Alles über die schlesische Eisenbahn
Interaktiver Rundgang & Atelier

mittwochs, 4. Juli, 11. Juli, 1. August, 8. August,
jeweils 14 Uhr

Nur noch bis zum 2. September ist die Ausstellung „Achtung Zug!“ zu bestaunen. Nutzen wir die Chance, sie in den Sommerferien zu sehen. Ein Highlight ist das Architekturmodell des Görlitzer Bahnhofs von Ingo Wobst. Was macht es so besonders? Fragen wir doch den Experten höchstpersönlich! Im Anschluss sind die Kinder herzlich dazu eingeladen, sich selbst im Modellbau zu versuchen.

- für Kinder von 7 bis 12 Jahre
- 2 Euro

Mittwoch, 4. Juli, 15 Uhr
Kaffee & Kultur – natürlich schlesisch
Bolko von Hochberg - Komponist und Kunstmäzen

Der Kaffeenachmittag des Schlesischen Museums im Juli widmet sich Bolko von Hochberg (1856-1936). Sein Name ist in Görlitz in erster Linie mit der Stadthalle und den von ihn begründeten Schlesischen Musikfestspielen verbunden. Weniger bekannt ist sein kompositorisches Schaffen. Eleni Ioannidou, Sopranistin und Vorsitzende des Vereins Ars Augusta, hat seine Vokalmusik wiederentdeckt. In einem Projekt, gefördert durch die Kulturreferentin für Schlesien, wurden von Hochbergs Biografie erforscht und seine Musik einstudiert. Eleni Ioannidou und Dr. Annemarie Franke stellen Musikbeispiele vor und machen mit dem Komponisten und Förderer der schlesischen Musikkultur bekannt.
- Eintritt: 10 Euro (inkl. Kaffee und Kuchen)
- Reservierung: +49 3581 87910,  kontakt(at)schlesisches-museum.de

Mittwoch, 1. August, 15 Uhr
Kaffee & Kultur – natürlich schlesisch
Waggonbau in Schlesien
Kurator Dr. Martin Kügler führt durch die aktuelle Sonderpräsentation, in der sich alles um den Waggonbau in Schlesien dreht. Zahlreiche historische Fotos aus dem Archiv der WUMAG, über 200 Waggonschilder und Modelle erzählen die Geschichte dieses wichtigen Industriezweiges.
- Eintritt: 10 Euro (inkl. Kaffee und Kuchen)
- Reservierung: +49 3581 87910, kontakt@schlesisches-museum.de


Montag, 13. August, 19.30 Uhr
Nordhof im Schlesischen Museum
Opern-Pasticcio
Rübezahls Musikalischer Garten - Der musikalische Berggeist und andere Opernfiguren der europäischen Romantik
Bereits zum 10. Mal führen junge Opernsänger*innen aus Mittel- und Osteuropa die Arien und Duette aus wiederentdeckten Werken über den Berggeist Rübezahl auf. Während eines Meisterkurses in Buchwald (Bukowiec) im Hirschberger Tal proben sie die Musik von u.a. Louis Spohr, Carl Maria von Weber, Friedrich von Flotow oder Hans Sommer und stellen die Ergebnisse in Görlitz vor. Die Leitung hat Małgorzata Mierczak, Opernsängerin und Musikwissenschaftlerin in Salzburg und gebürtig aus Karpacz/Krummhübel.
- Veranstaltung der Kulturreferentin in Kooperation mit dem Verband der Riesengebirgsgemeinden (Związek Gmin Karkonoskich)
- Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 8 Euro
- Reservierung: Telefon +49 3581 87910 
 
Weitere Termine

Pflanzen zweier Apfelbäume aus Westfalen in Neukirch/Nowy Kościół Foto: E. Schulze  

Feierlichkeiten 500 Jahre Reformation in Schlesien vom 1.-2. Juni 2018 in Jauer und Neukirch - Ausstellungsübergabe an Martin-Luther-Zentrum in Breslau

