Historische Sammlung Brieg

im Stift Großes Heiliges Kreuz
Hoher Weg 7
38640 Goslar

Trägerschaft:

Bundesvereinigung der Brieger e.V. und Stadt Goslar

Öffnungszeiten

Zum Bundestreffen der Brieger geöffnet, sonst
auf Anmeldung über Bundesvereinigung der Brieger
(Waltraud Schulz-Warber Tel.: 0511/832570) oder
Stabstelle Städtepartnerschaft Goslar (Tel.: 05321/704504)

Karte Schlesiens



Brieg (Brzeg) liegt an der Oder zwischen Breslau und Oppeln. Schon um 1200 ist die Fischer- und Marktsiedlung "Wisokebrzeg" (Am hohen Ufer) in Urkunden erwähnt. Um 1248 wurde die "Civitas in alta ripa" Brieg als Stadt nach Neumarkter Recht gegründet. Sie war von 1311 bis 1675 Residenz der Piastenherzöge von Liegnitz und Brieg. Nach umfangreichen Zerstörungen durch die Hussiten im 15. Jahrhundert und nach wiederholten Stadtbränden im 16. Jahrhundert erlebte sie ihren Wiederaufbau und eine wirtschaftliche Blütezeit. In dieser Zeit wurde das Schloss der Piastenherzöge, das berühmte "Gymnasium Illustre" und das Rathaus als bedeutende Bauwerke der Renaissance errichtet. Sie prägen noch heute - nach aufwendigen Restaurierungen in der Nachkriegszeit - das Stadtbild. In preußischer Zeit erlebte Brieg einen erneuten Aufschwung. Der Festungsring wurde in der Zeit Napoleons geschleift und zu ausgedehnten, parkartigen Wallanlagen umgestaltet. Eine gute Verkehrsanbindung förderte Wachstum und Handel. Neue Manufakturen und Fabriken entstanden, Brieg wurde "Industrie-, Schul- und Gartenstadt".

1950 bot Goslar als erste westdeutsche Stadt den geflohenen und vertriebenen Briegern aus Kreis und Stadt die Patenschaft an. Besonders engagierten sich dafür Goslars Oberbürgermeister Dr. Hermann Pfaffendorf, Oberstadtdirektor Helmut Schneider und Schriftleiter Walter Schulz, ehemals Brieg. Sie fanden in der entstehenden "Bundesvereinigung der Brieger" aufgeschlossene Partner. Seit 1992 wurde die Patenschaft zu einer Partnerschaft mit dem jetzt polnischen Brzeg erweitert.

Im Ausstellungsraum des "Großen Heiligen Kreuzes" sind Zeichnungen, Stiche, Landkarten, Gold- und Silberschmiedekunst, Münzen, Militaria und verschiedene Andenken aus Brieg zu besichtigen. Über Persönlichkeiten Brieger Herkunft wie u.a. Oskar Moll, Max Drischner und Kurt Masur sowie die Ortschaften im Landkreis Brieg findet man umfangreiches Bildmaterial und Schriftgut. Hervorzuheben sind diverse Urkunden aus dem 16./17. Jahrhundert und ein Brief Friedrichs II. an seine Gemahlin aus dem Feldlager bei Mollwitz (Kreis Brieg).


Blick in die Heimatstube, Modell des Rathauses

Blick in die Sammlung, Modell des Rathauses


Das Goslarer Stadtarchiv besitzt eine Kartei mit 20000 Einträgen über Brieger und deren Angehörige. Nach Übernahme der Patenschaft wurde sie für den Suchdienst "Goslar sucht Brieger" genutzt und heute dient sie der Familienforschung.


 
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Sammlung Breslau in Köln
Heimatstube Bunzlau
 


letzte Aktualisierung: 16.08.2007