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Exkursionen der Kulturreferentin

18. August 2018
Reise nach Bethlehem im Wald bei Kuks (Ostböhmen) Ein gemeinsames Angebot mit dem Krippenverein Schirgiswalde e.V. Nachdem im Sommer 2018 das „schlesische Bethlehem" bei Kloster Grüssau auf dem Programm stand, besuchen wir jetzt das böhmische Bethlehem, gestaltet durch den Künstler Matthias Braun und gelegen auf der anderen Seite des Gebirgskamms. 

Weitere Informationen hier 

22. September 2018
Entlang historischer Grenzen
Tagesfahrt durch den Norden der historischen Provinz Schlesien nach Krossen an der Oder/Krosno n.O., nach Schwiebus/Świebodzin und zur Zisterzienserabtei in Paradies.

Weitere Informationen hier

 

Kreisau per Rad vom 27. - 31. August 2018
Fünf Tage lang erkunden wir gemeinsam und auf aktive Weise die Umgebung Kreisaus - der kleinen niederschlesischen Ortschaft, welche heute der Sitz der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung ist. Auf Rädern entdecken wir die multikulturelle Geschichte Niederschlesiens und begeben uns auf den Spuren Freya von Moltkes, der ehemaligen Hausherrin Kreisaus und Mitglied des Kreisauer Kreises, in Richtung des Eulengebirges.

Der Anmeldeschluss ist der 30. Juni 2018. Interessierte können sich per Mail bei Zuzanna Kornet (zuzanna.kornet@krzyzowa.org.pl ) anmelden.

Weitere Informationen:  www.krzyzowa.org.pl

 

Das Kulturerbe Breslaus entschlüsseln

Bericht Studienreise, 3.-7. Juni 2018 von Vasco Kretschmann, Kulturreferent für Oberschlesien

Zehn Studierende der Ruhr-Universität Bochum befassten sich im historischen Seminar von Dr. Andrzej Michalczyk über mehrere Wochen des Sommersemesters 2018 eingehend mit der Geschichte Breslaus. Eine vom Kulturreferenten für Oberschlesien unterstützte Studienreise in die schlesische Hauptstadt ermöglichte ihnen, die deutsch-polnischen Umbrüche an den Orten des Geschehens zu untersuchen. Der Breslauer Ring, die Synagoge zum weißen Storch, die Jahrhunderthalle oder das ehemalige Königsschloss waren einige der zahlreichen Besuchsorte, zu denen die Studierenden die historischen Hintergründe und ihre heutige Bedeutung diskutierten. Auf den ersten Blick historischer Umbrüche unverdächtig erscheint der Breslauer Ring in seiner historischen Pracht. Doch Fotografien aus den Jahren vor und nach 1945 offenbaren, dass viele der Gebäude erst beim Wiederaufbau nach Vorbildern aus dem frühen 18. Jahrhundert gestaltet wurden, bevor Breslau preußisch war. Zudem finden sich auf verschiedenen Giebeln, auch am Rathaus, seit dem Wiederaufbau Stilelemente, die vor allem aus Zentral- und Ostpolen bekannt sind. Die neuen polnischen Bewohner Breslaus verliehen der Stadt somit eine vertraute Symbolik. Das 1956 aus Lemberg überführte Denkmal des Theaterautos Aleksander Fredro ersetzt vor dem Rathaus das Denkmal für den preußischen König Friedrich Wilhelm III. Viele weitere solcher Orte boten den Studierenden - mit den notwendigen Informationen - Einblicke in die Vergangenheit und Gegenwart Breslaus. Seit dem politischen Umbruch von 1989 besteht in der Stadt ein großes Interesse am gesamten deutsch-polnisch-jüdischen Kulturerbe. Den Umgang mit der lokalen Geschichte untersuchten die Studierenden auch in den beiden großen Dauerausstellungen „1000 Jahre Breslau“ (Stadtmuseum) und „Breslau 1945-2016“ (Institut für Erinnerung und Zukunft). Die Ausstellungen zeugen sowohl konzeptionell als auch inhaltlich von unterschiedlichen Zugängen zur lokalen Vergangenheit. Die schlesische Metropole bleibt ein spannendes Untersuchungsfeld zum Umgang mit der Geschichte. Den Seminarleiter Andrzej Michalczyk unterstützten an verschiedenen Besuchsorten neben dem Kulturreferenten auch die Dozenten der regionalgeschichtlich orientierten Breslauer Germanistik.

Abbildung: Die Reisegruppe am „Denkmal des gemeinsamen Gedenkens“ (Grabiszyński Park), das an die ehemaligen Bewohner der Stadt und die verschwundenen Friedhöfe erinnert.