Das Schlesische Museum zu Görlitz freut sich, dass auf Bitte der Diözese Breslau der Evangelisch- Augsburgischen Kirche in Polen die zweisprachige deutsch-polnische Wanderausstellung  „Kirchfahrer, Buschprediger und betende Kinder. 500 Jahre evangelisches Leben in Schlesien“ einen festen Ort gefunden hat. Im Jubiläumsjahr der Reformation waren drei Versionen der Ausstellung produziert worden, von denen eine jetzt ihren ständigen Platz im Eingangsbereich zur Aula des Evangelischen Martin-Luther-Zentrums für Diakonie und Bildung in Breslau gefunden hat.  
Am 12. Mai 2018 wurde im diakonischen Zentrum an der Martin-Luther-Straße feierlich eine neue Behindertenwerkstatt für Erwachsene übergeben. Aus diesem Anlass wurde ein Familienfest gefeiert, das sich in den Reigen der Veranstaltungen des jährlichen „Festivals protestantischer Kultur“ in Breslau einfügte.  Zu den Feierlichkeiten waren aus Görlitz Annemarie Franke, Co-Autorin der Ausstellung und Kulturreferentin für Schlesien, sowie Superintendent Martin Herche angereist. Gemeinsam mit Bischof Waldemar Pytel eröffneten sie die Wanderausstellung als neue Dauerausstellung. Bischof Pytel wies darauf hin, dass zwar das Jubiläumsjahr  zum Gedenken an 500 Jahre Thesenanschlag in Wittenberg abgelaufen sei, aber gerade für Niederschlesien 2018 ein wichtiges 500-jähriges Jubiläum bedeute, das im Juni gefeiert werden wird: die erste Predigt nach lutherischer Lehre in Schlesien wurde 1518 in Neukirch an der Katzbach auf der Burg derer von Zedlitz gehalten.

Aus diesem Anlass wurde am 2. Juni 2018 in Neukirch am historischen Standort des Schlosses und heutigen Park in der Nähe der evangelischen Kirche ein Gedenkstein feierlich übergeben. Der Gedenkstein wurde durch die Stadt Świerzawa/Schönau an der Katzbach gestiftet und in Anwesenheit von Geistlichen und Gläubigen der Evangelisch-Augsburgischen Kirche Polens der Diözese Breslau sowie des Kirchenkreises Schlesische-Oberlausitz der EKBO und weiterer Gäste aus Deutschland geweiht.
In Jauer wurde vorher ein Festgottesdienst gefeiert und abends ein Konzert mit Musik des schlesischen Komponisten und Kantors der Friedenskirche zu Schweidnitz, Benjamin Schmolck (1672-1737), aufgeführt. Bereits am Freitag, den 1. Juni 2018, gab es in Jauer eine wissenschaftliche Tagung zum Thema 500 Jahre Reformation in Schlesien.
Im Zusammenhang mit diesem schlesischen Reformationsgedenktag wird vom 22.06. – 30.08.2018 eine zweite Version der Görlitzer Wanderausstellung "500 Jahre evangelisches Leben in Schlesien" im Regionalmuseum Jauer (Muzeum Regionalne w Jaworze) zu sehen sein.

Bolko von Hochberg, Kunstmäzen und Komponist 

Hommage an Bolko von Hochberg - ein Projekt des Vereins Ars Augusta

Mit drei Konzerten, einer CD-Aufnahme und einem informativen Begleitheft würdigt die Sopranistin und Vereinsvorsitzende von Ars Augusta, Eleni Ioannidou, das Vokalmusik-Werk des Komponisten Bolko von Hochberg (1843 - 1926). Das Projekt wird durch die Kulturreferentin für Schlesien aus Mitteln der BKM gefördert.

Zugleich möchten die Veranstalter auf die historische Bedeutung der Stadthalle Görlitz als Konzerthalle hinweisen und für eine Wiederbelebung der Tradition der "Schlesischen Musikfestspiele" werben.
Bei dem Projekt wirken Sänger/innen aus niederschlesischen Ensembles und Musikhochschulen mit.   

Konzerte:
10. Juni 2018: Schloss Fürstenstein/Książ
12. Juni 2018: Vino e Cultura, Görlitz
01. Juli 2018: Kurtheater in Bad Salzbrunn/Szczawno Zdrój

Kontakt und Informationen  www.ars-augusta.org 

Projektseite auf www.art-augusta.org. 

EuroArtLab: Gerhart und Carl Hauptmann wiederentdecken
Ein weiteres Projekt des Vereins Ars Augusta beschäftigt sich mit den Brüdern Gerhart und Carl Hauptmann.

Im Mittelpunkt des Projekt steht die Auseinandersetzung mit dem Werk von Gerhart Hauptmann "Festspiel in deutschen Reimen", entstanden im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zu 100 Jahren Befreiungskriegen und dem Bau bzw. der Einweihung der Jahrhunderthalle in Breslau 1913.

Ausstellung "Friedensbotschaft aus Europa"

Inspiriert von der Übersetzung des Werkes "Festspiel in deutschen Reimen" von Gerhart Hauptmann in die polnische Sprache, die über das Projekt ermöglicht wird, sind bildende Künstler aus dem INTERREG-Raum Polen-Sachsen eingeladen, Bilder anzubieten, die mit der Thematik des Dramas zu tun haben (Krieg und Frieden über Europa). Die Bilder werden im November  2018 im Miejski Dom Kultury in Zgorzelec ausgestellt. Eine Auswahl davon wird als Illustrationen für Druck und Verlegung des Dramas in beiden Sprachen dienen.

Zwei Konzerte in den Gedenkstätten der Dichter-Brüder im Riesengebirge

23. Juni 2018 im Gerhart-Hauptann-Haus in Agnetendorf/Jagniątków

Monologe aus dem "Festspiel in deutschen Reimen" von Gerhart Hauptmann mit Begleitung von Musik (Perkussion, Cello, Klavier und Elektro-sounds) und Szene aus "Hanneles Himmelfahrt" mit Musik von Max Marschalk.      

24. Juni 2018 im Carl und Gerhart Hauptmann-Haus in Schreiberhau/Szklarska Poręba 

Lieder von Anna Teichmüller, Gedichte von Carl Hauptmann  und Lesung aus dem "Rübezahlbuch" von Carl Hauptmann mit Begleitung von Musik 

Das Projekt wird durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert und ist ein Mikroprojekt INTERREG Polen-Sachsen. Partner in Polen sind das Städtische Museum Gerhart-Hauptmann-Haus in Agentendorf/Hirschberg und die polnische Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft.

Janusz Skowroński vor dem Modell des Hauptmann-Hauses im Miniaturmuseum in Schmiedeberg/Kowary. www.muzeum-dgh.pl 

Neuer Direktor im Städtischen Museum Gerhart-Hauptmann-Haus in Agnetendorf

Janusz Skowroński, Dipl.-Ing. und Spezialist für die Organisation und Verwaltung, Pädagoge, Journalist, Autor, Heimatforscher und Kenner der Biographie von Gerhart Hauptmann ist seit dem 16. April 2018 neuer Direktor des Gerhart-Hauptmann-Hauses in Agnetendorf/Jelenia Góra Jagniątków. Er hat den Wettbewerb auf diese Stelle gewonnen und wurde vom Präsidenten der Stadt Jelenia Góra zum Direktor berufen.
Insgesamt 15 Sonderausstellungen hat der neue Direktor in den kommenden fünf Jahren geplant. Dabei setzt er den Schwerpunkt, polnische Schriftsteller vorzustellen, die auch als Übersetzer der Werke Hauptmanns ins Polnische gewirkt haben. Die Reihe beginnt mit Maria Konopnicka (1842-1910), Übersetzerin von "Hanneles Himmelfahrt" ins Polnische (1899 erschienen).
Zuletzt wurde mit Unterstützung der Stadt Greiffenberg/Gryfów Śl., Geburtsort des Künstlers Johannes Maximilian Avenarius, ein Portrait seiner Schwiegermutter aus den frühen 1920er Jahren für die Sammlung des Gerhart-Hauptmann-Hauses erworben. Avenarius ist Autor der berühmten "Paradieshalle" in der Villa des Dichters, dem heutigen Museum.
Am 15. September 2018 wird Hans Pleschinski in "Haus Wiesenstein", dem Gerhart-Hauptmann-Haus in Agnetendorf, aus seinem Roman "Wiesenstein" lesen. Am Abend vorher ist er zu Gast im Schlesischen Museum zu Görlitz. s. Veranstaltungen 

 

Ausgewählte Quellen und Materialien zur schlesischen Kulturgeschichte

Źródła i materiały do historii kultury Śląska. Wybór
Vybrané zdroje a materiály k slezským kulturním dějinám

Im Rahmen des deutschen akademischen Förderprogramms 2015 - 2017 „Wandel – Brüche – Kontinuitäten“  wurde  das Typoskript  Ausgewählte Quellen und Materialien zur schlesischen Kulturgeschichte  im Juni 2018 von Urszula Bonter,  Mirosława Czarnecka und Marek Hałub aus dem Germanistischen Institut an der Universität Wrocław fertiggestellt. Die zur Veröffentlichung vorgesehene Edition wurde in Kooperation mit dem Institut für Slawistik der Universität Leipzig unter der Leitung von Danuta Rytel-Schwarz erarbeitet. Das über 600 Seiten zählende Opus bietet 180 Texte zur schlesischen Kulturgeschichte von ihren Anfängen bis ins 21. Jahrhundert. Primäres Ziel war die Zusammenstellung einer Arbeitsgrundlage für Studenten und Schüler; zu den Hauptadressaten gehört selbstverständlich auch das breitere schlesieninteressierte Publikum vor allem in Deutschland, Polen und Tschechen. Das Projekt wurde aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert.
Das gesammelte Originalmaterial folgt meist in Auszügen den angegebenen Quellen. Die ausgewählten heterogenen Textsorten werden in der für die schlesische Kulturgeschichte typischen Sprachenvielfalt angeführt: auf Deutsch, Polnisch und Tschechisch. Lateinisch verfasste Quellen sind in ihrer Originalsprache belassen. Um dem Leser das Navigieren in der faszinierenden, von mehreren Nationen und Traditionen geprägten schlesischen Kulturgeschichte zu erleichtern, begleiten jeden Quellentext konzise Einführungen, die sich auf Basis-Informationen konzentrieren und die dargebotenen Quellentexte knapp kontextualisieren. Zu demselben Zweck wurden alle Begleittexte und ebenso die Einführung zum Band in deutscher, polnischer und tschechischer Sprache erarbeitet: also in den drei ,Amtssprachenʻ der gegenwärtigen Schlesienforschung. Die Anthologie schließt mit einer Auswahlbibliographie ab, die anhand der neuesten Forschungsliteratur nach 2000 einen Ausgangspunkt für die vertiefende Auseinandersetzung mit der schlesischen Kulturgeschichte bildet.
Die Edition versteht sich als ,work in progressʻ, als ein Langzeitprojekt, das mit seinem offenen Charakter mehrere Anschlussmöglichkeiten bietet. Möge es nicht nur Neugier wecken, sondern auch zur weiterreichenden Aufarbeitung und Ergänzung der Kenntnisse zur schlesischen Kulturgeschichte anregen.

Kontakt:

INSTYTUT FILOLOGII GERMAŃSKIEJ UNIWERSYTETU WROCŁAWSKIEGO
Prof. Dr. habil. Marek Hałub
Leiter des Lehrstuhls für Kultur der deutschsprachigen Länder und Schlesiens
E-MAIL:  marek.halub(at)uwr.edu.pl